Den europäischen Automobilsektor über einen ETF handeln

Der vorgestellte ETF bildet den Referenzindex Stoxx Europe 600 Automobiles & Parts Index Net Return ab. Investoren bekommen damit die Möglichkeit, sehr einfach einen Korb führender europäischer Aktiengesellschaften der Automobil- und Zuliefererbranche zu handeln.

Informationen zum Referenzindex – STOXX Europe 600 Automobiles & Parts

Der Referenzindex Stoxx Europe 600 Automobiles & Parts Index Net Return (ISIN: EU0009658681 / Symbol: SXAP ist ein Sektorindex, der vom Stoxx Europe 600 Index abgeleitet wird. Dieser beinhaltet die größten und mit am meisten Liquidität gehandelten und nach Streubesitz und Marktkapitalisierung ausgewählten Aktien des europäischen Automobil- und Zulieferersektors.

Ein Indexkomitee überwacht die Zusammensetzung des Index und überprüft die Zusammensetzung quartalsweise im März, Juni, September und Dezember. Der Referenzindex wird in der Kurs- und Performancevariante (Net Return) gehandelt und in der Haupthandelszeit von 09:00 bis 18:00 Uhr (CET) in sekündlich berechnet. (Daten gemäß Stoxx Europe – Stoxx Europe 600 Optimised Chemicals Index – Factsheet vom 31. Juli 2019)

Sektor, Währungs- und Länderallokation

Der Referenzindex besteht zu 100,00 Prozent aus Aktien von Unternehmen aus dem offiziell zu bezeichnenden Sektor Nicht-Basiskonsumgüter. In Bezug auf die Währungsallokation liegt der Anteil des Euros bei 100,00 Prozent. Die Länderallokation weist Deutschland mit einem Anteil von 55,88 Prozent den ersten Platz zu. Nachfolgend finden sich mit 24,77 Prozent Frankreich, mit 17,53 Prozent Italien und Finnland mit 1,81 Prozent. (Daten gemäß LYXOR vom 27. August 2019)

Die Top-Positionen des Referenzindex

Die Top-10-Einzeltitel gehören zur Spitze der europäischen Automobil- und Zuliefererbranche. Die drei größten Positionen sind Daimler mit 19,94 Prozent, Volkswagen mit 13,91 Prozent und BMW mit 10,32 Prozent.

Auf den weiteren Plätzen finden sich noch Ferrari mit 9,70 Prozent, Michelin mit 8,91 Prozent, Fiat Chrysler mit 6,86 Prozent, Continental mit 6,25 Prozent, Peugeot mit 5,85 Prozent, Renault mit 5,63 Prozent und Porsche mit 6,86 Prozent. Diese Top-10-Positionen bringen bereits ein hohes Gewicht von 91,95 Prozent auf die Waage und genau deshalb kann in diesem Fall nicht von einer hohen Diversifikation ausgegangen werden. (Daten gemäß LYXOR vom 27. August 2019)

ETF im Detail

Der ETF kann über die Xetra in der Handelswährung Euro erworben werden, diese ist zugleich auch die Fondswährung. Die jährliche Pauschalgebühr beträgt 0,30 Prozent und die Ertragsverwendung des Fonds ist thesaurierend. Der ETF nutzt die indirekte, swap-basierte Replikationsmethode, wurde am 17. August 2006 aufgelegt und hat mit dem Stichtag des 27. August 2019 ein verwaltetes Vermögen in Höhe von 32,2 Mio. Euro.

Die wichtigsten Einzeltitel des ETFs

Da der ETF zur Abbildung des Referenzindex die vollsynthetische Replikationsmethode verwendet, besteht zwischen den Einzeltiteln des Referenzindex und denen des ETFs keine Deckungsgleichheit. Durch diesen swap-basierten Abbildungsansatz befinden sich im ETF-Portfolio völlig andere Wertpapiere, deren Korb täglich an den Umfang des ausstehenden Fonds angepasst wird. Aus diesem Grund unterscheidet sich vor allem die Länder- und Sektorenallokation des ETF-Portfolios von der des Referenzindex.

Die Top10-Positionen des ETFs sind zum Zeitpunkt dieser Analyse mit 7,89 Prozent Banco Santander, mit 7,87 Prozent Michelin, mit 5,53 Prozent Telefonica, mit 5,34 Prozent Unilever, mit 4,71 Prozent Renault, mit 4,39 Prozent EDP-Energias de Portugal, mit 4,37 Prozent Jeronimo Martins, mit 4,28 Prozent Repsol, mit 4,14 Prozent BBVA und mit 3,92 Prozent Valeo. Die Gewichtung dieser Top10-Positionen liegt bei 52,44 Prozent. (Daten in Bezug auf den ETF stammen vom 27. August 2019 gemäß LYXOR)

Referenzindex und ETF weisen keine relevante Performancedifferenz auf

Der ETF wies auf 52-Wochenbasis eine Negativperformance von 14,15 Prozent auf. Im gleichen Zeitraum lag die Performance des Referenzindex bei einem Minus von 14,53 Prozent. In 2018 verbuchte der ETF ein Minus von 26,19 Prozent, der Referenzindex fiel in dieser Zeit um 26,45 Prozent. Die Performanceunterschiede sind als kaum relevant einzustufen und können hauptsächlich auf die Swap-Struktur zurückgeführt werden. (Performancedaten in Bezug auf den Referenzindex gemäß LYXOR-Factsheet vom 23. August 2019)

