Gold: Erst -253 USD runter. Jetzt +240 USD hoch! Was ist da los?

Was für eine verrückte Achterbahnfahrt erleben wir derzeit im Gold! Erst fiel der Gold-Future von 1704,30 USD um 253,40 USD auf 1450,90 USD. Ein Minus von fast 15 Prozent in nur sechs Handelstagen. So rasant es zunächst abwärts ging, so schnell schoss dann der Preis im Gold-Future diese Woche wieder nach oben. In nur drei Handelstagen sorgten Käufer für einen Preisanstieg von 240,50 USD oder 16,50 Prozent. Was bitte ist da passiert? Die Antwort darauf und wie Sie von der aktuellen Situation im Gold profitieren könnten, erfahren Sie in dieser Gold-Analyse.

Rückblick: Gold – von wegen der sichere Hafen!

Viele große wie auch kleine Anleger waren in den letzten Wochen „long“ in Gold positioniert. Die Idee: Bei einem Crash am Aktienmarkt und fallenden Zinsen könnte man von einem steigenden Goldpreis profitieren. Doch was passierte als der DAX im freien Fall war? Viele Anleger trauten ihren Augen kaum, als der Goldpreis mit großen Kursverlusten folgte. So viel zum Thema „Gold als sicherer Hafen in „Crash“-Zeiten – erstmal!

Fast 15 Prozent verlor das gelbe Edelmetall vom Hoch bei 1704,30 USD am 09. März bis zum Verlaufstief bei 1450,90 USD am 16. März. Zu diesem Zeitpunkt liefen der Preis im Gold-Future und Preis für physisches Gold in London noch parallel. Das sollte sich diese Woche ändern. Mehr dazu weiter unten.

Warum der Goldpreis trotz Börsencrash fällt

Es scheint nicht mit rechten Dingen zuzugehen: An den weltweiten Aktienmärkten herrscht Panik. Der DAX bricht um fast 40 Prozent ein. Doch Gold-Anleger können davon nicht profitieren. Im Gegenteil, auch der Goldpreis verliert deutlich. Durften sich Goldanleger Anfang März noch über eine Jahresperformance im Hoch von knapp zehn Prozent freuen, war sechs Handelstage später der komplette Gewinn dahin. Ja schlimmer noch… plötzlich war man mit Gold seit Jahresbeginn sogar sechs Prozent im Minus. Wie das?

Cash is King – Anleger benötigen Liquidität

Je schneller und volatiler es an den Finanzmärkten zugeht, desto schneller kommen Marktteilnehmer in Bedrängnis – gerade wenn man gehebelt, also mit Fremdkapital, investiert ist. Denn bei stark fallenden Kursen fordern die Fremdkapitalgeber wie Broker und Banken zusätzlich Sicherheiten. Schließlich wollen sie ja nicht selbst auf den Verlusten sitzen bleiben. Der Anleger, groß wie klein, muss daher in volatilen Zeiten eine höhere Margin für seine Positionen hinterlegen. Dafür benötigt der Investor zusätzliche Liquidität. Hat er diese nicht, muss er Positionen verkaufen, um den Nachschussforderungen nachzukommen.

Was tun, wenn die Aktienmärkte und sogar der Ölpreis abstürzen? Genau, man verkauft seine Goldbestände. Schließlich fällt es vielen Anlegern leichter, durch den Goldpreisanstieg der letzten Monate, Goldposition im Gewinn zu verkaufen, als Verluste in anderen Positionen zu realisieren.

Die Folge: Massiver Abverkauf im Gold. Sowohl auf dem Terminmarkt über den Gold-Future, als auch in den goldgedeckten Indexfonds. Dort zogen Investoren allein am Freitag den 13. März Gelder im Wert von 17 Tonnen Gold aus den wichtigsten Gold-ETFs ab. Das ist der höchste Wert seit Dezember 2016.

Gleichzeitig Kaufpanik bei Barren und Münzen – wie passt das zusammen?

Auf der anderen Seite treibt die weltweite Panik aufgrund der COVID-19 Pandemie verunsicherte Anleger in physisches Gold. Der Kaufrausch bei Goldmünzen und Goldbarren ist zurzeit riesig. Nachdem die Edelmetallhändler ihre Filialen zum Schutz von Kunden und Mitarbeiter am 17. März geschlossen haben, konzentriert sich die Kaufpanik auf den Online-Handel. Selbst dieser musste z.B. bei Händlern wie Pro Aurum kurz geschlossen werden bzw. wurde später auf 500 Orders pro Tag limitiert. Am 26. März war diese Anzahl bereits um 10:30 Uhr erreicht, nachdem der Online-Shop um 08:00 Uhr geöffnet hatte. Diese enorme Nachfrage trifft aktuell, trotz der tausenden Barren Gold in den Tresoren rund um den Globus, jedoch auf ein sehr begrenztes Angebot und führt, wie könnte es anders sein, zu Wucherpreisen. Während in normalen Marktphasen Aufgelder bei den Goldmünzen zwischen drei und vier Prozent üblich sind, gab es im März Werte bis zu 30 Prozent zu beobachten.

