Goldanleger schöpfen wieder Hoffnung. Fast fünf Prozent konnte der Preis des Edelmetalls seit dem Monatstief zulegen. Ist damit der Abverkauf der letzten Monate vorbei? Eine Antwort erhalten Sie anhand einer spekulativen Trade-Idee in dieser Gold-Analyse.

Rückblick: Bullen schöpfen wieder Hoffnung

Das war ein rabenschwarzes erstes Quartal für den Goldpreis. In der Spitze ging der Preis für das gelbe Edelmetall fast 15 Prozent in die Knie. Doch der Handelsverlauf in der 2. Märzhälfte gibt den Gold-Bullen wieder Hoffnung.

Denn seit dem Verlaufstief bei 1.676,2 USD, konnte der Gold-Future mit der Laufzeit Juni 2021 (Kürzel: GCM1) um fast 80 USD oder 4,76 Prozent zulegen (vgl. Chart unten)

Chart vom 25.03.2021 Kurs: 1.732 Kürzel: GCM1 4-Stundenkerzen | Online Broker LYNX

Endlich! Denn während andere Rohstoffe wie Öl und Kupfer extreme Kursgewinne verzeichnen konnten, rutschte Gold von einem Kurstief zum nächsten. Nichts für schwache Nerven. Selbst der kleine Bruder Silber hat sich deutlich besser gehalten.

Nach dem Kursanstieg dürfte sich so mancher Gold-Anleger fragen:

Sollte man jetzt einsteigen, bzw. seine Position aufstocken, oder ist es noch zu früh für den Einstieg?

Um die Lage besser einschätzen zu können, zoomen wir ein wenig heraus und schauen uns an, wie sich der oben beschriebene Kursverlauf in das große technische und fundamentale Bild einfügt.

Überblick: Nur eine Korrektur im intakten Aufwärtstrend

Chart vom 25.03.2021 Kurs: 1.728 Kürzel: XAUUSD Monatskerzen | Online Broker LYNX

Langjähriger Aufwärtstrend intakt

Ein Blick auf den Monatschart des Rohstoffs Gold (Kürzel XAUUSD) oben zeigt: Der Goldpreis hat das bisherige Rekordhoch aus dem Jahr 2011 im ersten Anlauf überwunden. Wenn solch markante Chartmarken im ersten Versuch genommen werden, dann ist das richtungsweisend und kann als sehr bullisch interpretiert werden.

Der übergeordnete Aufwärtstrend, in Form von höheren Hochs und höheren Tiefs (im Chart oben grün markiert), ist weiter intakt. Daran ändert auch die deutliche Korrektur seit dem Rekordhoch im August bei 2.089,2 USD nichts. Zwar hat sich der Preis für eine Feinunze seitdem fast 400 USD verbilligt, was aber nach einer fast 700 USD starken Preisrallye auch gesund ist und Raum für weitere Kursanstiege bietet.

Die technische Großwetterlage ist somit „bullisch“.

Aktuell befindet sich der Goldpreis bei 1.728 USD oberhalb einer wichtigen, im Chart grün eingezeichneten, Unterstützungszone. Denn hier hat der Preis im Jahr 2020 immer wieder Käufer angezogen.

Damit ist klar…

Solange der übergeordnete Aufwärtstrend intakt ist, sind eine Trendfortsetzung und damit eine weitere Bewegungswelle nach oben wahrscheinlicher. Aus Chance-Risiko Gesichtspunkten ist es deshalb sinnvoller Kursschwäche zu kaufen, als Kursstärke zu verkaufen.

Passt das aber auch zu den fundamentalen Rahmenbedingungen?

Renditen, Inflation und Realzinsen

Als Gegenwind für die Gold-Bullen ist derzeit der starke Anstieg der Renditen für US-Staatsanleihen zu betrachten. Die Bonds mit zehnjähriger Laufzeit bringen aktuell 1,59 Prozent Rendite. In der Spitze hat sich die Rendite seit Jahresbeginn fast verdoppelt (vgl. Chart unten).

Grafik vom 25.03.2021 Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen | Online Broker LYNX

Je höher die Renditen steigen, desto schlechter für Gold, da das Edelmetall als alternative Anlageklasse keine Zinsen abwirft. Jedoch ist das nur eine Seite der Medaille. Auf der anderen Seite steigen auch die Inflation bzw. die Inflationserwartung an.

