Aus Angst wird langsam Panik. Allein in dieser Woche verlor der S&P 500 Index bis Donnerstag über 5,3 Prozent. Das ist der größte Wochenverlust seit Juni! War das erst der Start einer großen Korrektur oder sehen wir schon bald wieder attraktive Einstiegskurse? Antworten erhalten Sie in dieser S&P 500-Analyse inkl. einer möglichen Trade-Idee.

Rückblick: Abwärts – rapide abwärts

Viele Anleger machen sich aufgrund der explodierenden Infektionszahlen und härteren Lockdowns Sorgen über die wirtschaftlichen Auswirkungen. Die Folge: Die Aktienmärkte sind mächtig unter Druck.

Schien sich der S&P 500 gegen Ende der letzten Handelswoche noch zu stabilisieren, deutete der Start am Montag bereits die Richtung der aktuellen Woche an. Und der war mit einer Abwärtslücke von 7 Punkten alles andere als positiv zu bewerten (vgl. Chart unten).

Erster Anlaufpunkt war die Marke von 3.400 Punkten. Hier waren nicht nur die Verlaufstiefs aus der Vorwoche, sondern hier verläuft auch der Durchschnittspreis der letzten 50 Handelstage (SMA 50). Da bei vielen technisch orientieren Anlegern ein Test des SMA 50 als möglicher Umkehrpunkt eine wichtige Rolle spielt, konnte hier mit Unterstützung gerechnet werden. Doch es kam anders…

In einem Rutsch durchbrach der Kurs die runde Marke von 3.400 Punkten. Das spielte den Bären in die Karten. Die Folge: Schnell ging es fast weitere 50 Punkte abwärts, bevor sich die Kurse bis Dienstagmittag etwas stabilisieren konnten.

Mit dem Test des SMA 50 von unten war die Kurserholung dann beendet. Die nächste Verkaufswelle startete und die hatte es in sich. Fast 150 Punkte verlor der Future des S&P 500 Index mit Laufzeit Dezember von Dienstagmittag bis Mittwochabend. Das Ergebnis: Minus 5,38 Prozent oder 185,5 Punkte in nur drei Tagen!

Am Donnerstag konnte sich der S&P 500 Future ein wenig stabilisieren.

Jetzt fragt man sich, ist das Börsengewitter schon vorüber oder geht der Abverkauf weiter? Wenn ja, wo genau liegen mögliche Unterstützungen mit attraktiven Einstiegsmöglichkeiten für Swing-Trader?

Um Antworten auf diese Frage zu finden, zoomen wir erst ein wenig heraus und schauen, wie sich der oben beschriebene Kursverlauf in das große Chartbild einfügt.

Überblick: Aufwärtstrend intakt

Mit dem neuen Rekordhoch bei 3.587 Punkten vom 02. September, hat der E-mini S&P 500 den seit März laufenden Aufwärtstrend fortgeführt. (vgl. Chart oben). Verdeutlicht wird das einerseits durch eine Abfolge von höheren Hochs und höheren Tiefs auf der Kurs-Achse. Andererseits notiert der aktuelle Kurs immer noch deutlich über dem Durchschnitt der letzten 50 und 200 (SMA) Handelswochen.

Die technische Großwetterlage ist somit weiterhin „bullisch“.

Aktuell befindet sich der S&P 500 im Bereich von 3.270 Punkten. Zwar über 300 Punkte unter dem Rekordhoch, jedoch noch ca. 130 Punkte über dem 50er SMA im Wochenchart. (vgl. Chart oben). Auch wenn die lange Wochenkerze zur Vorsicht mahnt, ist der aktuelle Kursverlauf nur eine Korrektur im übergeordneten Aufwärtstrend.

Damit ist trotz des aktuellen Kursrutsches klar…

Solange der übergeordnete Aufwärtstrend intakt ist, sind eine Trendfortsetzung und damit eine weitere Bewegungswelle nach oben wahrscheinlicher. Aus Chance-Risiko Gesichtspunkten ist es deshalb sinnvoll Kursschwäche zu kaufen.