Warum ist es derzeit so schwierig an Goldbarren und –münzen zu kommen?

Es wird schwerer Gold zu transportieren

Dazu muss man wissen, dass Gold normalerweise auf kommerziellen Flügen um den Globus geflogen wird. Diese werden jedoch gerade reihenweise abgesagt. Weniger Flüge kombiniert mit einem versicherungstechnischen Limit an Gold was pro Flug transportiert werden darf, sorgen für Versorgungsprobleme. Auch extra eingesetzte Militärflüge können derzeit eine Gold-Knappheit nicht verhindern.

Goldbarren-Nachschub gerät ins Stocken

In der Schweiz sind wegen des Corona Virus sämtliche als „nicht kritisch“ eingestufte Industriebetriebe vorübergehend geschlossen. Dazu zählen auch die dort ansässigen Edelmetallraffinerien. Das hat Auswirkungen auf den Goldmarkt. Denn rund 70 Prozent des weltweit geförderten Goldes wird in der Schweiz weiterverarbeitet. So die Schätzungen auf der Basis der Schweizer Zollstatistik.

Sind diese Barrenhersteller geschlossen, kommt es zu Lieferengpässen. Das hat auch Auswirkungen auf die Preise am Terminmarkt.

US-Notenbank sorgt für Kaufpanik in Gold

Nachdem die Fed zu Beginn dieser Handelswoche angekündigt hat unbegrenzt Anleihen zu kaufen, schwappte die Kaufpanik in Gold auch auf die Profis über. Was die Wochen zuvor keiner haben wollte, wurde plötzlich wie verrückt gekauft.

Die Folge: Der Goldpreis schoss innerhalb von nur drei Tagen um 240,50 USD oder 16,5 Prozent nach oben (vgl. Chart oben).

Auffallend ist jedoch, dass der Spot-Preis in London auch heute noch deutlich unter dem Preis am Terminmarkt liegt. Die Preise werden normalerweise innerhalb weniger US-Dollar voneinander gehandelt. Am Montag wurden die März-Kontrakte an der Terminbörse Comex erst 15 USD, am Dienstag dann sogar kurzzeitig 70 USD über dem Spot-Preis in London gehandelt. Ein Zeichen dafür, dass der Markt aufgrund der oben beschriebenen Lieferengpässe besorgt ist. Händler und Bänker preisen damit die höheren Kosten für die Lieferung vom gelben Edelmetall aus London ein, sollte es zu einer Lieferung des Terminkontraktes kommen. Denn dafür muss physisches Gold aus den in London verwendeten 400-Unzen-Riegeln eingeschmolzen und in die von der Comex akzeptierten 100-Unzen-Riegel neu gegossen werden.

Der Unterschied zwischen den Gold-Futures und dem Spot-Preis dürfte erstmal bestehen bleiben. Entweder bis die Edelmetallraffinerien wieder öffnen und der Transport wieder aufgenommen wird oder die Comex ihre Regeln dahingehend ändert, dass 400-Unzen-Riegel zur Abwicklung ihrer Kontrakte verwendet werden können.

Wie könnte geht es im Gold in den kommenden Tagen weiter gehen?

Für eine genauere Kursprognose schauen wir uns an, wie sich der beschriebene Kursverlauf in das große Bild im Gold einfügt.

Überblick und Ausblick: Gold übergeordnet im Aufwärtstrend. Kurzfristig überhitzt.

Fundamental dürfte der Goldpreis weiter steigen. Notenbanken haben zuletzt weltweit die Zinsen gesenkt. Astronomisch hohe Anleihen-Kaufprogramme halten die Renditen von Staatsanleihen klein. In den USA wie auch in Europa sind die realen Renditen, also nach Abzug der Inflationsrate, negativ. Damit ist Gold, das ja keine Zinsen abwirft, weiterhin eine attraktive Alternative. Jedoch sollte man sich gut überlegen, ob man in der aktuellen Kaufpanik zuschlägt. Weiter unten in dieser ‚Analyse zeige ich Ihnen anhand einer konkreten Trade-Idee, wie Sie mit einem Chance-Risiko-Verhältnis von 2:1 in Gold einsteigen könnten.

