Mit einem ETF in Hochzins-Unternehmensanleihen investieren

Anleger, die sich im Bereich von High Yield-Anleihen von Unternehmen engagieren möchten, finden im vorgestellten ETF ein mögliches Anlagevehikel, denn dieser bietet mittels einer Gewichtung nach fundamentalen Kriterien eine breite Auswahl von hochverzinslichen Unternehmensanleihen an.

Informationen zum Referenzindex: JP Morgan AM Global High Yield Multi-Factor Index

Der Referenzindex JP Morgan AM Global High Yield Multi-Factor Index ist ein regelbasierter, proprietärer Index, der so gestaltet ist, dass er die Performance einer Auswahl von global verfügbaren hochverzinsten Unternehmensanleihen repräsentiert. Der Indexausschuss wählt die Bestandteile für den Referenzindex aus und bedient sich dabei einer übergeordneten Benchmark, nämlich dem ICE BofAML Global High Yield Index (von Bank of America Merrill Lynch). Dieser wird von ICE Data Indices, LLC auf täglicher Basis berechnet.

Die Zusammensetzung des Referenzindex orientiert sich somit immer am Mutterindex, dem ICE BofAML Global High Yield Index. Die ausgewählten Anleihen können Anleihen sein, die in US-Dollar, kanadischen Dollar, britischen Pfund oder auch in Euro emittiert wurden und demnach in diesem Währungen notieren.

Das Anleihespektrum besteht aus festverzinslichen Unternehmensanleihen, die allesamt zumindest eine Bewertungsstufe (Rating) unterhalb des Investment Grade-Status liegen, öffentlich emittiert wurden und demnach auch frei in den jeweiligen Anleihemärkten handelbar sind. Demzufolge können Unternehmensanleihen und Schuldverschreibungen mit unterschiedlichen Laufzeiten, die weltweit emittiert werden im Index aufgenommen werden. Der Index wird auf monatlicher Basis neugewichtet.

Bei der Aufnahme in den Referenzindex gelten gesonderte, sogenannte Faktormerkmale, die das Risiko/Rendite-Profil besser aussehen lassen. Die Auswahl der Einzeltitel erfolgt nach dem Multi-Faktor-Ansatz, der sich insgesamt aus drei Merkmalen zusammensetzt, nämlich Werthaltigkeit, Dynamik und Qualität.

Im Bereich der Werthaltigkeit sind dies zum Beispiel Merkmale der Ausfallwahrscheinlichkeit des Emittenten, die Weite der jeweiligen Spreads (Differenz zwischen An- und Verkaufskurs), sowie die längerfristig attraktiven Renditen. Im Bereich der Dynamik wird auf eine Tendenz der Einzeltitel geachtet, inwieweit diese in der Vergangenheit bereits höhere Rendite aufwiesen und inwieweit deren Rendite in Relation zu ihrer jeweiligen Volatilität stehen.

Schließlich wird im Bereich der Qualität noch darauf geachtet, ob eine Tendenz bei den jeweiligen Einzeltiteln auszumachen ist, die sich anhand von Messungen der Solvenz oder Rentabilität verorten lassen. (Daten gemäß JP Morgan Asset Management-Factsheet zur Indexmethodik und gemäß vom November 2019 und gemäß JP Morgan Asset Management-Factsheet-KID vom 14. Februar 2020)

JPM Global High Yield Corporate Bond Multi-Factor UCITS ETF im Detail

Der ETF kann über die London Stock Exchange in der Handelswährung US-Dollar erworben werden, die auch der Fondswährung entspricht. Anleger des Euroraums tragen bei einer Investition neben dem allgemeinen Kursrisiko somit ein zusätzliches Währungsrisiko. Die jährliche Pauschalgebühr beträgt 0,35 Prozent und die Ertragsverwendung des Fonds ist thesaurierend. Der ETF nutzt eine optimierte, aber dennoch vollständisch physische Abbildungsmethode. Der ETF wurde am 04. Februar 2020 aufgelegt und hat mit dem Stichtag des 30. März 2020 ein Fondsvolumen in Höhe von 47,71 Mio. US-Dollar.

Top-Positionen des ETF-Portfolios

Im vorliegenden Fall handelt es sich um einen aktiv gemanagten ETF. Dieser bildet den Referenzindex zwar physisch ab, jedoch in einer optimierten Variante. Aus diesem Grund kann es zu Differenzen bei der Zusammensetzung des ETF-Portfolios und der des Referenzindex kommen.

Das ETF-Portfolio bestand mit dem Stichtag des 30. März 2020 aus 393 Positionen. Die Top-10-Positionen des Referenzindex bestanden zu 3,63 Prozent aus Barbeständen und zum Rest aus Anleihen. Diese Anleihen verteilen sich wie folgt:

  • 1,09 Prozent von Sirius XM
  • 0,98 Prozent aus Videotron
  • 0,81 Prozent aus Whynn Macau
  • 0,76 Prozent aus Minerva
  • 0,75 Prozent aus HCA
  • 0,71 Prozent aus Dish
  • 0,68 Prozent aus Softbank
  • 0,66 Prozent aus Netflix
  • 0,64 Prozent aus Encompass Health.

Die Gewichtung dieser zehn Top-Positionen lag zu diesem Zeitpunkt gerade einmal bei 10,71 Prozent. Es ist hier folglich von einer mehr als ausreichenden Diversifikation auszugehen. (Daten gemäß J.P.Morgan Asset Management vom 30. März 2020)

Währungs- und Länderallokation innerhalb des ETF-Portfolios

Der überwältigende Anteil aller im Portfolio befindlichen Einzeltitel notiert in US-Dollar. Dies ist nicht verwunderlich, da viele Konzerne Anleihen und Schuldverschreibungen in US-Dollar emittieren.

