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Wer als Investor mit einer enorm hohen Streuung in die führenden, größten und liquidesten Unternehmen Japan investieren möchte, kann im vorliegenden ETF fündig werden

Informationen zum Referenzindex – JPX-Nikkei400 Index

Der dem ETF zugrundeliegende Referenzindex JPX-Nikkei400 (ISIN: DE000A1EY8J4) bildet die Wertentwicklung der größten und liquidesten börsennotierten japanischen Konzerne ab. Der Indexanbieter JPX Market Innovation & Research incorporated & Nikkei Incorporated bietet mit dem JPX-Nikkei400 einen Index an, der aus insgesamt 400 Einzeltiteln besteht. Der Index ist ein streubesitzadjustierender, die Marktkapitalisierung gewichtender Index, der seit dem 06. Januar 2014 von der Tokio Stock Exchange und deren Marktinformationssystem in Echtzeit berechnet wird. Der Index hat eine Basis vom 30. August 2013 in Höhe von 10.000,00 Punkten.

Der JPX-Nikkei400 ist in insgesamt 33 Segmente untergliedert. Die meisten Einzeltitel sind den Segmenten Elektronikanwendungen (38 Titel),  IT und Kommunikation (35 Titel), Einzelhandel (31 Titel), Services (28 Titel), Konstruktion (23 Titel), Maschinenbau (23 Titel), Großhandel (20 Titel) und Food (20 Titel) zuzuordnen. (Daten gemäß Japan Exchange Group Data & Statistics mit dem Stichtag des 14. Juni 2022)

Die wichtigsten Einzeltitel des Referenzindex

Da der ETF die Wertpapiere nicht direkt erwirbt, besteht zwischen der Zusammensetzung des ETF-Portfolios und der des Referenzindex eine enorme Abweichung, denn das ETF-Portfolio weist lediglich einen Bestand japanischer Aktien in Höhe von 1,64 Prozent auf.

Die größten Positionen des Referenzindex sind mit 2,05 Prozent NTT, mit 1,85 Prozent Tokyo Electron, mit 1,78 Prozent KDDI, mit 1,73 Prozent Hitachi, mit 1,72 Prozent Mitsubishi UFJ Financial Group, mit 1,72 Prozent Mitsubishi, mit 1,71 Prozent Sony, mit 1,64 Prozent Toyota, mit 1,46 Prozent Takeda Pharmaceutical und mit 1,43 Prozent Sumitomo Mitsui Financial Group.

Diese Top 10 weisen eine Gewichtung von nur 17,09 Prozent auf. Eine ausreichend hohe Diversifikation ist hier folglich zu konstatieren. Insgesamt gibt es noch 390 weitere Einzelpositionen im Index. (Daten gemäß Invesco vom 13. Juni 2022)

Sektoren- Währungs- und Länderallokation des ETFs

Das Fondsportfolio besteht zu 100,00 Prozent aus japanischen Aktien. Die Wertpapiere notieren demnach zu 100 Prozent in japanischen Yen (JPY). Die vertretenen Sektoren sind mit 22,3 Prozent Industrie, mit 15,1 Prozent Nicht-Basiskonsumgüter, mit 14,9 Prozent IT, mit 10,8 Prozent Finanzen, mit 10,6 Prozent Gesundheit, mit 7,8 Prozent Kommunikation, mit 7,7 Prozent Basiskonsumgüter, mit 5,2 Prozent Materialien, mit 3,0 Prozent Immobilien undmit 2,6 Prozent Andere. (Daten gemäß Invesco vom 13. Juni 2022)

Der ETF weist aufgrund der swap-basierten Abbildungsmethode Wertpapierpositionen auf, die nicht der Sektoren-, Währungs- und Länderallokation des Referenzindex entsprechen. Die Einzeltitel sind beispielsweise zu 24,9 Prozent der Schweiz, zu 16,6 Prozent Norwegen, zu 15,3 Prozent Deutschland, zu 12,3 Prozent Schweden, zu 10,7 Prozent Dänemark und auch Österreich, den Niederlanden, der USA, Portugal und anderen Ländern zuzuordnen. Die Swap-Parteien sind zu 67,91 Prozent Morgan Stanley, zu 25,86 Prozent JP Morgan Chase und zu 6,23 Prozent Société Générale.

Invesco JPX-Nikkei 400 ETF im Detail

Der ETF (Symbol: N400 – ISIN: IE00BPRCH686 – WKN: A119GW) kann über die London Stock Exchange in US-Dollar erworben werden. Die jährliche Pauschalgebühr beträgt 0,19 Prozent und die Ertragsverwendung des Fonds ist thesaurierend. Die Fondswährung ist der japanische Yen und die Handelswährung ist der US-Dollar. Der ETF nutzt die synthetische, swap-basierte Replikationsmethode und erwirbt die Wertpapiere somit nicht direkt. Der ETF wurde am 10. September 2014 aufgelegt und wies mit dem Stichtag des 13. Juni 2022 ein Anteilsklassevermögen in Höhe von rund 9,869 Milliarden Yen auf.

