In der Spitze verlor das gelbe Edelmetall im September 6,3 Prozent. Viele Goldanleger fragen sich verzweifelt, wie die Korrektur von über 115 USD in vier Wochen zu bewerten ist. Einstiegschance oder Verkaufssignal? Eine Antwort erhalten Sie anhand einer aussichtsreichen Trade-Idee in dieser Gold-Analyse.

Rückblick: Der Verkaufsdruck nimmt zu

Die Kursverluste im September dürften einige Gold-Anleger ins Grübeln gebracht haben. Dabei war der Monatsstart noch verheißungsvoll. Mit Momentum trieben die Bullen den Goldpreis in die Widerstandszone um 1.840 USD. Doch für einen Ausbruch fehlten die dafür nötigen Anschlusskäufe. Als der Kurs danach immer weiter absackte, drehte die Stimmung komplett. Das Ergebnis…

Der Goldpreis prallte an der Widerstandszone ab und rutschte wieder unter die runde Marke von 1.800 USD. Aber damit nicht genug. In der Spitze hat Gold am Terminmarkt im Monatsverlauf 6,3 Prozent verloren. Am Mittwoch wurden für einen Gold-Kontrakt mit Laufzeit Dezember 2021 (Kürzel: GCZ1) nur noch 1.721,1 USD gezahlt (vgl. Chart unten).

Entschlossene Börsianer, die sich von meiner Trade-Idee in der Gold-Analyse vom 13. August haben inspirieren lassen, durften sich über den oben beschriebenen Kursverlauf freuen. Der Kursrutsch im Gold hat ihnen einen schönen Buchgewinn beschert. Und ja, Privatanleger können auch von fallenden Preisen profitieren.

Chart vom 30.09.2021 Kurs: 1.731 USD Kürzel: GCZ1 4-Stundenkerzen | Online Broker LYNX

Gegen Ende dieser Handelswoche konnte sich der Goldpreis etwas stabilisieren.

Als Goldanleger fragt man sich: Sind das schon attraktive Einstiegspreise, oder muss ein weiterer Kursrutsch befürchtet werden?

Um eine Antwort auf die Frage zu finden, zoomen wir ein wenig heraus und schauen uns an, wie sich der oben beschriebene Kursverlauf in das große fundamentale und technische Bild einfügt.

Überblick: Aufwärtstrend auf Messers Schneide

Chart vom 30.09.2021 Kurs: 1.735 USD Kürzel: XAUUSD Monatskerzen | Online Broker LYNX

Langjähriger Aufwärtstrend ist noch intakt

Ein Blick auf den Monatschart (Logarithmische Darstellung) des Rohstoffes Gold (Kürzel: XAUUSD) oben zeigt eine Abfolge von höheren Verlaufshochs und höheren Verlaufstiefs. Grundbestandteile eines übergeordnet intakten Aufwärtstrends.

Daran ändert auch die derzeitige Korrektur noch nichts. Große Kursanstiege, wie im Gold von 914 USD oder 78,85 Prozent, werden generell entweder über den Preis oder über die Zeit konsolidiert. Nur so können genügend Käufer für den nächsten Kursschub gefunden werden.

In der Spitze hat sich der Preis für eine Feinunze seit dem Rekordhoch bei 2.089 USD um 400 USD verbilligt. Das klingt erstmal viel, ist es aber nicht. Denn das derzeitige Verlaufstief der Korrektur liegt nur knapp unter dem 38,2er Fibonacci Retracement. Das zeigt, dass die Korrektur im Goldpreis, gemessen an der voran gegangen Aufwärtsbewegung, auf einem relativ hohen Preisniveau stattfindet.

Ein mögliches Signal für ein Ende der Korrektur wäre der Ausbruch aus einer bullischen Flagge (vgl. Chart oben). Der Durchbruch der Abwärtstrendlinie könnte neue Käufer anziehen.

Doch der Test des letzten Verlaufstiefs im Bereich von 1.680 USD dürfte nun so manchen Goldanleger ins Grübeln bringen. Denn sollte der Goldpreis mit einem Monatsschlusskurs darunter schließen und somit ein neues Verlaufstief markieren, ist die übergeordnete Trendumkehr vollzogen. Eine Abfolge von tieferen Hochs und tieferen Tiefs, würden dann weitere Kursverluste wahrscheinlicher machen.

