Der ETF bietet einen diversifizierten Zugang zu Unternehmen, die aktiv im Bereich der digitalen Sicherheit tätig sind. Dabei handelt es sich um einen Zukunftssektor, denn die wachsende digitale Ökonomie benötigt Sicherheit und Vertrauen.

Informationen zum Referenzindex – STOXX Global Digital Security Index

Der Referenzindex STOXX Global Digital Security Index (ISIN: CH0393657553 / Symbol: STXTDSV) misst die Performance von Aktiengesellschaften, die mit einem erheblichen Anteil ihres Geschäftsmodells im Sektor Digitale Sicherheit tätig sind und in diesem Bereich hohe Umsätze erzielen. Die Wertpapiere stammen von Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländern.

Der Index verfügt zudem über einen sogenannten ESG-Filter. Dies bedeutet, dass zum Beispiel Einzeltitel aus dem Bereich Öl und Gas, Kohle, Kernkraft, Tabak, umstrittene Waffen und weitere ESG-Kontroversen bei der Indexaufnahmeprüfung ausgeschlossen werden.

Um möglichst genau Wertpapiere von Unternehmen herausfiltern zu können, die recht hohe Umsätze (zumindest aber mehr als 50 Prozent des Gesamtumsatzes) im Bereich der digitalen Sicherheit erzielen, werden die Tools des Datenlieferanten und Analysesystems von Revere Data herangezogen. Revere Data ist dem US-Konzern FactSet Research zuzuordnen. Bei der Zusammenstellung spielt auch die Größe des Unternehmens, die Marktkapitalisierung und die Liquidität der Aktie eine übergeordnete Rolle, um eine reibungslose Replikation des Index zu gewährleisten.

Der Index wurde am 28. März 2018 lanciert und bietet historische Daten bis zum 18. Juni 2012. Die Basis des Index mit 1.000,00 Punkten ist auch der 18. Juni 2012. Der Index wird alle 15 Sekunden von 00:00 Uhr bis 22:00 Uhr berechnet und einmal jährlich im Juni auf seine Zusammensetzung hin überprüft. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt besteht der Referenzindex aus 106 Einzeltiteln. (Daten gemäß STOXX–Factsheet vom 31. August 2020)

Sektor, Währungs- und Länderallokation

Die Länderallokation weist den USA mit einem Anteil von 56,62 Prozent den ersten Platz zu. Auf den folgenden Plätzen finden sich mit 15,77 Prozent Japan, mit 3,84 Prozent Großbritannien, mit 3,78 Prozent Indien, mit 2,83 Prozent die Schweiz, mit 2,67 Prozent Israel, mit 2,54 Prozent Deutschland, mit 2,47 Prozent Schweden, mit 1,97 Prozent Kanada, mit 1,86 Prozent Taiwan, mit 1,21 Prozent Frankreich und mit 1,06 Prozent Australien. Der Rest von 3,23 Prozent verteilt sich auf weitere Länder, die übrigen 0,30 Prozent auf Derivate- und Cash-Bestände.

Der Schwerpunkt in Bezug auf die Währungsallokation liegt mit 59,26 Prozent klar beim US-Dollar. Auf den weiteren Plätzen finden sich mit 15,83 Prozent der japanische Yen, mit 5,21 Prozent der Euro, mit 3,87 Prozent das britische Pfund und mit 3,78 Prozent die indische Rupie. Als weitere im Portfolio enthaltenen Währungen wären zudem der Schweizer Franken, die schwedische Krone, der kanadische Dollar, der taiwanesische Dollar und der australische Dollar zu nennen.

