EUR/USD: Was folgt auf das 2,3-Billionen-USD-Paket?

Fast 7 Billionen USD! So groß ist mittlerweile die Bilanz der Fed. Was die Fed angesichts der Corona-Pandemie getan hat, sprengt alle Grenzen. Aber was bleibt ihr nach 26,5 Millionen Anträgen auf US-Arbeitslosenhilfe in den letzten fünf Wochen auch anders übrig? Die nächsten Impulse werden von der Fed-Sitzung am Mittwochabend und der EZB-Sitzung am Donnerstag erwartet. Wie das den Verlauf des EUR/USD beeinflussen könnte und wie Sie von der aktuellen Entwicklung profitieren könnten, erfahren Sie in dieser EUR/USD-Analyse.

Rückblick: EUR/USD erholt sich von den Tiefs der Vorwoche

Im Vorfeld der Notenbanksitzung konnte sich das Hauptwährungspaar in dieser Handelswoche weiter von dem Vorwochentief bei 1,0727 erholen. Für die Dollarschwäche sind u.a. die katastrophalen Konjunkturdaten aus den USA verantwortlich.

Das am Dienstag veröffentlichte US-Verbrauchervertrauen blieb mit 86,9 Punkten deutlich hinter den erwarteten 92 Punkten zurück.

Zudem wurde am Mittwoch das Bruttoinlandsprodukt der USA für das erste Quartal veröffentlicht und die US-Wirtschaft schrumpfte in Q1 2020 um 4,8 Prozent. Also deutlich schlimmer als die vom Markt erwarteten -4,0 Prozent. Das ist zugleich der größte BIP-Rückgang seit dem letzten Quartal 2008 (vgl. Grafik unten).

Wie reagiert die Fed?

Die Bilanz der US-Notenbank stieg letzte Woche von 4,29 Billionen USD in der ersten Märzwoche auf einen Rekordwert von 6,62 Billionen USD. In den letzten Wochen hat die US-Notenbank durch Zinssenkungen und unbefristete Käufe von Vermögenswerten beispiellose Impulse gesetzt, um den Kreditfluss aufrechtzuerhalten und das Vertrauen von Unternehmen und Haushalten zu stärken.

Doch mittlerweile sind die Zinssätze nahe Null und das wird wohl auch länger so bleiben. Bei der letzten Sitzung erklärte das FOMC, es werde die Zinsen nahe Null halten, bis die Wirtschaft die Krise überstanden hat und die Vollbeschäftigungs- und Preisstabilitätsziele der Zentralbank erfüllt sind. Bei der aktuellen Rallye am Aktienmarkt könnte ich mir vorstellen, dass die Fed-Sitzung am Mittwochabend relativ ruhig verläuft, wohingegen die EZB am Donnerstag Nachholbedarf hat.

Dort erwarte ich eine Ausweitung des Anleihekaufprogramms. Schließlich hinken die EU-Bemühungen mit einem 500-Milliarden-Euro-Paket deutlich hinter der US-Unterstützung in Höhe von 2,3 Billionen zurück. Und das obwohl das EU-BIP (14 Billionen USD) fast 70 Prozent des US-BIP (21,1 Billionen USD) ist.

Wie könnte es im EUR/USD in den kommenden Tagen weiter gehen?

Für eine genauere Kursprognose schauen wir uns an, wie sich der beschriebene Kursverlauf in das große Bild im Euro Dollar einfügt.

Überblick: EUR/USD im Abwärtstrend gefangen.

Der oben abgebildete Monatschart zeigt einen von tieferen Hochs und tieferen Tiefs geprägten Kursverlauf. Übergeordnet ist der Trend im EUR/USD damit klar abwärts gerichtet. Der Tiefpunkt dieses Trends liegt bisher bei 1.0340 aus dem Jahr 2017.

Zwar konnte der Kurs im selben Jahre die zweieinhalb Jahre lange Seitwärtskonsolidierung nach oben verlassen, jedoch waren die Widerstände an den psychologisch wichtigen Marken 1,20 und 1,25 zu groß um eine Trendwende herbei zu führen.

So kennt der Euro zum USD seit dem Hoch Anfang 2018 bei 1,2555 nur eine Richtung – abwärts. Selbst das ehemalige Ausbruchslevel bei 1,1500 konnte nur kurz für Unterstützung sorgen, bevor der Kurs wieder in die ehemalige Konsolidierungszone rutschte. Diese Zone wird auf der Oberseite durch den Widerstand bei 1,1500 und auf der Unterseite von der Unterstützung bei 1,0340 bestimmt.

Aktuell signalisiert der übergeordnete Abwärtstrend einen Test der Unterstützungen bei 1,0500 und 1,0340. Sollte diese Prognose eintreffen, stellt sich die Frage wie man davon profitieren kann. Für eine mögliche Antwort zoomen wir etwas näher in den Kursverlauf hinein und springen zu einem Wochenchart.

Wie Sie in dem Wochenchart des EUR/USD oben sehen, konnte der seit Ende 2018 bestehende Abwärtstrendkanal Anfang März kurz nach oben verlassen werden. Mit dem Trendbruch auf einer kleineren Zeitebene, war die erste Bedingung für einen möglichen Trendwechsel und damit einem möglichen Aufwärtstrend erfüllt.

Aufgrund des Crashs am Aktienmarkt und der draus resultierenden Flucht in den USD als sicheren Hafen, wurde dieser Ausbruch aber zügig zu Nichte gemacht. Durch die Kaufpanik im USD drehte der Kurs des EUR/USD impulsiv nach Süden und befindet sich nun seit sieben Wochen wieder in dem im Chart oben eingezeichneten Abwärtstrendkanal.