Die meisten Wertpapiere werden von US-Konzernen emittiert. Im Portfolio befinden sich aber auch Unternehmensanleihen und Schuldverschreibungen von Konzernen aus Australien, Belgien, Brasilien, China, Deutschland (z.B. von Techem, Summit Proper), Frankreich, Großbritannien, Hongkong, Indien, Indonesien, Italien, Irland, Israel (z.B. Teva), Japan, Kanada, Luxemburg (z.B. Altice), Mexiko, den Niederlanden, Norwegen, Peru, Russland, Schweden, der Schweiz, Spanien, Singapur, Südafrika und der Türkei. (Daten gemäß J.P.Morgan Asset Management-Factsheet vom 30. März 2020)

Unterjährige Performancevergleiche nicht zielführend

Da der ETF erst am 04. Februar 2020 aufgelegt wurde, ist ein Performancevergleich mit dem Referenzindex noch nicht möglich.

Expertenmeinung – Hochzinsanleihen nur als Portfolio-Ergänzung betrachten

Vergleich man die Performances einer Reihe von Anlageklassen und einzelner Basiswerte, wie zum Beispiel EUR/USD, Gold, Investment Grade Anleihen, High Yield-Anleihen, Rohöl und zudem eine Reihe von Aktienindizes aus den USA, Japan, Europa, sowie dem MSCI, so schlugen sich die High Yield-Anleihen beinahe im Mittelfeld.

Seit Jahresanfang bis Ende März verlor beispielsweise das Währungspaar EUR/USD rund 1,5 Prozent, während der Preis für ein Fass Rohöl der Sorte Brent um über 65 Prozent nachgab. Im Vergleichszeitraum verloren der marktbreite US-Aktienindex S&P500 rund 19 Prozent und der DAX rund 26 Prozent. Die einzig positive Rendite konnte Gold mit einem Plus von rund 6,6 Prozent erreichen. Wie diese Daten bereits zeigen, befinden wir uns in vielen Handelsklassen in einem absoluten Ausnahmejahr und demnach auch in einem absoluten Ausnahmezustand. Die gegenwärtigen Marktgegebenheiten gehen ganz klar auf das Konto der Corona-Krise.

In solchen Zeiten bewähren sich ganz besonders breit aufgestellte Portfolios – quasi eine Mixtur aus allen Handelsklassen. Eine Investition in hochverzinsliche Anleihen (High Yield-Bonds) sollte daher nur als Beimischung in einem ohnehin hervorragend diversifizierten Portfolio, dass möglichst alle Assetklassen aufweist, verstanden werden.

Betrachtet man sich die Renditen der ersten beiden Monate Januar und Februar 2020 im gesamten Anleihesektor, so landeten die Renditen der High Yield-Bonds zum Ende Februar aus den USA bei einem Minus von 1,4 Prozent und aus Europa bei einem Minus von 3,8 Prozent, während zum Beispiel in diesem Vergleichszeitraum eine Anlage in stinknormale US-Staatsanleihen (U.S. Treauries) eine Rendite von 5,2 Prozent abwarf.

Wer nun aber langfristig anlegt (und dies ist im Bereich von Anleihen ohnehin sinnvoll), der registriert bei einem Fünfjahreszeitraum ein Plus von 3,2 Prozent bei U.S.-Treasuries und ein Plus von 5,2 Prozent bei U.S.-High Yields – also tatsächlich einen Renditevorsprung der Hochzinsanleihen. Dies bedeutet also, dass wie bei jeder Anlageklasse antizyklisch vorzugehen ist und in schwierigen Zeiten auch Portfolios in Hochzinsanleihen aufgebaut werden könnten. Da man dies als Privatanleger nur schwerlich betreiben wird, eignet sich in so einem Fall ein ETF, der Hochzinsanleihen aus den USA, Europa und vielen weiteren Ländern in US-Dollar und Euro in einem Portfolio gebündelt anbietet. Der hier präsentierte ETF wäre solch ein Vehikel. Die breite Streuung mit beinahe 400 Einzeltiteln gibt es beinahe frei Haus, da nur 0,35 Prozent Managementfee anfallen.

Mögliches Setup

Mit einem ETF in Hochzins-Unternehmensanleihen investieren | ETF der Woche | Online Broker LYNX

Nach einer mehrtägigen Konsolidierungsphase wäre zum Beispiel ein Kauf bei 83,50 US-Dollar möglich. Das Ziel wäre bei 97,50 US-Dollar zu avisieren. Die Position könnte zur Verlustbegrenzung mit einem Stoploss von 77,50 US-Dollar abgesichert werden. Das Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) liegt bei diesem beispielhaften Setup bei 2.33.

Näheres zum Emittent J.P. Morgan Asset Management: Die den ETF auflegende Gesellschaft J.P.Morgan Asset Management gehört zur US-Investmentbank J.P.Morgan Chase & Co. und hat seit über150 Jahren Erfahrung im Bereich der Vermögensverwaltung. Die über 1.000 Investmentprofis besuchen jährlich über 5.000 Firmen vor Ort und können auf ein großes Research-Budget von mehr als 315 Mio. US-Dollar jährlich zurückgreifen. Insgesamt werden Anlagen in Höhe von 1,753 Billionen US-Dollar verwaltet.

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