Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Dialog Semiconductor: Massiv bullisches Signal, andererseits …

Mit den anziehenden Notierungen am Gesamtmarkt verschwand in den vergangenen Wochen auch die Sorge vor einem deutlich weiter abkühlenden Wachstum. Und parallel dazu wurde man auch bei den Chipherstellern wieder mutiger. Die Bilanzen des vierten Quartals waren mehrheitlich besser ausgefallen als befürchtet. Und für das erste Quartal halten sich die Gewinnwarnungen im Vorfeld der Zahlenwerke in Grenzen.

Selbst bei Infineon, wo genau das Ende März passierte, tut man so, als sei nichts gewesen. Entsprechend zog auch der im TecDAX notierte Chiphersteller Dialog Semiconductor seit der Jahreswende weiter an. Wobei wir hier bereits mit Beginn des zweiten Halbjahres eine Wende nach oben gesehen haben. Dialog Semiconductor, zuvor über ein Jahr lang ein hilfloses Opfer der Leerverkäufer, beendete da seinen Abwärtstrend, weil deutlich wurde, dass die die Kurse im Vorfeld drückende Befürchtung, Großkunde Apple könnte eigene Chips entwickeln und herstellen, haltlos war.

Im Gegenteil hat Apple mit Dialog Semiconductor den Schulterschluss vollzogen und eine strategische Partnerschaft begonnen, zu der die Übernahme eines Teils des Unternehmens gehört. Das weiß man schon seit letztem Jahr, aber am Montag wurde mitgeteilt, dass diese Transaktion frühzeitig abgeschlossen wurde. Was die Aktie erneut höher trug. Aber das Chartbild bietet ein „einerseits, andererseits“, dass auch die Bären wieder anlocken könnte.

Expertenmeinung: Sie sehen im Chart, dass die Aktie zum Ende der vergangenen Woche über die Widerstandslinie bei 28,30 Euro und damit zugleich über die seit Anfang 2017 bestehende Abwärtstrendlinie hinauslief. Das ist ein markant bullisches Signal, doch die Sache hat einen Haken:

Durch die Käufe zu Beginn dieser Woche ist der Kurs an den Widerstand in Form des April-Tiefs 2017 bei 30,60 Euro herangelaufen. Was allein für sich genommen kein Grund wäre, an Gewinnmitnahmen zu denken, wenn nicht zwei Aspekte hinzukämen: Zum einen wurde dadurch die obere Begrenzung des im letzten Sommer etablierten Aufwärtstrendkanals touchiert. Zum anderen ist Dialog Semiconductor mittlerweile schon am durchschnittlichen Kursziel der Analysten vorbei gelaufen.

Die sind zwar, ganz anders als noch vor einem Jahr, grundsätzlich guter Dinge und sprechen für die Aktie mehrheitlich eine „Kaufen“-Empfehlung aus. Aber das durchschnittliche Kursziel liegt bei 29,16 Euro – da wäre Dialog Semiconductor also schon durch. Und da die Lage außerhalb der Börsensäle keineswegs so rosig ist, wie es die steigenden Kurse vorgaukeln, wäre es gut denkbar, dass jetzt einige Akteure darüber nachdenken, nach diesem grandiosen Aufwärtsimpuls, der den Kurs seit den Tiefs vom Sommer 2018 in der Spitze um 140 Prozent nach oben katapultiert hat, Gewinne mitzunehmen. Dem Gedanken könnte man sich durchaus anschließen. Und sollte Dialog Semiconductor unter 27 Euro schließen und damit klar in den derzeit überwundenen Abwärtstrend zurückfallen, wäre für risikofreudige Trader sogar die Überlegung eines Short-Trades opportun.

Chart vom 09.04.2019, Kurs 30,63 Euro, Kürzel DLG | LYNX Aktienempfehlungen

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