Jetzt stellt sich die Frage: Wo ist ein gutes Einstiegsniveau mit einem attraktiven Chance-Risiko Verhältnis für einen Long-Trade?

Ausblick: Wo liegen mögliche Unterstützungen?

Wenn wir anhand eines Tagescharts weiter in das aktuelle Marktgeschehen hineinzoomen, dann sehen wir, dass sich beim E-mini S&P 500 Future im Bereich von 3.200 Punkten eine mögliche Unterstützungszone befindet. Sollte diese Marke in den nächsten Tagen getestet werden, könnten Käufer erneut für einen Kursanstieg sorgen. Nächster Anlaufpunkt wäre dann das letzte Verlaufshoch bei 3.587 Punkten. Darüber ist der Weg frei zu neuen Rekordhochs.

Für den Fall, dass die erste mögliche Unterstützung gebrochen wird, ist der Kursbereich bei 3.000 Punkten der nächste Anlaufpunkt. Von hier aus könnten Käufer, wie auch im Juni schon, die Kurse wieder nach oben treiben.

Erst mit Schlusskursen unter 3.000 Punkten auf Wochenbasis wäre der Aufwärtstrend gebrochen. Das nächste Kursziel wären dann 2.725 Punkte.

Mein bevorzugtes Szenario ist derzeit ein Long-Einstieg im Bereich von 3.000 Punkten. Das hat mehrere Gründe:

Das Saisonale Muster im S&P 500

Ein Blick auf den Chart oben macht klar…

Die Wahrscheinlichkeit für steigende Kurse im S&P 500 ist für die kommenden Tage und Wochen deutlich höher als für fallende Kurse. Wenn wir uns den durchschnittlichen Kursverlauf der letzten 20 Jahre in der Grafik oben näher anschauen dann sehen wir, dass statistisch gesehen von Ende Oktober bis Anfang Januar eher mit steigenden Kursen im S&P gerechnet werden kann. Der statistische Rückenwind bläst somit mit einem intakten Aufwärtstrend und Saisonalität in Richtung Norden.

Die Zyklus-Analyse im S&P 500

Im Chart oben sehen Sie eine Zyklus-Analyse der Foundation for the Study of Cycles. Der pink eingezeichnete Zyklus im Chart signalisiert mögliche Umkehrpunkte im S&P 500-Chart. Dabei signalisiert nicht die Höhe der Amplitude Preisziele, sondern den Zeitpunkt einer möglichen Trendumkehr. Wenn das Zyklus-Modell richtig liegt, könnten wir im S&P 500 ab der ersten Novemberwoche schon wieder steigende Kurse sehen. Ende August/Anfang September hat uns das Zyklen-Modell treffsicher einen Zeitpunkt für einen Umkehrpunkt im Preischart geliefert. Werfen Sie dazu noch einmal einen Blick auf den Tageschart oben.

Dieses technische Kaufsignal sollten Sie nicht ignorieren

Erstens verläuft bei 3.054 Punkten das 38,2er Fibonacci Retracement der großen Aufwärtsbewegung seit Mitte März. Für viele technisch orientierte Anleger ist nach einer dynamischen Bewegung die erste ABC-Korrektur auf das 38,2er Fibonacci-Level ein sehr interessantes Einstiegs-Niveau. Dieses Preisniveau könnte auch Käufer anziehen, die bisher noch an der Seitenlinie stehen und geduldig auf ein attraktives Einstiegslevel warten.

Darüber hinaus könnte mit diesem Szenario ein harmonisches Kursmuster vervollständigt werden. Diese Kursmuster signalisieren mögliche Umkehrpunkte im Chart und werden von mir gerne als Einstiegssignal genutzt.

Einblick: Nutzen Sie einen möglichen Test des Februar-Hochs für einen Long-Einstieg in den S&P-500 Future

Ein möglicher Test der psychologisch wichtigen Marke von 3.000 Punkten im S&P 500, könnte Ihnen den perfekten Einstieg für einen Long-Trade liefern. Damit könnten Sie von einer weiteren Aufwärtsbewegung im E-mini S&P 500 Future profitieren (vgl. Chart unten).