Der Goldpreis befindet sich charttechnisch gerade auf Messers Schneide. Schaffen es die Bullen nicht die Marke von 1.680 USD zu verteidigen, könnte es aufgrund von Verkaufssignalen schnell in Richtung 1.550 USD gehen.

Die technische Großwetterlage ist somit noch als „leicht bullisch“ zu bewerten.

Passt das aber auch zu den fundamentalen Rahmenbedingungen?

Mögliches Tapering der Fed im November

Fed Chef Powell kündigte im Rahmen der Fed-Sitzung letzte Woche ein mögliches Herunterfahren der monatlichen Anleihenkäufe (Tapering) im November an. Gleichzeitig beließ die US-Zentralbank den Leitzins bei null bis 0,25 Prozent, stellte aber schon für 2022 – nicht mehr wie bisher für 2023 – eine Zinserhöhung in Aussicht. Steigen die Zinsen, macht das die Leitwährung relativ gesehen attraktiver.

US-Dollar Stärke drückt auf Goldpreis

Die Erwartung, dass in den USA die Zinsen schon bald ansteigen könnten, beflügelt auch den US-Dollar. Denn US-Bonds werden in USD gehandelt. Eine höhere Nachfrage nach US-Bonds mit höheren Renditen, sorgt entsprechend für eine höhere Nachfrage nach USD. Denn ausländische Investoren müssen beim Kauf von US-Bonds ihre Währung in USD wechseln – sprich USD kaufen.

Messen kann man die Stärke des US-Dollars mit dem Dollar-Index (DX). Zur Erklärung: Der DX ist eine Kennzahl, die den Wert des USD gegenüber einem ausgewählten Währungskorb aus sechs Währungen (EUR, JPY, GBP, CAD, SEK, CHF) misst.

Mit Blick auf den Chart unten können Sie erkennen, dass die Leitwährung bereits bei 93,72 USD ein neues Jahreshoch markiert hat. Gleichzeitig wurde damit sowohl ein horizontaler Widerstand wie auch eine Abwärtstrendlinie durchstoßen. Technische Signale, die einen Anstieg auf 94,70 USD wahrscheinlich machen.

Chart vom 30.09.2021 Kurs: 94,35 Kürzel: DX∞ Tageskerzen | Online Broker LYNX

Diese Dollar-Aufwertung würde die Rohstoffpreise unter Druck bringen. Denn die meisten Rohstoffe, wie auch Gold, werden in USD gehandelt. Ein stärkerer US-Dollar würde damit das Edelmetall für Anleger außerhalb des Dollarraums verteuern. Das dürfte sich negativ auf die Goldnachfrage und damit auf den Goldpreis auswirken.

Aus fundamentaler Sicht stellt sich die Frage: Wo ist für Anleger ein gutes Einstiegsniveau mit einem attraktiven Chance-Risiko Verhältnis für einen Short-Trade?

Ausblick: Möglichen Widerstand als Short-Einstieg nutzen?

Wenn wir anhand eines Tagescharts weiter in das aktuelle Marktgeschehen hineinzoomen, dann sehen wir, dass der Kurs derzeit bei 1.726 USD notiert. Also wieder im Abwärtstrendkanal und deutlich unter dem letzten Verlaufshoch bei 1.836,9 USD. Bevor das Rekordhoch bei 2.089 USD erneut erreicht werden kann, müssen zunächst eine Reihe von horizontalen Widerständen durchbrochen werden (vgl. Chart unten).

Chart vom 30.09.2021 Kurs: 1.726 USD Kürzel: GC∞ Tageskerzen | Online Broker LYNX

Abwärtstrend signalisiert weitere Kursverluste

Die Chancen für steigende Kurse könnten sich erstmal in Luft aufgelöst haben. Der erneute Ausbruch aus dem Abwärtstrendkanal konnte nicht genügend Käufer anziehen, um das Angebot der Verkäufer zu überbieten. Die Folge…

Der untergeordnete Aufwärtstrend, in dem Käufer den Preis für eine Unze Gold von 1.678 USD auf 1.919 USD hochgetrieben haben, ist Geschichte. Die Kursverluste der letzten Wochen haben sogar dazu geführt, dass sich ein Abwärtstrend gebildet hat. Die Trendumkehr erkennen Sie im Chart oben einerseits an den rot markierten tieferen Hochs und tieferen Tiefs. Andererseits notiert der Kurs unter dem einfachen 50-Tage- und 200-Tage-Durchschnitt (SMA). Wobei beide gleitenden Durchschnitte derzeit fallen.

