Schweizer Dividendenaristokraten – ETF mit Fokus auf hohe und konstante Dividendentitel | ETF der Woche - Online Broker LYNX

Anleger, die einen direkten, transparenten und kostengünstigen Weg suchen, um in den Schweizer Aktienmarkt zu investieren, könnten den Blick einmal auf den im Folgenden vorgestellten ETF werfen. Dieser hat das Ziel den Referenzindex SPI Select Dividend 20 Index in der Total-Return-Variante so detailgetreu wie möglich abzubilden. Der ETF investiert in Unternehmen mit hohen Dividenden und einer konstanten Dividendenpolitik.

Informationen zum Referenzindex SPI Select Dividend 20 Index (Total Return)

Der Referenzindex SPI Select Dividend 20 Index (Total Return) dient der Abbildung der Wertentwicklung der renditestärksten Schweizer Wertpapiere, die sich im Schweizer Index SPI befinden. Der SPI bündelt die 20 Aktien mit der höchsten Dividendenausschüttung und obendrein die Wertpapiere mit solider Rentabilität, die anhand des ROIC (Return on invested capital) bemessen wird.

Die die Indizes herausgebende SIX Swiss Exchange bietet jeweils eine Version eines Total-Return-Index und eines Preisindex an, die jeweils als streubesitzadjustierter und die Marktkapitalisierung gewichtender Index berechnet werden. Der vorliegende ETF zieht die Total-Return-Variante als Benchmark heran. Der Index wird jährlich zum dritten Freitag im März überprüft. In den Index werden nur Wertpapiere aufgenommen, die über die letzten zwölf Monate ein täglich gehandeltes Volumen in Höhe von mindestens 2 Mio. CHF aufweisen. Außerdem muss die jeweilige Aktiengesellschaft in mindestens vier der letzten fünf Geschäftsjahre eine Dividende ausgeschüttet haben. Die Dividendenrenditen der jeweiligen Indexbestandteile entscheiden über die Gewichtung der Einzeltitel. Damit einzelne Indexkomponenten keine zu hohe Gewichtung aufweisen gibt es eine Kappungsgrenze von 15 Prozent. Bei der Indexüberprüfung wird diese Kappungsgrenze beachtet und Einzelwerte oberhalb dieser Begrenzung wieder auf diese zurückgeführt.

Der Referenzindex wird in der Preisvariante von 08:59 Uhr bis 17:33 Uhr alle drei Minuten berechnet und in der Total-Return-Variante am Ende des Tages, er wurde am 24. April 2014 lanciert und bietet historische Daten, die bis zum 19. März 2007 verfügbar sind. Damit man sich ein längerfristiges Bild des Referenzindex machen kann, sollte man sich die historischen, annualisierten Dividendenrenditen der letzten Jahre genauer ansehen. Von Mitte März 2007 bis zum Ende des Jahres 2017 betrug diese zum Beispiel rund 3,5 Prozent – in Zeiten von Negativ-, Null- und Niedrigzinsen somit alles andere als zu verachten. (Daten gemäß Factsheets der SIX Swiss Exchange vom Dezember 2018 und Mai 2019)

iShares Swiss Dividend ETF im Detail

Der ETF kann über die SIX Swiss Exchange in der Handelswährung Schweizer Franken (CHF) erworben werden, die auch der Fondswährung entspricht. Aus diesem Grund besteht für Anleger des Euroraums bei einer Investition neben dem allgemeinen Kursrisiko auch ein Währungsrisiko. Die jährliche Pauschalgebühr beträgt 0,15 Prozent und die Ertragsverwendung des Fonds ist ausschüttend. Im Jahr 2019 wurden insgesamt sieben Ausschüttungen vorgenommen, die sich auf insgesamt 4,52 CHF je Anteil summierten. Der ETF nutzt die vollständige physische Replikationsmethode und erwirbt die Aktien demnach direkt. Der ETF wurde am 28. April 2014 aufgelegt und hat mit dem Stichtag des 27. Januar 2020 ein Anteilsklassevermögen in Höhe von rund 690,081 Mio. CHF.

ETF-Portfolio – Top-4-Positionen sind bereits Schwergewichte

Produkte, die die physische Replikationsmethode nutzen, bilden den jeweiligen Referenzindex mit einem möglichst geringen Tracking-Error ab. Diese ETF erwerben die Aktien direkt und aus diesem Grund ist das ETF-Portfolio im Vergleich zur Zusammensetzung des Referenzindex nahezu deckungsgleich.

Im vorliegenden Fall ist die größte Position mit 15,64 Prozent Roche. Auf den weiteren Plätzen folgen mit 15,25 Prozent Zurich Insurance, mit 14,74 Prozent ABB, mit 14,74 Prozent Novartis, mit 7,51 Prozent Swisscom, mit 6,25 Prozent Partners Group, mit 5,88 Prozent Geberit, mit 5,52 Prozent Adecco, mit 4,85 Prozent SGS und mit 3,29 Prozent Baloise. Die Top-10-Positionen erreichen schon eine Gesamtgewichtung von 93,59 Prozent und bringen damit beinahe den Gesamtindex auf die Waage.