Aktuelle Daten zeigen es deutlich: Die Inflation ist schon da.

In den USA stieg die jährliche Inflationsrate im Februar im Vergleich zum Vormonat um 1,7 Prozent, so stark wie seit einem Jahr nicht mehr. Darüber hinaus liegen die Inflationserwartungen in den USA derzeit bei 3,09 Prozent für das kommende Jahr.

Und damit sind wir beim entscheidenden Punkt für die Gold-Anleger.

Durch die anziehende Inflation ist die Realverzinsung weiter negativ. Käufer von US-Bonds verlieren bei einer aktuellen Inflation von 1,7 Prozent unter dem Strich immer noch an Kaufkraft. Das dürfte den Gold-Bullen auch weiterhin bewusst sein. Jedoch verleiten die neuen Hochs an den Aktien- und anderen Rohstoffmärkten dazu, Gold-Positionen aufzulösen. Allerdings dürfte bei weiter steigenden Renditen auch der Gegenwind, gerade für Tech-Werte, zunehmen. Eine mögliche Kurskorrektur an den Aktienmärkten, könnte somit dem Goldpreis auf die Sprünge helfen.

Jetzt stellt sich die Frage:

Wo ist für spekulative Anleger ein gutes Einstiegsniveau mit einem attraktiven Chance-Risiko Verhältnis für einen Long-Trade?

Ausblick: Kurzfristig weitere Kursanstiege möglich…

Wenn wir anhand eines Tagescharts im Rohstoff Gold weiter in das aktuelle Marktgeschehen hineinzoomen, dann sehen wir, dass der Kurs derzeit bei 1.731 USD notiert. Also deutlich unter dem Rekordhoch im Spot-Markt von 2.075 USD. Bevor dieses erneut erreicht werden kann, müssen zunächst die technischen Widerstände im Bereich von 1.750 USD, 1.850 USD, 1.900 bis 1.920 USD und danach bei 1.975 USD aus dem Weg geräumt werden (vgl. Chart unten).

Chart vom 25.03.2021 Kurs: 1.731 Kürzel: XAUUSD Tageskerzen | Online Broker LYNX

Dafür ist es wichtig, dass die seit Monaten laufende Kurskorrektur gestoppt werden kann. Ein erstes Anzeichen hierfür ist die Tatsache, dass die Kreuzunterstützung im Bereich 1.700 USD gehalten hat. Darüber hinaus gibt es weitere Indizien, die kurzfristig auf weitere Kursanstiege hindeuten.

Untergeordneter Aufwärtstrend signalisiert weitere Kurserholung

Ein Hoffnungsschimmer für die Bullen ist ein in den letzten zwei Wochen ausgebildeter Aufwärtstrend. Wenn Sie einen genaueren Blick auf den Chart oben werfen, erkennen Sie dies an den grün gekennzeichneten höheren Hochs und höheren Tiefs. Kurzfristig sind daher weitere Kursgewinne möglich.

Das Saisonale Muster im Gold

Wie an den Aktienmärkten gibt es auch beim Goldpreis eine Saisonalität. Ein Blick auf den Chart unten macht klar…

Grafik vom 25.03.2021 Saisonaler Verlauf Gold | Online Broker LYNX

Die Wahrscheinlichkeit für einen steigenden Goldpreis ist ab Anfang April höher als für fallende Kurse. Wenn wir uns den durchschnittlichen Kursverlauf der letzten 20 Jahre in der Grafik oben näher anschauen, dann sehen wir, dass im gelben Edelmetall statistisch gesehen von Anfang April bis Ende Mai eher mit steigenden Kursen gerechnet werden kann. So hat der Goldpreis in den letzten 20 Jahren in diesem Zeitraum durchschnittlich um gut 2,5 Prozent zulegen können. Der statistische Rückenwind bläst somit ab Anfang April wieder für die Gold-Bullen.

Aktive Anleger, die für ihren Gold-Einstieg ein gutes Timing suchen, sollten das im Hinterkopf behalten.

Darüber hinaus sollte Sie diese technischen Kaufsignale auf dem Radar haben

Sollte es im Gold in den nächsten Tagen zu einem weiteren Kursrutsch kommen, könnte der Preisbereich um 1.700 USD für Unterstützung sorgen. Hier sorgten Käufer bereits am 12. März für einen Umkehrpunkt im Preischart.

