Wow! Die US-Small Caps sind außer Rand und Band! Die Bilanz: Ein neues Rekordhoch im Russell 2000 Index und eine Performance, die die des S&P 500, des Dow Jones Industrial Index und des Nasdaq in den Schatten stellt. Im November schossen die US-Nebenwerte um über 17 Prozent auf eine neues Rekordhoch nach oben! Macht es jetzt noch Sinn auf diesen Zug aufzuspringen, oder sollte man einen Rücksetzer abwarten? Eine Antwort erhalten Sie anhand einer aussichtsreichen Trade-Idee in dieser Russell 2000-Analyse.

Rückblick: David schlägt Goliath

Als die Meldung am Montag den 09.November über den Ticker lief, dass BioNTech und der US-Partner Pfizer einen höchst wirkungsvollen Corona-Impfstoff entwickelt haben, schoss der Future der US-Nebenwerte wie eine Rakete nach oben (vgl. Chart unten).

Nach einer Verschnaufpause im weiteren Wochenverlauf, konnte der Dezember Kontrakt des Russell 2000 Futures (Kürzel: RTYZ0) in dieser Woche weiter zulegen und hat damit die größeren Brüder im November deutlich outperformed (vgl. Grafik unten).

Die positive Corona-Impfstoff Meldung vom US-Konzern Moderna am Montag, dürfte den Bullen dabei den nötigen Rückenwind gegeben haben. Der Impfstoff ist mit einer Wirksamkeit von 94,5 Prozent und einer einfacheren Handhabung vielversprechend. So soll der Moderna-Impfstoff bei Kühlschranktemperaturen von zwei bis acht Grad Celsius bis zu 30 Tage stabil bleiben. Interessant ist dabei nur, dass trotz dieser Meldung das Vorwochenhoch im Future bei 1.815,3 Punkten nicht mehr überschritten werden konnte. Im Gegenteil…

Bei 1.807,4 Punkten wurde am Mittwoch das bisherige Wochenhoch markiert. Danach setzte an den Märkten eine flächendeckende Ernüchterung ein. Es werden wohl noch Monate vergehen, bevor flächendeckende Impfungen durchgeführt werden können. Bis dahin könnten sich die derzeitigen Einschränkungen, wie in New York, nochmal verschärfen. Dort sind seit dem gestrigen Donnerstag wieder alle Schulen geschlossen. Da New York bereits im Frühjahr das Epizentrum der Pandemie war, kann auch in anderen Teilen des Landes mit verschärften Maßnahmen gerechnet werden.

Somit ist es nicht verwunderlich, wenn nach dem raketenhaften Anstieg im November auch mal Gewinne in den US-Nebenwerten mitgenommen werden. Das Ergebnis: Eine zwischenzeitliche Kurskorrektur von 40 Punkten.

Jetzt fragt man sich, war das erst der Anfang einer größeren Korrektur? Wenn ja, wo genau liegen mögliche Unterstützungen mit attraktiven Einstiegsmöglichkeiten für Swing-Trader?

Um Antworten auf diese Frage zu finden, zoomen wir erst ein wenig heraus und schauen, wie sich der oben beschriebene Kursverlauf in das große Chartbild einfügt.

Überblick: Neues Rekordhoch

Mit dem neuen Rekordhoch bei 1.805 Punkten vom 18. November, hat der Russell 2000 den seit März laufenden Aufwärtstrend imposant fortgeführt. (vgl. Chart oben). Verdeutlicht wird das einerseits durch eine Abfolge von höheren Hochs und höheren Tiefs auf der Kurs-Achse. Andererseits notiert der aktuelle Kurs deutlich über dem Durchschnitt der letzten 50 und 200 (SMA) Handelstage.

Die technische Großwetterlage ist somit „bullisch“.

Aktuell befindet sich der US-Nebenwerte Index im Bereich von 1.767 Punkten. Zwar etwa 40 Punkte unter dem Rekordhoch, jedoch mit ca. 160 Punkte über dem 50er SMA und mit stolzen 310 Punkten über dem 200er SMA im Tageschart. (vgl. Chart oben). Dieser gewaltige Abstand und der explosionsartige Anstieg von über 17 Prozent im November mahnen zur Vorsicht. Bäume wachsen bekanntlich nicht in den Himmel. Darüber hinaus gibt es derzeit noch weitere Warnzeichen für eine mögliche Korrektur.

Sentiment: Marktteilnehmer optimistisch

Die Marktteilnehmer, private wie auch institutionelle Anleger, sind derzeit sehr optimistisch gestimmt. Während der letzten fünf Handelstage blieb das Volumen der Put-Optionen um 63,48 Prozent hinter dem Volumen der Call-Optionen zurück, da die Anleger in ihren Portfolios bullische Wetten abschließen. Dies gehört zu den niedrigsten Put-Käufen der letzten zwei Jahre, was auf extremen Optimismus der Anleger hinweist. Marktteilnehmer sichern sich somit kaum noch gegen fallende Kurse ab. Es kann also gut sein, dass diese Anleger von einer plötzlichen Korrektur überrascht werden, bevor es weiter nach oben läuft.

Damit ist klar…

Solange der Aufwärtstrend intakt ist, sind eine Trendfortsetzung und damit eine weitere Bewegungswelle nach oben wahrscheinlicher. Aus Chance-Risiko Gesichtspunkten ist es jedoch sinnvoll eine mögliche Korrektur abzuwarten und dann die Kursschwäche zu kaufen.

Jetzt stellt sich die Frage: Wo ist ein gutes Einstiegsniveau mit einem attraktiven Chance-Risiko Verhältnis für einen Long-Trade?

