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Kering Aktie Prognose Kering: Reicht das, um neuen Schwung zu generieren?

News: Aktuelle Analyse der Kering Aktie

In diesem Artikel
Kering
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Zur Kering Aktie

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

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Der französische Luxusgüterkonzern Kering legte am Dienstag eine 2025er-Bilanz vor, die nur positiv sehen konnte, wer Schlimmeres erwartet hatte. Es war der Blick nach vorne, der Trader dazu bewog, nach fast vier Monaten Korrektur wieder zuzugreifen. Aber hält das vor?

Kering hat 2025 13 Prozent weniger umgesetzt als im Vorjahr. Die operative Gewinnmarge sank von 14,5 Prozent im Jahr 2024 auf 11,1 Prozent im Jahr 2025. Der Gewinn auf operativer Basis gab entsprechend überproportional zum Umsatzminus um 33 Prozent nach. Der Nettogewinn ohne Sonderfaktoren sank auf 532 Millionen Euro.

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Rechnet man diese Sonderfaktoren mit ein, die vor allem durch Restrukturierungskosten gestellt werden, stand unter dem Strich sogar ein kleines Minus von 29 Millionen Euro zu Buche. Dabei blieb die Hauptmarke Gucci das Sorgenkind, hier ging der Umsatz um 22 Prozent in die Knie.

Ein Lichtblick war, dass der Umsatz im vierten Quartal nur um 9,1 Prozent zurückgegangen war und der Umsatz von Gucci in diesem wichtigen Quartal im Rahmen der Analystenprognose lag. Aber wenn man sich ansieht, wie immens die Aktie seit Beginn des zweiten Halbjahres 2025 aufgeholt hat, müsste man konstatieren:

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Kering Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Lichtblicke waren da bereits vorweggenommen worden. Das alleine könnte also leicht zu wenig sein, um die Käufer nachhaltig wieder in Bewegung zu setzen. Indes, das war ja auch nicht der einzige Lichtblick. Und der andere wiegt schwerer, weil es da um den Blick nach vorne geht:

Luca de Meo, CEO des Konzerns, schrieb im Jahresbericht, dass 2025 nicht das wahre Potenzial des Kering-Konzerns widerspiegle. Man wolle und werde mit klaren Strategien zur Stärkung der Marken und zu höherer Kosteneffizienz auf den Wachstumspfad zurückkehren und die Margen steigern. Mitte April werde man auf einem Kapitalmarkttag dazu Konkretes liefern. Das klingt ermutigend, aber:

Kering und vor allem die Kernmarke Gucci haben bereits seit 2024 Probleme. Und seit damals werden Maßnahmen verkündet, die bislang aber noch nicht wirklich durchschlagen konnten. Daher ist dieser Ausblick des Chefs erst einmal nur eine Willenserklärung. Was am Ende dabei herauskommt, muss sich erst erweisen. Und dass Kering inklusive eines Euros als Sonderzahlung insgesamt nur vier Euro Dividende ausschütten will, der niedrigste Betrag seit zehn Jahren, zeigt, dass noch viel gelingen muss, aber bislang eben wenig gelungen ist.

Und dafür steht der Kurs der Aktie nicht gerade niedrig. Vom 2025er-Tief bei 149,80 bis zum im Herbst bei 354,30 Euro erreichten, jüngsten Hoch waren es 136 Prozent Kursanstieg. Und damit stieg auch die Bewertung. Derzeit käme man auf Basis der aktuellen, durchschnittlichen 2026er-Gewinnschätzung der Analysten auf ein Kurs-/Gewinn-Verhältnis von 32 … wobei dafür aber ein Anstieg von satten 42 Prozent beim Gewinn pro Aktie gelingen müsste.

Hier ist also verbale Zuversicht bislang das einzige Bein, auf dem diese Aufwärtswende der Aktie steht. Dass die im Licht der Bilanz bzw. des Ausblicks neu belebt wurde, zeigt, dass viele Akteure daran glauben wollen, dass Kering in diesem Jahr eine effektive Wende gelingt. Aber große Hoffnungen sind ein wackliges Standbein, daher würde es sich anbieten, hier mit Vorsicht zu agieren.

Klar positiv ist, dass es im Vorfeld gelungen war, die Aktie genau auf Höhe der 200-Tage-Linie nach oben zu drehen, die zusammen mit der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie im Bereich 238/248 Euro die entscheidende Supportzone stellt. Solange diese beiden Leitstrahlen der Bullen halten, gäbe es für Short-Seller nichts zu holen. Aber ob man diesen Kurssprung des Dienstags, der ja immerhin ein gutes Stück unterhalb des Tageshochs und noch unter der vom 2025er-Hoch ausgehenden Abwärtstrendlinie endete, bereits als solide Rückkehr des bullischen Lagers werten will, ist zumindest etwas, worüber man eher zweimal nachdenken sollte.

