Ölpreis-Chaos: Hoffnung auf eine neue 46 Prozent Rallye?

Frustration pur! Für die Öl-Bullen gab es diese Woche nichts zu lachen. Im Tief verlor der Ölpreis bisher 22 Prozent. Trotz der am Wochenende angekündigten Förderkürzungen! Selbst eine Angebotsverknappung scheint den Kursverfall des Schwarzen Goldes nicht aufhalten zu können. Aktuell jedoch stabilisiert sich der Ölpreis im Bereich der letzten Crashtiefs. Könnte das der Startpunkt einer neuen Rallye sein? Wenn ja, wie könnte man davon profitieren? Antworten erhalten Sie in dieser Analyse.

Rückblick: Da ist mächtig Druck drauf

Bevor ich Ihnen eine Trade-Idee mit möglichem Einstieg, Stopp-Loss und Gewinnziel vorstelle, schauen wir uns an, was die letzten Handelstage im Öl passiert ist (vgl. Chart unten).

Wer hätte das gedacht? Die 46-Prozent Rallye von Öl von Anfang April wurde komplett abverkauft! Daran konnte auch der historische Deal der großen Ölförderländer (OPEC+) vom Wochenende nichts ändern. Dabei hat die OPEC+ die bisher größte Kürzung ihrer Gesamtproduktion vereinbart. Ab Mai soll das Öl-Angebot um 9,7 Millionen Barrel pro Tag reduziert werden.

Mit der Angebotsverknappung reagiert die OPEC+ auf den drastischen Nachfrageeinbruch nach Rohöl. Wie Bloomberg berichtet, geht die OPEC+ davon aus, dass die Nachfrage nach Rohöl auf den niedrigsten Stand seit drei Jahrzenten sinken wird. Im zweiten Quartal sollen dabei durchschnittlich nur noch 20 Millionen Barrel pro Tag nachgefragt werden. So wenig wie seit 1989 nicht mehr.

Und das ist auch nachvollziehbar. Denn durch die von den Regierungen verhängten Beschränkungen, um die Pandemie einzudämmen, sind die Straßen fast leer, die Anzahl der Flüge wurde drastisch reduziert und viele wirtschaftliche Aktivitäten sind zum Erliegen gekommen. Wer braucht da aktuell noch Öl?

Rohöllagerbestände auf Rekordhoch

Somit ist es nicht verwunderlich – die Öllager sind brechend voll! Das belegt ein Blick auf die wöchentliche Veränderung der US-Rohöllagerbestände (vgl. Grafik unten).

Die am Mittwoch veröffentlichten Zahlen zeigen, dass die Rohölvorräte in den USA in der Woche zum 10.04.2020 um 19,248 Millionen Barrel gestiegen sind. Das ist der größte Wochenzuwachs der US-Rohölvorräte seit Beginn der Aufzeichnung 1982. Damit wurden auch die Erwartungen der Energy Information Administration (EIA) von 11,676 Millionen Barrel fast um das Doppelte übertroffen. Und das ist keine Ausnahme. Seit Ende Januar sind die Rohölvorräte jede Woche angestiegen.

Rekord-Contango: Profis setzen auf höheren Ölpreis

Ein so starker Angebotsüberhang drückt kurzfristig natürlich mächtig auf den Preis. Auf Sicht von sechs Monaten geht der Markt jedoch von einer kräftigen Erholung aus. Für eine Lieferung im Dezember muss man einen Aufpreis von rekordverdächtigen 75 Prozent oder 15 USD bezahlen (vgl. Grafik unten).

Da winkt doch ein super Arbitrage-Geschäft, oder? Heute günstig einkaufen und in sechs Monaten 75 Prozent höher liefern. Doch so einfach ist das nicht…

Denn dafür benötigt man Lagermöglichkeiten um das Rohöl zu horten. Wie man sich denken kann, sind diese aktuell nur mit einem deutlichen Aufpreis zu haben. Laut Forbes haben sich die Preise für Onshore-Speicher in Nordamerika in den letzten 14 Tagen mehr als verdoppelt. Die Leasingraten für schwimmende Speicher in Form von Very Large Crude Carriern (VLCCs) sind um irre 700 Prozent auf durchschnittlich 300.000 USD pro Tag gestiegen.

Die OPEC+ ist zu weiteren Maßnahmen bereit

Saudi-Arabiens Energieminister Prinz Abdulaziz bin Salman Al Saud und sein russischer Amtskollege Alexander Novak haben deshalb weiter bekräftigt, dass sie bereit sind „weitere Maßnahmen“ zu ergreifen, um eine Preisstabilisierung herbeizuführen.

Schauen wir uns an, wie sich das auf den aktuellen Ölpreis auswirkt und welche Chancen sich daraus ergeben. Doch zunächst ein Blick auf die „Großwetterlage“.

Überblick und Ausblick: Übergeordneter Abwärtstrend weiter intakt

Trotz der Rallye Anfang April auf knapp unter 30 USD, zeigt ein Blick auf den Chart oben ganz klar: Der übergeordnete Abwärtstrend ist intakt. Eine Abfolge von tieferen Hochs und tieferen Tiefs seit Anfang 2020 bestätigt das. Die große und noch offene Kurslücke vom 06.03 auf den 09.03. unterstreicht die zwischenzeitliche Dynamik dieses Trends.

Seit Mitte März befindet sich der Mai-Kontrakt des Crude Oil Future jedoch in einer mehrwöchigen Konsolidierung. Auf der Unterseite unterstützen Käufer im Bereich 19,27 bis 20,50 USD. Auf der Oberseite befindet sich bislang knapp unter 30 USD ein hartnäckiger Widerstand. Sollte diese Zone per Tagesschlusskurs überwunden werden können, hätten wir neben einem Bruch des Abwärtstrends auch das Potenzial bis in den Bereich von 35 USD anzusteigen.

