Börsenblick

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Aktienanalyse:
Dialog Semiconductor: Ein Fels in der Brandung?

Aktuelle Analyse der Dialog Semiconductor Aktie

Die Investoren in Chipaktien haben es in den letzten anderthalb Jahren nicht gerade leicht gehabt. Viele Aktien von Unternehmen aus dem Halbleiter-Bereich laufen in markanten Abwärtstrends, Infineon ist da nur ein Beispiel von vielen. Doch die im TecDAX gelistete Dialog Semiconductor fällt nicht, sie steigt. Seit der Jahresmitte 2018 hat sich der Kurs dieses Chipherstellers mehr als verdreifacht. Ausgerechnet Dialog Semiconductor, die im Vorfeld genau das Gegenteil zeigte:

Die Halbleiter-Aktien steigen und Dialog war „Fallobst“. Wieso läuft diese Aktie so gegensätzlich zur Branche? Das liegt an der engen Bindung des Unternehmens zu Apple. Eben dieser Umstand, dass Apple der mit großem Abstand wichtigste Kunde von Dialog Semiconductor ist, drückte die Aktie bis zum Sommer 2018. Denn es ging das Gerücht um, Apple würde klammheimlich daran arbeiten, in Zukunft seine eigenen Chips zu entwickeln und zu bauen.

Doch dann erfolgte ein deutlich engerer Schulterschluss zwischen den beiden Unternehmen. Apple entschied, einen Teil von Dialog Semiconductor zu übernehmen. Damit scheint die Zukunft des Chipherstellers gesichert, das ist es, was die Anleger seit über einem Jahr mit Käufen honorieren. Haben sie Recht?

Expertenmeinung: Das darf man zumindest hinterfragen. Die Ergebnisse zum zweiten Quartal, die Dialog Semiconductor am Dienstagmorgen vorlegte, wirkten grandios. Aber Umsatz, Gewinn und Marge waren massiv von der vollzogenen Übertragung von Vermögenswerten und Lizenzen an Apple verzerrt. Rechnet man diese Einmaleffekte heraus, lag die Bruttomarge leicht höher, der Umsatz immerhin 14 Prozent über dem des zweiten Quartals 2018.

Gut. Aber für das Gesamtjahr 2019 rechnet das Unternehmen mit einer knapp höheren Marge und einem gegenüber 2018 im mittleren einstelligen Bereich fallenden Umsatz. Nicht gut. Und angesichts der Hausse seit Mitte 2018 ist es zumindest offen, ob sich die Anleger alle darüber im Klaren sind, dass diese enge Bindung an Apple das Unternehmen nicht davor feit, den Druck zu verspüren, den andere Chiphersteller ebenso erleben. Zumal: Wenn Apple mehr und mehr an Boden im Bereich seiner Macs, iPads und iPhones verliert und immer mehr Geld mit dem Servicebereich verdient, kann das für Dialog Semiconductor nicht gut sein. Es kann daher allemal sein, dass diese enge Bindung an Apple wieder zu einem negativen Aspekt wird. Noch, das unterstreicht der Chart auf Wochenbasis, ist von Bedenken der Akteure nichts zu spüren.

Und dass der Kurs auf die Bilanz hin nicht massiv durchstartete, muss noch kein negatives Signal sein. Immerhin war der Gesamtmarkt am Dienstag sehr schwach und Dialog Semiconductor eine von nur drei Aktien im TecDAX, die den Tag im Plus beendeten. Aber zu glauben, dass die Super-Rallye dieser Aktie einfach so weitergeht, wäre gewagt. Noch gibt es hier zur Long-Seite keine Alternative. Aber bei einem Halbleiterwert, der gegen den Branchentrend so zulegt, ist auch eine konsequente Absicherung über sukzessive mit jedem neuen Hoch nachgezogene Stop Loss alternativlos!

Chart vom 30.07.2019, Kurs 40,22 Euro, Kürzel DLG

 

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