Zweitens verläuft bei 1.706,7 USD das 61,8er Fibonacci Retracement der letzten Aufwärtsbewegung. Für viele technisch orientierte Anleger ist nach einer dynamischen Bewegung eine Korrektur auf das 61,8er Fibonacci-Level ein sehr interessantes Einstiegs-Niveau. Dieses Preisniveau könnte auch Käufer anziehen, die bisher noch an der Seitenlinie stehen und geduldig auf ein attraktives Einstiegslevel warten.

Darüber hinaus könnte in der Nähe des oben beschriebenen Korrekturniveaus ein harmonisches Kursmuster vervollständigt werden. Diese Kursmuster signalisieren mögliche Umkehrpunkte im Chart und werden von mir gerne als Einstiegssignal genutzt.

Einblick: Spekulative Trade-Idee mit einem CRV von 2,08 für einen Long-Einstieg im Gold

Ein Test einer wichtigen Unterstützung im Bereich von 1.700 USD könnte Ihnen den perfekten Einstieg für einen Long-Trade in Gold liefern. Damit würden Sie von einer möglichen Aufwärtsbewegung im Gold profitieren (vgl. Chart unten).

Chart vom 25.03.2021 Kurs: 1.733 Kürzel: GCM1 4-Stundenkerzen | Online Broker LYNX

Als professioneller Trader lege ich mich täglich auf die Lauer. Ich warte geduldig bis sich Trading-Chancen am Markt mit einem attraktiven Chance-Risiko-Verhältnis ergeben, ohne blind den Kursen hinterher zu rennen.

Basierend auf über 1.000 Echtgeld-Trades weiß ich, dass ich mit den Harmonischen Preismustern über eine große Anzahl von Trades in ca. 56 Prozent der Fälle zu den Gewinnern gehöre. Gepaart mit einem Chance-Risiko-Verhältnis wie in diesem Fall von 2,08 zu 1, liefern diese Kennzahlen mir einen handfesten statistischen Gewinnvorteil.

Sollten Sie sich für einen Long-Trade entscheiden, können Sie bei 1.709,50 USD einsteigen und sich mit einer Stopp-Loss Order bei 1.692 USD, also unter dem letzten Verlaufstief, absichern. Damit berücksichtigen wir auch die aktuelle Volatilität im Gold-Future.

Ein mögliches Gewinnziel wäre bei 1.746 USD. Daraus ergibt sich für die Trade-Idee ein Chance-Risiko-Verhältnis von 2,08.

Sobald nach einem möglichen Einstieg das Kurslevel von 1.727 USD erreicht wird, kann der Stopp-Loss der Position auf den Einstieg nachgezogen werden. Das Restrisiko wird damit auf null reduziert.

Fazit der Gold-Analyse:

Die aktuelle Gold-Analyse zeigt: Eine mögliche Fortsetzung eines untergeordneten Aufwärtstrends eröffnet eine attraktive Chance für einen Long-Trade. Ein möglicher Umkehrpunkt im Chart könnte im Bereich von 1.709 USD liegen.

Falls es im gelben Edelmetall von dort weg zu einer weiteren Aufwärtsbewegung kommt, könnten Sie als Leser dieser Analyse von der oben vorgestellten Trade-Idee profitieren. Geht diese auf, könnten Sie für jeden eingesetzten Euro 2,08 Euro zurückerhalten.

Doch bitte denken Sie immer daran, der Kursverlauf kann sich jederzeit auch anders entwickeln und zu Verlusten führen. Ein aktives Risiko- und Trademanagement sind daher ebenfalls sehr wichtig.

Risiken für die Trade-Idee bestehen vor allem darin, dass auch der Goldpreis im Rahmen eines Risk-On-Sentiments und der damit verbundenen Rallye an den Aktienmärkten weiter unter Druck gerät.

Am einfachsten und vor allem kostengünstigsten können Sie die vorgestellte-Trade-Idee mit Futures umsetzen. Je nach Kontogröße und Risikoeinstellung können Sie z.B. den Juni Gold-Future (Symbol: GCM1) oder den kleineren Micro-Gold-Future (Symbol: MGCM1) dafür einsetzen. Diese Kontrakte haben derzeit das größte Handelsvolumen bzw. stehen nicht kurz vor der Fälligkeit.

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