Es war endlich geschafft! Der Goldpreis markierte im August bei 2.089,20 USD ein neues Rekordhoch. Die Bilanz: +43 Prozent Kursanstieg seit Mitte März. Seitdem hat das gelbe Edelmetall allerdings 11 Prozent an Kurswert verloren. Ist damit die Korrektur schon vorüber, oder geht es nochmal eine Etage tiefer? Eine Antwort darauf inkl. einer aussichtsreichen Trade-Idee erhalten Sie in dieser Gold-Analyse.

Rückblick: -6 Prozent in der letzten Handelswoche

Seit dem Rekordhoch im August ist der Goldpreis im Korrekturmodus. Dieser setzte sich zum Leid der Gold-Bullen auch in der vergangenen Handelswoche fort. Das Ergebnis: – 6 Prozent Kursrückgang (vgl. Chart unten).

Nachdem Gold lange zwischen 1.900 und 2.000 USD gependelt war, hat die oben im Chart eingezeichnete Verkaufs-Welle in Richtung 1.800 USD einige Bullen auf dem falschen Fuß erwischt.

Was war da los – warum der weitere Kursrutsch?

Ein starker US-Dollar

Ein Risk-Off Sentiment an den Aktienmärkten verhalf dem USD sich von seinem Mehrjahrestief zu erholen. Begleitet wurde diese Erholung von den fehlenden Impulsen aus der jüngsten Fed-Sitzung. Die abwartende Haltung stärkte dem Greenback den Rücken und so stieg der US-Dollar-Index (Kürzel: DX) um 3,35 Prozent von 91,75 auf 94,79 Punkte. Der DX ist eine Kennzahl, die den Wert des USD gegenüber einem ausgewählten Währungskorb aus sechs Währungen (EUR, JPY, GBP, CAD, SEK, CHF) misst. Da Gold in USD gehandelt wird, verteuert ein stärkerer Dollar das Edelmetall für Anleger außerhalb des Dollarraums. Das drückt die Goldnachfrage und damit auch den Goldpreis.

Negative Realzinsen stabilisieren sich

Die niedrigen Zinsen auf die US-Staatsanleihen bleiben der wichtigste Grund für einen stärken Goldpreis. Bei einer Rendite von 0,65 Prozent bei den 10-jährigen US-Staatsanleihen und einer gleichzeitigen Kern-Inflationsrate von 1,7 Prozent im August 2020, ist die Realverzinsung negativ. Anlagen wie Edelmetalle, die ja keine Zinsen abwerfen, sind dann natürlich eine interessante Anlage-Alternative.

Wenn sich aber jetzt die Renditen der 10-jährigen US-Staatsanleihen bei 0,65 Prozent stabilisieren, also nicht weiter fallen, und damit die negative Realverzinsung nicht weiter zunimmt, sinkt die Attraktivität Gold im Depot zu haben. So könnten sich viele Anleger entscheiden ihre Goldposition weiter zu reduzieren.

Zwar konnte sich der Goldpreis in der aktuellen Handelswoche etwas stabilisieren, doch reicht das schon für eine Trendwende?

Um die Lage besser einschätzen zu können, zoomen wir ein wenig heraus und schauen uns an, wie sich der oben beschriebene Kursverlauf in das große Chartbild einfügt.

Überblick: Verschnaufpause nach Rekordhoch

Ein Blick auf den Monatschart oben zeigt: Der Goldpreis hat das bisherige Rekordhoch aus dem Jahr 2011 im ersten Anlauf überwunden. Wenn solch markante Chartmarken im ersten Versuch genommen werden, dann ist das schon sehr bullisch.

Zudem hat auch der Aufwärtstrend, in Form von höheren Hochs und höheren Tiefs, im Chart oben grün markiert, nochmal an Dynamik gewonnen. Der Abstand der Hochs weitet sich aus. Die Kurse steigen exponentiell an.

Damit ist klar…

Solange der übergeordnete Aufwärtstrend intakt ist, sind eine Trendfortsetzung und damit eine weitere Bewegungswelle nach oben wahrscheinlicher. Aus Chance-Risiko Gesichtspunkten ist es deshalb sinnvoller Kursschwäche zu kaufen, als Kursstärke zu verkaufen.

Denn an den fundamentalen Rahmenbedingungen hat sich nichts geändert. Ein übergeordnet schwächerer USD, die weltweite Geldschwämme der Notenbanken und die massiven Staatschulden, aufgrund der milliardenschweren Konjunkturpakete der Regierungen, treiben Anleger weiter in die Edelmetalle.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage: Wo ist ein gutes Einstiegsniveau mit einem attraktiven Chance-Risiko Verhältnis für einen Long-Trade?

Ausblick: Test der Unterstützung wahrscheinlich

Wenn wir anhand eines Tagescharts des Gold-Futures weiter in das aktuelle Marktgeschehen hineinzoomen, dann sehen wir, dass der Kurs derzeit bei 1.888 USD notiert. Also deutlich unter dem Rekordhoch von 2.089,2 USD. Bevor dieses erneut erreicht werden kann, müssen zunächst die technischen Widerstände im Bereich von 1.975 bis 2.000 USD und danach bei 2.025 USD aus dem Weg geräumt werden.

Darüber hinaus gibt es derzeit einige Anzeichen, die für einen Test der Unterstützung im Bereich von 1.800 USD sprechen.

Diese technischen Warnsignale sollten nicht ignoriert werden

In einer kleineren Trendgröße hat sich ein Abwärtstrend etabliert. Sie erkennen dies an den oben im Chart rot eingezeichneten tieferen Hochs und tieferen Tiefs. Kurzfristig sind daher erstmal weitere Kursverluste wahrscheinlicher. Zumindest bis wir einen Schlusskurs auf Tagesbasis über 2.025 Punkten sehen.

Zudem befindet sich der Kurs im Gold-Future derzeit auch deutlich unter dem einfachen 50-Tage-Durschnitt. Dieser verläuft derzeit bei 1.957 USD. Diese Tatsache wird von vielen Markteilnehmern ebenfalls als bearish interpretiert.

Ein mögliches Ziel der aktuell laufenden Abwärtsbewegung könnte im Bereich 1.820 USD liegen. Hier befindet sich übergeordnet auch eine wichtige Unterstützung (vgl. Tageschart oben). Darüber hinaus könnte mit diesem Szenario ein harmonisches Kursmuster vervollständigt werden. Diese Kursmuster signalisieren mögliche Umkehrpunkte im Chart und werden von mir gerne als Einstiegssignal genutzt.

Einblick: Nutzen Sie eine Trade-Idee mit einem CRV von 3,34 für einen Long-Einstieg im Gold-Future

Eine weitere Korrektur-Welle abwärts und ein Test einer wichtigen Unterstützung im Bereich von 1.820 USD könnte Ihnen den perfekten Einstieg für einen Long-Trade in Gold liefern. Damit würden Sie von einer möglichen Aufwärtsbewegung im Gold-Future profitieren (vgl. Chart unten).

Als professioneller Trader lege ich mich täglich auf die Lauer. Ich warte geduldig, bis sich Trading-Chancen am Markt ergeben, die mir einen geprüften statistischen Vorteil liefern. Basierend auf über 1.000 Echtgeld-Trades weiß ich, dass ich mit den Harmonischen Preismustern über eine große Anzahl von Trades in ca. 56 Prozent der Fälle zu den Gewinnern gehöre. Gepaart mit einem Chance-Risiko-Verhältnis wie in diesem Fall von 3,34 zu 1, liefern diese Kennzahlen mir genau diesen handfesten statistischen Gewinnvorteil.

Wie oben erläutert, befindet sich die Preis-Zone im Chart des Gold-Futures für eine mögliche Unterstützung im Bereich 1.820 USD. Nicht weit weg davon, nämlich bei 1.816 USD, würde auch ein harmonisches Kursmuster vervollständigt werden und könnte eine weitere Aufwärts-Bewegung einleiten.

Sollten Sie sich für einen Long-Trade entscheiden, können Sie bei 1.816 USD einsteigen und sich mit einer Stopp-Loss Order bei 1.752 USD, also unter dem Verlaufstief von Ende Juni, absichern. Damit berücksichtigen wir auch die aktuelle Volatilität im Gold-Future.

Ein mögliches Gewinnziel wäre bei 2.030 USD. Daraus ergibt sich für die Trade-Idee ein Chance-Risiko-Verhältnis von 3,34.

Sobald nach einem möglichen Einstieg das Kurslevel von 1.920 USD erreicht wird, kann der Stopp-Loss der Position auf den Einstieg nachgezogen werden. Das Restrisiko wird damit auf null reduziert.

Fazit Gold Future Analyse:

Die aktuelle Analyse des Gold-Futures zeigt: Eine mögliche Fortsetzung des übergeordneten Aufwärtstrends eröffnet eine attraktive Chance für einen Long-Trade. Ein möglicher Umkehrpunkt im Chart könnte im Bereich von 1.816 USD liegen.

Falls es im Gold-Future von dort weg zu einer weiteren Aufwärtsbewegung kommt, könnten Sie als Leser dieser Analyse von der oben vorgestellten Trade-Idee profitieren. Geht diese auf, könnten Sie für jeden eingesetzten Euro 3,34 Euro zurückerhalten.

Doch bitte denken Sie immer daran, der Kursverlauf kann sich jederzeit auch anders entwickeln und zu Verlusten führen. Ein aktives Risiko- und Trademanagement sind daher ebenfalls sehr wichtig.

Risiken für die Trade-Idee bestehen vor allem darin, dass auch der Goldpreis im Rahmen eines Risk-Off-Sentiments weiter unter Druck gerät. Sollte sich die derzeitige Korrektur an den Aktienmärkten ausdehnen, könnte das auch den Goldpreis mit nach unten ziehen.

Am einfachsten und vor allem kostengünstigsten können Sie die vorgestellte-Trade-Idee mit Futures umsetzen. Je nach Kontogröße und Risikoeinstellung können Sie z.B. den Dezember Gold-Future (Symbol: GCZ0) oder den kleineren Micro-Gold-Future (Symbol: MGCZ0) dafür einsetzen. Diese Kontrakte haben derzeit das größte Handelsvolumen.

Sie möchten Futures handeln?

LYNX bietet Ihnen den weltweiten Futures-Handel. Egal ob DAX, Euro Stoxx, Dow Jones, S&P, Russel 2000 oder z.B. Futures auf Währungen und Rohstoffe, über LYNX finden Sie immer den passenden Future. Handeln Sie direkt an den Heimatbörsen profitieren Sie damit von einem hohen Handelsvolumen und einem engen Spread.

Profitieren Sie als Daytrader, Anleger oder Investor von dem ausgezeichneten Angebot von LYNX, denn wir ermöglichen Ihnen den preiswerten Handel von Aktien, ETFs, Futures, Optionen, Forex u.v.m. Nehmen Sie sich die Zeit, unsere Gebühren mit denen der Konkurrenz zu vergleichen und handeln Sie in Zukunft über unsere professionelle Handelsplattform.

--- ---

--- (---%)
Mkt Cap
Vol
Tageshoch
Tagestief
---
---
---
---

Displaying the --- chart

Heutigen Chart anzeigen


Andreas Fink, Futures-Händler | LYNX Börsenexperten
Nachricht schicken an Andreas Fink
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.