Als professioneller Trader lege ich mich täglich auf die Lauer. Ich warte geduldig, bis sich Trading-Chancen am Markt ergeben, die mir einen geprüften statistischen Vorteil liefern. Basierend auf über 1.000 Echtgeld-Trades weiß ich, dass ich mit den Harmonischen Preismustern über eine große Anzahl von Trades in ca. 56 Prozent der Fälle zu den Gewinnern gehöre. Gepaart mit einem Chance-Risiko-Verhältnis wie in diesem Fall von 2,82 zu 1, liefern diese Kennzahlen mir genau diesen handfesten statistischen Gewinnvorteil.

Wie oben erläutert, befindet sich die Preis-Zone im Chart des E-mini S&P 500 Futures für eine mögliche Unterstützung im Bereich von 3.000 Punkten. Spätestens dort könnte erneut eine Aufwärtsbewegung starten.

Sollten Sie sich für einen Long-Trade entscheiden, können Sie bei 3.000 Punkten einsteigen und sich mit einer Stopp-Loss Order bei 2.837 Punkten absichern.

Ein erstes mögliches Gewinnziels könnte bei 3.461 Punkten liegen. Natürlich können Sie bei einem starken Momentum auch die Gewinne weiterlaufen lassen und den Stopp-Loss Schritt für Schritt nachziehen.

Sobald nach einem möglichen Einstieg das Kurslevel von 3.223 Punkten erreicht wird, kann der Stopp-Loss der Position auf den Einstieg nachgezogen werden. Damit wird das Restrisiko auf null reduziert.

Fazit S&P Future Analyse:

Die aktuelle Analyse des E-mini S&P 500 Futures zeigt: Eine Korrektur in dem aktuellen Aufwärtstrend könnte zu einer attraktiven Chance für einen Long-Trade führen. Ein möglicher Umkehrpunkt im Chart könnte im Bereich von 3.000 Punkten liegen.

Falls es im E-mini S&P 500 Future zu einer Fortsetzung des Aufwärtstrends kommt, könnten Sie als Leser dieser Analyse von der oben vorgestellten Trade-Idee profitieren. Geht diese auf, könnten Sie für jeden eingesetzten Euro 2,82 Euro zurückerhalten.

Doch bitte denken Sie immer daran, der Kursverlauf kann sich jederzeit auch anders entwickeln und zu Verlusten führen. Ein aktives Risiko- und Trademanagement sind daher ebenfalls sehr wichtig.

Am einfachsten und vor allem kostengünstigsten können Sie die vorgestellte-Trade-Idee mit Futures umsetzen. Je nach Kontogröße und Risikoeinstellung können Sie z.B. den E-mini S&P 500 Future (Symbol: ESZ0) oder den kleineren Micro E-mini S&P 500 Future (Symbol: MESZ0) mit Laufzeit Dez 2020 dafür einsetzen.

Eine ausführliche Erklärung finden Sie hier: Micro E-Mini-Futures jetzt auch für LYNX-Kunden.

Für kleinere Konten bringen Micro-Futures enorme Vorteile mit sich. Endlich können auch Privatanleger dieses Profi-Werkzeug nutzen und mit kleineren Beträgen Indizes zu fairen Preisen und Kursen handeln.

Kein Marketmaker oder CFD-Broker mehr, der in volatilen Zeiten plötzlich den Spread erhöht, die Kursstellung aussetzt oder unfaire Preise stellt.

Es gibt schließlich gute Gründe, warum Profis nicht auf diese Instrumente zurückgreifen, sondern Futures nutzen.

Anleger die Indizes handeln oder kleinere Depots absichern möchten, sollten sich also unbedingt mit (Micro-) Futures beschäftigen.

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Andreas Fink, Futures-Händler | LYNX Börsenexperten
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