Eine weitere Variante, die durch den aktuell massiven Angebotsüberhang untermauert wird, ist der Bruch der psychologisch wichtigen Marke von 19-20 USD. Mit einem Tagesschlusskurs unter dem letzten Tief bei 19,20 USD wird der Abwärtstrend wieder aufgenommen. Damit wäre das nächste Ziel bei 17,20 USD aktiviert. Hier befindet sich das Tief aus dem Jahr 2001.

So lange der Preis nicht unter 19,20 schließt, befindet der sich Markt weiter in einer Konsolidierungszone (vgl. Chart oben). D.h. technisch gesehen, könnte der Preis von der aktuellen Unterstützung im Bereich 20 USD auch wieder Richtung 30 USD laufen. Impulsgeber, könnte mal wieder ein Tweet des US-Präsidenten sein. Oder positive Meldungen wie z.B. eine frühzeitige Lockerung der US-Ausgangsbeschränkungen.

Sollte die oben im Chart eingezeichnete Unterstützung im Bereich 20 USD halten, können Sie anhand eines Harmonischen Kursmusters im Markt aktiv werden.

Einblick: Nutzen Sie den statistischen Gewinnvorteil eines Harmonischen Kursmusters für einen Long-Trade im Crude Oil

Ein Harmonisches Preismuster könnte den perfekten Einstieg in eine mögliche Aufwärtsbewegung in der Konsolidierungszone signalisieren (vgl. Chart unten). Motiv könnte hierbei die kurzfristige Spekulation auf steigende Kurse im Crude Oil sein.

Als professioneller Trader lege ich mich täglich auf die Lauer. Ich warte geduldig, bis sich Trading-Chancen am Markt ergeben, die mir einen geprüften statistischen Vorteil liefern. Basierend auf über 1.000 Echtgeld-Trades weiß ich, dass ich mit den Harmonischen Preismustern über eine große Anzahl von Trades in ca. 56 Prozent der Fälle zu den Gewinnern gehöre. Gepaart mit einem Chance-Risiko-Verhältnis wie in diesem Fall von 3,55 zu 1, liefern diese Kennzahlen mir genau diesen handfesten statistischen Gewinnvorteil.

Wie oben erläutert, befindet sich die Preis-Zone im Chart des Crude Oil Futures für eine mögliche Unterstützung im Bereich von 19,20 bis 20 USD. Von hier aus könnten Käufer die Kurse wieder Richtung Norden treiben. Die Stop-Loss Order kann über das Verlaufstief unter Berücksichtigung der aktuelle Volatilität auf 17,75 USD gelegt werden.

Der Einstieg in den Crude Oil Future kann aufgrund des Harmonischen Musters im Bereich 20 USD erfolgen. Vielleicht können Sie auch noch günstiger einsteigen. Alternativ können Sie auch eine Buy-Stop-Order im Bereich 20,60 USD platzieren, um erst noch etwas Momentum nach oben abzuwarten.

In dieser möglichen Umkehrzone haben wir einen statistischen Gewinnvorteil für eine Preisbewegung in Richtung eines möglichen Gewinnziels bei 27,10 USD.

Sobald nach einem möglichen Einstieg das Kurslevel von 23,35 USD erreicht wird, kann der Stop-Loss der Position auf den Einstieg nachgezogen werden. Damit wird das Restrisiko auf null reduziert.

Am einfachsten und vor allem kostengünstigsten können Sie die vorgestellte-Trade-Idee mit Futures umsetzen. Je nach Kontogröße und Risikoeinstellung können Sie z.B. den Crude Oil Future mit dem Multiplikator 1.000 (Symbol: CLM0) oder den kleineren Mini Crude Oil Future mit dem Multiplikator 500 (Symbol: QMM0) dafür einsetzen.

Fazit:

Die aktuelle Analyse des Crude Oil Futures zeigt: Eine Konsolidierung eröffnet eine attraktive Chance für einen Long-Trade. Ein möglicher Umkehrpunkt im Chart könnte im Bereich von 20 USD liegen.

Falls es im Crude Oil zu einem Kursanstieg kommt, könnten Sie als Leser dieser Analyse von der oben vorgestellten Trade-Idee profitieren. Geht diese auf, können Sie für jeden eingesetzten Euro 3,55 Euro zurück erhalten.

Doch bitte denken Sie immer daran, der Kursverlauf kann sich jederzeit auch anders entwickeln und zu Verlusten führen. Ein aktives Risiko- und Trademanagement sind daher ebenfalls sehr wichtig.

Risiken für die Trade-Idee bestehen, dass starke Angebotsüberhang im Rohöl zu einem weiteren Kursverfall führt.

 

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Andreas Fink

Andreas Fink

Der Allgäuer Diplom Betriebswirt und Diplom Wirtschaftsingenieur Andreas Fink hat als professioneller Vollzeit-Trader seine Leidenschaft zum Beruf gemacht. In den letzten 20 Jahren hat er sein eigenes Trading-System über tausende Trades hinweg stetig optimiert. Seine Trading-Strategie für das Day- und Swingtrading an den internationalen Futures- und Devisenmärkten wurde dadurch immer profitabler. Als persönlicher Trading-Guide teilt er heute sein Wissen und seine Erfahrungen in Form von Artikeln, Videos und Live-Webinaren. Das gibt Privatanlegern wie Ihnen mehr Orientierung und Sicherheit im täglichen Börsenumfeld.

 

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