Die Sektorenlastigkeit des IT-Sektors ist mit 87,54 Prozent hoch und beim Investmentthema Digital Security auch nachvollziehbar. Der Sektor Industrie liegt bei 8,52 Prozent und der Sektor Immobilien bei 3,90 Prozent. (Daten gemäß iShares vom 09. Oktober 2020)

iShares Digital Security UCITS ETF im Detail

Der ETF kann über die London Stock Exchange in der Handelswährung US-Dollar erworben werden, die auch der Fondswährung entspricht. Anleger aus dem Euroraum achten demnach neben dem allgemeinen Kursrisiko auf das zusätzliche Währungsrisiko. Ferner wäre ein Kauf in Euro via Xetra oder Borsa Italiana möglich. Auch via SIX Swiss Exchange wäre ein Kauf in US-Dollar möglich. Die jährliche Pauschalgebühr beträgt 0,40 Prozent und die Ertragsverwendung des Fonds ist thesaurierend. Der ETF wurde am 07. September 2018 aufgelegt und hat mit dem Stichtag des 12. Oktober 2020 ein Anteilsklassevermögen in Höhe von 970,742 Mio. US-Dollar.

Die wichtigsten Einzeltitel des ETFs

Der ETF von iShares nutzt zur Abbildung des Referenzindex die vollständig physische Replikationsmethode. Aus diesem Grund befinden sich im ETF-Portfolio auch nahezu 1:1 die im Referenzindex enthaltenen Aktien entsprechend ihrer jeweiligen Gewichtung. Von den 124 Positionen befinden sich neben den 106 Einzelpositionen (Aktien) auch noch 18 weitere Positionen, die auf Barbestände in Fremdwährungen und Derivate zurückzuführen sind.

Die größten Einzelpositionen sind mit 2,04 Prozent Wipro, mit 1,78 Prozent AMS, mit 1,74 Prozent Tech Mahindra, mit 1,70 Prozent Docusign, mit 1,67 Prozent Zscaler, mit 1,61 Prozent Azbil, mit 1,57 Prozent Hexagon, mit 1,53 Prozent DXC Technology, mit 1,49 Prozent Okta und mit 1,43 Prozent Maxim Integrated Products.

Die Gewichtung dieser Top10-Positionen liegt bei 16,56 Prozent. Von einer recht hohen Diversifikation kann hier folglich gesprochen werden. (Daten in Bezug auf den ETF stammen vom 09. Oktober 2020 gemäß iShares)

Referenzindex mit respektabler Langfristperformance

Seit Anfang des Jahres 2020 konnte der Referenzindex um 6,63 Prozent zulegen, während der ETF eine Performance von 6,50 Prozent aufwies. Im Jahr 2019 konnte der Referenzindex um 28,62 Prozent steigen, während der ETF eine Performance von 28,57 Prozent erzielte. Da der ETF erst im September 2018 aufgelegt wurde, kann keine langfristige Performance dargestellt werden. Der Referenzindex verfügt jedoch über eine längere Historie. Auf Sicht der letzten fünf Jahre liegt das Plus bei 86,9 Prozent.

Performanceunterschiede zwischen Index und ETF sind zum Teil auf Transaktionen und Gebühren zurückzuführen und auf Währungseinflüsse, die innerhalb des ETF-Portfolios entstehen. Die Performance-Differenzen sind hier jedoch recht gering. (Performancedaten in Bezug auf den Referenzindex und ETF gemäß iShares per 30. September2020 und per Stoxx-Factsheet vom 31. August 2020)

Expertenmeinung – Digitale Sicherheit bedeutet letztlich Vertrauen

Mit einer rasant wachsenden digitalen Infrastruktur stellt sich im gleichen Atemzug die Frage nach Datensicherheit. Diese Datensicherheit umfasst nicht nur das reine Sammeln von Daten und deren sichere Speicherung, sondern auch die ebenso sichere Datenübertragung bis hin zu ebenso sicheren Cloud-Speichern und mehr. Auch im Bereich der modernen Zahlungssysteme, im Bereich Fintech, aber auch im Bereich der Assekuranz und nahezu allen weiteren Sektoren des Verarbeitenden Gewerbes, des Baugewerbes und des Dienstleistungsgewerbes bedeutet Datensicherheit letztlich Vertrauen. Dieses Vertrauen muss bereits in einem frühen Stadium gefestigt werden, nämlich schon zum Zeitpunkt des Kreierens eines neuen Online-Accounts, bei den ersten Schritten für das Online-Banking oder auch im Bereich des Online-Brokerage bis hin zu den heutzutage simpel erscheinenden Schritten beim Erstellen eines Online-Accounts von Amazon, Apple, Facebook, Media Markt Online, Otto, Zalando oder Ähnlichem.