Widerstände auf der Oberseite sind aktuell im Bereich 1,1000 und 1,1200 auszumachen. Nach unten ist erstmal Luft bis 1,0636. Danach dürften die Preisniveaus 1,0500 und 1,0340 wie in der Vergangenheit Käufer anziehen und für Unterstützung sorgen.

Jetzt stellt sich die Frage: Wo könnte man am besten in diesen Abwärtstrend einsteigen?

Ausblick: Widerstand könnte nächste Abwärtswelle einleiten

Ein möglicher Einstieg mit einem attraktiven Chance-Risiko-Verhältnis kann knapp unter dem Widerstand bei 1,1000 erfolgen. Hier könnte nach einem Test des Widerstands eine neue Bewegungswelle nach unten starten (vgl. Chart oben). Zudem würde knapp unter dieser Marke ein Harmonisches Kursmuster vervollständigt werden.

Hinfällig wäre diese Variante mit einem Tagesschlusskurs über der Marke von 1,1000. Dann wäre Raum bis ca. 1,1150.

Sollten wir auf Tagesbasis über dem Level von 1,1150 schließen, wäre der Weg bis 1,1500 frei.

Einblick: Steigen Sie mit dem statistischen Vorteil eines Harmonischen Kursmusters in den Abwärtstrend im EUR/USD ein

Ein Harmonisches Preismuster könnte den Start einer weiteren Bewegungswelle im übergeordneten Abwärtstrend signalisieren (vgl. Chart unten).

Als professioneller Trader lege ich mich täglich auf die Lauer. Ich warte geduldig, bis sich Trading-Chancen am Markt ergeben, die mir einen geprüften statistischen Vorteil liefern. Basierend auf über 1.000 Echtgeld-Trades weiß ich, dass ich mit den Harmonischen Preismustern über eine große Anzahl von Trades in ca. 56 Prozent der Fälle zu den Gewinnern gehöre. Gepaart mit einem Chance-Risiko-Verhältnis wie in diesem Fall von 2,77 zu 1, liefern diese Kennzahlen mir genau diesen handfesten statistischen Gewinnvorteil.

Die Preis-Zone im Chart des EUR/USD für einen möglichen Widerstand befindet sich zwischen 1,0960 und 1,1000. Hier befinden sich zwischenzeitliche Verlaufshoch vom 14. April. Spätestens von dort aus könnten Verkäufer den Kurs wieder in Richtung Süden bewegen. Die Stopp-Loss Order kann deshalb über diese Zone auf 1,1026 gelegt werden. Damit wird auch die aktuelle Volatilität in dem Währungspaar berücksichtigt.

Der Einstieg kann aufgrund des Harmonischen Musters bei 1,0960 erfolgen.

In dieser möglichen Umkehrzone haben wir einen statistischen Gewinnvorteil für eine Preisbewegung in Richtung eines möglichen Gewinnziels bei 1,0777. Natürlich können Sie die Gewinnziele auch im Bereich der zuvor aufgezeigten möglichen Unterstützungen bei 1,0640 oder 1,0500 setzen.

Sobald nach unserem Einstieg das Kurslevel von 1,0872 erreicht wird, kann der Stopp-Loss der Position auf den Einstieg nachgezogen werden. Damit wird das Restrisiko auf null reduziert.

Die vorgestellte Trade-Idee können Sie mit unterschiedlichen Finanzinstrumenten umsetzen. Je nach Kontogröße und Risikoeinstellungen können Sie z.B. den Juni Kontrakt des EUR/USD Future (Symbol: E7) oder den kleineren Micro EUR/USD Future (Symbol: M6E) dafür einsetzen. Alternativ können Sie natürlich das Währungspaar auch mit dem Kürzel EUR.USD handeln.

Fazit:

Die aktuelle EUR/USD-Analyse zeigt: Ein fehlgeschlagener Ausbruch und Rückfall in den Abwärtstrend signalisiert weiter fallende Kurse im EUR/USD.

Ein frühzeitiger Einstieg in diesen potenziellen Abwärtstrend könnte bei 1,0960 erfolgen.

Falls es im EUR/USD von dort weg zu einer neuen Bewegungswelle kommt, könnten Sie von der oben vorgestellten Trade-Idee profitieren. Geht diese auf, könnten Sie für jeden eingesetzten Euro 2,77 Euro zurück erhalten.

Doch bitte denken Sie immer daran, der Kursverlauf kann sich jederzeit auch anders entwickeln und zu Verlusten führen.

Risiken für die Trade-Idee bestehen diese Woche vor allem von Seiten der Notenbanken. Eine weitere Geldschwemme, könnte sowohl den USD als auch den EUR weiter abwerten.

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Andreas Fink

Andreas Fink

Der Allgäuer Diplom Betriebswirt und Diplom Wirtschaftsingenieur Andreas Fink hat als professioneller Vollzeit-Trader seine Leidenschaft zum Beruf gemacht. In den letzten 20 Jahren hat er sein eigenes Trading-System über tausende Trades hinweg stetig optimiert. Seine Trading-Strategie für das Day- und Swingtrading an den internationalen Futures- und Devisenmärkten wurde dadurch immer profitabler. Als persönlicher Trading-Guide teilt er heute sein Wissen und seine Erfahrungen in Form von Artikeln, Videos und Live-Webinaren. Das gibt Privatanlegern wie Ihnen mehr Orientierung und Sicherheit im täglichen Börsenumfeld.

 

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