Mit einem ETF ein diversifiziertes Italien-Portfolio im Mid- und Small Cap-Bereich abbilden | ETF der Woche | Online Broker LYNX

Anleger, die einen direkten, transparenten und kostengünstigen Weg suchen, um breit gestreut in italienische Mid- und Small Caps zu investieren, könnten den hier präsentierten ETF wählen.

Informationen zum Referenzindex: FTSE Italia Mid-Small Cap PIR Index

Der für den ETF verwendete Referenzindex ist der FTSE Italia Mid-Small Cap PIR Index. Dieser Index wurde am 06. Juni 2017 erstmals veröffentlicht. Der Referenzindex gehört zur Familie der PIR Indizes. Diese Indizes wurden so konzipiert, dass sie die steuerrechtlich notwendigen Kriterien für die in 2017 eingeführten italienischen Stabilitätsgesetze erfüllen, um als individuelle Sparpläne für Privatpersonen akzeptiert zu werden. Sie sind also auf italienisches Steuerrecht zugeschnitten. Die Sparpläne werden im italienischen als Piani individuali di risparmio oder eben abgekürzt als PIR bezeichnet.

Der FTSE Italia Mid-Small Cap PIR Index ist ein vom FTSE Italia Index, einem streubesitzadjustierten Index, abgeleiteter Index. Wie schon aufgrund des Indexnamens recht gut zu erkennen ist, beinhaltet der Referenzindex nur mittlere und kleinere, an der Borsa Italiana in Mailand gelistete, italienische Aktiengesellschaften.

Der Index wird unter anderem in der Variante eines Kursindex und eines Performanceindex angeboten und berechnet. Er wird quartalsweise auf seine Zusammensetzung hin überprüft und gegebenenfalls auch auf angepasst, um zu hohe Einzelgewichtungen auszubalancieren. Die Berechnung des Index erfolgt in Echtzeit und als end-of-day-Variante.

Der Referenzindex FTSE Italia Mid-Small Cap PIR Index greift auf die beiden FTSE Italia-Indizes FTSE Italia Mid Cap mit 60 Einzeltiteln und FTSE Italia Small Cap mit 121 Einzeltiteln zu und kommt somit auf insgesamt 181 Aktiengesellschaften. (Daten gemäß FTSE Russel PIR-Facsheet mit dem Stand des März 2020)

iShares FTSE Italia Mid-Small Cap UCITS ETF im Detail

Der ETF kann über die Borsa Italiana in der Handelswährung Euro erworben werden, die auch der Fondswährung entspricht. Die jährliche Pauschalgebühr beträgt 0,33 Prozent und die Ertragsverwendung des Fonds ist thesaurierend. Der ETF nutzt die vollständige physische Replikationsmethode und erwirbt die Aktien demnach direkt. Der ETF wurde am 31. August 2017 aufgelegt und hat mit dem Stichtag des 27. April 2020 ein Anteilsklassevermögen in Höhe von rund 19,118 Millionen Euro.

Informationen zum ETF-Portfolio – Top 10 Positionen und deren Gewichtungen

Aufgrund der vollständig physischen Replikationsmethode besteht zwischen der Zusammensetzung des Referenzindex und der des ETF-Portfolios eine sehr hohe Deckungsgleichheit. Die Top 10 Positionen sind mit 5,94 Prozent Infrastrutture Wireless Italiane, mit 5,71 Prozent Interpump Group, mit 3,73 Prozent Iren, mit 3,66 Prozent IMA Industria Macchine Automatiche, mit 3,41 Prozent Reply, mit 3,34 Prozent Unipoli, mit 2,90 Prozent Cerved Information Solutuions, mit 2,84 Prozent Freni Brembo, mit 2,62 Prozent Enav SPA und mit 2,59 Prozent DeLonghi.

Diese Top10-Positionen bringen eine Gesamtgewichtung von 36,74 Prozent auf die Waage. Mit dieser Gewichtung wäre das Gesamtportfolio noch als ausreichend diversifiziert zu bezeichnen, denn dieses besteht aus 182 Einzelpositionen (Daten gemäß iShares vom 24. April 2020)

Sektoren-, Währungs- und Länderallokation

Die wichtigsten Sektoren sind mit rund 21,81 Prozent Finanzen, mit rund 21,77 Prozent Industrie, mit 16,10 Prozent Basiskonsumgüter, mit 12,21 Prozent Telekommunikation, mit 10,12 Prozent Versorger und mit 8,18 Prozent Informationstechnologie.

In Bezug auf die Länder- und Währungsallokation liegt der Italien-Anteil und demnach auch das Euro-Exposure bei annähernd 100,00 Prozent, was bei einem Italien-ETF jeden Anleger auch nicht überraschen sollte. (Daten gemäß iShares vom 24. April 2020)

Italiens Stillstand aufgrund der Corona-Krise führte zu hoher negativer Performance

Im ersten Quartal 2020 verlor der ETF 28,07 Prozent an Wert, während der Referenzindex im Vergleichszeitraum ein Minus von 27,99 Prozent aufwies. In den letzten beiden Kalenderjahren 2018 und 2019 fiel die Performance gemischt aus. In 2018 verlor der Referenzindex 18,63 Prozent, der ETF 18,68 Prozent. In 2019 konnte der Referenzindex hingegen um 22,07 Prozent zulegen und der ETF um 22,05 Prozent. Die Abweichungen sind kaum der Rede wert. (Performancedaten in Bezug auf den ETF und den Referenzindex gemäß iShares per 31. März 2020)

Expertenmeinung

Italien ist das in Europa mit am stärksten von der Corona-Pandemie betroffene Land. Inzwischen sind mit dem Stand des 28. April 2020 nach den Daten der Johns-Hopkins-Universität bei über 200.000 bestätigten Infektionen fast 27.000 Menschen durch Covid-19 zu Tode gekommen. Dies entspricht im direkten Vergleich zu Deutschland einer mehr als vierfach so hohen Todesrate.