Erst wenn die Bullen es schaffen sollten, diesen Abwärtstrend zu brechen und die Kurse wieder über dem 50er und 200er SMA notieren, wäre Raum für weitere Kursanstiege. Dafür müssen aber zunächst die Widerstandszonen um 1.800 USD und 1.840 USD überwunden werden. Danach wäre die nächste Anlaufstelle der Preisbereich um die Marke von 1.900 USD. Darüber sind Kursziele von 2.000 USD und 2.100 denkbar.

Doch solange der Abwärtstrend intakt ist, sind kurzfristig weitere Kursverluste wahrscheinlicher. Sollte der Goldpreis noch etwas in Richtung der Marke von 1.800 USD ansteigen, könnten Händler den Preisanstieg nutzen, um ihre Positionen abzubauen. Das zusätzliche Angebot könnten die Bären für ihren nächsten Angriff nutzen und für einen weiteren Kursrutsch sorgen. Erstes Ziel auf der Unterseite wäre das letzte Verlaufstief bei 1.678 USD. Sollte diese Marke nicht gehalten werden können, wäre ein schneller Kursrutsch in den Bereich 1.550 USD zu erwarten. Hier befindet sich die untere Begrenzung des Abwärtstrendkanals.

Neben einem Abwärtstrend gibt es weitere Signale, die für einen fallenden Goldpreis sprechen.

Diese technischen Verkaufssignale sollten Sie auf dem Radar haben

Sollte es in Gold in den nächsten Tagen zu einem kleinen Preisanstieg kommen, könnte der Preisbereich von 1.780 USD bis 1.790 USD für Widerstand sorgen. Hier befindet sich eine ehemalige Unterstützungszone, die durch einen „Rollentausch“ nun Widerstand werden könnte.

Weiter notiert der Goldpreis aufgrund der Kursverluste in den letzten Wochen unter dem einfachen 50-Tage sowie dem 200-Tage-Durchschnitt (vgl. blaue und rote Linie im Chart oben). Dabei verläuft der 200-Tage-Durchschnitt als übergeordneter Trend-Indikator derzeit bei ca. 1.805 USD, der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 1.788 USD bereits darunter.

Darüber hinaus verläuft bei 1.792,70 USD das 61,8er Retracement der letzten dynamischen Abwärtsbewegung seit dem 03. September. Für viele technisch orientierte Anleger ist das 61,8er Fibonacci-Level einer Bewegung ein sehr interessantes Einstiegs-Niveau in Trendrichtung. Dieses Preisniveau könnte auch Verkäufer anziehen, die mit Buchverlusten einen guten Ausstieg suchen.

Zudem liegt der Point of Control (POC), seit dem Rekordhoch 2020, im Gold-Future bei 1.779 USD. Der POC ist das Kursniveau mit dem höchsten gehandelten Volumen an GC-Futures in einem bestimmten Zeitraum. Dieser volumenbasierte Preis könnte als Widerstand fungieren.

Ferner wird in dieser Widerstandszone ein Harmonisches Kursmuster vervollständigt. Diese Muster signalisieren mögliche Umkehrpunkte im Chart und werden von mir gerne als Einstiegssignal genutzt.

Einblick: Attraktive Trade-Idee mit einem CRV von 1,71 für einen Short-Einstieg in den Gold-Future

Ein Test der oben beschriebenen Widerstandszone könnte Ihnen den perfekten Einstieg für einen Short-Trade in Gold liefern. Damit würden Sie von einer möglichen Abwärtsbewegung im Gold profitieren (vgl. Chart unten).

