Der in diesem Artikel vorgestellte ETF gibt Anlegern die Mögllichkeit, transparent und kostengünstig in ein Portfolio zu investieren, dass sich aus den 100 nach Marktkapitalisierung größten deutschen Aktiengesellschaften zusammensetzt, die an der Deutschen Börse gehandelt werden.

Informationen zum Referenzindex – F.A.Z. Index – älter und diversifizierter als der DAX

Der dem ETF zugrundeliegende Referenzindex F.A.Z. Index (Reuters:.FAZI/Bloomberg:FAZIA -ISIN: DE0008469024/WKN: 846902) wird von der Solactive AG berechnet. Die Berechnung erfolgt als Kursindex (Price Index) und inkludiert damit nicht die Dividenden. Die Berechnung erfolgt in Euro und zwar in der Handelszeit von 09:00 Uhr bis 17:45 Uhr MEZ alle 15 Sekunden.

Der Index hat eine Basis von 100,00 Punkten mit einem Startwert vom 31. Dezember 1961. Damit ist der F.A.Z. Index im Vergleich zum führenden deutschen Index, dem DAX, sogar wesentlich älter. Mit dem Stand des 10. Januar 2022 wies der F.A.Z. Index einen Punktestand von 2.730,65 Punkten auf. Die Ultralangfrist-Performance ist somit der Hammer! Solactive gibt die Performance seit der Auflage mit dem Stichtag des 10. Januar 2022 mit einem Plus von 1.136,04 Prozent an.

Von der Konzeption ist der F.A.Z. Index seit jeher ein Kursindex, der aus 100 deutschen Unternehmen besteht, die ihren Hauptsitz in Deutschland haben und an der Deutschen Börse gelistet sind. Die Unternehmen verteilen sich auf 12 Branchen. Innerhalb des Indexkonstrukts werden die Indexmitglieder nach Marktkapitalisierung gewichtet. Das Maximalgewicht eines Einzelwerts wird auf 10 Prozent begrenzt.

Um in den Index aufgenommen zu werden, müssen die Aktiengesellschaften Kriterien erfüllen. Neben dem Hauptsitz in Deutschland, der Notierung an der Deutschen Börse und einem ausreichenden Handelsvolumen von täglich mindestens 1 Million Euro, müssen die Gesellschaften mindestens eine Marktkapitalisierung in Höhe von 250 Millionen Euro aufweisen. Der Index wird einmal im Jahr angepasst. (Daten gemäß Lyxor-Factsheet mit dem Stichtag des 30. November 2021 und Solactive-Factsheet vom 10. Januar 2022)

Die wichtigsten Einzeltitel des Referenzindex

Aufgrund der vollständig physischen Abbildungsmethode des ETFs weisen die Einzelwerte des ETF-Portfolios im Vergleich zur Zusammensetzung des Referenzindex eine sehr hohe Deckungsgleichheit auf.

Die größten Positionen sind mit 8,26 Prozent SAP, mit 7,00 Prozent Siemens, mit 5,13 Prozent Allianz, mit 4,35 Prozent Daimler, mit 4,12 Prozent Deutsche Telekom, mit 3,69 Prozent Deutsche Post, mit 3,38 Prozent BASF, mit 3,26 Prozent BMW, mit 2,80 Prozent Infineon Technologies und mit 2,74 Prozent Bayer.

Diese Top-10 weisen eine Gewichtung von 44,73 Prozent auf. Eine ausreichend hohe Diversifikation ist hier demnach zu konstatieren.  Neben den Top 10 gibt insgesamt noch 90 weitere Einzelpositionen im Index. (Daten gemäß Solactive vom 10. Januar 2022)

Sektoren- Währungs- und Länderallokation des Referenzindex

Das Fondsportfolio besteht aus bis zu 100,00 Prozent aus Aktien, die in Euro notieren. Die Aktiengesellschaften haben zu 99,7 Prozent ihren Sitz in Deutschland und zu 0,3 Prozent in den Niederlanden.

In Bezug auf die Sektorenallokation nimmt der Bereich Industrie mit 21,46 Prozent den ersten Platz ein. Es folgen mit 18,57 Prozent Nicht-Basiskonsumgüter, mit 12,37 Prozent Finanzdienstleistung, mit 12,37 Prozent IT, mit 11,52 Prozent Gesundheitswesen, mit 7,92 Prozent Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und mit 6,57 Prozent Kommunikation. Auf die restlichen Bereiche Versorger, Immobilien und Andere entfallen 9,21 Prozent. (Daten gemäß LYXOR Factsheet vom 30. November 2021)

Lyxor F.A.Z. 100 Index (DR) UCITS ETF im Detail

Der ETF (Symbol: C006 – ISIN: LU0650624025 – WKN: ETF006) kann über die Xetra in Euro erworben werden. Die jährliche Pauschalgebühr (TER/Total Expense Ratio) beträgt 0,15 Prozent und die Ertragsverwendung des Fonds ist ausschüttend. Die Fonds- und Handelswährung ist der Euro. Der ETF nutzt die vollständig physische Replikationsmethode und erwirbt die Wertpapiere somit direkt. Der ETF wurde am 28. September 2011 aufgelegt und wies mit dem Stichtag des 05. Januar 2022 ein gesamtes Fondsvermögen in Höhe von 93,176 Mio. Euro auf.