Performance auf längere Sicht sehr zufriedenstellend

Die Performance des Referenzindex und ETFs wirkt auf längere Sicht zufriedenstellend, vor allem im Hinblick auf die jahrelange nicht vorhandene Verzinsung durch die Zentralbanken.

Auf Sicht des Zeitraums vom 31. Dezember 2018 bis zum 31. Dezember 2021 konnte der ETF um 43,03 Prozent zulegen, während der Referenzindex ein Plus von 44,06 Prozent aufwies. Vom 31. Dezember 2020 bis zum 31. Dezember 2021 gewann der ETF um 11,81 Prozent hinzu, während der Index um 12,08 Prozent zulegte. Die jeweiligen Performancedifferenzen sind als vertretbar zu bezeichnen und sind zum größten Teil mit der Managementgebühr zu erklären. (alle Performancedaten in Bezug auf den Referenzindex gemäß Invesco-Facsheet mit dem Stand des 30. April 2022)

Expertenmeinung – japanischer Aktienmarkt könnte Währungsturbo bieten

Die asiatisch-pazifischen Aktienmärkte konnten sich mehrheitlich der jüngsten starken Abwärtsbewegung der weltweit wichtigsten Aktienmärkte nicht entziehen. Vor allem die US-Aktienmärkte gelten im Hinblick auf die Marktentwicklung einmal mehr als globaler Leitmarkt.

Mit den bereits vollzogenen Zinserhöhungen durch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) kam es bereits zu entsprechenden Abverkäufen seit der Einleitung der Zinswende. Im Rahmen der nun anstehenden Juni-Entscheidung des Offenmarktauschusses (FOMC) könnte es weitere 50 Basispunkte oder sogar 75 Basispunkte aufwärts gehen.

Die Aktienmärkte sind seit ein paar Tagen dementsprechend zusätzlich nervös. Der marktbreite US-Leitindex S&P 500 verlor seit Jahresbeginn bereits 21,33 Prozent. Im direkten Vergleich wirkt die Performance des wohl bekanntesten japanischen Leitindex Nikkei225 mit einem Minus von 7,51 Prozent seit Jahresbeginn geradezu erfreulich. Der hier für den ETF herangezogene marktbreite JPX-Nikkei400 wies mit dem Stichtag des 31. Mai 2022 ein Minus von 2,95 Prozent auf.

In Bezug auf die japanischen Exportwerte könnte zumindest eine Seite, nämlich Japans Exporteure,  auf absehbare Zeit gute Geschäfte machen (abseits des teureren Imports und der dadurch auf längere Sicht zusätzlich importierten Inflation). Der japanische Yen gibst seit Monaten stetig gegenüber dem US-Dollar nach – auf 52-Wochensicht konnte das Währungspaar USD/JPY um rund 22 Prozent zulegen. Zwischenzeitlich erreichte der USD/JPY sogar den höchsten Stand seit dem Monat August 1998.

Zieht man beispielsweise einmal die BIP-Prognose von einer der führenden Investmentbanken Japans, nämlich von Sumitomo Mitsui, heran, so erkennt man, dass Japans Wirtschaft im Fiskaljahr 2022 um 2,1 Prozent und in 2023 um 1,3 Prozent wachen soll. Auch der Arbeitsmarkt gibt sich weiter stark. In 2022 wird mit einer Arbeitslosenrate von 2,6 Prozent und in 2023 mit nur 2,4 Prozent gerechnet. Die Einschätzung durch Sumitomo Mitsui wurde bis dato auch noch nicht nach unten revidiert. Im Vergleich zu vielen westlichen Ländern zeigt sich in Japan bis dato noch keine hohe Inflation – diese wird in 2022 im Kern auf 1,8 Prozent und für 2023 im Kern auf nur 1,1 Prozent geschätzt. Auf absehbare Zeit dürfte diese Inflationsquote jedoch aufgrund der für den japanischen Import deutlich schlechter gewordenen Wechselkursrate zum US-Dollar, Euro, Pfund und anderen wichtigen Währungen steigen.

Das Hauptaugenmerk neben der Markt-, Zins- und BIP-Entwicklung in den USA dürfte auch auf der Entwicklung in China liegen. Erholt sich das Reich der Mitte von seiner jüngst doch sehr ausgeprägten Corona-Konjunkturdelle, hat Japan gute Chance davon zu profitieren.

Mit dem hier vorgestellten ETF auf die wichtigsten 400 japanischen Aktiengesellschaften quer durch alle Wirtschaftssektoren, hat man die Chance von einer breiteren Erholung der japanischen Wirtschaft zu profitieren. Außerdem eignet sich der ETF auch für einen schrittweisen Aufbau einer Position durch mehrere Käufe über die Zeit bei einer langen Haltedauer aufgrund seiner niedrigen Gebühren.

Mögliches Setup

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Nach einer weiteren Konsolidierung könnte eine Neupositionierung eingegangen werden. Ein Kauf könnte bei 140,00 US-Dollar erfolgen, mit einem möglichen Ziel bei 175,00 US-Dollar. Die Position könnte mit einem Stoploss von 125,00 US-Dollar abgesichert werden. Das Chance-Risiko-Verhältnis liegt bei diesem Setup bei 2.33.

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