Börsenblick

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Aktienanalyse:
Bertrandt: Chance oder erst der Anfang der Probleme?

Aktuelle Analyse der Bertrandt Aktie

Bertrandt ist ein Entwicklungs- und Ingenieurdienstleister. Das Unternehmen entwickelt individuelle Lösungen für die Herstellung von Komponenten, Bauteilen und Modulen.

Zu den Kunden zählen Automobil- und Luftfahrtindustrie sowie die Branchen Elektroindustrie, Energie, Maschinen-/Anlagenbau und Medizintechnik.

Das ist das Problem

Das Hauptgeschäft entfällt auf den Automobilsektor und dass die Branche derzeit Probleme hat, dürfte wohl niemandem entgangen sein.
Es hagelt eine Gewinnwarnung nach der anderen, Investitionen werden gekürzt und dementsprechend ist ein gewisser Druck auf der Aktie von Bertrandt absolut nachvollziehbar.

Tatsächlich sind die Probleme aber kein neues Phänomen, daher ist die Aktie bereits seit 2015 auf dem absteigenden Ast.

Das Wachstum hat sich in dieser Zeit immer weiter verringert und das drückt natürlich auf die Profitabilität.

Seit 2015 ist der Umsatz lediglich von 935 Mio. auf 1,021 Mrd. Euro gestiegen. Der Gewinn ist von 6,21 auf 4,69 Euro je Aktie gesunken.

Darüber hinaus ist das Geschäft kapitalintensiv und der Cashflow entsprechend schwach.

Aktuell sieht es nicht besser aus

Im laufenden Geschäftsjahr hat sich dieser Trend fortgesetzt.
Wie aus dem vor wenigen Stunden veröffentlichten Bericht hervorgeht, legte der Umsatz in den ersten drei Quartalen um 4,3% auf 784,9 Mio. Euro zu, das Ergebnis war jedoch um 5,6% auf 3,00 Euro je Aktie rückläufig.

Sofort fällt auf, wie gering die Marge ist.
Aus diesen 30,3 Mio. Euro müssen dann aber auch noch Zinsen für rund 235 Mio. Euro an langfristigen Schulden bezahlt werden.
Darüber hinaus mussten Investitionen von 46,6 Mio. Euro gestemmt werden.

Unter dem Strich lag der freie Cashflow und somit der Mittelabfluss bei 43,2 Mio. Euro.

Ausblick und Bewertung

Bertrandt steht also vor enormen Herausforderungen, die weit über eine Flaute in der Automobilbranche oder konjunkturelle Sorgen hinausgeht.

Darüber hinaus erscheint es eher unwahrscheinlich, dass die bisherigen Markterwartungen – ein Anstieg des Jahresgewinns von 4,69 auf 4,92 Euro je Aktie – noch erfüllt werden.

Oberflächlich erscheint die Bewertung mit einem KGV von 10 niedrig, doch der Blick auf den Cashflow hat offenbart, dass man diesen Wert mit Vorsicht betrachten sollte.

Ein bedeutender Teil der Risiken ist zwar eingepreist, doch mit Blick auf die konjunkturellen Risiken und die grundlegenden Probleme des Unternehmens, kann aus fundamentaler Sicht keine Kaufempfehlung ausgesprochen werden.

Charttechnik

Bertrand bewegt sich in einem stabilen Abwärtstrend und ist übergeordnet klar bärisch. Mit Unterscheiten von 60 Euro hat die Aktie bereits Anfang des Monats ein Verkaufssignal generiert.

Unter 55 Euro hat sich die Lage weiter eingetrübt. Mittelfristig ergibt sich daraus weiteres Abwärtspotenzial in Richtung 45 sowie 40 Euro. Möglicherweise könnte es sogar bis auf 30-33 Euro abwärts gehen.

Kurzfristig ist die Aktie aber überverkauft und am unteren Ende des Trendkanals angekommen. Gelingt eine Rückkehr über 50 Euro, wäre eine Erholung in Richtung 55 Euro durchaus möglich. Dort wird es für die Bullen aber schwer.

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Chart vom 22.08.2019 Kurs: 48 Kürzel: BDT - Tageskerzen | LYNX Online BrokerChart vom 22.08.2019 Kurs: 48 Kürzel: BDT - Wochenkerzen | LYNX Online Broker

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