Mit einem ETF in eine Rohstoffstrategie investieren und die Rollrendite maximieren

Mittels des neuen UBS-ETFs haben Anleger die Möglichkeit von einer in einem ETF umgesetzten Rohstoffstrategie zu profitieren. Der ETF Referenzindex ist ein Strategieindex, der gleichzeitig eine Short- und Long-Position in zwei verschiedenen Rohstoffindizes eingeht. Die Trading-Strategie von Carry Trades bedeutet im vorliegenden Fall, dass aufgrund der unterschiedlichen Fälligkeiten der Terminkontrakte Zins- und Zeitwertdifferenzen ausgenutzt und so Rollrenditen optimiert bis maximiert werden.

Indexanbieter Bloomberg in Kooperation mit der UBS

Die strategische Partnerschaft von Bloomberg mit der UBS führte bereits im Jahr 2014 zu einem sogenannten Re-Branding der ehemals Dow Jones-UBS Commodity Indexes zu den Bloomberg Commodity Indexes. Daraus entstand die Bloomberg Commodity Index Family. Blooomberg Indexes ist seitdem verantwortlich für die Regulierung, Berechnung, den Vertrieb und der Lizenzierung der führenden UBS Commodity-Indexes.

Ursprünglich wurden die Bloomberg Commodity Indexes (BCOM) erstmals 1998 veröffentlicht und berechnet. Das Flaggschiff bildet der aus 22 verschiedenen Rohstoff-Kontrakten bestehende Bloomberg Commodity Index. Seitdem kamen immer mehr Sub-Indizes hinzu. Sogar schon im Jahr 2007 konstruierten Bloomberg und die UBS gemeinsam den hier im präsentierten Produkt herangezogenen Indexbereich Bloomberg Constant Maturity Commodity Index (CMCI), der bis heute eine Indexfamilie hervorgebracht hat, die mit UBS Bloomberg CMCI Index Familiy beschrieben wird.

UBS Bloomberg Constant Maturity Commodity Index (CMCI)

Die UBS Bloomberg CMCI Index Familiy bieten den Angaben von Bloomberg nach, eine hohe Diversifizierung. Diese Diversifizierung besteht nicht nur aus den verschiedenen herangezogenen Rohstoffkontrakten, sondern auch aufgrund der verschiedenen einbezogenen Laufzeiten (Fälligkeiten) der jeweiligen Rohstoffkontrakte. Bloomberg weist explizit darauf hin, dass hier keine Algorithmen in Bezug auf das Markttiming verwendet werden. Die UBS Bloomberg CMCI Index Familiy verwendet bis zu 29 verschiedene Rohstoffkontrakte mit bis zu fünf verschiedenen Fälligkeiten.

Beschreibung des verwendeten Referenzindex

Der ETF von UBS bezieht sich auf den Referenzindex mit der ultralangen Bezeichnung UBS Bloomberg CM-BCOM Outperformance Strategy Index ex-Precious Metals 2.5 Leveraged Net of Cost Total Return. Der Beschreibung der UBS nach, wurde dieser Index entwickelt, um Anlegern eine verbesserte Beta-Rohstoffstrategie (passive Rohstoffinvestments) zur Maximierung von Rollrenditen zu bieten. Genau dieser Index ist in seiner Konzeption so aufgestellt, dass er gegenüber dem CMCI BCOM Index auf long eingestellt ist und gegenüber dem BCOM Index auf short eingestellt ist. Der hier verwendete Index schließt bei der Verwendung der Rohstoffkontrakte den Edelmetallsektor komplett aus (ex-Precious Metals) und nutzt einen Hebeleffekt von 2,5, was ebenso in der Bezeichnung mit 2.5 ausgewiesen wird. Das von Bloomberg und der UBS in Kooperation angebotene Indexprodukt soll den UBS-Angaben nach, mittels der Methode täglich rollender Termingeschäfte, welche den Konzentrationseffekt reduziert und für eine Diversifikation entlang der Futures-Kurve sorgt, die mit dem Rollieren kurzfristiger Termingeschäfte verbundenen Carry-Kosten, senken.