Jedem Anleger sollte bei einem Engagement in italienische Aktien klar sein, dass er hier nicht in einen hochliquiden Index, wie den Dow Jones, den Euro Stoxx 50 oder auch den DAX investiert, sondern eben in einen Index, der mittlere bis kleinere börsengelistete italienische Unternehmen umfasst. Die Preisschwankungen könnten folglich gerade bei den hier im zugrundeliegenden FTSE Italia Mid-Small Cap PIR Index enthaltenen Unternehmen höher ausfallen und dies insbesondere im derzeitigen Marktumfeld der noch nicht ad Acta zu legenden Corona-Pandemie.

In einem Marktumfeld eines staatlich verordneten totalen Stillstands in Form von Ausgangsbeschränkungen zum Schutz für die italienische Bevölkerung, sind eigentlich alle Unternehmen betroffen, doch könnten neben den ohnehin angeschlagenen italienischen Blue Chip-Aktien, auch gerade mittlere bis kleinere Unternehmen besonders leiden.

Dies wäre besonders mit Finanzierungs- und Refinanzierungsschwierigkeiten zu erklären, denn in der Regel haben mittlere bis kleine Unternehmen oft nicht die gleichen Möglichkeiten im ausreichenden Maß mit Krediten versorgt zu werden. Im Gegensatz zu den größeren italienischen Konzernen, die unter anderem auch Unternehmensanleihen begeben können, sind kleinere Unternehmen da sichtlich eingeschränkter. Zwar tut die italienische Politik – auch in Zusammenarbeit mit der EU-Kommission, der EZB, der EIB und dem ESM – ihr Möglichstes, doch könnten gerade die kleineren Unternehmen durch das eine oder andere Finanzierungsraster fallen.

Wer also in einen Index auf Mid- und Small-Caps in Italien spekuliert, der sollte im schlimmsten Fall auch vereinzelt mit Ausfällen rechnen. Es wäre somit möglich, dass ein paar Einzeltitel, die im Index versammelt sind, die Corona-Krise nicht überleben werden. Wenn man um dieses Risiko weiß, dann sollte es auch nicht verwundern, dass dem auch eine höhere Gewinnmöglichkeit gegenüberstehen könnte.

Es gilt die in aller Welt geltende Regel: Je höher das Risiko, desto höher der Gewinn, aber auch die Möglichkeit eines Verlustes.

Mögliches Setup

Mit einem ETF ein diversifiziertes Italien-Portfolio im Mid- und Small Cap-Bereich abbilden | ETF der Woche | Online Broker LYNX

Das folgende Setup spielt auf eine Einmalanlage an. Alternativ könnten natürlich auch Positionen aufgebaut werden, die dann aber mit einem wesentlich längeren Anlagehorizont von ein paar Jahren bedacht werden sollten. Ein Einzelkauf käme bei Schwäche in Frage. Käufer könnten demnach auf eine Konsolidierung warten und einen Kauf bei 3,65 Euro lancieren. Die Position wäre zum Beispiel mit einem Stoploss von 3,35 Euro zur Verlustbegrenzung abzusichern. Das Kursziel käme bei rund 4,30 EUR in Betracht. Das Chance-Risiko-Verhältnis liegt bei diesem Setup beispielhaften bei 2.16.

Näheres zum Emittent iShares: Die den ETF auflegende Gesellschaft iShares gehört zur US-Investmentgesellschaft BlackRock, der global größten Vermögensverwaltungsgesellschaft mit Assets under Management (AuM) in Höhe von 6,47 Billionen US-Dollar (Stand 1. Quartal 2020). Die Emittentin iShares ist weltweit führend bei börsengehandelten Indexfonds und bietet mehr als 800 ETFs an. iShares verwaltete mit dem Stand des 31. März 2019 rund 1,9 Billionen US-Dollar an Vermögen, hat über 20 Jahre Erfahrung im Bereich der ETF-Anlagen und ist die Nummer 1 in der ETF-Branche.

Über den Indexanbieter FTSE Russell: Der Indexanbieter FTSE Russell ist der London Stock Exchange Group zuzuordnen. FTSE Russell gehört wie Dow Jones oder zum Beispiel STOXX zu den bekannten Indexanbietern der Finanzindustrie und deckt rund 98 Prozent aller investierbaren Märkte ab. Quer durch alle Assetklassen werden seit über 30 Jahren Indizes für rund 350 institutionelle Kunden angeboten. Angaben von FTSE Russell nach werden derzeit Wertpapiervolumina mit einem Gesamtwert von rund 10 Billionen US-Dollar in FTSE-Russell-Indizes zusammengefasst.

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Dirk Friczewsky, Technischer Analyst | LYNX Börsenexperten
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