Expertenmeinung – Erholung des deutschen Automobilsektors könnte den Index stärker bewegen

Besonders Deutschlands Automobilhersteller und die deutschen Automobilzulieferer nehmen mit rund 55 Prozent des präsentierten Referenzindex eine exponierte Stellung im europäischen Automobilsektor ein. Gerade die Unsicherheiten durch den USA-China-Handelskonflikt, die sich nur schleppend entwickelnde Konjunktur in der Eurozone und der automobile Wandel hin zur Elektromobilität machen der deutschen Automobilwirtschaft zu schaffen – sie produzierte von Januar 2019 bis Juli 2019 nur 2.851.400 Fahrzeuge und somit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 12 Prozent weniger.

Vom Januar bis zum Juli 2019 wurden in Deutschland 2.181.800 Neuzulassungen registriert. Dies ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zwar ein Plus von rund einem Prozent, doch davon liegt der Anteil deutscher Marken nur bei 1.537.300 Neuzulassungen, denn 644.500 Neuzulassungen entfielen auf ausländische Marken. Schwerwiegender war im gleichen Zeitraum aber der Einbruch beim Export.

Deutschlands Automobilhersteller exportierten von Januar 2019 bis Juli 2019 nur 2.140.600 Fahrzeuge. Das war ein Minus von 14 Prozent. Die Nachfrage des wichtigsten Marktes namens China wird derzeit von den deutschen Automobilherstellern nicht ausreichend bedient, da den deutschen Herstellern noch ein ausreichend breites Angebotsspektrum im Bereich der Elektrofahrzeuge fehlt. Unter den Top 20 der Zulassungen von Elektroautos in China findet sich in den letzten Monaten nur weit abgeschlagen der VW Passat in der E-Variante. Erschwerend kommt hinzu, dass China in nur kurzer Zeit zum weltweit größten Automobilproduzenten avancierte.

Blickt man auf das Gesamtjahr 2018, so fiel der Export um 8,8 Prozent von 4.378.108 Fahrzeugen in 2017 auf 3.992.724 Fahrzeuge. Die Exportquote in 2018 lag bei den deutschen Herstellern bei 78,0 Prozent. Besonders Europa als insgesamt wichtigster Markt schwächelt ungemein, denn EU-weit wurden in 2018 2.457.307 Fahrzeuge exportiert und demnach 13,3 Prozent weniger. Vor allem in Frankreich, Großbritannien und Italien wurden weniger deutsche Fahrzeuge abgesetzt. Enorm hohe Rückschläge waren 2018 auch in Brasilien (-24,5 Prozent) und Kanada (-19,9 Prozent) zu verzeichnen.

Die deutschen Automobilhersteller gaben im Jahr 2019 im Bereich der Entwicklung von Elektrofahrzeugen allerdings kräftig Gas und sollten in absehbarer Zeit Schritt für Schritt ihr Leistungsspektrum im Bereich der Elektromobilität steigern können. Auf diese Weise könnten in den Folgejahren wieder mehr Fahrzeuge abgesetzt werden. Mit einer Lösung im Handelsstreit könnte der gesamte europäische Automobilsektor obendrein Kräfte freisetzen, denn seit Jahresanfang wurde dieser Sektor mit einem kräftigen Risikoabschlag gehandelt.

Mögliches Setup

Im vorliegenden Fall könnte ein schrittweiser Positionsaufbau im direkten Vergleich zu einer Einmalanlage zielführender sein. Akkumulierungen könnten nach besonders schwachen Monaten erfolgen. Im Fall einer Einmalanlage könnte nach einer mehrtägigen Kurskorrektur eine Positionierung eingegangen werden.

Ein Kauf wäre zum Beispiel bei 52,95 Euro zu lancieren. Das Kursziel könnte bei 64,95 Euro liegen. Die Position könnte mit einem Stoploss bei 49,95 Euro abgesichert werden, um Verluste zu begrenzen. Das Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) liegt bei diesem beispielhaften Setup bei 4.00.

Über den Emittenten des ETFs – LYXOR: Der Emittent LYXOR ist eine Marke der Société Générale Group. Der erste ETF von LYXOR wurde bereits 2001 lanciert. Heute ist die Gesellschaft der größten Emittenten Europas und bietet eine Auswahl aus über 200 Fonds an. Mit dem Stand Juni 2019 haben Anleger den ETFs von LYXOR 72,90 Mrd. Euro anvertraut.

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Dirk Friczewsky

Dirk Friczewsky

Dirk Friczewsky ist ein professioneller Trader und technischer Analyst. Er erstellt Handelssignale in den Handelsklassen Aktien, Anleihen, Devisen, Indizes und Rohstoffe. Dabei nutzt er konventionelle Handelsansätze, sowie z.B. Fibonacci Retracements, Pivot-Points, aber auch noch weitere Indikatoren. Herr Friczewsky leitet Seminare, coacht individuell Trader und Trading-Neulinge. Er entwickelt nachhaltige Marktstrategien mit Hilfe der Technischen Analyse, fundamentalen Analyse, Sentiment-Analyse und mehr. Er verfolgt dabei hauptsächlich den Ansatz der interdisziplinären Analyse.

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