Gold: 4 Gründe warum der Goldpreis schwächelt + Trade-Idee

Die Corona-Krise hat die Märkte weiterhin voll im Griff. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA haben sich binnen einer Woche auf 6,7 Millionen mehr als verdoppelt. JP Morgan und Goldman Sachs überbieten sich mit ihren pessimistischen Prognosen. Im 2. Quartal wird jetzt mit einem Einbruch der US-Wirtschaftsleistung von 34 Prozent gerechnet. Ist es da nicht erstaunlich, dass die Krisenwährung Gold in dieser Woche fällt? Wie Sie von der aktuellen Entwicklung des Goldpreises profitieren könnten, erfahren Sie in dieser Gold-Analyse.

Rückblick: Gold – überraschend schwach!

Chart vom 02.04.2020 Kurs 1.640 USD Kürzel: GC 4-Stundenkerzen | Online Broker LYNX

Nachdem die Fed letzte Woche angekündigt hat unbegrenzt Anleihen zu kaufen,

schoss der Goldpreis fast senkrecht nach oben. Innerhalb von nur drei Tagen konnte das gelbe Edelmetall um 240,50 USD oder 16,5% zulegen (vgl. Chart oben). Vielen Gold-Anlegern, denen im Zuge des Abverkaufs Anfang März Angst und Bange war, konnten wieder erleichtert durchatmen.

Mit dem Schwung schienen sogar neue Hochs in Reichweite. Doch trotz Zinssenkungen und Geldschwemme der Notenbanken konnten die Gold-Bullen die Steilvorlage für neue Rekordpreise nicht nutzen. Im Gegenteil! Der Goldpreis korrigierte diese Woche um über 56 USD oder 3,44% und markierte bei 1.576 USD das bisherige Wochentief.

Warum der Goldpreis derzeit nicht stärker von der Krise profitieren kann

Inflation aktuell kein Thema

Trotz der historisch niedrigen Zinsen und der Geldschwemme der Notenbanken sehen wir derzeit kaum Inflation (vgl. Grafik unten). Wie auch, wenn im Zuge der Krise jeder seinen Konsum auf das Nötigste zurückfährt. Derzeit ist sogar eine Deflation nicht auszuschließen. Darauf hat auch EZB-Ratsmitglied Robert Holzmann am Dienstag auf einer Veranstaltung in Wien hingewiesen. Die Sorgen um eine gefährliche Deflationsspirale aus fallenden Preisen, sinkenden Löhnen und Investitionen sind sehr präsent. Angesichts des stark gefallenen Ölpreises, wird sich daran auch so schnell nichts ändern.

Grafik vom 02.04.2020 Inflation Euro-Zone | Online Broker LYNX

Notenbank stoppt Goldkäufe

Russlands Goldkäufe waren in den letzten Jahren eine wichtige Stütze für den Goldpreis. So hat sich der von der Zentralbank in Moskau gehaltene „Goldberg“ in den letzten zehn Jahren von 23,44 Mrd. USD auf 115,82 Mrd. USD im Wert verfünffacht (vgl. Grafik unten).

Grafik vom 02.04.2020 Russlands Reserven in Mrd. USD | Online Broker LYNX

Am Montag dieser Woche gab die russische Zentralbank jedoch bekannt, dass man ab 01. April 2020 vorläufig kein weiteres Gold mehr kaufen will, so ein Bloomberg-Artikel. Während über die möglichen Gründe spekuliert wird, erhöht der Rückzug eines großen Käufers wie Russland die Wahrscheinlichkeit, dass der Goldpreis in den nächsten Wochen weiter fällt.

Starker Dollar bremst den Goldpreis und verhindert neue Hochs

Historisch hat der USD zum Goldpreis eine negative Korrelation. Steigt also der Dollar, fällt Gold tendenziell. Denn da Gold in USD gehandelt wird, muss man bei einem starken USD z.B. mehr Euros für eine Unze Gold bezahlen.

Mit der aktuellen Schwäche des EUR/USD (aktueller Kurs 1,0870) dürfte es für den Goldpreis schwer werden neue Hochs zu erreichen. Im Gegenteil, denn der Chart des US-Dollar Index unten zeigt den weiter intakten Aufwärtstrend. Damit ist es derzeit wahrscheinlicher, dass der USD, relativ zu den anderen Währungen, weiter steigt.

Chart vom 02.04.2020 Kurs 100,14 Kürzel: DX Wochenkerzen | Online Broker LYNX

Solange der USD die Krisenwährung Nummer eins ist, dürfte das Aufwärtspotenzial im Gold begrenzt sein.

CoT-Report signalisiert Korrektur im Goldpreis

CoT steht für Commitment of Traders. Dieser Report wird jeden Freitag von Commodity Futures Trading Commission (CFTC) aus den USA veröffentlicht.

Die CoT- Daten sind kostenlose Insiderinformationen, mithilfe derer Sie schon früh große Trends oder Umkehrpunkte im Chart erkennen können. Sie heften sich an die Fersen der Marktteilnehmer, die am meisten Ahnung von dem jeweiligen Markt haben, und beobachten genau, wie sie sich positionieren.

Dieser Ansatz ist etwas völlig anderes, da Sie hier nicht nur auf Charts schauen, sondern hauptsächlich auf die „Insider-Daten“, die wöchentlich von der CFTC veröffentlicht werden.

Wie in dem Gold Monatschart unten zu erkennen ist, herrscht derzeit eine Extrempositionierung der großen Marktteilnehmer. Die Großspekulanten halten historisch gesehen aktuell mit die höchste Long-Positionierung. Die kommerziellen Händler sind so „short“ positioniert, wie die letzten zehn Jahre nicht mehr.