Kering Aktie: Chart vom 10.02.2026, Kurs 288,00 Euro, Kürzel: KER | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Kering Aktie: Chart vom 10.02.2026, Kurs 288,00 Euro, Kürzel: KER | Quelle: TWS

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Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 10.02.2026 um 19:37 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

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Vorherige Analysen der Kering Aktie

27.11.2025
08:30 Uhr

Kering: Erst Hype, jetzt Topp … und bald wieder ein Flop? — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 26.11.2025 um 20:11 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Kerings Top-Marke Gucci hat Probleme … aber zuletzt tauchten erste Silberstreifen am Horizont auf. Die Kering-Aktie, die man zuvor deutlich zu weit gedrückt hatte, wurde auf einmal durch die Decke getrieben. Aber auch da übertrieb man wieder … und jetzt wackelt das Ganze.

Erst mochten viele nicht so recht glauben, dass es beim französischen Luxusgüterkonzern Kering so viel schlechter laufen könnte als bei Hermès oder LVMH. Als man indes realisieren musste, dass es doch so war und der Umsatz spürbar, der Gewinn aber gleich drastisch in die Knie ging, wurde die Kering-Aktie umgehend zu „Bärenfutter“.

Die Aktie wurde in Grund und Boden verkauft, bis dann im Frühjahr eine zaghafte Bodenbildung gelang. Mit den weniger schlimm als befürchtet ausgefallenen Ergebnissen des ersten Halbjahres wurde diese Bodenbildung im Juli vollendet. Zuerst ging es eher vorsichtig aufwärts, ab Ende August nahm die Sache aber richtig Fahrt auf. Auf einmal haussierte die Aktie. Es liefe wieder besser, zudem könnte die Pinault-Familie als Haupteigner des Konzerns womöglich verkaufen wollen und überhaupt sei der Luxus wieder zurück im Rampenlicht.

Aber genauso, wie man vorher auf der Unterseite überzogen hatte, war die Kaufwelle ohne Maß. Der Kurs legte vom am Zoll-Crash-Tag (7.4.) bei 149,80 Euro markierten Jahres-Verlaufstief binnen wenig mehr als sechs Monaten um in der Spitze 136 Prozent auf 354,30 Euro zu. Genauso, wie der Kering-Kurs zuvor unter fast alle Kursziele gerutscht war, war er zu diesem Zeitpunkt von gut einem Monat auf einmal fast beim höchsten, bei 370 Euro liegenden Kursziel angekommen. Das Problem, das sich jetzt im Chart zeigt, ist:

Kering Aktie: Chart vom 26.11.2025, Kurs 298,85 Euro, Kürzel: KER | Online Broker LYNX
Kering Aktie: Chart vom 26.11.2025, Kurs 298,85 Euro, Kürzel: KER | Quelle: TWS

Expertenmeinung: Wie immer, wenn eine Aktie zu schnell zu weit steigt oder fällt, folgte eine Gegenbewegung auf dem Fuße. Nur präsentiert sich die momentan wie eine Korrektur, aus der leicht auch ein neuer Abwärtstrend werden könnte. Denn die Käuferseite wäre jetzt unbedingt gefordert, lässt sich aber bislang nicht überzeugend blicken. Was daran liegen dürfte, dass der Kering-Kurs mit dem ersten Versuch, nach einer Abwärtsbewegung auf Höhe einer mittelfristig wichtigen Unterstützungszone nach oben zu drehen, nicht weit gekommen ist. Dieser Rallye-Versuch scheiterte Mitte November … und dadurch ist die Aktie jetzt erneut in dieser Supportzone zwischen 283 und 299 Euro gelandet.

Da müsste sie also zügig weg. Nach oben natürlich, aus Sicht der Bullen. Und der Kurs müsste, um diesen Makel eines tieferen Zwischenhochs loszuwerden, dort vorbei, wo er am 13. November dieses zweite Zwischenhoch ausgebildet hatte: bei 325,56 Euro. Was indes wie Blei an den Hufen der Bullen hängt, ist der Umstand, dass die Rallye erst einmal nur auf großen Hoffnungen basierte, nicht aber bereits auf überzeugenden Fakten in Form wirklich dynamisch durchstartender Umsätze, Margen und Gewinne. Und wie dynamisch da etwas vorangehen wird, ist offen. Offen genug, um auch die Analysten eher vorsichtig zu stimmen. Nur 4 von 22 Experten haben hier eine aktive Kaufen-Einstufung. Und am durchschnittlichen Kursziel ist die Aktie selbst jetzt noch vorbeigelaufen, das liegt bei 293 Euro.

Daher wäre es keineswegs aus der Welt, dass dieses potenzielle Topp, das sich da im obigen Chartbild zeigt, zum Grabstein bullischer Hoffnungen würde. Große Hoffnungen können Kurse weit tragen, taugen aber als Fundament nicht viel, wenn wirklich Druck von oben kommt. Auf diese Supportzone 283 zu 299 Euro sollte man also ein Auge haben. Fiele sie, könnte der Kurs schnell in Richtung 243 Euro als nächstem Kursziel durchgereicht werden.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.