Die Anleger von Technologiewerten werden nervös. Innerhalb von sieben Tagen verlor der US-Technologie Index Nasdaq 100 in der Spitze über acht Prozent. Der Dow Jones kletterte währenddessen auf eine neues Rekordhoch. Ist damit die Korrektur bei den Tech-Werten schon abgeschlossen, oder droht ein weiterer 1.000-Punkte Kursrutsch? Eine Antwort inkl. einer aussichtsreichen Trade-Idee erhalten Sie in dieser Analyse des Nasdaq 100.

Rückblick: 1.143-Punkte-Korrektur beunruhigt Anleger

Es hatte sich letzte Woche schon angedeutet. Nach einer 30-Punkte Kurslücke (engl. Opening-Gap) ging den Bullen die Kraft aus. Die Anschlusskäufe blieben aus. Die Folge: Das Opening-Gap wurde geschlossen. Als danach die Kurse weiter fielen, wurde schnell klar… ohne Verschnaufpause geht es nicht weiter nach oben.

Die Tatsache, dass der Nasdaq im Anschluss über 1.000 Punkte (vgl. Chart unten) in die Tiefe rauschte, überraschte dann doch viele Anleger. Zu sehr war man von den Kursanstiegen in den Vorwochen verwöhnt. Plötzlich lösten sich die Kursgewinne der letzten drei Handelswochen in Luft auf. Kein Wunder, dass jetzt viele Anleger besorgt sind.

Chart vom 25.02.2021 Kurs: 13.226 Kürzel: NQH1 Stundenkerzen | Online Broker LYNX

Erst die Anhörung im US-Kongress von US-Notenbankchef Jerome Powell sorgte für eine kleine Erholung an der Nasdaq. Powell erklärte, dass die Fed an ihren Wertpapierkäufen festhalten werde, um die Wirtschaft und entsprechend den Arbeitsmarkt anzukurbeln. Dafür nehme er notfalls auch kurzfristig eine etwas höhere Inflation in Kauf.

Die Folge…

Powell hat es mal wieder geschafft die Aktienmärkte zu beruhigen. Der Nasdaq-Future mit Laufzeit März 2021 (Kürzel: NQH1) konnte sich in der Zwischenzeit um über 500 Punkte erholen.

Jetzt stellt sich die Frage: Folgen wie im Dow Jones neue Rekordhochs, oder geht es an der Nasdaq nochmal eine Etage tiefer?

Um eine Antwort auf diese Frage zu finden, zoomen wir ein wenig heraus und schauen, wie sich der oben beschriebene Kursverlauf in das große fundamentale und technische Bild einfügt.

Überblick: Noch ist der Aufwärtstrend intakt

Chart vom 25.02.2021 Kurs: 13.312 Kürzel: NDX Tageskerzen | Online Broker LYNX

Wenn Sie sich den Tageschart des Nasdaq 100 Index (Kürzel: NDX) oben genauer anschauen, dann sehen Sie…

Der langfristige Trend ist weiter bullisch. Immerhin konnte sich der Technologieindex in den letzten elf Monaten von 6.800 Punkten auf knapp unter 14.000 Punkte verdoppeln.

Auch der Trend eine Trendebene tiefer ist weiter aufwärtsgerichtet. Markttechnisch wird das im Chart oben durch höhere Hochs und höhere Tiefs verdeutlicht. Jedoch gibt es auf den ersten Blick zwei technische Warnsignale:

Erstens wurde das letzte Verlaufstief bereits unterschritten. Auf Tagesbasis hat der Markt noch nicht darunter geschlossen. Trotzdem zeigt uns der Test des letzten Verlaufstiefs, dass der Trend an Schwung verloren hat.

Zweitens wurde damit auch der einfache 50-Tage-Durschnitt durchbrochen. Mit einem Tagesschlusskurs darüber, konnten die Bullen ein erstes Verkaufssignal gerade noch vermeiden.

Damit ist klar…

Der übergeordnete Trend ist zwar noch bullisch. Die Korrektur könnte sich aufgrund der fehlenden Aufwärtsdynamik jedoch weiter ausdehnen und für einen weiteren Kursrutsch sorgen. Aus Chance-Risiko Gesichtspunkten ist es deshalb sinnvoll Kursstärke zu verkaufen.

Jetzt stellt sich die Frage: Passt das auch zu den fundamentalen Rahmenbedingungen?

Technologiewerte sind stark überbewertet

Der Run auf Highflyer Aktien wie Microsoft, Tesla, Amazon, etc. hat Folgen. Die Preise steigen und steigen.

Das Ergebnis: Eine Verdopplung der weltweit größten Technologiebörse Nasdaq.

Das Problem: Im selben Zeitraum legten die Gewinne der dort notierten Unternehmen nur um knapp zehn Prozent zu.

