Mit dem vorgestellten ETF investieren Sie als Anleger direkt in einen Korb aus 25 Goldminenaktien, die besonders durch die Beachtung der ESG-Richtlinien hervorstechen.

Informationen zum Referenzindex – Solactive AuAg ESG Gold Mining Index (PR)

Der dem ETF zugrundeliegende Referenzindex Solactive AuAg ESG Gold Mining Index (PR) (ISIN: DE000SL0C002/WKN: SL0C00) ist ein gleichgewichteter Index und besteht zum Zeitpunkt dieser Analyse aus 25 Wertpapieren von Aktiengesellschaften, die im Bereich der globalen Goldminenindustrie ihren Tätigkeitsschwerpunkt haben und dabei hervorragende ESG-Werte aufweisen.

Der Index verfolgt eine sogenannte ESG best-in-class-Strategie (BIC-Strategie). Es werden aus dem betreffenden Aktienuniversum der Goldminenindustrie nur jene Werte in den Index aufgenommen, die die niedrigsten ESG Risk Scores (also die geringste ESG-Risiko -Bewertung) haben. Die ESG-Risiko-Bewertung und Ermittlung erfolgt durch den Datenanbieter Sustainalytics.

Für das Indexuniversum sind nur Stammaktien und ADRs zugelassen, die an liquiden und bekannten Börsenplätzen gehandelt werden, wie in Toronto an der TSX, in Sydney an der ASX, in London an der LSE, in den USA an der NYSE oder NASDAQ, in Paris an der Euronext, in Hongkong an der HKSE, in Deutschland an der Xetra, in Neuseeland an der NZSE, in Johannesburg an der JSE oder in Lima an der LSE.

Sollte es bei betreffenden Wertpapieren mehrere Aktienklassen geben, so wird das jeweils liquideste Wertpapier in den Index aufgenommen. Ein weiteres Aufnahmekriterium ist eine Marktkapitalisierung in Höhe von mindestens 500 Millionen US-Dollar. Bestehende Index-Mitglieder dürfen die Höhe der Marktkapitalisierung von 300 Millionen US-Dollar nicht unterschreiten. Ferner muss zur Indexaufnahme ein Mindestdurchschnittshandelsvolumen von 5 Millionen US-Dollar auf Sicht von drei Monaten bestehen, bei bestehenden Indexmitgliedern reichen 3 Millionen US-Dollar aus.

Die ESG-Bewertung kommt als weiterer Filter hinzu und wird vom Datenanbieter Sustainalytics geleistet. Um in den Index aufgenommen zu werden, müssen die Unternehmen internationale Normen zum Beispiel in Bezug auf den Umweltschutz, soziale Faktoren und auch im Bereich Governance befolgen. Die dafür zugrundeliegenden Normenrahmenwerke finden sich in den Richtlinien der VN (UN Global Compact) oder der OECD (Guidelines for multinational enterprises/Richtlinien für multinationale Konzerne), sowie in den Richtlinien der VN in Bezug auf Menschenrechte (UN Guiding Principles for Business and Human Rights).

Der Referenzindex wird von Solactive publiziert und in der Indexwährung US-Dollar in der Version eines Price Return Index (PR) alle 15 Sekunden von 01:00 Uhr bis 22:50 Uhr börsentäglich berechnet (alternativ wird auch die Variante eines Net Total Return- (NTR) und Gross Totoal Return-Index (GTR) angeboten). Im Falle des einfachen Kursindex werden die Dividenden nicht in den Index miteinberechnet. Die Basis des Index von 1.000,00 Punkten stammt vom 27. März 2015. Der Index wird quartalsweise ausbalanciert. (Daten gemäß Guideline-Factsheet von Solactive vom 28. April 2021)

Top-Positionen des Referenzindex

Aufgrund der vollständig physischen Replikationsmethode besteht zwischen der Zusammensetzung des Referenzindex und der des ETFs eine sehr hohe Deckungsgleichheit.

Die Top 10 Positionen des Referenzindex sind Anglo Platinum mit einer Gewichtung von 4,34 Prozent, Endeavor Mining mit 4,29 Prozent, Perseus Mining mit 4,26 Prozent, Anglogold Ashanti mit 4,20 Prozent, Franco-Nevada mit 4,19 Prozent, Gold Fields mit 4,16 Prozent, Royal Gold mit 4,14 Prozent, Impal Platinum Holdings mit 4,13 Prozent, Agnico-Eagle Mines mit 4,07 Prozent und Centerra mit 4,06 Prozent.