Wer mit Websites, Clouds, Online-Shops usw. interagiert und Daten austauscht will auf die Sicherheit bauen können, dass mit seinen Daten sauber umgegangen wird und diese auch sicher übertragen werden. Umso mehr hat jeder Internet-Nutzer obendrein ein Interesse daran, dass seine auf anderen Websites und Clouds usw. gespeicherten Daten auch ebenso sicher abgelegt und verwahrt sind und diese gegen den Zugang von Dritten oder gar Hackern geschützt sind. Allein im Bereich des stark wachsenden Onlinehandels gibt es immer mehr Kreditkartenbuchungen, PayPal-Bezahlungen oder ähnliche Verwendungen von Zahlungssystemen. Die Schaffung einer sicheren digitalen Infrastruktur ist somit unabdingbar.

Die digitale Ökonomie wächst besonders seit der Corona-Krise stark – die Corona-Krise gilt regelrecht als Beschleuniger des digitalen Wandels. Konzerne, die sich dem Geschäftsfeld Digital Security oder eben zu deutsch der digitalen Sicherheit verschrieben haben, werden demnach in den nächsten Jahren gute Umsätze erzielen. Alle Beteiligten haben ein ureigenes Interesse daran, besonders gute Arbeit abzuliefern, denn wenn das Vertrauen in die digitale Welt vermehrt durch Störungen, Hacker usw. unterminiert wird, werden sich die Kunden wieder in Richtung Offline-Business bewegen wollen.

Mit 5G kommt ein weiterer Treiber der digitalen Ökonomie hinzu. Unmengen an Datenvolumina können noch schneller rund um den Globus versendet werden. In den nächsten Jahren addieren sich auch noch massenhaft Daten von Automobilen hinzu, die miteinander kommunizieren oder einfach nur Daten abfragen. Schließlich wären noch Milliarden von Industrieanwendungen zu nennen, die im Rahmen des Internets der Dinge Datensicherheit benötigen.

Die hier im Referenzindex und damit im ETF-Portfolio befindlichen Einzeltitel dürften in den kommenden Jahren demnach mit ihrem Geschäftsmodell gut gerüstet sein. Interessierte Anleger könnten ihr ETF-Portfolio mit dem hier präsentierten ETF erweitern. Dennoch wäre ein langfristiger Anlagehorizont von mehreren Jahren anzuraten.

Mögliches Setup

Nach einer mehrtägigen Kurskorrektur könnte eine Positionierung eingegangen werden. Ein Kauf wäre bei 6,05 US-Dollar zu lancieren. Das Kursziel könnte bei 6,95 US-Dollar liegen. Die Position könnte mit einem Stoploss bei 5,70 US-Dollar abgesichert werden. Das Chance-Risiko-Verhältnis liegt bei diesem Setup bei 2.57.

Näheres zum Emittent iShares: Die den ETF auflegende Gesellschaft iShares gehört zur US-Investmentgesellschaft BlackRock, der global größten Vermögensverwaltungsgesellschaft mit Assets under Management (AuM) in Höhe von 6,47 Billionen US-Dollar (Stand 1. Quartal 2020). Die Emittentin iShares ist weltweit führend bei börsengehandelten Indexfonds und bietet mehr als 800 ETFs an. iShares verwaltete mit dem Stand des 31. März 2019 rund 1,85 Billionen US-Dollar an Vermögen, hat über 20 Jahre Erfahrung im Bereich der ETF-Anlagen und ist die Nummer 1 in der ETF-Branche.

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Dirk Friczewsky, Technischer Analyst | LYNX Börsenexperten
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