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Pandora Aktie Prognose Pandora: Achterbahnfahrt vor der nächsten Kehrtwende?

News: Aktuelle Analyse der Pandora Aktie

von

08.01.2026 | 14:52 Uhr
In diesem Artikel
Pandora
ISIN: DK0060252690
|
Ticker: 3P7 --- %

--- EUR
---% (1D)
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Gültigkeit der Analyse
1 Woche
Erwartung: Neutral
Zur Pandora Aktie

Die Aktienanalysen von Tobias Krieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.

Kaum eine Aktie scheint so extrem zwischen Panik und Euphorie zu schwanken wie Pandora. Ist das die optimale Aktie für Trader – oder vielleicht auch für Investoren?

Die Zahlen sprechen für sich

Pandora ist ein dänischer Schmuckhersteller und hat sich seit der Gründung im Jahr 1982 von einem lokalen Einzelhändler zu einem weltweit aktiven Schmuckhersteller mit vertikal integriertem Geschäftsmodell entwickelt.
Pandora entwirft den Schmuck also selbst, produziert Teile davon und übernimmt auch das Marketing und den Vertrieb bis hin zum Endkunden.

Die Produkte von Pandora konzentrieren sich stark auf Charms, Armbänder, Anhänger, Halsketten, Ringe und Ohrringe. Das Herzstück war und ist das Charm-Armband („Moments“) mit individuellen Anhängern, die der Kunde selbst arrangieren kann.

Dieses Konzept scheint aufzugehen. In den letzten fünf Geschäftsjahren konnte der Umsatz von 19,01 auf 31,68 Mrd. DKK gesteigert werden.
Gleichzeitig wurde die Zahl der ausstehenden Aktien von 97 auf 81 Millionen Stück reduziert. Obendrein hat sich die Profitabilität verbessert. In Summe hat das dazu geführt, dass sich der Gewinn von 29,62 auf 64,60 DKK mehr als verdoppelt hat.

Habe ich ein Déjà-vu?

Mit Pandora verbindet mich inzwischen eine langjährige Geschichte. Zum ersten Mal bin ich auf das Unternehmen aufmerksam geworden, als ich Ende 2019 an einer Niederlassung des Unternehmens vorbeigeschlendert bin.
Mit einer gewissen Verwunderung beobachtete ich die Schlange vor einer Pandora-Niederlassung, während es in der Einkaufsstraße ansonsten eher gemächlich zuging.

Natürlich habe ich mich damals sofort gefragt, ob das Unternehmen börsennotiert ist. Die Freude war umso größer, da der Kurs in den Monaten zuvor von etwa 135 auf 36 Euro eingebrochen war.

Da die geschäftliche Entwicklung aus meiner Sicht besser war, als es der Kursverlauf vermuten ließ, habe ich am 16.12.2019 einen Artikel mit dem Titel „Pandora: Kurspotenzial und 6% Dividende“ veröffentlicht. Anschließend kletterte der Kurs von 36 auf 126 Euro.

Doch im Jahr 2022 kam es zu einem erneuten Absturz. Der Kurs sackte bis auf knapp unter 50 Euro ab.
Mein Hinweis darauf, dass es sich um eine erneute Gelegenheit handeln könnte, kam zwar etwas zu früh – aber was spielt das schon für eine Rolle? Der Kurs kletterte anschließend auf 189 Euro.

Alle Jahre wieder

Warum erzähle ich Ihnen das alles? Weil bei Pandora scheinbar alle paar Jahre ein ähnliches Muster zu beobachten ist. Das Geschäft läuft mal besser – und mal schlechter und wann immer es schlechter läuft, gibt der Aktienkurs deutlich nach.

Anschließend stellt sich dann heraus, dass die Welt doch nicht untergegangen ist und der Kurs geht wieder durch die Decke. Dass die Börse zu Übertreibungen neigt, ist nicht neu, aber bei Pandora sind die Kursausschläge außergewöhnlich hoch.

Aktuell scheint wieder etwas Ähnliches zu geschehen. Die US-Zollpolitik wird als Gefahr für das Geschäft von Pandora wahrgenommen. Daher hat die Aktie in den zurückliegenden Monaten mehr als die Hälfte an Wert verloren.
Man sollte meinen, dass das Geschäft miserabel läuft, doch das ist nicht der Fall. Im Geschäftsjahr 2025 dürfte das Ergebnis um 6 % auf 68,40 DKK je Aktie steigen.

Pandora kommt demnach auf ein KGVe von 9,7. Damit sind wir nicht mehr weit von dem Bewertungsniveau entfernt, das an den Tiefs von 2020 und 2022 erreicht wurde. Damals lag das KGV bei 6,8 und 7,2.
Man sollte sich aber auch bewusst sein, dass die Bewertung nicht zwingend wieder auf dieses Niveau sinken muss.