Diese Top-10-Positionen weisen eine Gesamtgewichtung von 41,84 Prozent auf. Von einer ausreichenden Diversifikation kann im vorliegenden Fall somit ausgegangen werden. (Daten gemäß Factsheet von Solactive vom 26. Juli 2021)

Sektor-, Länder- und Währungsallokation – Kanada mit Dominanz

Der Sektor ist zu 100 Prozent dem Bereich Goldminen zuzuordnen. Der Länderanteil Kanadas ist mit 54,9 Prozent dominierend. Auf den weiteren Plätzen finden sich mit 16,3 Prozent die USA, mit 12,5 Prozent Südafrika, mit 8,3 Prozent Australien und weitere Länder (wie zum Beispiel Brasilien, Russland oder Großbritannien) mit 7,9 Prozent.

Beinahe entsprechend zur Länderallokation hat der kanadische Dollar einen Anteil von 50,6 Prozent. Die weiteren Währungspositionen entfallen zu 20,9 Prozent auf den südafrikanischen Rand (ZAR), den australischen Dollar (AUD), den US-Dollar (USD) und andere Währungen mit 12,2 Prozent. (Daten gemäß Factsheet von Solactive vom 26. Juli 2021)

AuAg ESG Gold Mining UCITS ETF – Acc im Detail

Der ETF (ISIN: IE00BNTVVR89 – WKN: A3CPAP) kann via London Stock Exchange in US-Dollar erworben werden. Anleger aus dem Euroraum beachten neben dem allgemeinen Kursrisiko ebenso das sich addierende Währungsrisiko.

Der ETF nutzt die vollständig physische Replikationsmethode und erwirbt die Aktien aus dem Referenzindex damit direkt. Die Gesamtkostenquote beträgt 0,60 Prozent und die Ertragsverwendung des Fonds ist thesaurierend. Der ETF wurde am 02. Juli 2021 aufgelegt und hat mit dem Stichtag des 26. Juli 2021 ein AUM in Höhe von 0,985 Mio. US-Dollar.

Referenzindex weist seit der Veröffentlichung eine hohe Performance auf

Da der ETF erst am 02. Juli 2021 lanciert wurde, ist ein Performancevergleich mit dem Referenzindex noch nicht möglich. Um die Performance aber einschätzen zu können, betrachten wir einmal die Entwicklung des Referenzindex.

Der Index konnte bis dato überzeugen und dies hauptsächlich längerfristig. Seit der Berechnung des Referenzindex vom 27. März 2015 konnte dieser um 113,18 Prozent hinzugewinnen. Seit Jahresbeginn 2021 liegt der Index jedoch mit 10,74 Prozent in der Verlustzone. (Performancedaten in Bezug auf den Referenzindex gemäß Factsheet von Solactive vom 26. Juli 2021)

Expertenmeinung – von der Geldpolitik über Inflation bis zum Wirtschaftswachstum – Gold ist im Fokus

Es gibt sicherlich viele Hypothesen, Rechnungen, eine Reihe von Prognosen von Instituten und Investmentbanken und mehr. Hier mal eine davon: Die Bank of Amerika Merrill geht auf Basis der Daten von Mitte Juli 2021 von einem globalen Wirtschaftswachstum von 5,9 Prozent in 2021 aus. Die USA sollen dabei in 2021 einen BIP-Zugewinn von 6,5 Prozent erreichen können. Die Kerninflationsrate sollte sich dieses Jahr auf Jahressicht bei 3,3 Prozent einpendeln. Man setzt eine Arbeitslosenquote in den USA von 5,5 Prozent und eine Fed funds rate von 0,13 Prozent voraus.

Aufgrund dieses Szenarios und in Kombination mit leider wieder steigenden Risiken durch Corona-Restriktionen könnte der Goldpreis etwas Auftrieb bekommen.

Die USA sind nach wie vor der wichtigste Kapitalmarkt der Welt und durch den US-Dollar mit dem Status der Weltreservewährung Nummer 1 auch am meisten zu beachten. Deshalb wäre primär in Bezug auf den künftigen Goldpreis auch die Geldpolitik der US-Notenbank genauestens zu untersuchen.