Chart vom 30.09.2021 Kurs: 1.730 USD Kürzel: GCZ1 4-Stundenkerzen | Online Broker LYNX

Als professioneller Trader lege ich mich täglich auf die Lauer. Ich warte geduldig bis sich Trading-Chancen am Markt mit einem attraktiven Chance-Risiko-Verhältnis ergeben, ohne blind den Kursen hinterher zu rennen. Basierend auf über 1.000 Echtgeld-Trades weiß ich, dass ich mit den Harmonischen Preismustern über eine große Anzahl von Trades in ca. 56 Prozent der Fälle zu den Gewinnern gehöre. Gepaart mit einem Chance-Risiko-Verhältnis wie in diesem Fall von 1,71 zu 1, liefern diese Kennzahlen mir genau diesen handfesten statistischen Gewinnvorteil.

Sollten Sie sich für einen Short-Trade entscheiden, können Sie bei 1.791 USD einsteigen und sich mit einer Stopp-Loss Order bei 1.823 USD, also über dem vorletzten Verlaufshoch, absichern.

Ein erstes mögliches Gewinnziel könnte bei 1.736 USD liegen. Daraus ergibt sich für die Trade-Idee ein Chance-Risiko-Verhältnis von 1,71. Natürlich können Sie bei einem hohen Momentum auch versuchen die Gewinne weiterlaufen zu lassen. Weitere Ziele wären 1.680 USD und danach 1.580 USD.

Sobald nach einem möglichen Einstieg das Kurslevel von 1.765 USD erreicht wird, kann der Stopp-Loss der Position auf den Einstieg nachgezogen werden. Damit wird das Restrisiko für den Trade auf null reduziert.

Fazit der Gold-Analyse:

Die aktuelle Gold-Analyse zeigt: Eine mögliche Korrektur im aktuell untergeordnet laufenden Abwärtstrend, würde eine attraktive Chance für einen Short-Trade eröffnen. Ein möglicher Umkehrpunkt im Chart könnte im Bereich von 1.791 USD liegen.

Falls es im Gold-Future von dort weg zu einer weiteren Abwärtsbewegung kommt, könnten Sie als Leser dieser Analyse von der oben vorgestellten Trade-Idee profitieren. Geht diese auf, könnten Sie für jeden eingesetzten Euro 1,71 Euro zurückerhalten.

Doch bitte denken Sie immer daran, der Kursverlauf kann sich jederzeit auch anders entwickeln und zu Verlusten führen. Ein aktives Risiko- und Trademanagement sind daher ebenfalls sehr wichtig.

Risiken für die Trade-Idee bestehen vor allem darin, dass die Konjunkturaussichten sich aufgrund von Covid-19 Mutationen wieder eintrüben, und Gold als „Sicherer Hafen“ wieder vermehrt gesucht wird.

Am einfachsten und vor allem kostengünstigsten können Sie die vorgestellte-Trade-Idee mit Futures umsetzen. Je nach Kontogröße und Risikoeinstellung können Sie z.B. den Dezember 2021 Kontrakt des Gold-Futures (Symbol: GCZ1), oder den kleineren Micro-Future (Symbol: MGCZ1) dafür einsetzen. Der Kontrakt mit dieser Laufzeit, hat derzeit das größte Handelsvolumen. Bitte denken Sie daran, falls der Trade länger laufen sollte, den Future rechtzeitig zu rollen.

Sie möchten an der Börse Futures handeln?

Als Futures-Broker bieten wir Ihnen den weltweiten Futures-Handel. Egal ob DAX, Euro Stoxx, Dow Jones, S&P 500, Russel 2000 oder z.B. Futures auf Währungen und Rohstoffe wie Öl, Gold oder Silber, über LYNX finden Sie immer den passenden Future. Handeln Sie direkt an den großen und bekannten Terminbörsen und profitieren Sie damit von einem hohen Handelsvolumen und einem engen Spread.

Über den Online-Broker LYNX profitieren Sie als Daytrader, Anleger oder Investor von unserem ausgezeichneten Angebot, denn wir ermöglichen Ihnen den preiswerten Handel von Aktien, ETFs, Futures, Optionen, Forex u.v.m. Nehmen Sie sich die Zeit, unsere Gebühren mit denen der Konkurrenz zu vergleichen und handeln Sie in Zukunft über unsere professionelle Handelsplattform.

--- ---

--- (---%)
Mkt Cap
Vol
Tageshoch
Tagestief
---
---
---
---

Displaying the --- chart

Heutigen Chart anzeigen


Nachricht schicken an Andreas Fink
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.