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Voraussetzung für den ETF-Handel: Ein Depot bei einem Online-Broker

Wer ETFs handeln möchte, benötigt – wie bei Aktien – zunächst ein Konto mit Wertpapierdepot bei einer Bank. Im Depot werden Wertpapiere wie Aktien, Anleihen oder Zertifikate aber auch Fondsanteile für den Anleger aufbewahrt. Am Gängigsten ist heute ein Depot heute bei einem sogenannten Online Broker (Broker = Englisch für Makler). Das ist eine Internet-Bank, die nicht auf eigene Rechnung, sondern für Kunden Wertpapieraufträge ausführt und für diese die Depotführung übernimmt. Abgesehen von Unterschieden in der Handhabung und der Benutzeroberfläche gibt es auch bei Online-Brokern bei Service und Gebühren gewaltige Unterschiede.

Achten Sie bei der Wahl des Online-Brokers auf geringe Handelsgebühren

Anleger sollten bei der Auswahl des richtigen Online-Brokers auf eine kostenlose Depotführung und geringe Handelsgebühren achten. Vor allem die Preise für eine Kauf- bzw. Verkaufsorder können gewaltig schwanken. An deutschen Börsen bezahlen Sie in der Regel Euro pauschal zwischen 5 Euro und 20 Euro für einen Börsenauftrag in beliebiger Höhe meist inklusive einer geringen Courtage für die Abwicklung an der Börse. Bei Auslandsorders schwanken die Preise sogar noch stärker und liegen zwischen ca. 5 Euro und 30 Euro. Einige Broker verlangen als Transaktionsgebühren neben einer Grundgebühr auch prozentuale Anteile am Ordervolumen. Falls Sie noch kein Konto bei einem Online-Broker haben, lesen Sie hier wie Sie eines eröffnen können: Depot über den Online Broker LYNX eröffnen.

Der Kauf eines ETFs

An den deutschen Börsen können ETFs werktags von 9.00 Uhr bis 20 Uhr gehandelt werden. Der elektronische Handelsplatz XETRA der Deutschen Börse AG, über den der Großteil des ETF-Handels in Deutschland abgewickelt wird, ist täglich 9.00 Uhr bis 17.30 Uhr für Orders geöffnet.

Den richtigen ETF finden

Um einen bestimmten ETF zu kaufen muss dieser zunächst über die Ordermaske des Online-Brokers gefunden werden. Für eine eindeutige Identifizierung des ETFs eignet sich am besten die sogenannte ISIN, die „International Securities Identification Number“. Diese hat vor einigen Jahren die sogenannte WKN (Wertpapierkennnummer) abgelöst und gilt mittlerweile als internationaler Standard für Anlageinstrumente. Auch über den Namen bzw. das Buchstabenkürzel lässt sich ein ETF ermitteln. Allerdings sollte dann genau überprüft werden ob es sich auch tatsächlich um den gewünschten Fonds handelt, denn oft gibt es sehr ähnlich klingende Bezeichnungen für unterschiedliche ETFs desselben Anbieters.

Eingabe der Kauf-Parameter in die Handelsmaske

Haben Sie den richtigen ETF ausgewählt, so müssen Sie – analog zu einem Aktienkauf – natürlich auch die gewünschte Anzahl an ETF-Anteilen in die Handelsmaske eingeben und eine Börse anwählen. Der beste Börsenplatz an dem Sie die besten Kurse erhalten ist in der Regel der liquideste Handelsplatz, also der Markt mit dem höchsten Handelsvolumen eines ETFs. Für deutsche ETFs ist dies in der Regel die elektronische Handelsplattform XETRA. Als nächstes muss neben der Gültigkeitsdauer der Order der passende Ordertyp gewählt werden. Die häufigsten Ordertypen finden Sie unter diesem Link: Die wichtigsten Ordertypen.

Den ETF-Kauf abschließen

Haben Sie den richtigen Ordertyp (z.B. Limit Order oder Market Order) für die Order ausgewählt, so können Sie die Order an die Börse übermitteln und abschließen. Um sicherzugehen, dass Sie nicht versehentlich geklickt haben sind hierzu bei den meisten Online-Brokern zwei Bestätigungsklicks notwendig. Sofern Ihr Kauf erfolgreich ausgeführt wurde, erscheint Ihre ETF-Position in Ihrer Depotübersicht.

Der Verkauf eines ETFs

Beim späteren Verkauf der ETF-Position oder einer Teilposition verfahren Sie wie beim Kauf, mit dem Unterschied, dass Sie den ETF nicht erst suchen müssen, sondern direkt in Ihrer Depotübersicht zum Verkauf anwählen können.

ETF-Sparpläne: Langfristiges Sparen für Privatanleger

Automatische ETF Sparpläne, in die monatlich oder quartalsweise ein fixer Betrag eingezahlt wird, gelten als solider Weg, um schrittweise ein Vermögen aufzubauen. Manche Banken und Online-Broker ermöglichen schon ab 25 Euro  im Monat Investments in ETF-Sparpläne. Zunächst werden ein oder mehrere ETF(s) ausgewählt, beispielsweise ein DAX-ETF. Der Online-Broker setzt dann den Sparplan um, indem er regelmäßig in den vorgegebenen Intervallen für den gewählten Betrag ETF-Anteile für den Anleger erwirbt. Entsprechend werden bei tiefen Kursen für denselben Betrag mehr Anteile gekauft und bei hohen Kursen entsprechend weniger. Im Gegensatz zu Aktien können ETF-Anteile auch geteilt werden. Kostet ein ETF-Anteil beispielsweise 21 Euro, so bekommt der Anleger für 50 Euro ca. 2,38 Anteile. Durch diesen sog. Cost-Average-Effekt profitiert der Käufer von zwischenzeitlichen Kursrückgängen.

Der wesentliche Vorteil von ETF-Sparplänen besteht für Anleger darin, dass auch ohne Startkapital und mit geringer Gebührenbelastung mit dem Vermögensaufbau begonnen werden kann. Außerdem sind ETF-Sparpläne relativ flexibel und können jederzeit pausiert, beendet oder aufgestockt werden.

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Wendelin Probst, Fundamentalanalyst | LYNX Börsenexperten
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