Den Konsensschätzungen zufolge soll das Ergebnis im Geschäftsjahr 2026 um 4 % auf 71,35 DKK je Aktie steigen. Im Gegenzug würde das KGV auf 9,3 sinken.

Pandora AS Aktie: Chart vom 08.01.2026, Kurs: 88,74 EUR - Kürzel: 3P7 | Online Broker LYNX
Pandora AS Aktie: Chart vom 08.01.2026, Kurs: 88,74 EUR – Kürzel: 3P7 | Quelle: TWS

Der Chart bezieht sich auf die Notierung der Aktie in Euro und den Ticker 3P7. Kunden von LYNX-Broker können die Aktie selbstverständlich auch direkt an der Heimatbörse Kopenhagen in dänischen Kronen handeln, Ticker PNDORA.

Pandora ist zu den langfristigen Aufwärtstrends zurückgekehrt. Darüber hinaus reihen sich die Unterstützungen und relevanten Umkehrpunkte zwischen 89 und 75 Euro regelrecht auf.
Es wäre naheliegend, dass in diesem Bereich ein Bodenbildungsversuch erfolgen könnte, den man als Anleger wohl abwarten sollte.

Kommt es dann zu ersten positiven Signalen, wie beispielsweise einer Rückkehr über 89 oder 94 Euro, könnte das eine Erholung in Richtung 100 oder 112 Euro einleiten. Darüber würde sich das Chartbild spürbar aufhellen.

Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 08.01.2026 um 14:03 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

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Vorherige Analysen der Pandora Aktie

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Pandora zeigt eindrucksvoll, welche außerordentlichen Erfolge antizyklisches Investieren ermöglichen kann. Geduld scheint sich an der Börse immer wieder auszuzahlen.

Kursschwankungen verstehen: Chance oder Risiko?

Es ist immer wieder erschreckend, wie schnell die Zeit vergeht. Umso erfreulicher ist allerdings, was möglich ist, wenn man langfristig in starke Unternehmen investiert ist und ihnen die Zeit gibt.

Pandora zeigt das eindrucksvoll. Zum ersten Mal hatte ich mich im Dezember 2019 positiv zur Aktie geäußert und anschließend hat sich der Kurs vervielfacht.
Pandora ist aber auch ein gutes Beispiel dafür, welchen Kursschwankungen Aktien unterworfen sind und welche Möglichkeiten sich für antizyklische Anleger ergeben.

Obwohl der Gewinn in den letzten Jahren konstant gestiegen ist, ist die Aktie zwischenzeitlich abgestürzt und hat zeitweise mehr als die Hälfte an Wert verloren. Was vollkommen irrational erscheint, kommt an der Börse andauernd vor.

Ein aktuelles Beispiel dafür ist Ströer (Ströer: 6 % Dividende und Turnaround-Fantasie?). Im laufenden Geschäftsjahr hat die Wachstumsdynamik nachgelassen und das Ergebnis könnte stagnieren.
Der Kurs hat allerdings nicht stagniert, sondern ist massiv eingebrochen.

Wer das versteht und wirklich verinnerlicht hat, agiert an der Börse vollkommen anders. Was heute unglaublich wichtig erscheint und Kurskapriolen auslöst, interessiert in wenigen Monaten niemanden mehr.
Statt sich von kurzfristigen Kursschwankungen und negativen Schlagzeilen verrückt machen zu lassen, erkennt man die Chancen, die sich dadurch ergeben.

Der Kursverlauf von Pandora spricht für sich

Nachdem die Aktie ab 2020 einen Höhenflug erlebt hatte, kam es 2022 wieder zu einem Kurssturz. Die Bären hatten dafür sicherlich allerlei Argumente. Nachlassendes Wachstum, ein schwieriges Umfeld und womöglich ist irgendwo auch noch ein Sack Reis umgefallen.

In der Realität ist das Ergebnis im Geschäftsjahr 2023 um 3 % gestiegen. Das erfüllt die hohen Erwartungen von vielen Anlegern natürlich nicht. Rational betrachtet sind gewisse Schwankungen aber ganz normal, ein Unternehmen ist kein Uhrwerk.
Und vor allem lässt sich mit einem Anstieg des Gewinns sicherlich kein Kurssturz um mehr als 50 % rechtfertigen. Das passt schlichtweg nicht zusammen – das gilt umso mehr, da die Bewertung von Pandora selbst vor dem Kurssturz nicht sehr hoch war.

