Der Kupferpreis hat Ende August wieder den Turbo gezündet. Fast 12 Prozent ist das rote Metall innerhalb weniger Tage nach oben geschossen. Es stellt sich die Frage, ob diese Rallye weitergeht und sich evtl. ein Einstieg lohnt. Eine Antwort erhalten Sie anhand einer aussichtsreichen Trade-Idee in dieser Kupfer-Analyse.

Rückblick: 12 Prozent Rallye im Kupfer

Seitdem Jahreshoch bei 4,8880 USD hat der Kupferpreis in der Spitze fast 20 Prozent verloren. Nach der monatelangen Kupfer-Korrektur folgte genau das, worauf die Bullen schon lange gewartet haben – eine zweistellige Preisrallye. Fast 12 Prozent schoss der Kurs innerhalb weniger Tage nach oben. Ende August wurden für einen Kupfer-Kontrakt mit Laufzeit Dezember 2021 (Kürzel: HGZ1) wieder 4,4180 USD gezahlt (vgl. Chart unten).

Chart vom 09.09.2021 Kurs: 4,2860 Kürzel: HGZ1 4-Stundenkerzen | Online Broker LYNX

Doch in den ersten Handelstagen im September scheint sich das Gleichgewicht wieder zu Gunsten der Verkäufer geändert zu haben.

Jetzt fragt man sich, wie die letzte Preisrallye zu bewerten ist. Ist es der Startschuss für einen Angriff auf das Jahreshoch, oder folgt ein erneuter Kursrutsch?

Um die Lage besser einschätzen zu können, zoomen wir ein wenig heraus und schauen uns an, wie sich der oben beschriebene Kursverlauf in das große technische und fundamentale Bild einfügt.

Überblick: Verschnaufpause auf hohem Kursniveau

Chart vom 09.09.2021 Kurs: 4,3035 Kürzel: HG Monatskerzenkerzen | Online Broker LYNX

Verschnaufpause nach impulsiver Preisrallye

Ein Blick auf den Monatschart (Logarithmische Darstellung) im Kupfer oben zeigt eine impulsive Aufwärtsbewegung von 147 Prozent seit März 2020. Dieser dynamische Anstieg endete im Mai dieses Jahr mit einem neuen Rekordhoch bei 4,8880 USD. Die technische Großwetterlage im Rohstoff Kupfer ist damit bullish zu bewerten.

Daran ändert auch die derzeitige Konsolidierung nichts. Impulsive Kursanstiege wie hier im Kupfer, werden generell entweder über den Preis oder die Zeit konsolidiert. Nur so können genügend Käufer für den nächsten Kursschub gefunden werden.

Schließlich ist der Kupferkurs in Höhen gelangt, die schon 2011 für eine Änderung der Kräfteverhältnisse gesorgt haben. Damals gewannen die Verkäufer bei Kursen zwischen 4,5500 USD und 4,6500 USD die Überhand. Ein größeres Angebot sorgte damals für eine Trendumkehr. Ob das wieder passiert, bleibt abzuwarten.

Schauen wir uns die fundamentalen Rahmenbedingungen an.

Wirtschaftsaufschwung verliert an Dynamik

Nach der Preisrallye Ende August hat der Kupferpreis im September etwas an Schwung verloren. Verantwortlich dafür könnten die zuletzt gemischten Konjunkturdaten aus China sein.

Konjunkturmotor China gerät ins Stocken

So stürzte der chinesische Caixin im August 2021 von 54,9 im Vormonat auf 46,7 ab. Werte unter 50 signalisieren ein Schrumpfen der chinesischen Dienstleistungsaktivitäten. Aber damit nicht genug. Auch der chinesische Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe fiel von 50,3 im Juli auf 49,2 im August. Damit ging die Produktion in China erstmals seit 17 Monaten zurück.

Chinas Kupferimporte sind weiter gefallen

Wenn weniger produziert wird, werden auch weniger Rohstoffe benötigt. Genau das bestätigen auch die Daten der chinesischen Zollbehörde, welche in dieser Woche veröffentlicht worden sind. China hat im August nur noch 394 Tausend Tonnen Kupfer importiert. Das ist 41 Prozent weniger als noch im gleichen Monat vor einem Jahr. Insgesamt hat China in den ersten acht Monaten damit 15 Prozent weniger Kupfer importiert, wie im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Hohe Preise schmecken nicht

Eine zentrale Rolle dürften dabei die hohen Kupferpreise gespielt haben. Diese waren für viele chinesischen Käufer abschreckend. Doch es gibt noch einen weiteren Grund…

China hielt die hohen Kupferpreise fundamental nicht gerechtfertigt. Peking hat sich deshalb entschlossen strategisch aufgebaute Reserven zu verkaufen, um die Importnachfrage zu senken. Kurzfristig könnte China weiterhin an dieser Strategie festhalten. Zumindest so lange, bis der Kupferpreis noch deutlicher nach unten korrigiert.