Die letzten Projektionen des FOMC (Federal Open Market Committee) stammen vom 16. Juni 2021. Man geht von einem BIP-Wachstum von 7,0 Prozent aus, schätzt die Arbeitslosenquote bis zum Ende des Jahres auf 4,5 Prozent, die Kerninflation auf 3,0 Prozent und die Federal funds rate auf 0,1 Prozent. Erst für 2023 prognostiziert man eine federal funds rate von 0,6 Prozent, mit einer Tendenz von 0,1 bis 0,4 Prozent bereits in 2022. Ergo: Auf Sicht von zumindest einem Jahr wird sich an der Zinsmisere in den USA nichts ändern.

Sollten die aktuellen Inflationsraten der letzten Monate auch nur annähernd auf einem ähnlichen Niveau bleiben, so kann man nicht nur offen von einer massiven Tolerierung des Überschießens der Inflation sprechen, sondern eben einfach ausgedrückt von einer durch die Fed tolerierten Geldentwertung. Dies dürfte auf Sicht der nächsten Monate eigentlich für wieder anziehende Goldnotierungen sprechen. Zwar versagte Gold auf Sicht der letzten Monate und seit Jahresanfang als Inflationsschutz, doch langfristig ist dieser nach wie vor gegeben. Auf Sicht der letzten fünf Jahre zum Beispiel konnte der Preis für eine Feinunze Gold schließlich um über 36 Prozent zulegen und damit die Inflation in den USA um Längen schlagen.

Gold könnte somit auf jeden Fall vor allem längerfristig als die übliche Police gegen Inflation/Geldentwertung zu betrachten sein. Sollte Gold sich in den nächsten Monaten erholen und wieder in Richtung der Marken von 1.900 oder gar 2.000 US-Dollar je Unze klettern, so würde dies in erster Linie auch die Goldminengesellschaften profitieren lassen. Legt man nun noch die ESG-Maßstäbe zugrunde, so kann man davon zumindest ansatzweise ausgehen, dass diese Goldminenkonzerne leichter an Investorengelder kommen, weil sie sich schon einmal gegenüber den restlichen Minengesellschaften mit schlechten ESG-Ratings hervorheben können. Wer ein schlechtes ESG-Rating hat, wird von den großen Fondsgesellschaften und Vermögensverwaltern nämlich sehr oft nicht für eine Investition in Betracht gezogen.

Mögliches Setup

Mit einem ETF in besonders ESG-konforme Goldminenunternehmen investieren | Online Broker LYNX

Eine Kurskorrektur von ein paar Handelstagen könnte eine Chance für eine Neupositionierung eröffnen. Ein Kauf könnte bei 7,45 USD umgesetzt werden. Ein mögliches Kursziel wäre bei 8,25 USD zu verorten. Die Position wäre mit einem Stoploss von 7,15 USD eng abzusichern. Das Chance-Risiko-Verhältnis würde bei diesem Setup bei 2.67 liegen.

Über HANetf: HANetf ist ein unabhängiger Anbieter von UCITS ETFs, der mit weiteren Asset Management Gesellschaften zusammenarbeitet, um europäischen ETF-Anlegern eine differenzierte, moderne und innovative Abdeckung von Investmentthemen bereitzustellen. HANetf hat den Sitz in London im Vereinigten Königreich. Zum Netzwerk der autorisierten Partner gehören zum Beispiel auch namhafte Investmentbanken, wie Citigroup, JPMorgan und Société Générale.

Über Solactive: Solactive ist ein 2007 unter dem Namen Structured Solutions gegründeter deutscher Anbieter für Indexlösungen. Dabei bietet Solactive seine Leistungen der Finanzindustrie global für alle Asset Klassen an. Die Indexprodukte werden entwickelt, berechnet und vermarktet – insgesamt berechnet Solactive täglich über 18.000 Indizes. Zum Zeitpunkt des April 2020 nutzten rund 450 internationale Kunden aus der Finanzindustrie die Produkte von Solactive mit einem investierten Gesamtvolumen von über 200 Mrd. US-Dollar. Solactive hat seinen Firmensitz in Frankfurt und ist ferner in Berlin, Dresden, Toronto und Hongkong vertreten.

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