Aktuell scheint wieder etwas Ähnliches zu geschehen. Die US-Zollpolitik wird als Gefahr für das Geschäft von Pandora wahrgenommen und daher sehen die Konsensschätzungen „nur“ einen Anstieg des Gewinns von 6 % vor.

Ausblick und Bewertung

Das erfüllt die hohen Erwartungen von vielen Anlegern natürlich nicht. Rational betrachtet sind gewisse Schwankungen aber ganz normal, ein Unternehmen ist kein Uhrwerk.
Irgendwie kommt mir das bekannt vor, Ihnen auch?

Damals wie heute muss man die Fragen beantworten, ob die Verhältnismäßigkeiten stimmen und ob die Bewertung zu den Charakteristiken des Geschäftsmodells und den Wachstumsraten passt.

Isoliert betrachtet ergibt es kaum Sinn, dass eine Aktie um mehr als 40 % einbricht, obwohl der Gewinn um 6 % steigen soll.
Die Verhältnismäßigkeiten stimmen also nicht wirklich.

Auf dem aktuellen Niveau kommt Pandora auf ein KGVe von 12,4. Die Bewertung ist im Verhältnis zu den Charakteristiken des Geschäftsmodells und den Wachstumsraten angebracht – womöglich zu niedrig.

Die Erfahrung zeigt, dass Unternehmen mit ähnlichen Charakteristiken und Wachstumsraten meistens mit einer P/E von 15 – 20 gehandelt werden. Pandora kam in den letzten fünf Jahren auf eine durchschnittliche P/E von 16,6.

Sollte die Wachstumsdynamik im kommenden Jahr wieder zunehmen oder die negativen Auswirkungen der US-Zollpolitik geringer ausfallen als erwartet, könnte das eine Neubewertung der Aktie auslösen.
Sollte die P/E wieder auf 16 steigen, ergibt sich daraus auf Sicht von 12 – 15 Monaten ein Kursziel von 1.227 DKK.

Pandora Aktie: Chart vom 30.09.2025, Kurs: 831,80 DKK - Kürzel: PNDORA | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Pandora Aktie: Chart vom 30.09.2025, Kurs: 831,80 DKK – Kürzel: PNDORA | Quelle: TWS

Fällt die Aktie unter 800 DKK, haben die Bullen ihre Chance vorerst vertan.

Gelingt in der Unterstützungszone bei 800 – 840 DKK eine Stabilisierung, könnte das eine Erholung in Richtung 910 – 920 DKK einleiten. Darüber käme es zu einem prozyklischen Kaufsignal mit möglichen Kurszielen bei 975 – 1.015 DKK.

Kunden von LYNX können Pandora unter dem Symbol PNDORA direkt an der Heimatbörse Kopenhagen handeln (siehe Chart). Dort sind Handelsvolumen und Spread selbstverständlich vergleichsweise am geringsten.
Weitere Möglichkeiten bestehen über Frankfurt, Tickersymbol 3P7, sowie in den US-Pinksheets, Tickersymbol PANDY.

Geschäftsmodell

Pandora ist ein dänischer Schmuckhersteller und hat sich seit der Gründung im Jahr 1982 von einem lokalen Einzelhändler zu einem weltweit aktiven Schmuckhersteller mit vertikal integriertem Geschäftsmodell entwickelt.
Pandora entwirft den Schmuck also selbst, produziert Teile davon und übernimmt auch das Marketing und den Vertrieb bis hin zum Endkunden.

Die Produkte von Pandora fokussieren sich stark auf Charms, Armbänder, Anhänger, Halsketten, Ringe und Ohrringe. Das Herzstück war und ist das Charm-Armband („Moments“) mit individuellen Anhängern, die der Kunde selbst arrangieren kann.

Dieses Konzept scheint aufzugehen. In den letzten fünf Geschäftsjahren konnte der Umsatz von 19,01 auf 31,68 Mrd. DKK gesteigert werden.
Gleichzeitig wurde die Zahl der ausstehenden Aktien von 97 auf 81 Millionen Stück reduziert, obendrein hat sich die Profitabilität verbessert. In Summe hat das dazu geführt, dass sich der Gewinn von 29,62 auf 64,60 DKK mehr als verdoppelt.

Über den Autor

Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

Analysemethode

Die Aktienanalysen von Tobias Krieg basieren auf einer Kombination aus Charttechnik und Fundamentalanalyse. Dabei liegt der Fokus auf der Bewertung von Unternehmen anhand ihrer finanziellen Kennzahlen, wie z. B. KGV, Cashflow oder Eigenkapitalrendite, sowie auf der Identifikation von überdurchschnittlichen Wachstumspotenzialen zu einem attraktiven Einstiegskurs.