Die Folge: Die Nasdaq-Aktien sind mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnisses (KGV) von über 40 ähnlich teuer bewertet, wie auf dem Höhepunkt der Blase um die Jahrtausendwende.

Inflation und Inflationserwartung ziehen an

Aktuelle Daten zeigen es deutlich: Die Inflation ist schon da. Zumindest in den USA. Dort stiegen die Erzeugerpreise im Januar im Vergleich zum Vormonat um 1,3 Prozent, so stark wie noch nie. Die Schätzungen des Marktes wurden dabei um 1 Prozent geschlagen. Angeheizt durch die großzügigen Regierungsausgaben wird ein weiterer Anstieg der Inflation befürchtet. Das könnte sich kurzfristig negativ auf die Aktienmärkte auswirken. Denn neben höheren Anleiherenditen, bergen die aktuellen Preissteigerungen auf den Rohstoffmärkten auch noch ein anderes Risiko: Durch die gestiegen Rohstoffpreise steigen auch die Erzeugerpreise. Können die gestiegenen Kosten nicht auf die Verbraucherpreise umgelegt werden, dann schmälert das die Gewinne der Unternehmen. Davon wäre die Börse gar nicht begeistert.

Renditen schießen in die Höhe

Mit der anziehenden Inflation bzw. der steigenden Inflationserwartung, schießen auch die Renditen von Staatsanleihen in die Höhe. Der Grund: Zieht die Konjunktur an, wie das in China und Taiwan schon passiert ist, dann befürchten Anleger, dass die Fed bald die Zinsen anheben könnte. Damit wäre die Ära des billigen Notenbankgeldes vorbei. Steigende Anleiherenditen sind Gift für Tech-Aktien, da die höheren Zinskosten an den Unternehmensgewinnen knabbern.

Wenn jetzt die Rendite für die 10-jährigen US-Staatsanleihen innerhalb vier Wochen von 1,00 Prozent auf derzeit 1,46 Prozent explodiert (vgl. Chart unten), dann macht das die Anleger von Tech-Aktien nervös.

Chart vom 25.02.2021 Rendite 10y-US-Bonds 4-Stundenkerzen | Online Broker LYNX

Geldpolitik als Risikofaktor

Damit wird klar: Das Zünglein an der Waage ist die US-Notenbank (Fed). Sobald die Fed steigende Zinsen oder eine Reduzierung der Anleihenkäufe kommuniziert, dürfte das die Aktienmärkte empfindlich treffen. Trotz der Beruhigung von Powell im Rahmen der Anhörung im US-Kongress bleibt jedoch die Sorge bestehen, dass Powell irgendwann reagieren muss. Denn die Renditen steigen weiter dynamisch an. Und damit nimmt, zumindest kurzfristig, das Korrekturpotenzial an der Nasdaq weiter zu.

Jetzt stellt sich die Frage: Wo ist für risikobewusste Anleger ein gutes Einstiegsniveau mit einem attraktiven Chance-Risiko Verhältnis für einen Short-Trade?

Ausblick: Widerstand könnte Abwärtsbewegung einleiten

Untergeordneter Abwärtstrend signalisiert weitere Kursverluste

Wenn wir im E-mini Nasdaq-100 Index Future weiter in das aktuelle Marktgeschehen hineinzoomen, dann sehen wir, dass sich seit dem Rekordhoch letzter Woche ein untergeordneter Abwärtstrend aus fallenden Hochs und Tiefs gebildet hat (vgl. Chart unten). Kurzfristig sind daher weitere Kursverluste wahrscheinlicher.

Chart vom 25.02.2021 Kurs: 13.205 Kürzel: NQH1 Stundenkerzen | Online Broker LYNX

Diese technischen Verkaufssignale sollten Sie auf dem Radar haben

Sollten im Nasdaq die Kurse erstmal noch weiter ansteigen, könnte der Preisbereich um 13.600 Punkte für Widerstand sorgen. Denn…

Erstens befindest sich im Bereich des letzten Verlaufshochs ein horizontaler Widerstand. Dieser könnte den Bullen zu schaffen machen und weitere Verkäufer anziehen, die ihre Gewinne mitnehmen wollen.

Zweitens verläuft bei 13.655 Punkten das 78,6er Fibonacci Retracement der letzten Abwärtsbewegung. Für viele technisch orientierte Anleger ist nach einer dynamischen Bewegung eine Korrektur auf das 78,6er Fibonacci-Level ein sehr interessantes Einstiegs-Niveau für die Spekulation auf eine weitere Bewegungswelle.

Drittens liegt bei 13.666 Punkten derzeit der Point of Control (POC). Der POC ist der Preis, zu dem seit Jahresbeginn das höchste Volumen im Nasdaq-Future gehandelt wurde. Dieses Kurslevel werden die Bären nach der letzten Abwärtsbewegung aufs äußerste verteidigen.