Kupferproduktion läuft auf Hochtouren

Durch den rasanten Anstieg des Kupferpreises in den letzten Monaten ist die Produktion sowie die Erschließung neuer Kupfer-Ressourcen wieder attraktiver. Chile als größte Kupferproduzent hat aufgrund der hohen Kupferpreise massiv das Angebot ausgeweitet. Im August stiegen die chilenischen Kupferexporte um 40,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt hat Chile im August Kupfer im Wert von 4,383 Milliarden USD exportiert.

Eine größeres Kupferangebot gepaart mit einer sinkenden Kupfernachfrage könnte den Kupferpreis, zumindest kurzfristig, weiter drücken.

Jetzt stellt sich die Frage: Wo ist ein gutes Einstiegsniveau mit einem attraktiven Chance-Risiko Verhältnis für einen Short-Trade?

Ausblick: Folgt eine weitere Korrekturwelle?

Wenn wir anhand eines Tagescharts weiter in das Marktgeschehen hinein zoomen, dann sehen wir, dass der Kurs derzeit bei ca. 4,2800 USD notiert. Also deutlich unter dem bisherigen Jahreshoch bei 4,8880 USD. Bevor dieses erneut erreicht werden kann, müssen einige Widerstände aus dem Weg geräumt werden (vgl. Chart unten).

Chart vom 09.09.2021 Kurs: 4,2800 Kürzel: HG∞ Tageskerzen | Online Broker LYNX

Abwärtstrend signalisiert weiteren Kursrutsch

Aktuell haben die Verkäufer im Kupfer das Ruder in der Hand. Die Kursverluste der letzten Monate haben dazu geführt, dass sich auf zwei Trendebenen Abwärtstrends gebildet haben. Das signalisiert uns einerseits die Abfolge von tieferen Hochs und tieferen Tiefs, welche im Chart oben rot markiert sind. Andererseits wurde im Zuge der laufenden Abwärtstrends der 50-Tage-Durchschnitt nach unten durchbrochen. Diese Vorzeichen machen weitere Kursverluste wahrscheinlicher.

Solange der Kupferpreis nicht über dem letzten Verlaufshoch bei 4,4180 USD schließt, ist der untergeordnete Abwärtstrend (vgl. rote Quadrate im Chart) intakt.

Erst mit Kursen über 4,4180 USD wäre ein Test des größeren Verlaufshochs bei 4,6275 USD denkbar. Darüber ist der Weg frei bis zum Jahreshoch bei 4,8800 USD.

Aber nach diesem bullischen Szenario sieht es derzeit nicht aus. Denn der Kupferpreis ist in den letzten Tagen wieder unter den 50-Tage-Durchschnitt gefallen und hat somit die übergeordnete Trendrichtung wieder aufgenommen. Alles schaut nach einem Test der 200-Tage-Linie bei ca. 4,1000 USD aus.

Neben den Abwärtstrends gibt es weitere Signale, die für einen fallenden Kupferpreis sprechen:

Das Saisonale Muster im Kupfer

Ein Blick auf den Chart unten macht klar…

Grafik vom 09.09.2021 Saisonaler Verlauf Kupfer | Online Broker LYNX

Die Wahrscheinlichkeit für einen fallenden Kupferpreis ist bis Mitte November höher als für steigende Kurse. Wenn wir uns den durchschnittlichen Kursverlauf der letzten 15 Jahre in der Grafik oben näher anschauen, dann sehen wir, dass im roten Metall statistisch gesehen von Mitte September bis Mitte November eher mit fallenden Kursen gerechnet werden kann. So verlor der Kupferpreis in den letzten 15 Jahren in diesem Zeitraum durchschnittlich ca. 4,5 Prozent.

Anleger, die ein gutes Timing suchen, sollten das im Hinterkopf behalten.

Diese technischen Verkaufssignale sollten Sie auf dem Radar haben

Erstens notiert der Kupferpreis unter dem 50-Tage-Durchschnitt. Der gleitende Durchschnitt fällt. Diese Tatsache wird von vielen Markteilnehmern als bearish interpretiert. Auch wenn der Kurs weiterhin über dem 200-Tage-Durchschnitt verläuft, könnte dieser im Bereich von 4,1000 USD getestet werden.