Länder-, Währungsallokation und Sektorenallokation des ETF-Portfolios

Aufgrund der synthetischen, swap-basierten Replikationsmethode besteht das ETF-Portfolio nicht aus Rohstoffkontrakten, wie man dies vielleicht erwarten würde. Der Fonds repliziert die Performance des Referenzindex rein synthetisch durch die Investition in einen Swap. Dieser Swap besteht aus Aktien.

Die Aktien entfallen zu 46,26 Prozent auf die USA, zu 35,32 Prozent auf Frankreich, zu 9,52 Prozent auf Deutschland, zu 4,02 Prozent auf Spanien und zu 2,73 Prozent auf die Niederlande. Auf den weiteren Plätzen finden sich noch Wertpapiere aus Luxemburg, Finnland, Irland, Großbritannien, den Bermudas, Kanada und der Schweiz.

Mit 52,81 Prozent spielt in diesem Portfolio der Euro die dominierende Rolle. Auf dem zweiten Platz findet sich mit 47,10 Prozent der US-Dollar. Der Anteil des kanadischen Dollars liegt bei 0,07 Prozent und der des Schweizer Frankens bei 0,02 Prozent.

Die wichtigsten Sektoren sind mit einem Anteil von 17,21 Prozent Nicht-Basiskonsumgüter, mit 16,77 Prozent Informationstechnologie (IT), mit 16,55 Prozent Kommunikationsdienstleistungen, mit 10,57 Prozent Gesundheitswesen und mit 8,81 Prozent Industrie. Die restlichen Sektoren sind Basiskonsumgüter, Energie, Finanzwesen, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Real Estate.

Die Top-10-Aktienpositionen des ETFs sind mit 9,97 Prozent Amazon.com, mit 5,43 Prozent Sanofi, mit 5,31 Prozent Facebook, mit 4,98 Prozent Total, mit 4,95 Prozent Apple, mit 4,31 Prozent LVMH, mit 2,72 Prozent Alphabet A, mit 2,43 Prozent L’Oréal, mit 2,36 Prozent BASF und mit 2,35 Prozent Nvidia.

Die Top-10-Gewichtung beträgt 44,81 Prozent. Dies spricht für einen recht hohen Diversifikationsgrad. Insgesamt befinden sich 164 Einzelpositionen im ETF-Portfolio.

Der Swap ist zu 59,12 Prozent mit dem UBS (IRL) Select Money Market Fund-USD-Capital-P-Dist (einem Geldmarktfonds) und zu 40,88 Prozent mit Sicherheiten in US-Dollar besichert. (Daten vom 21. April 2020 gemäß UBS-Factsheet)

UBS ETF (IE) CMCI Commodity Carry SF UCITS ETF im Detail

Der ETF kann über die Schweizer Börse erworben werden. Das Handelssymbol lautet CCMCUA. Die jährliche Pauschalgebühr beträgt 0,34 Prozent und die Ertragsverwendung des Fonds ist thesaurierend. Die Fonds- und Handelswährung ist der US-Dollar (USD). Aus diesem Grund besteht für den Investor aus dem Euroraum neben dem allgemeinen Kursrisiko noch ein Währungsrisiko. Der ETF nutzt die synthetische, swap-basierte Replikationsmethode, wurde am 16. Januar 2020 aufgelegt und hat mit dem Stichtag des 17. April 2020 ein Gesamtfondsvermögen in Höhe von 64,46 Millionen US-Dollar (USD).

Performancevergleich Referenzindex und ETF noch nicht möglich

Da der vorgestellte ETF erst am 16. Januar 2020 lanciert wurde, ist ein Vergleich der Performance mit dem Referenzindex noch nicht möglich und unterjährig per Regularien auch nicht geboten.