Sollte im Zuge eines Kursanstiegs in den nächsten Tagen der Kurs an diese Widerstandszone heranlaufen, könnte zudem ein harmonisches Kursmuster vervollständigt werden.

Einblick: Trade-Idee mit einem CRV von 3,92 für den Short-Einstieg in den E-mini Nasdaq-100 Index Future

Egal ob als Absicherung für ihr Aktiendepot oder als Spekulation: Ein Harmonisches Preismuster könnte ihnen den perfekten Einstieg für einen Short-Trade liefern. Damit könnten Sie von einer möglichen Abwärtsbewegung im E-mini Nasdaq-100 Index Future profitieren (vgl. Chart unten).

Chart vom 25.02.2021 Kurs: 13.182 Kürzel: NQH1 Stundenkerzen | Online Broker LYNX

Als professioneller Trader lege ich mich täglich auf die Lauer. Ich warte geduldig, bis sich Trading-Chancen am Markt ergeben, die mir einen geprüften statistischen Vorteil liefern. Basierend auf über 1.000 Echtgeld-Trades weiß ich, dass ich mit den Harmonischen Preismustern über eine große Anzahl von Trades in ca. 56 Prozent der Fälle zu den Gewinnern gehöre. Gepaart mit einem Chance-Risiko-Verhältnis wie in diesem Fall von 3,92 zu 1, liefern diese Kennzahlen mir genau diesen handfesten statistischen Gewinnvorteil.

Wie oben erläutert, befindet sich die Preis-Zone im Chart des E-mini Nasdaq-100 Index Futures für einen möglichen Widerstand im Bereich von 13.600 Punkten. Spätestens dort könnte erneut eine Abwärtsbewegung starten.

Sollten Sie sich für einen Short-Trade entscheiden, können Sie bei 13.618 Punkten einsteigen und sich mit einer Stopp-Loss Order bei 13.903 Punkten, also über dem letzten Verlaufshoch absichern. Damit berücksichtigen wir auch die aktuelle Volatilität im Nasdaq-Future.

In dieser möglichen Umkehrzone haben wir einen statistischen Gewinnvorteil für eine Preisbewegung in Richtung eines möglichen Gewinnziels bei 12.500 Punkten.

Sobald nach einem möglichen Einstieg das Kurslevel von 13.289 Punkten erreicht wird, kann der Stopp-Loss der Position auf den Einstieg nachgezogen werden. Damit wird das Restrisiko auf null reduziert.

Fazit der Nasdaq-Analyse:

Die aktuelle Analyse des E-mini Nasdaq-100 Index Future zeigt: Eine mögliche Fortsetzung der aktuell laufenden Korrektur eröffnet eine attraktive Chance für einen Short-Trade. Ein möglicher Umkehrpunkt im Chart könnte im Bereich von 13.600 Punkten liegen.

Falls es im E-mini Nasdaq-100 Index Future zu einer Fortsetzung des untergeordneten Abwärtstrends kommt, könnten Sie als Leser dieser Analyse von der oben vorgestellten Trade-Idee profitieren. Geht diese auf, könnten Sie für jeden eingesetzten Euro 3,92 Euro zurückerhalten.

Doch bitte denken Sie immer daran, der Kursverlauf kann sich jederzeit auch anders entwickeln und zu Verlusten führen. Ein aktives Risiko- und Trademanagement sind daher ebenfalls sehr wichtig.

Risiken für die Trade-Idee: Die Rendite der US-Staatsanleihen gehen wieder zurück. Das Zinsanhebungsrisiko sinkt. Die Tech-Rallye würde damit höchstwahrscheinlich weiterlaufen.

Am einfachsten und vor allem kostengünstigsten können Sie die vorgestellte-Trade-Idee mit Futures umsetzen. Je nach Kontogröße und Risikoeinstellung können Sie z.B. den E-mini Nasdaq-100 Index Future (Symbol: NQH1) oder den kleineren Micro E-mini Nasdaq-100 Future (Symbol: MNQH1) dafür einsetzen.

Eine ausführliche Erklärung finden Sie hier: Micro E-Mini-Futures über LYNX handel.

Für kleinere Konten bringen Micro-Futures enorme Vorteile mit sich. Endlich können auch Privatanleger dieses Profi-Werkzeug nutzen und mit kleineren Beträgen Indizes zu fairen Preisen und Kursen handeln. Kein Marketmaker oder CFD-Broker mehr, der in volatilen Zeiten plötzlich den Spread erhöht, die Kursstellung aussetzt oder unfaire Preise stellt.

Es gibt schließlich gute Gründe, warum Profis nicht auf diese Instrumente zurückgreifen, sondern Futures nutzen.

Anleger die Indizes handeln oder kleinere Depots absichern möchten, sollten sich also unbedingt mit (Micro-) Futures beschäftigen.

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