EUR/USD: Startschuss für eine mehrwöchige Erholungsrallye?

Erleichterung! Nach dem Wahlsieg der Konservativen in Großbritannien und einem erzielten Phase-1-Deal zwischen den USA und China atmen die Anleger auf. Der EUR/USD sprang im Zuge dessen über das Verlaufshoch vom Oktober bei 1,1180. Konnte das Preisniveau aber zum Ender der letzten Handelswoche hin nicht halten.

Das lässt die Frage zu, war das jetzt ein “Fehlausbruch” oder das Signal für eine weitere Aufwärtsbewegung im EUR/USD und damit das mögliche Ende der monatelangen Talfahrt?

Diese Analyse des EUR/USD liefert eine Antwort. Darüber hinaus stelle ich Ihnen eine Trade-Idee mit einem statistischen Gewinnvorteil im EUR/USD vor.

Rückblick: Starker Anstieg im EUR/USD über das Oktober-Hoch

Der EUR/USD stürmte vergangene Woche nur in eine Richtung: aufwärts. Ganze 146 Pips oder 1,32 Prozent konnte das Währungspaar bis zum Wochenhoch am Donnerstag zulegen. Bei 1,1199 war dann aber Schluss. Dort ging den Euro-Bullen die Puste aus (vgl. Chart unten).

Chart vom 16.12.2019 Kurs1,1144 Kürzel: EUR.USD 4-Stundenkerzen | Online Broker LYNXDabei scheiterte der EUR/USD nicht nur an der runden Marke von 1,1200, sondern auch daran das Ausbruchsniveau zu halten.

Gewinnmitnahmen zum Wochenende hin und fehlende Details zum Phase-1-Deal drückten den Euro um 81 Pips nach unten, bis das Währungspaar schließlich am Freitagabend bei 1,1118 aus dem Handel ging.

Der Start in diese Handelswoche war hingegen wieder freundlich. Am Montagnachmittag kostete die europäische Gemeinschaftswährung schon wieder 1,1158.

Wie geht es nun weiter?

Für eine genauere Kursprognose schauen wir uns an, wie sich der beschriebene Kursverlauf in das große Bild im Euro Dollar einfügt.

Überblick: Die Unsicherheiten werden weniger

Geordneter BrExit in greifbarer Nähe

Mit dem klaren Wahlsieg der Konservativen in Großbritannien um Boris Johnson scheint das BrExit-Chaos nun ein Ende zu haben. Der Euro könnte dabei in den kommenden Wochen von der Aussicht auf einen geregelt BrExit profitieren. Unternehmen könnten ihre “Investitions-Handbremse” etwas lösen und für Wachstumsimpulse sorgen. Das gibt dem Euro Auftrieb.

Entspannung im Handelsstreit: Trump unterzeichnet Phase-1-Deal

Gute Nachrichten gab es letzte Woche auch von der Front im Handelskrieg zwischen den USA und China. Vergangenen Freitag wurde bekannt gegeben, dass ein Phase-1-Deal im Handelsabkommen erzielt wurde.

Im Rahmen des Abkommens werden die für den 15. Dezember geplanten Abgaben auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Das schafft ausreichend Luft den Phase1-Deal unter Dach und Fach zu bekommen.

Darüber hinaus werden die USA ihren 15-prozentigen Zollsatz für chinesische Waren im Wert von 120 Milliarden USD halbieren. Laut Bloomberg verbleiben damit rund 250 Milliarden USD, die mit 25 Prozent besteuert werden und weitere 120 Milliarden USD, für die noch 7,5 Prozent an Abgaben anfallen.

Nach den Angaben der USA hat China zugestimmt in den nächsten zwei Jahren ihren Import von US-Waren und Dienstleistungen um mindestens 200 Milliarden USD zu erhöhen.

Ebenfalls im Abkommen enthalten ist die Zusage Chinas in den nächsten zwei Jahren den Kauf von US-Agrarprodukten auf jeweils 40 bis 50 Milliarden USD zu erhöhen. Details zur genauen Aufschlüsselung der Ziele für einzelne Waren wurden nicht veröffentlicht.

China soll sogar zugestimmt haben, seine langjährige Praxis zu beenden, ausländische Firmen unter Druck zu setzen, ihre Technologien an chinesische Unternehmen zu übertragen.

Aber: Details und die Öffentliche Zustimmung Chinas fehlen

Das hört sich ja alles super an, aber…

Bislang hüllen sich die Chinesen in Schweigen. Eine öffentliche Bestätigung, geschweige denn eine Unterschrift unter das Abkommen, gibt es bislang nicht. War das etwa nur wieder ein Schachzug des US-Präsidenten um China im “Handelspoker” weiter unter Druck zu setzen?

Es bleibt abzuwarten, ob China das Phase-1-Abkommen genauso unterschreiben wird. Zweifel gibt es deswegen, weil sich die stolzen Chinesen wohl nicht alles von Trump aufzwingen lassen. Das ließe China schwach aussehen und Raum für weitere Forderungen zu.