Performance sehr zufriedenstellend

Seit Jahresanfang 2022 notierte der ETF mit 1,55 Prozent im Plus. Der Referenzindex wies im Vergleichszeitraum ein Plus von 1,56 Prozent auf.

Auf Sicht von fünf Jahren konnte der ETF um 35,88 Prozent zulegen, während der Referenzindex um 22,58 Prozent hinzugewann. Auf Sicht von 10 Jahren konnte der ETF um 158,03 Prozent zulegen, der Referenzindex im Vergleichszeitraum um 106,81 Prozent hinzugewinnen.

Je länger die Laufzeit, desto höher der Tracking-Error. Das ist vor allem auf die Indexvariante und die ETF-Variante zurückzuführen. Der Referenzindex ist ein Kursindex (Price Index) und die Ausschüttungen des ETFs werden durch eine Wiedereinlage der Dividende in die ETF-Performance mit eingerechnet. (Performancedaten in Bezug auf den ETF und den Referenzindex gemäß LYXOR vom 05. Januar 2022)

Expertenmeinung – Deutschlands Aktienmarkt hängt an der Wall Street

Wer langfristig in Deutschlands größte und liquideste Aktiengesellschaften investieren möchte und dies möglichst mit breiter Streuung, der kommt nicht an einem der ältesten Börsenindizes – dem F.A.Z. Index vorbei. Regelmäßiges Investieren, ob einmal pro Monat oder mit einem Einmalkauf oder mit einem jeweiligen Akkumulieren bei Kursschwäche – ein langfristig orientiertes Indexsparen lohnt sich nachweislich. Das kann man bei einem Blick auf die Performance der letzten fünf Jahre, zehn Jahre oder darüber hinaus eindrucksvoll ablesen. Wer es noch langfristiger möchte, der blicke auf das Performance-Dreieck des Deutschen Aktienininstituts (DAI).

Doch man muss sich auch gerade jetzt an den üblichen Warnhinweis in der Investmentbranche Vergangene Performance ist kein Garant für zukünftige Rendite erinnern. Warum? Nun, in den letzten Jahren – eigentlich seit dem Crash zu den Zeiten der Weltfinanzkrise im Jahr 2008 und dem Beginn der ersten quantitativen Lockerungen der Zentralbank im Jahr 2009 ging es in der übergeordneten Betrachtung bis heute nur aufwärts. Jetzt, wo man in den USA das Ende der expansiven Geldpolitik eingeläutet hat und in diesem Jahr gleich mit mehreren Zinserhöhungen der Fed zu rechnen ist, könnte die Musik an den wichtigsten Aktienmärkten bald aufhören zu spielen.

Im Klartext: Die Fed dürfte den Angaben der US-Investmentbank Goldman Sachs dieses Jahr möglicherweise sogar vier Zinserhöhungen vornehmen, wie man es einem jüngsten Research entnehmen konnte. In Washington nimmt man sich demzufolge – zwar verspätet, aber immerhin – der Bekämpfung der Inflation an. Inwieweit die EZB künftig nachzuziehen gedenkt, soll hier erst einmal unerheblich sein, denn durch die US-Zinsanhebungen könnte massig Kapital weiter in die USA abfließen. Mit steigenden Zinsen in den USA dürften sich obendrein die Zeiten ewig so weiter steigender Aktienmärkte dem Ende neigen. Fallende Notierungen an der Wall Street werden den DAX in einem erheblichen Maß ebenso negativ beeinflussen. An dem Spruch: Wenn die Wall Street niest, bekommt die ganze Welt einen Schnupfen, dürfte einmal mehr nicht zu rütteln sein. Also bei allem Eifer des Investierens, sollte man immer Vorsicht walten lassen.

Mögliches Setup

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Eine Neupositionierung wäre nach einer mehrtägigen Konsolidierung oder Korrektur zu lancieren. Es könnte ein Kauf bei 30,50 Euro geplant werden – ein erstes Ziel wäre bei 33,50 Euro zu avisieren. Die Position könnte mit einem Stoploss abgesichert werden, der hier bei 29,50 Euro zu ziehen wäre.  Das Chance-Risiko-Verhältnis liegt bei diesem Setup bei 3.00.  Ein mehrstufiger Positionsaufbau könnte im gegenwärtigen Marktumfeld ebenfalls eine Option sein.

Das Fondsdomizil liegt in Luxemburg, daher auch die luxemburgische ISIN. Die den ETF emittierende Gesellschaft LYXOR ist Teil der Amundi-Gruppe. Die Amundi Asset Management hat alle LYXOR-Einheiten (LYXOR Asset Management, LYXOR International Asset Management, LYXOR Asset Management UK LLP, LYXOR Asset Mangement Holding Corporation, LYXOR Asset Management Incorporated, LYXOR Funds Solutions und LYXOR International Asset Management S.A.S. Deutschland) mit dem Stichtag des 31. Dezember 2021 übernommen.

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