Übergeordnet befinden wir uns weiter in einem intakten Aufwärtstrend. Ein Trendbruch auf einer kleineren Zeitebene signalisiert jedoch eine weitere Korrekturwelle (vgl. Chart oben).

Die grünen Markierungen im Chart oben zeigen eine Abfolge von höheren Hochs und höheren Tiefs und damit klar einen übergeordneten Aufwärtstrend.

Auf einer Trendebene darunter signalisiert jedoch ein Trendbruch eine mögliche zweite Korrekturwelle (vgl. Chart unten). Diese könnte den Goldpreis in den oben ausgemachten Unterstützungsbereich führen.

Von hier aus, könnte im Fall einer übergeordneten Trendfortsetzung, die nächste Goldrallye starten.

Zudem würde an dieser Marke ein Harmonisches Kursmuster vervollständigt werden.

Einblick: Steigen Sie mit dem statistischen Vorteil eines Harmonischen Kursmusters in Gold ein

Ein Harmonisches Preismuster könnte den perfekten Einstieg in den übergeordneten Aufwärtstrend signalisieren (vgl. Chart unten).

Als professioneller Trader lege ich mich täglich auf die Lauer. Ich warte geduldig, bis sich Trading-Chancen am Markt ergeben, die mir einen geprüften statistischen Vorteil liefern. Basierend auf über 1.000 Echtgeld-Trades weiß ich, dass ich mit den Harmonischen Preismustern über eine große Anzahl von Trades in ca. 56 Prozent der Fälle zu den Gewinnern gehöre. Gepaart mit einem Chance-Risiko-Verhältnis wie in diesem Fall von 2 zu 1, liefern diese Kennzahlen mir genau diesen handfesten statistischen Gewinnvorteil.

Die Preis-Zone im Gold-Chart für eine mögliche Unterstützung befindet sich im Bereich 1360 USD. Hier befinden sich Verlaufshochs aus den Jahren 2016, 2017 und 2018. Spätestens von dort aus könnten Käufer den Kurs wieder in Richtung Norden bewegen. Die Stopp-Loss Order kann unter die Verlaufstiefs vom Sommer 2019 auf 1229 USD gelegt werden.

Der Einstieg im Gold kann aufgrund des Harmonischen Musters bei 1.360 USD erfolgen.

In dieser möglichen Umkehrzone haben wir einen statistischen Gewinnvorteil für eine Preisbewegung in Richtung eines möglichen Gewinnziels bei 1.629 USD.

Sobald nach einem möglichen Einstieg der Goldpreis 1.490 USD erreicht, kann der Stopp-Loss der Position auf den Einstieg nachgezogen werden. Damit wird das Restrisiko auf null reduziert.

Fazit:

Die aktuelle Gold-Analyse zeigt: Ein Trendbruch in einer kleineren Zeiteinheit signalisiert eine weitere Abwärtswelle, bevor der übergeordnete Aufwärtstrend wieder aufgenommen wird.

Ein günstiger Einstieg in diesen übergeordneten Aufwärtstrend könnte bei 1.360 USD erfolgen.

Falls es im Gold von dort weg zu einer neuen Bewegungswelle kommt, könnten Sie von der oben vorgestellten Trade-Idee profitieren. Geht diese auf, könnten Sie für jeden eingesetzten Euro zwei Euro zurück erhalten.

Doch bitte denken Sie immer daran, der Kursverlauf kann sich jederzeit auch anders entwickeln und zu Verlusten führen.

Risiken für die Trade-Idee bestehen vor allem von Seiten einer fulminanten Rallye an den Aktienmärkten. Das könnte Anleger dazu bewegen Gold als sicheren Hafen zu verlassen, was zu weiter fallenden Goldpreisen führen könnte.

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Andreas Fink

Andreas Fink

Der Allgäuer Diplom Betriebswirt und Diplom Wirtschaftsingenieur Andreas Fink hat als professioneller Vollzeit-Trader seine Leidenschaft zum Beruf gemacht. In den letzten 20 Jahren hat er sein eigenes Trading-System über tausende Trades hinweg stetig optimiert. Seine Trading-Strategie für das Day- und Swingtrading an den internationalen Futures- und Devisenmärkten wurde dadurch immer profitabler. Als persönlicher Trading-Guide teilt er heute sein Wissen und seine Erfahrungen in Form von Artikeln, Videos und Live-Webinaren. Das gibt Privatanlegern wie Ihnen mehr Orientierung und Sicherheit im täglichen Börsenumfeld.

 

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