Die Gewichtung sprich zwar nicht gerade für eine hohe Diversifikation, doch im Hinblick auf das Gesamtportfolio findet die Diversifikation zumindest bei den Sektoren statt. Das Portfolio besteht insgesamt aus 24 Positionen, wobei die letzten vier Positionen auf Bar- und Derivatebestände entfallen. (Daten gemäß iShares vom 24. Januar 2020)

Sektoren-, Währungs- und Länderallokation – Sektorengewichtung ausgewogen

Das ETF-Portfolio ist besonders auf drei sehr starke Säulen gestellt und damit recht gut ausbalanciert. Die drei wichtigsten Sektoren sind mit 32,84 Prozent Industrie, mit 30,30 Prozent Gesundheitsversorgung und mit 27,12 Prozent Finanzen. Auf den Bereich Kommunikation entfallen 7,51 Prozent. In Bezug auf die Länder- und Währungsallokation liegt der Schweiz-Anteil und demnach auch das Schweizer-Franken-Exposure bei annähernd 100,00 Prozent. (Daten gemäß iShares vom 24. Januar 2020)

Langfristig solide Performance

Der ETF weist in der längerfristigen Betrachtung eine sehr solide Performance auf. Selbst im nicht sehr starken Aktienjahr 2018 lag das Minus von 4,43 Prozent beim ETF und das Minus von 4,24 Prozent bei Referenzindex im Bereich des Erträglichen. Besonders stark aufwärts ging es in 2019. Der ETF konnte um 33,65 Prozent zulegen, der Referenzindex lag im Vergleichszeitraum mit 34,03 Prozent vorne. Die Performancedifferenz ist recht gering und darf als vernachlässigbar bezeichnet werden – sie geht zum größten Teil auf Gebühren und weitere Transaktionskosten zurück. (Performancedaten in Bezug auf den ETF und den Referenzindex gemäß iShares per 24. Januar 2020)

Expertenmeinung – Schweizer Aktien als Fels in der Brandung

Die Schweiz gilt als sicherer Hafen, die Schweizer Landeswährung Schweizer Franken als eine der sichersten und wertvollsten Währungen weltweit und aus diesem Grund gilt die Schweiz gerade in unsicheren Zeiten seit jeher als Fels in der Brandung. Mit einem Engagement in Schweizer Aktien – auch über den hier präsentierten ETF – investiert man neben den Schweizer Aktien gleichzeitig auch in den Schweizer Franken. Das Währungsrisiko sollte man bei der jeweiligen Investition aber keinesfalls vernachlässigen, denn dieses kann zum absoluten Performance-Killer werden.

Generell gilt und dies gilt auch für den Schweizer Aktienmarkt: In einem globalen Umfeld von niedrigen Zinsen, Nullzinsen und gar Negativzinsen, erscheinen Aktien unverändert als die beste Anlageklasse. An den US-Aktienmärkten und auch vielen weiteren europäischen und asiatischen Aktienmärkten begann jüngst eine recht notwendige Korrektur, die sich technisch zuvor ohnehin angekündigt hatte. Der Trigger für diesen Abverkauf war in diesem Fall die rasante Ausbreitung des Corona-Virus.

Betrachtet man nun die reinen Fakten in Bezug auf die unveränderte Lage bei den US-Leitzinsen und auch bei den Leitzinsen der wichtigsten Notenbanken Europas, so hat sich an einem Szenario, welches Aktien favorisiert, nicht viel verändert. Die kommenden Notenbanksitzungen der Federal Reserve werden mit einer recht hohen Wahrscheinlichkeit eher taubenhaft wirken und im Gegensatz zu ein paar Zinserhöhungen der Fed, ist in den nächsten 6 bis 12 Monaten sogar eher von einer nochmals expansiven und den US-Zinskorridor senkenden Fed auszugehen. Dies wird die restlichen Notenbanken und auch die in Europa (inklusive der Schweizer Nationalbank SNB) dazu veranlassen, unverändert an ihrem Kurs festzuhalten. Dies sollte insgesamt zu einem unverändert freundlichen Marktumfeld für Aktien beitragen.

Mögliches Setup

Schweizer Dividendenaristokraten – ETF mit Fokus auf hohe und konstante Dividendentitel | ETF der Woche - Online Broker LYNXDer vorliegende ETF eignet sich vor allem für eine sehr langfristige Haltedauer. Zumindest sollte der ETF auf Sicht einer Haltedauer von eins bis fünf Jahren oder sogar für einen noch längeren Anlagehorizont erworben werden. Der ETF eignet sich daher in erster Linie für den Vermögensaufbau. Wer langfristig und nachhaltig investieren möchte, für den könnte im vorliegenden Fall neben einem Einzelkauf auch der Aufbau von Positionen bei Schwäche in Frage kommen. Im Falle einer Einzelpositionierung wäre zum Beispiel nach einer Konsolidierung einen Kauf bei 129,95 CHF zu lancieren. Die Position sollte zum Beispiel mit einem Stoploss zur Verlustbegrenzung abgesichert werden, der hier bei 124,95 CHF platziert werden könnte. Das Kursziel käme bei rund 149,95 CHF in Betracht. Das Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) liegt bei diesem beispielhaften Setup bei 4.00.

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Dirk Friczewsky, Technischer Analyst | LYNX Börsenexperten
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