Zweitens befindet sich bei 4,3750 USD ein horizontale Widerstandszone (vgl. Chart oben). Hier drehte der Kurs in der Vergangenheit mehrmals nach unten ab. In dieser Zone, genau bei 4,3730 USD, befindet sich auch das 61,8er Fibonacci-Retracement der letzten Abwärtsbewegung. Diese startete am 27. Juli bei 4,6275 USD. Ein Test dieser Zone könnte Verkäufern die Chance geben, nochmals höher zu verkaufen. Der daraus entstehende Angebotsüberhang könnte dann erneut zu fallenden Kursen führen.

Darüber hinaus könnte genau in dieser Widerstandszone ein harmonisches Kursmuster vervollständigt werden. Diese Kursmuster signalisieren mögliche Umkehrpunkte im Chart und werden von mir gerne als Einstiegssignal genutzt.

Einblick: Attraktive Trade-Idee mit einem CRV von 1,89 für einen Short-Einstieg im Kupfer

Ein Test des oben beschriebenen Widerstands im Bereich 4,3750 USD könnte Ihnen den perfekten Einstieg für einen Short-Trade in Kupfer liefern. Damit würden Sie von einer möglichen Abwärtsbewegung im Kupfer profitieren (vgl. Chart unten).

Chart vom 09.09.2021 Kurs: 4,2915 Kürzel: HGZ1 4-Stundenkerzen | Online Broker LYNX

Als professioneller Trader lege ich mich täglich auf die Lauer. Ich warte geduldig bis sich Trading-Chancen am Markt mit einem attraktiven Chance-Risiko-Verhältnis ergeben, ohne blind den Kursen hinterher zu rennen.

Basierend auf über 1.000 Echtgeld-Trades weiß ich, dass ich mit den Harmonischen Preismustern über eine große Anzahl von Trades in ca. 56 Prozent der Fälle zu den Gewinnern gehöre. Gepaart mit einem Chance-Risiko-Verhältnis wie in diesem Fall von 1,89 zu 1, liefern diese Kennzahlen mir einen handfesten statistischen Gewinnvorteil.

Sollten Sie sich für einen Short-Trade entscheiden, können Sie bei 4,3750 USD einsteigen und sich mit einer Stopp-Loss Order bei 4,4455 USD, also über dem letzten Verlaufshoch, absichern. Gleichzeitig wird damit auch die aktuelle Volatilität im Kupfer-Future berücksichtigt.

Ein mögliches Gewinnziel wäre bei 4,2415 USD. Daraus ergibt sich für die Trade-Idee ein Chance-Risiko-Verhältnis von 1,89. Natürlich können Sie bei einem hohen Momentum auch versuchen die Gewinne weiterlaufen zu lassen. Ein weiteres Ziel wäre die mögliche Unterstützung bei ca. 4,1000 USD.

Sobald nach einem möglichen Einstieg das Kurslevel von 4,3090 USD erreicht wird, kann der Stopp-Loss der Position auf den Einstieg nachgezogen werden. Das Restrisiko wird damit auf null reduziert.

Fazit der Kupfer-Analyse:

Die aktuelle Analyse des Kupfer-Futures zeigt: Eine mögliche Fortsetzung des übergeordneten Abwärtstrends, eröffnet eine attraktive Chance für einen Short-Trade. Ein möglicher Umkehrpunkt im Chart könnte im Bereich von 4,3750 USD liegen.

Falls es im Kupfer-Future von dort weg zu einer weiteren Abwärtsbewegung kommt, könnten Sie als Leser dieser Analyse von der oben vorgestellten Trade-Idee profitieren. Geht diese auf, könnten Sie für jeden eingesetzten Euro 1,89 Euro zurückerhalten.

Doch bitte denken Sie immer daran, der Kursverlauf kann sich jederzeit auch anders entwickeln und zu Verlusten führen. Ein aktives Risiko- und Trademanagement sind daher ebenfalls sehr wichtig.

Risiken für die Trade-Idee bestehen vor allem darin, dass der Konjunkturmotor einen Gang höher schaltet. Darüber hinaus könnte auch ein schwächerer US-Dollar den Kupferpreis für viele „verbilligen“ und damit die Nachfrage und entsprechend den Kupfer-Kurs befeuern.

Am einfachsten und vor allem kostengünstigsten können Sie die vorgestellte-Trade-Idee mit Futures umsetzen. Je nach Kontogröße und Risikoeinstellung können Sie z.B. den Dezember 2021 Kontrakt des Kupfer-Futures (Symbol: HGZ1) oder den kleineren „Mini-Copper“ Future (Symbol: QCZ1) dafür einsetzen. Der Kontrakt mit dieser Laufzeit, hat derzeit ein ausreichend großes Handelsvolumen und steht nicht kurz vor der Fälligkeit. Bitte denken Sie daran, falls der Trade länger laufen sollte, den Future rechtzeitig zu rollen.

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