Expertenmeinung – System des UBS-ETFs funktioniert bis dato recht beeindruckend

Unterjährige Performances sind immer mit Vorsicht zu genießen, denn sie können zu bloßen, kurzfristigen Momentaufnahmen verkommen, wenn etwas einmal – teils auch zufällig – überaus gut funktioniert. Wenn ein Produkt aber gerade in diesen Zeiten und ganz besonders seit dem Beginn des Crashs am Aktienmarkt seit dem 22. Februar nur noch steigt, hat man bei der Konzeption wohl mehr als nur einiges richtig gemacht – dafür Chapeau!

Am 22. Februar notierte der ETF mit 100,57 USD auf einem Verlaufstief und stieg seitdem immer weiter an. Mit dem Stichtag des 21. April 2020 sogar in Richtung der Marke von 122,00 USD.

Wenn man nun auch noch die zusätzlichen – historisch so nie dagewesenen – Kurskapriolen am Ölmarkt mit in die Bewertung des Produkts aufnimmt, kann man vor der Performance nur nochmals den Hut ziehen.

Durch die massive Ausbreitung des Corona-Virus kam es global zu Covid-19-Erkrankungen in derzeit 185 Staaten und auch in den gesamten USA. Die Ausgangsbeschränkungen, Shutdowns oder auch stay-at-home-orders haben das alltägliche Leben und somit das Herz der meisten Volkswirtschaften empfindlich getroffen. BIP-Prognosen der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute, des IWF oder von Investmentbanken weisen auf eine tiefe Rezession in Europa und den USA hin. Auch in Asien sind wichtige Volkswirtschaften wie Japan, Südkorea, Singapur und natürlich auch China von der Pandemie stark angeschlagen. Dies führte bis dato dazu, dass die Nachfrage besonders nach Rohöl drastisch einbrach – ein Nachfrageschock.

Da sich ein enormes Überangebot mit einem Nachfrageschock nicht sonderlich verträgt und auch die OPEC+ und andere rohölfördernde Länder sich nicht rechtzeitig auf Produktionskürzungen oder gar Produktionsstopps einigen konnten, vielmehr letztere erst gar nicht in Betracht zogen, kam es am Ölmarkt unweigerlich zum Crash. Dies kann man am WTI-Mai-Kontrakt am Chart der letzten Tage ablesen. Der Preis für ein Fass Rohöl des WTI-Mai-Kontrakts sackte am 20. April 2020 bis auf einen Rekord von minus 40,32 US-Dollar je fass abwärts. In einem solchen Umfeld schlug sich der ETF offenbar bestens, denn der Kurs stieg unberührt weiter. Die Strategie des Produktes hat demnach eine Feuertaufe sogar historischen Ausmaßes bestanden – was will man mehr?

Mögliches Setup

Eine Setup-Variante verfolgt den Ansatz des Akkumulierens in Schwächephasen in Form eines Positionsaufbaus. Als Alternative wäre auch ein Einzelkauf möglich. Letzterer sollte aber nur nach einer mehrtägigen oder gar mehrwöchigen Schwächephase erfolgen. Eine Position könnte bei 112,00 USD aufgenommen werden. Das Kursziel könnte bei 130,00 USD liegen. Die Position könnte mit einem Stoploss zur Verlustbegrenzung bei 105,00 USD abgesichert werden. Das Chance-Risiko-Verhältnis liegt bei diesem Setup bei 2,57.

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Dirk Friczewsky

Dirk Friczewsky

Dirk Friczewsky ist ein professioneller Trader und technischer Analyst. Er erstellt Handelssignale in den Handelsklassen Aktien, Anleihen, Devisen, Indizes und Rohstoffe. Dabei nutzt er konventionelle Handelsansätze, sowie z.B. Fibonacci Retracements, Pivot-Points, aber auch noch weitere Indikatoren. Herr Friczewsky leitet Seminare, coacht individuell Trader und Trading-Neulinge. Er entwickelt nachhaltige Marktstrategien mit Hilfe der Technischen Analyse, fundamentalen Analyse, Sentiment-Analyse und mehr. Er verfolgt dabei hauptsächlich den Ansatz der interdisziplinären Analyse.

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