Via ETF in den defensiven Versorger-Sektor des S&P 500 investieren | ETF der Woche | Online Broker LYNX

Der vorgestellte ETF bietet Investoren den Zugang zum Versorger-Sektor des marktbreiten US-Leitindex S&P 500. Der Versorgersektor gilt ähnlich dem Pharma- und Telekommunikationssektor als überwiegend defensiv.

Informationen zum Referenzindex S&P Utilities Select Sector Daily Capped 25/20 Index. Net Total Return

Der Referenzindex S&P Utilities Select Sector Daily Capped 25/20 Index. Net Total Return mit dem Ticker SPSDUUN besteht zum Zeitpunkt dieser Analyse aus 28 Einzeltiteln. Die Marktkapitalisierung dieser 28 Werte lag mit dem Stichtag des Halbjahresendes (30. Juni 2020) bei 786,155 Milliarden US-Dollar. Der Index misst die Performance von US-Aktien des Versorgersektors des marktbreiten US-Leitindex S&P 500 und wird vom Indexanbieter S&P Dow Jones Indices, einer Division von S&P Global, herausgegeben, berechnet und veröffentlicht.

Der Zusatz in der Bezeichnung des Index Daily Capped 25/20 bezieht sich auf den größten und zweitgrößten Einzeltitel des Index. Sollte die Gewichtung des größten Einzeltitels 25 Prozent der Gesamtgewichtung überschreiten, so würde dieser auf 25 Prozent begrenzt (capped). Beim zweitgrößten Indexbestandteil liegt die Begrenzung bei 20 Prozent. Tatsächlich erlaubt die Indexmethodik bereits eine Begrenzung bei 23 Prozent mit einem Puffer von 2 Prozent und beim zweitgrößten Wert eine Begrenzung bei 19 Prozent mit einem Puffer von 1 Prozent. Auf diese Weise will man offenbar einem Überschießen über die beiden Grenzwerte zuvorkommen. Es gäbe eine tägliche Begrenzung, wenn diese von Nöten wäre oder jeweils zum zweiten Freitag des März, Juni, September oder Dezember. Der Index wird ansonsten jeden dritten Freitag im März, Juni, September und Dezember ausbalanciert.

Zusätzlich besteht die Regel, dass die Summe aller Einzeltitel mit einer Einzelgewichtung von über 4,8 Prozent nicht die 50-Prozent-Gewichtung übersteigen darf. Sollte dies passieren, so würden auch diese Titel einem Capping-Prozess unterzogen. Der Index wird als End of day-Version in US-Dollar (USD) berechnet, wurde am 27. August 2018 erstmals veröffentlicht und hat eine Basis vom 02. Juli 2003. (Daten gemäß S&P Dow Jones Indices vom 30. Juni 2020 und S&P U.S. Indices Methodology vom Mai 2020)

SPDR S&P U.S. Utilities Select Sector UCITS ETF im Detail

Der ETF kann über den Handelsplatz London in der Handelswährung US-Dollar erworben werden, die auch der Fondswährung entspricht. Dies bedeutet für Investoren aus dem Euroraum neben dem allgemeinen Kursrisiko auch noch ein zusätzliches Währungsrisiko. Alternativ kann der Fonds auch via Xetra, Borsa Italiana oder Euronext Amsterdam in Euro oder via SIX Swiss Exchange in US-Dollar erworben werden. Die jährliche Pauschalgebühr beträgt 0,15 Prozent und die Ertragsverwendung des Fonds ist thesaurierend. Der ETF nutzt die direkte, vollständig physische Replikationsmethode, wurde am 07. Juli 2015 aufgelegt und hat mit dem Stichtag des 17. Juli 2020 ein NAV in Höhe von 37,66 Mio. US-Dollar. Das Domizil des Fonds liegt in Irland. Deshalb hat der ETF auch eine irische ISIN. Der Investmentmanager ist die State Street Global Advisors Limited.

Sektoren-, Länder- und Währungsallokation

Der dem ETF zugrundeliegende Referenzindex ist ein Sektor-Index. Aus diesem Grund liegt der Anteil des Versorgersektors bei 100 Prozent. Es handelt sich zudem um einen US-Index in US-Dollar. In Bezug auf die USA und den US-Dollar liegt der jeweilige Anteil logischerweise ebenso bei 100 Prozent. (Daten gemäß SPDR vom 17. Juli 2020)

Die wichtigsten Einzeltitel des ETFs

Durch die dem Produkt zugrundeliegende vollständig physische Replikationsmethode erwirbt der Fond die Wertpapiere direkt. Somit besteht zwischen der Zusammensetzung des Index und der des ETF-Portfolios eine recht hohe Deckungsgleichheit. Der ETF besteht insgesamt aus 29 Positionen, wobei dazu bereits eine Währungsposition (Cash-Bestand) in US-Dollar gehört.

Die größten Einzelpositionen sind mit 16,25 Prozent NextEra Energy, mit 7,88 Prozent Dominion Energy, mit 7,21 Prozent Duke Energy, mit 6,92 Prozent Southern Company, mit 5,19 Prozent American Electric Power Company, mit 4,52 Prozent Exelon Corporation, mit 4,34 Prozent Sempra Energy, mit 4,18 Prozent Xcel Energy, mit 3,53 Prozent Eversource Energy und mit 3,43 Prozent WEC Energy Group.

