Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Dialog Semiconductor: Das war wohl nichts

Ein Plus von 2,16 Prozent in einem insgesamt ein wenig wackligen Markt ist normalerweise eine tadellose Sache. Aber für die in der Aktie des Chipherstellers Dialog Semiconductor auf der Long-Seite investierten Akteure ist dieses gestrige Plus eher eine Niederlage als ein Sieg, denn der Kursgewinn hatte am Tageshoch stattliche neun Prozent betragen. Mit diesem Kursanstieg reagierten die Marktteilnehmer auf die am Mittwochmorgen vorgelegte Bilanz des vierten Quartals nebst mitgelieferter Perspektive für 2019.

Dass die Reaktion so uneinheitlich ausfiel, indem ein Teil der Akteure zunächst sehr positiv reagierte, andere Trader dieses Plus aber umgehend zum Verkauf nutzten, ist nicht überraschend, denn was da auf den Tisch kam, konnte man ebenso positiv wie negativ interpretieren. Dialog Semiconductor meldete einen gegenüber dem Vorjahresquartal leicht rückläufigen Umsatz. Der Gewinn fiel als Betriebsergebnis etwas über dem Vergleichszeitraum aus, als Nettogewinn lag er niedriger.

Wichtig war aber vor allem, dass die Brutto-Gewinnmarge mit 48,6 Prozent gegenüber dem vierten Quartal 2017 (46,6 Prozent) gesteigert werden konnte. Das war eine große Erleichterung, immerhin geht seit Monaten die Sorge um, dass die Halbleiterindustrie ihre beste Zeit hinter sich haben könnte. Da war man sogar froh, dass Dialog Semiconductor für das neue Jahr „nur“ ein im Großen und Ganzen gehaltenes Ergebnis erwartet und keinen Rückgang. Aber:

Expertenmeinung: Offensichtlich gibt es da auch eine nicht unwesentliche Klientel im Bären-Lager. Und natürlich kann man auch dort argumentieren, indem man dagegen hält, dass Prognosen eben nur Prognosen sind und die momentane, weltweite Eintrübung der Konjunktur den Chipherstellern eigentlich nur den Weg nach unten vorzeichnen kann. Hinzu kommt, dass die Aktie zum Tageshoch fast genau an den markanten Widerstand in Form der bis in den Februar 2017 zurückreichenden Abwärtstrendlinie herangelaufen war, die wiederum die aus dem April-Tief 2017 und dem Zwischenhoch vom Februar 2018 zusammengesetzte Widerstandszone 28,30/30,60 Euro verstärkt.

Das war ein idealer Punkt für die Short-Seller, diesen Kursanstieg aktiv abzuwürgen. Bei einer Bilanz und Perspektive, die man, wenn man es wollte, auch negativ interpretieren könnte, wäre die Zahl derer, die zunächst positiv gesehene Daten auf einmal kritischer sehen, wohl nicht unerheblich, wenn die Aktie jetzt kippen sollte, was den Bären Rückenwind verleihen würde. Aber Vorsicht, solange Dialog Semiconductor über der aktuell bei 22 Euro verlaufenden Juni-Aufwärtstrendlinie und der bei 20,40 Euro notierenden 200-Tage-Linie notiert, wäre die Aktie weiter in einem mittelfristigen Aufwärtstrend und Aktivitäten auf der Short-Seite entsprechend hochspekulativ!

Chart vom 06.03.2019, Kurs 26,88 Euro, Kürzel DLG | Aktienempfehlungen

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