Jedoch kann es ein wichtiger Schritt für eine Annährung im Handelsstreit sein. Bestätigt China in den kommenden Tagen den Fortschritt mit positiven Nachrichten, könnte der US-Dollar weiter abwerten und der Kurs des EUR/USD weiter zulegen.

Ausblick: EUR/USD kurz vor bestätigtem Aufwärtstrend

Der EUR/USD befindet sich Charttechnisch an einem wichtigen Widerstand. Bei ca. 1,1160 befinden sich Abwärtstrend- und die 200-Tage-Linie. Wird dieser Widerstand überwunden, ist ein übergeordneter Aufwärtstrend bestätigt und der Weg frei bis 1,1370 (vgl. Chart unten).

Chart vom 16.12.2019 Kurs1,1144 Kürzel: EUR.USD Tageskerzen | Online Broker LYNX

Einblick: Nutzen Sie für einen möglichen Long-Einstieg den statistischen Vorteil eines Harmonischen Musters

Zusätzlich zum möglichen Aufwärtstrend, signalisiert ein Harmonisches Preismuster einen möglichen Umkehrpunkt und somit den Start einer weiteren Bewegungswelle (vgl. Chart unten).

Chart vom 16.12.2019 Kurs1,1145 Kürzel: EUR.USD 4-Stundenkerzen | Online Broker LYNXDamit das oben im Chart eingezeichnete Harmonische Preismuster zustande kommt, muss erst noch mindestens das Preisniveau von 1,1075 erreicht werden. Sollte der Kurs zuvor auf 1,1199 anstiegen, ist das Muster ungültig.

Basierend auf über 1.000 Echtgeld Trades der Harmonischen Muster, gehören wir über eine große Anzahl von Trades in ca. 56 Prozent der Fälle zu den Gewinnern. Gepaart mit einem Chance-Risiko-Verhältnis wie in diesem Fall von fast 2 zu 1, liefern diese Kennzahlen uns einen handfesten statistischen Gewinnvorteil.

Die Preis-Zone im Chart des EUR/USD für eine mögliche Unterstützung befindet sich zwischen 1,1080 und 1,1040. Hier befindet sich das letzte Verlaufstief vom 06. Dezember. Spätestens von dort aus könnte der Kurs wieder in Richtung Norden drehte. Unsere Stopp-Loss Order legen wir deshalb unter diese Zone auf 1,1024.

Der Einstieg würde aufgrund des Harmonischen Musters bei 1,1075 erfolgen. Dort liegt derzeit auch der Point of Control (POC). Der POC ist der Preis, zu dem das höchste Volumen seit dem Jahrestief im Oktober 2019 gehandelt wurde und den die Euro-Bullen aufs Äußerste verteidigen werden.

In dieser möglichen Umkehrzone haben wir einen statistischen Gewinnvorteil für eine Preisbewegung in Richtung unseres Gewinnziels bei 1,1172.

Sollte der EUR/USD die Marke von 1,1199 per Stundenschluss durchbrechen, bevor die Trade-Idee bei unserem Einstiegspreis vervollständigt ist, würden wir die Order löschen und von der Idee Abstand nehmen.

Der Grund: Die Trading-Idee EUR/USD ist dann ungültig und unser statistischer Vorteil ist weg. Unser Ziel für nachhaltige Trading-Gewinne: Wir wollen nur im Markt aktiv sein, wenn wir einen statistisch geprüften Gewinnvorteil haben.

Sobald nach unserem Einstieg das Kurslevel von 1,1122 erreicht wird, kann der Stopp-Loss der Position auf den Einstieg nachgezogen werden. Damit wird das Restrisiko auf null reduziert.

Fazit:

Die aktuelle Analyse des EUR/USD zeigt: Knackt der Euro den Widerstand bei 1,1160, könnte die nächste Bewegungswelle nach oben starten. Der damit bestätigte Aufwärtstrend könnte den Weg in Richtung 1,1370 eben. Ein risikoarmer Einstieg in diese mögliche Bewegung könnte bei 1,1075 erfolgen.

Falls der Preis im EUR/USD bis auf diese Kurslevel korrigiert, könnten Sie als Leser dieser Analyse von der oben vorgestellten Trade-Idee profitieren. Geht diese auf, erhalten Sie für jeden eingesetzten Euro fast 2 Euro zurück.

Doch bitte denken Sie immer daran, der Kursverlauf kann sich jederzeit auch anders entwickeln und zu Verlusten führen.

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Andreas Fink

Andreas Fink

Der Allgäuer Diplom Betriebswirt und Diplom Wirtschaftsingenieur Andreas Fink hat als professioneller Vollzeit-Trader seine Leidenschaft zum Beruf gemacht. In den letzten 20 Jahren hat er sein eigenes Trading-System über tausende Trades hinweg stetig optimiert. Seine Trading-Strategie für das Day- und Swingtrading an den internationalen Futures- und Devisenmärkten wurde dadurch immer profitabler. Als persönlicher Trading-Guide teilt er heute sein Wissen und seine Erfahrungen in Form von Artikeln, Videos und Live-Webinaren. Das gibt Privatanlegern wie Ihnen mehr Orientierung und Sicherheit im täglichen Börsenumfeld.

 

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