Diese Top 10 Positionen bringen es gemeinsam auf 63,45 Prozent. Zum Vergleich: Die Top 10 Positionen des Dow Jones erreichen eine Gewichtung von derzeit rund 57,5 Prozent. Die Gewichtung der Top 10 im vorliegenden ETF ist recht hoch, dennoch weist das Fondportpolio aber noch 18 weitere Einzeltitle auf. (Daten vom 20. Juli 2020 gemäß SPDR)

Referenzindex und ETF mit ordentlicher Rendite in den letzten Jahren

Seit der Auflage des ETF am 07. Juli 2015 konnte der ETF um 49,78 Prozent zulegen, auf Sicht der letzten drei Jahre betrug das Plus 18,16 Prozent, im ersten Halbjahr 2020 gab der ETF jedoch um 11,31 Prozent nach. Der Referenzindex wies in den jeweiligen Vergleichszeiträumen ein Plus von 47,19 Prozent, ein Plus von 16,88 Prozent und ein Minus von 11,57 Prozent auf. Der Tracking-Error ist somit als hinnehmbar zu bezeichnen und ist größtenteils mit Transaktionskosten und sonstigen Gebühren zu erklären. (Performancedaten in Bezug auf den Referenzindex und den ETF gemäß SPDR-Factsheet vom 30. Juni 2020)

Expertenmeinung – Versorgersektor als defensive Depotbeimischung

Die US-Berichtssaison ist in vollem Gange. Den Angaben der Experten von FactSet Research zufolge könnten den im US-Leitindex S&P 500 enthaltenen Unternehmen insgesamt auf Jahressicht ein Rückgang von 44 Prozent in Bezug auf die Gewinne und einen Rückgang von 10,5 Prozent bezogen auf die Umsätze bevorstehen. Die Analysten von FactSet Research arbeiteten obendrein heraus, dass die Nettogewinnmargen der S&P 500 Unternehmen im zweiten Quartal 2020 im Schnitt nur 7,1 Prozent betragen dürften. Das ist im Vergleich zu den letzten Quartalen die niedrigste Nettogewinnarge seit dem vierten Quartal 2009. Darüber hinaus könnten der Prognose zufolge die Nettogewinnmargen im zweiten Quartal 2020 in allen 11 Sektoren auf Jahressicht fallen.

Der Versorgersektor würde den Prognosen nach in diesem Fall sogar noch am besten abschneiden, denn im Vergleichsquartal QII/2019 lag die Nettogewinnmarge bei den im S&P 500 enthaltenen Versorgern bei 12,6 Prozent und nun in QII/2020 könnte sie sich bei 12,5 Prozent einpendeln. Auch im Fünfjahresdurchschnitt können die Versorger die restlichen Sektoren auf die Plätze verweisen und sogar eine Outperformance erzielen. Der Fünfjahresdurchschnittswert bezüglich der Nettogewinnmarge beträgt 11,9 Prozent. Für das zweite Quartal 2020 sieht die Prognose einen Wert von 12,5 Prozent vor.

Damit ein Investment auch langfristig von Erfolg gekrönt werden kann, sollte auch das Thema Dividenden nicht zu kurz kommen. Wer langfristig in den Sektor der US-Versorger investiert, der beachte auch die recht stabilen fortlaufenden Erträge. Der dem ETF zugrundeliegende Referenzindex wies mit dem Stand des 17. Juli 2020 eine Dividendenrendite von 3,62 Prozent auf. Das kann sich sehen lassen. Langfristig orientierte Anleger könnten im Falle einer buy-on-dips-Strategie bei Schwäche des Sektors akkumulieren und demnach sogar noch ein besseres Renditeprofil in ihrem Depot erzielen.

In Retrospektive konnten Investoren im US-Versorgersektor in den letzten zehn Jahren eine hervorragende Performance erzielen. Der Referenzindex S&P Utilities Select Sector Daily Capped 25/20 Index” notierte am 22. Juli 2010 bei 106,98 Punkten und am 20. Juli 2020 bei 209,18 Punkten. Mit dem Höchststand vom 14. Februar bei 246,84 Zählern, konnte sich der Index sogar mehr als verdoppeln. Dies allein könnte ein Argument für eine Investition in diesen Sektor sein.

Mögliches Setup

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Im gegenwärtigen Marktumfeld könnte sich ein Akkumulieren in Schwächephasen eignen, um eine Position aufzubauen. Diese Position sollte im Falle eines Akkumulierens auch einen längerfristigen Anlagehorizont von mehreren Jahren haben. Investoren erwerben Wertpapiere insbesondere im Versorgersektor auch aufgrund von Dividendenzahlungen. Ein Einmalkauf könnte nach einer mehrtägigen oder gar länger anhaltenden Korrektur erfolgen. Ein Kauf könnte bei 31,20 US-Dollar lanciert werden. Das Kursziel könnte bei 36,20 US-Dollar liegen. Die Position könnte mit einem Stoploss bei 29,20 US-Dollar abgesichert werden. Das Chance-Risiko-Verhältnis liegt bei diesem Setup bei 2.50.

Über den Emittenten des ETFs – SPDR: SPDR ETF ist die Plattform für Exchange Trades Funds der Gesellschaft State Street Global Advisors (SSGA). Die SPDR-ETFs, die von SSGA verwaltet werden, haben den Konzernangaben zufolge die ältesten Auflegungsdaten in der Geschichte von ETFs in den USA, Australien, Hongkong und Singapur. Der erste ETF überhaupt wurde bereits am 22. Januar 1993 in den USA aufgelegt, der erste ETF in Hongkong am 11. November 1999, der erste ETF in Australien am 24. August 2001 und der erste ETF in Singapur am 11. April 2002. SPDR ETF und SSGA verfügen somit über eine lange Erfahrung, wenn es um Anlagen in ETFs geht. SSGA ist in über 65 Ländern weltweit mit Büros vertreten.

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