Ausblick: Wo liegen mögliche Unterstützungen?

Wenn wir anhand eines Tagescharts weiter in das aktuelle Marktgeschehen hinein zoomen, dann sehen wir, dass sich beim Russell 2000 Future im Bereich von 1.700 Punkten eine mögliche Unterstützungszone befindet. Sollten die Corona-Beschränkungen weiter verschärft werden, könnten sich die Marktteilnehmer entscheiden erstmal Kasse zu machen und ihre Gewinne aus den letzten Handelstagen mitnehmen. Mit der einhergehenden Preiskorrektur könnte dann die im Chart unten grün markierte Unterstützung in den nächsten Tagen getestet werden. Greifen bei 1.700 Punkten dann wieder Käufer erneut zu, könnte das zu einem weiteren Kursanstieg führen. Nächster Anlaufpunkt wäre dann das derzeitige Wochenhoch bei 1.805 Punkten. Darüber ist der Weg frei zu neuen Rekordhochs.

Für den Fall, dass die erste mögliche Unterstützung im Bereich der Vor-Corona-Hochs bei 1.700 Punkten gebrochen wird, ist der Kursbereich bei 1.600 Punkten der nächste Anlaufpunkt. Von hier aus könnten Käufer, wie auch Ende Oktober, die Kurse wieder nach oben treiben.

Erst mit Schlusskursen unter 1.525 Punkten auf Tagesbasis wäre der Aufwärtstrend gebrochen. Das nächste Kursziel wären dann der 200er SMA, der derzeit bei 1.451 Punkten verläuft.

Mein bevorzugtes Szenario ist derzeit ein Long-Einstieg im Bereich von 1.600 Punkten. Das hat mehrere Gründe:

Diese technische Kaufsignale sollten Sie nicht ignorieren

Erstens befindet sich der Volumengewichtete Durchschnittskurs (VWAP) aller seit dem September-Verlaufstief bei 1.426 Punkten gehandelten Futures-Kontrakte derzeit bei 1.613 Punkten. Da institutionelle Händler oft am VWAP gemessen werden, fungiert dieser volumenbasierte Preis oft als Unterstützung bzw. Widerstand im Preischart.

Zudem verläuft bei 1.601 Punkten der 50er SMA. Bei technisch orientierten Anlegern spielt der einfache gleitende Durchschnitt bei der Trenderkennung und bei der Identifizierung möglicher Umkehrpunkte eine wichtige Rolle. Mitte Mai, Mitte Juli und auch Ende Oktober prallte der Kurs mehrmals am 50er SMA nach oben ab (vgl. blaue Linie im Chart oben). Das haben die Anleger im Hinterkopf.

Einblick: Nutzen Sie einen möglichen Test der 50-Tage Linie für einen Long-Einstieg in den Russell 2000 Future

Ein möglicher Test der runden Kursmarke von 1.600 Punkten im Future des Russell 2000, könnte Ihnen den perfekten Einstieg für einen Long-Trade liefern. Damit könnten Sie von einer weiteren Aufwärtsbewegung im Russell 2000 profitieren (vgl. Chart unten).

Als professioneller Trader lege ich mich täglich auf die Lauer. Ich warte geduldig, bis sich Trading-Chancen am Markt mit einem attraktiven Chance-Risiko-Verhältnis ergeben. In diesem Fall von 1,96 zu 1.

Wie oben erläutert, befindet sich die Preis-Zone im Chart des Russell 2000 Futures für eine mögliche Unterstützung im Bereich von 1.600 Punkten. Spätestens dort könnte erneut eine Aufwärtsbewegung starten. Sollten Sie sich für einen Long-Trade entscheiden, können Sie sich mit einer Stopp-Loss Order bei 1.491Punkten absichern.

Der Einstieg in den Russell 2000 Future könnte bei 1.600 Punkten erfolgen.

Ein erstes mögliches Gewinnziels könnte bei 1.814 Punkten liegen. Natürlich können Sie bei einem starken Momentum auch die Gewinne weiterlaufen lassen und den Stopp-Loss Schritt für Schritt nachziehen.

Sobald nach einem möglichen Einstieg das Kurslevel von 1.682 Punkten erreicht wird, kann der Stopp-Loss der Position auf den Einstieg nachgezogen werden. Damit wird das Restrisiko auf null reduziert.

Fazit der Russell 2000-Analyse:

Die aktuelle Analyse des Russell 2000 Futures zeigt: Eine Korrektur in dem aktuellen Aufwärtstrend könnte zu einer attraktiven Chance für einen Long-Trade führen. Ein möglicher Umkehrpunkt im Chart könnte im Bereich von 1.600 Punkten liegen.

Falls es im Russell 2000 Future zu einer Fortsetzung des Aufwärtstrends kommt, könnten Sie als Leser dieser Analyse von der oben vorgestellten Trade-Idee profitieren. Geht diese auf, könnten Sie für jeden eingesetzten Euro 1,96 Euro zurückerhalten.

Doch bitte denken Sie immer daran, der Kursverlauf kann sich jederzeit auch anders entwickeln und zu Verlusten führen. Ein aktives Risiko- und Trademanagement sind daher ebenfalls sehr wichtig.

Am einfachsten und vor allem kostengünstigsten können Sie die vorgestellte-Trade-Idee mit Futures umsetzen. Je nach Kontogröße und Risikoeinstellung können Sie z.B. den E-Mini Russell 2000 Future (Symbol: RTYZ0) oder den kleineren Micro E-mini Russell 2000 Future (Symbol: M2KZ0) mit Laufzeit Dez 2020 dafür einsetzen.

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Andreas Fink, Futures-Händler | LYNX Börsenexperten
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