Wie ebenfalls im Chart unten zu sehen ist, sind solche Extrempositionierungen keine Seltenheit.

Noch viel interessanter ist jedoch die Tatsache, dass diese Extremsituationen oft markante Umkehrpunkte im Chart markieren. Nach den Hochs folgte stets eine größere Preiskorrektur. Aktuell könnten wir genau an so einem Umkehrpunkt im Gold stehen.

Chart vom 02.04.2020 Kurs 1.613 Kürzel: XAUUSD Monatskerzen | Online Broker LYNX

Überblick und Ausblick: Übergeordneter Aufwärtstrend intakt. Korrektur im April möglich.

Fundamental hat sich seit meiner Gold-Analyse von letzter Woche nichts geändert. Der Goldpreis dürfte weiter steigen – nur von welchem Preisniveau aus?

Notenbanken haben zuletzt weltweit die Zinsen gesenkt. Astronomisch hohe Anleihen-Kaufprogramme halten die Renditen von Staatsanleihen klein. In den USA wie auch in Europa sind die realen Renditen, also nach Abzug der Inflationsrate, negativ. Damit ist Gold, das ja keine Zinsen abwirft, weiterhin eine attraktive Alternative.

Jedoch sollte man sich weiterhin gut überlegen, ob man sich jetzt schon „long“ positioniert. Wie Sie oben gelesen haben, gibt es derzeit einige Gründe, die für eine Korrektur im Goldpreis sprechen. Wie Sie von einer möglichen Gold-Korrektur in den nächsten Tagen profitieren könnten, zeige ich Ihnen weiter unten anhand einer beispielhaften Trade-Idee.

Übergeordnet befindet sich Gold weiter in einem intakten Aufwärtstrend. Ein Trendbruch auf einer kleineren Zeitebene signalisiert jedoch eine weitere Korrekturwelle (vgl. Chart unten).

 

Chart vom 02.04.2020 Kurs 1.613 USD Kürzel: XAUUSD Wochenkerzen | Online Broker LYNXDie grünen Markierungen im Chart oben zeigen eine Abfolge von höheren Hochs und höheren Tiefs und damit klar einen übergeordneten Aufwärtstrend.

Auf einer Trendebene darunter signalisiert jedoch ein Trendbruch eine mögliche zweite Korrekturwelle. Diese könnte den Goldpreis in den im Chart gelb markierten Unterstützungsbereich führen, bevor die nächste Bewegungswelle nach oben startet.

Steigt der Preis im Gold in den kommenden Tagen noch ein wenig an, könnten Sie anhand eines Harmonischen Kursmusters von einer möglichen 2. Korrekturwelle im Gold profitieren.

Einblick: Steigen Sie mit dem statistischen Vorteil eines Harmonischen Kursmusters in Gold ein

Ein Harmonisches Preismuster könnte den perfekten Einstieg in eine mögliche Korrekturwelle im Gold signalisieren (vgl. Chart unten).

Chart vom 02.04.2020 Kurs 1.627 Kürzel: GC Stundenkerzen | Online Broker LYNXAls professioneller Trader lege ich mich täglich auf die Lauer. Ich warte geduldig, bis sich Trading-Chancen am Markt ergeben, die mir einen geprüften statistischen Vorteil liefern. Basierend auf über 1.000 Echtgeld-Trades weiß ich, dass ich mit den Harmonischen Preismustern über eine große Anzahl von Trades in ca. 56 Prozent der Fälle zu den Gewinnern gehöre. Gepaart mit einem Chance-Risiko-Verhältnis wie in diesem Fall von 1,92 zu 1, liefern diese Kennzahlen mir genau diesen handfesten statistischen Gewinnvorteil.

Die Preis-Zone im Chart des Gold-Futures für einen möglichen Widerstand befindet sich im Bereich 1.672 USD. Hier befinden sich mehrere Verlaufshochs von letzter Woche. Spätestens von dort aus könnten erneut Verkäufer den Kurs wieder in Richtung Süden bewegen. Die Stopp-Loss Order kann über das Verlaufshoch vom 25. März auf 1.711 USD gelegt werden.

Der Einstieg im Gold kann aufgrund des Harmonischen Musters bei 1.672 USD erfolgen.

In dieser möglichen Umkehrzone haben wir einen statistischen Gewinnvorteil für eine Preisbewegung in Richtung eines möglichen Gewinnziels bei 1.597 USD.

Sobald nach einem möglichen Einstieg der Goldpreis von 1.636 USD erreicht wird, kann der Stopp-Loss der Position auf den Einstieg nachgezogen werden. Damit wird das Restrisiko auf null reduziert.

Fazit

Die aktuelle Gold-Analyse zeigt: Ein Trendbruch in einer kleineren Zeiteinheit signalisiert eine weitere Abwärtswelle, bevor der übergeordnete Aufwärtstrend wieder aufgenommen wird.

Der Einstieg in eine mögliche Abwärtswelle könnte bei 1.372 USD im Gold-Future (GC) erfolgen.

Falls es im Gold von dort weg zu einer neuen Korrekturwelle kommt, könnten Sie von der oben vorgestellten Trade-Idee profitieren. Geht diese auf, könnten Sie für jeden eingesetzten Euro fast zwei Euro zurück erhalten.

Doch bitte denken Sie immer daran, der Kursverlauf kann sich jederzeit auch anders entwickeln und zu Verlusten führen.

Risiken für die Trade-Idee bestehen vor allem von Seiten einer fulminanten Erholungs-Rallye an den Aktienmärkten. Das könnte Anleger bewegen, so verrückt das derzeit auch klingt, ihre Cash-Positionen abzubauen und noch mehr Gold zu kaufen.

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