Börsenblick

Zurück Juli Weiter
Zurück 2019 Weiter

Aktienanalyse:
Dialog Semiconductor: Kann man diesem Braten trauen?

Gerade erst vergangene Woche hatte eine Umsatzwarnung von Broadcom die Halbleiteraktien weltweit gedrückt, gestern sauste der im TecDAX notierte Chiphersteller Dialog Semiconductor schon wieder um gut fünf Prozent höher und nimmt dadurch Tuchfühlung zum bisherigen Jahreshoch bei 35,37 Euro auf. Kann man diesem Braten trauen? Worauf basiert diese Dynamik in einem Umfeld, in dem Chiphersteller und ihre Zulieferer deutlich unter Druck stehen?

Seit dem Ergebnis des ersten Kalenderquartals, das Anfang Mai auf den Tisch kam, gab es für Dialog Semiconductor keine neuen nennenswerten Nachrichten. Und die damaligen Zahlen waren schwächer als ein Jahr zuvor. Zwar hatte das Unternehmen da betont, dass das Gesamtjahr durch den 2018 vollzogenen, engeren Schulterschluss mit Apple positiv beeinflusst werde. Aber diese Formulierung impliziert nicht, dass die Gewinne markant steigen, während die der Branchenkollegen unter Druck stehen. Zumal die enge Bindung an Apple früher ein Risiko war und das jetzt nicht anders ist, nur auf eine andere Art und Weise.

Expertenmeinung: Der massive Abstieg des Kurses von Dialog Semiconductor zwischen Frühjahr 2017 und Sommer 2018 basierte auf der Sorge, dass der mit Abstand größte Kunde Apple abspringen und bald seine eigenen Chips herstellen könnte. Das Gegenteil ereignete sich: Apple übernahm einen Teil des Chipherstellers. Doch diese engeren Bande wären dann ein Problem, wenn Apples Bedarf an Chips spürbar nachlassen würde.

Dass man sich bei Apple mehr und mehr auf den Servicebereich als Gewinnbringer fokussiert, ist ein warnender Fingerzeig in diese Richtung. Und die Analysten? Das durchschnittliche Kursziel der Experten wäre jetzt erreicht. Und im Schnitt geht man dort für 2019 von einem stagnierenden Umsatz und einem nur geringfügig gegenüber 2018 zulegenden Gewinn aus. So betrachtet wirkt diese Rallye wie ein Anstieg auf einer Leiter ohne Sprossen und sollte mit Vorsicht genossen werden.

Grundsätzlich kann ein starkes Momentum eine Aktie längere Zeit alleine tragen. Aber da die mittelfristig entscheidende Trendlinie fast zehn Euro oder knapp 30 Prozent unter dem Schlusskurs des Donnerstags verläuft, wie Sie in diesem Chart auf Wochenbasis sehen, wäre es angeraten, hier mit eher engen Stop Loss zu arbeiten. Wobei selbst ein Stop Loss unter dem Tagestief des vergangenen Freitags um 30 Euro liegen müsste, die Aktie ist quasi ihren eigenen charttechnischen Orientierungsmarken davon gelaufen. Vorsicht wäre hier also in jedem Fall angebracht, auch, wenn der Kurs momentan sehr dynamisch daherkommt.

Chart vom 20.06.2019, Kurs 34,22 Euro, Kürzel DLG | LYNX Aktienempfehlungen

Handeln Sie über den Online Broker LYNX:
Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • günstige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Handelsblatt Auszeichnung: Bester Online-Broker
Broker-Wahl: Top Futures-Broker
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN