Am Goldmarkt geht es derzeit stürmisch zu. Feierten die Gold-Bullen am 07. August bei 2.089,2 USD noch ein neues Rekordhoch, ging es wenige Tage später wieder über 10 Prozent abwärts. Ist damit die Korrektur schon vorüber, oder kann es noch weiter abwärts gehen? Derzeit signalisieren uns einige Indikatoren, dass es zu einer weiteren Verkaufs-Welle im Gold kommen könnte. Welche Signale das genau sind und wo sich ein attraktives Preisniveau für einen Gold-Einstieg befindet, erfahren Sie in dieser Gold-Analyse.

Rückblick: Rekordhoch dann Abverkauf – Warum?

Anfang August knallten bei den Gold-Bullen die Korken. Die 2.000 USD-Marke wurde bereits im ersten Anlauf genommen. Danach stieg der Goldpreis sogar noch weiter. Bis zum 07. August. Hier wurde ein neues Allzeithoch bei 2.089,2 USD im Gold-Future erreicht (vgl. Chart unten). Doch die Euphorie sollte nicht lange anhalten…

Chart vom 20.08.2020 Kurs: 1.937 Kürzel: GC Stundenkerzen | Online Broker LYNX

Ein paar Tage später fiel der Goldpreis wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 2.000 USD. Als am 12. August der Gold-Future dann plötzlich nur noch bei 1.874,2 USD notierte, also über 10 Prozent unter dem Rekordhoch, rieben sich wohl viele Gold-Anleger verwundert die Augen…

Was war da los – warum ist Gold gefallen?

Die einfache Antwort: Weil es mehr Verkäufer als Käufer am Markt gab. Ja, aber was genau waren mögliche Hintergründe für die Verkäufe?

Den wichtigsten Grund hatte ich in meiner Gold-Analyse vom 24.07.2020 schon aufgeführt – die niedrigen Zinsen auf die US-Staatsanleihen. Bei einer Rendite von 0,5 Prozent bei den 10-jährigen US-Staatsanleihen und einer gleichzeitigen Kern-Inflationsrate von 1,6 Prozent im Juli 2020, ist die Realverzinsung negativ. Anlagen wie Edelmetalle, die ja keine Zinsen abwerfen, sind dann natürlich eine interessante Anlage-Alternative.

Wenn jetzt plötzlich die Renditen der US-Staatsanleihen von 0,5 auf über 0,7 Prozent anziehen und demnach die negative Realverzinsung geringer wird, sinkt die Attraktivität Gold im Depot zu haben. So könnten sich viele Anleger entschieden haben auch mal Gewinne mitzunehmen.

Zwar konnte sich der Goldpreis in der letzten Handelswoche und auch zu Beginn dieser Handelswoche wieder von den Tiefs erholen, jedoch haben im Rahmen der Veröffentlichung des Fed-Sitzungsprotokolls am Mittwoch, die Bären wieder das Ruder übernommen.

Die Frage ist jetzt, ist die Korrektur schon vorbei oder kann es noch weiter abwärts gehen?

Um die Lage besser einschätzen zu können, zoomen wir ein wenig heraus und schauen uns an, wie sich der oben beschriebene Kursverlauf in das große Chartbild einfügt.

Überblick: Neues Rekordhoch erreicht

Chart vom 20.08.2020 Kurs: 1.930 Kürzel: XAUUSD Monatskerzen | Online Broker LYNX

Ein Blick auf den Monatschart oben zeigt: Der Goldpreis hat das bisherige Rekordhoch aus dem Jahr 2011 im ersten Anlauf überwunden. Wenn solch markante Chartmarken im ersten Versuch genommen werden, dann ist das schon sehr bullisch.

Zudem hat auch der Aufwärtstrend, in Form von höheren Hochs und höheren Tiefs, im Chart oben grün markiert, nochmal an Dynamik gewonnen. Der Abstand der Hochs weitet sich aus. Die Kurse steigen exponentiell an.

Damit ist klar…

Solange der übergeordnete Aufwärtstrend intakt ist, sind eine Trendfortsetzung und damit eine weitere Bewegungswelle nach oben wahrscheinlicher. Aus Chance-Risiko Gesichtspunkten ist es deshalb sinnvoller Kursschwäche zu kaufen, als Kursstärke zu verkaufen.

Denn an den fundamentalen Rahmenbedingungen hat sich nichts geändert. Ein schwacher USD, die weltweite Geldschwämme der Notenbanken und die massiven Staatschulden, aufgrund der milliardenschweren Konjunkturpakete der Regierungen, treiben Anleger weiter in die Edelmetalle.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage: Wo ist ein gutes Einstiegsniveau mit einem attraktiven Chance-Risiko Verhältnis für einen Long-Trade?

Ausblick: Zweite Korrekturwelle wahrscheinlich

Wenn wir anhand eines Tagescharts des Gold-Futures weiter in das aktuelle Marktgeschehen hineinzoomen, dann sehen wir, dass der Kurs derzeit bei 1.935 USD notiert. Also deutlich unter dem Rekordhoch von 2.089,2 USD. Bevor dieses erneut erreicht werden kann, muss zunächst der technische Widerstand 2.025 USD aus dem Weg geräumt werden.

Chart vom 20.08.2020 Kurs: 1.935 Kürzel: GC Dez20 Tageskerzen | Online Broker LYNX

Darüber hinaus gibt es derzeit einige Indikatoren, die für eine weitere Abwärtsbewegung sprechen.

Renditen der US-Staatsanleihen könnten weiter steigen

Das ist aufgrund des am Mittwoch veröffentlichten Sitzungsprotokolls der Fed gar nicht so abwegig. Darin hat sich die Fed skeptisch gegenüber Anleihenkäufen als Mittel zur Kontrolle der Zinskurve geäußert. Das könnte die Kurse der Staatsanleihen weiter unter Druck setzen. Die Renditen würden entsprechend weiter steigen. Die negative Realverzinsung abnehmen. Das wiederum könnte den Goldpreis weiter nach unten drücken.

Das Seasonal-Pattern in Gold

Chart vom 20.08.2020 Seasonal-Pattern Gold Kürzel: GC | Online Broker LYNX

Ein Blick auf den Chart oben macht klar…

Die Wahrscheinlichkeit für fallende Kurse in Gold ist derzeit deutlich höher als für steigende Kurse. Wenn wir uns den durchschnittlichen Kursverlauf der letzten 10 Jahre in der Grafik oben näher anschauen dann sehen wir, dass statistisch gesehen im September und im November eher mit fallenden Kursen im Gold gerechnet werden kann.

Die Zyklus-Analyse in Gold

Chart vom 20.08.2020 Zyklus-Analyse Gold Kürzel: GC | Online Broker LYNX

Im Chart oben sehen Sie eine Zyklus-Analyse der Foundation for the Study of Cycles. Der rosa eingezeichnete Zyklus im Chart signalisiert mögliche Umkehrpunkte im Gold-Chart. Dabei signalisiert nicht die Höhe der Amplitude Preisziele, sondern den Zeitpunkt einer möglichen Trendumkehr. Wenn das Zyklus-Modell richtig liegt, könnten wir für die nächsten Tage und Wochen fallende Preise im Gold sehen.

Dieses technische Warnsignal sollte nicht ignoriert werden

In einer kleineren Trendgröße, unten in einem 4-Stundenchart dargestellt, könnte ein Trendbruch der Vorbote einer weiteren Abwärts-Welle sein. Sollte diese Korrektur-Welle in Preis und Zeit mit der ersten Welle übereinstimmen, könnte ein Ziel im Bereich 1.820 USD sein. Hier befindet sich übergeordnet auch eine wichtige Unterstützung (vgl. Tageschart oben). Darüber hinaus könnte mit diesem Szenario ein harmonisches Kursmuster vervollständigt werden. Diese Kursmuster signalisieren uns mögliche Umkehrpunkte im Chart und werden von mir gerne als Einstiegssignal genutzt.

Chart vom 20.08.2020 Kurs: 1.943 Kürzel: GC Dez20 4-Stundenkerzen | Online Broker LYNX

Einblick: Nutzen Sie eine Trade-Idee mit einem CRV von 3,34 für einen Long-Einstieg im Gold-Future

Eine weitere Korrekturwelle abwärts und ein Test einer wichtigen Unterstützung im Bereich von 1.820 USD könnte Ihnen den perfekten Einstieg für einen Long-Trade in Gold liefern. Damit würden Sie von einer möglichen Aufwärtsbewegung im Gold-Future profitieren (vgl. Chart unten).

Chart vom 18.06.2020 Kurs: 1.733 Kürzel: GC 4-Stundenkerzen | Online Broker LYNX

Als professioneller Trader lege ich mich täglich auf die Lauer. Ich warte geduldig, bis sich Trading-Chancen am Markt ergeben, die mir einen geprüften statistischen Vorteil liefern. Basierend auf über 1.000 Echtgeld-Trades weiß ich, dass ich mit den Harmonischen Preismustern über eine große Anzahl von Trades in ca. 56 Prozent der Fälle zu den Gewinnern gehöre. Gepaart mit einem Chance-Risiko-Verhältnis wie in diesem Fall von 3,34 zu 1, liefern diese Kennzahlen mir genau diesen handfesten statistischen Gewinnvorteil.

Wie oben erläutert, befindet sich die Preis-Zone im Chart des Gold-Futures für eine mögliche Unterstützung im Bereich 1.820 USD. Nicht weit weg davon, nämlich bei 1.816 USD, würde auch ein harmonisches Kursmuster vervollständigt werden und könnte eine weitere Aufwärtsbewegung einleiten.

Sollten Sie sich für einen Long-Trade entscheiden, können Sie bei 1.816 USD einsteigen und sich mit einer Stopp-Loss Order bei 1.752 USD, also unter dem Verlaufstief von Ende Juni, absichern. Damit berücksichtigen wir auch die aktuelle Volatilität im Gold-Future.

Ein mögliches Gewinnziel wäre bei 2.030 USD. Daraus ergibt sich für die Trade-Idee ein Chance-Risiko-Verhältnis von 3,34.

Sobald nach einem möglichen Einstieg das Kurslevel von 1.920 USD erreicht wird, kann der Stopp-Loss der Position auf den Einstieg nachgezogen werden. Das Restrisiko wird damit auf null reduziert.

Fazit:

Die aktuelle Analyse des Gold-Futures zeigt: Eine mögliche Fortsetzung des übergeordneten Aufwärtstrends eröffnet eine attraktive Chance für einen Long-Trade. Ein möglicher Umkehrpunkt im Chart könnte im Bereich von 1.816 USD liegen.

Falls es im Gold-Future von dort weg zu einer weiteren Aufwärtsbewegung kommt, könnten Sie als Leser dieser Analyse von der oben vorgestellten Trade-Idee profitieren. Geht diese auf, könnten Sie für jeden eingesetzten Euro 3,34 Euro zurück erhalten.

Doch bitte denken Sie immer daran, der Kursverlauf kann sich jederzeit auch anders entwickeln und zu Verlusten führen. Ein aktives Risiko- und Trademanagement sind daher ebenfalls sehr wichtig.

Risiken für die Trade-Idee bestehen vor allem darin, dass durch eine erneute Panik an den Aktienmärkten auch wieder Gold-Positionen liquidiert werden müssen. Das könnte, wie schon im März 2020, zu panikartigen Verkäufen führen.

Am einfachsten und vor allem kostengünstigsten können Sie die vorgestellte-Trade-Idee mit Futures umsetzen. Je nach Kontogröße und Risikoeinstellung können Sie z.B. den Dezember Gold-Future (Symbol: GC Dec29´20) oder den kleineren Micro-Gold-Future (Symbol: MGC) dafür einsetzen. Diese Kontrakte haben derzeit das größte Handelsvolumen.

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