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Anleger können mit dem vorgestellten ETF gezielt mit einem globalen Ansatz in Unternehmen aus dem Energiesektor investieren. Der ETF bündelt insgesamt 50 Wertpapiere von weltweit führenden Unternehmen, die im Bereich Energie tätig sind.

Informationen zum Referenzindex – MSCI World Energy 35/20 Capped Index

Der dem ETF zugrundeliegende Referenzindex ist der MSCI World Energy 35/20 Capped Index.

Der Index misst die Performance der Wertpapiere von Large Caps und Mid Caps aus bis zu 23 entwickelten Märkten, den sogenannten DM-Ländern (englisch: developed markets).

Die im Index enthaltenen Einzeltitel sind allesamt dem Energiesektor zuzuordnen. Das Einzelgewicht der größten Indexposition ist auf 35 Prozent und die folgenden Positionen sind auf höchstens 20 Prozent Einzelgewichtung begrenzt. Der Index wurde am 07. Mai 2020 erstmals veröffentlicht und hat eine Basis vom 01. November 2013. Daten vor dem Startdatum wurden durch das „Backtesting-Verfahren“ ermittelt. Der Referenzindex wird quartalsweise ausbalanciert und auf seine Zusammensetzung hin überprüft. Hinweis: Vor dem 1 Dezember 2020 war die Benchmark des Fonds der MSCI World Energy Index. (Daten gemäß MSCI-Factsheet mit dem Stichtag des 31. Mai 2022)

Die wichtigsten Einzeltitel im ETF-Portfolio

Aufgrund einer direkten, also vollständig physischen Abbildungsmethode besteht zwischen den Positionen im ETF-Portfolio und denen des Referenzindex keine sehr hohe Abweichung.

Die größten Positionen sind mit 15,13 Prozent Exxon Mobil Corporation, mit 11,64 Prozent Chevron Corporation, mit 7,92 Prozent Shell PLC, mit 5,27 Prozent TotalEnergies SE, mit 4,81 Prozent ConocoPhillips, mit 3,68 Prozent BP p.l.c., mit 3,46 Prozent Enbridge Inc., mit 2,66 Prozent EOG Resources, mit 2,59 Prozent Canadian Natural Resources Limited und mit 2,30 Prozent Occidental Petroleum Corporation.

Diese Top 10 weisen eine Gewichtung von 59,46 Prozent auf. Das sieht zwar auf den ersten Blick nicht gerade nach einer ausreichend hohen Diversifikation mehr aus, doch die Streuung wäre aufgrund 40 weiterer Einzeltitel dennoch als ausreichend zu bezeichnen. (Quelle: SPDR vom 04. Juli 2022)

Sektoren- Währungs- und Länderallokation – USA dominieren

Das Fondsportfolio besteht zu 95,45 Prozent aus Aktien, die dem Sektor „Erdöl, Erdgas und nicht erneuerbare Brennstoffe“ zuzuordnen sind und zu 4,55 Prozent aus Aktien, die dem Sektor „Energiezubehör und Dienste“ angehören.

Die Länderallokation betreffend liegen die USA mit einem Anteil von 60,17 Prozent auf dem ersten Platz, nachfolgend finden sich Kanada mit 14,22 Prozent, Großbritannien mit 11,60 Prozent, Frankreich mit 5,27 Prozent, Australien mit 2,59 Prozent, Norwegen mit 1,50 Prozent, Italien mit 1,45 Prozent, Japan mit 1,11 Prozent, Spanien mit 0,83 Prozent, Finnland mit 0,77 Prozent, Österreich mit 0,25 Prozent und Portugal mit 0,23 Prozent.

Der US-Dollar hat mit über 60 Prozent den höchsten Anteil, nachfolgend wären noch der kanadische Dollar, das britische Pfund und der Euro als weitere wichtige Währungen anzuführen. (Quelle: SPDR vom 04. Juli 2022)

SPDR MSCI World Energy ETF im Detail

Der ETF (Symbol: WNRG – ISIN: IE00BYTRR863 – WKN: A2AGZ1) kann über die London Stock Exchange in US-Dollar erworben werden. Die jährliche Pauschalgebühr beträgt 0,30 Prozent und die Ertragsverwendung des Fonds ist thesaurierend. Die Fonds- und Handelswährung ist der US-Dollar. Der ETF nutzt die vollständig physische Replikationsmethode und erwirbt die Wertpapiere somit direkt. Der ETF wurde am 29. April 2016 aufgelegt und wies mit dem Stichtag des 04. Juli 2022 ein verwaltetes Vermögen in Höhe von rund 593,01 Millionen US-Dollar auf. (Quelle: SPDR vom 04. Juli 2022)

Performance des Referenzindex seit Jahresbeginn und auch längerfristig souverän

Der Referenzindex konnte seit Jahresanfang 2022 um 45,88 Prozent zulegen, während der ETF im Wert um 46,00 Prozent kletterte.

Auf Sicht von fünf Jahren legte der ETF um 50,57 Prozent zu, während der ETF um 52,09 Prozent anstieg. Aufgrund von Währungsschwankungen kann es wie im vorliegenden Fall auch zu einem positiven Tracking-Error kommen. Die hier ausgewiesenen Performancewerte dürften insbesondere im direkten Vergleich mit der immer noch am Markt geringen Verzinsung als souverän zu bezeichnen sein. (Performancedaten in Bezug auf den Referenzindex und der ETF gemäß SPDR-Factsheet vom 31. Mai 2022 – Hinweis: Vor dem 1 Dezember 2020 war die Benchmark des Fonds der MSCI World Energy Index.)

Expertenmeinung – mit dem MSCI World Energy ETF von steigenden Energiekosten profitieren

Die Internationale Energie Agentur – IEA (International Energy Agency) wies im Rahmen ihres Berichts Oil Market Report June 2022 bereits darauf hin, dass die Nachfrage nach Rohöl im Jahr 2023 die Vor-Corona-Nachfrage des Jahres 2019 übersteigen dürfte und prognostizierte ein Nachfragevolumen in Höhe von 101,60 Millionen Fass pro Tag. Staaten, die nicht dem OPEC+-Verbund angehören, könnten der IEA zufolge schon in diesem Jahr die Produktion um 1,9 Millionen Fass pro Tag und in 2023 um 1,8 Millionen Fass pro Tag steigern. Dennoch muss man auch diese Prognosen der Energieexperten mit Vorsicht genießen. Denn gerade der Kriegsausbruch zwischen Russland und der Ukraine wirbelte den globalen und insbesondere europäischen Markt für Rohöl, Erdgas und Treibstoffe kräftig durcheinander.

Sanktionen gegenüber Russland könnten nicht nur den Gasmarkt, sondern eben auch den Rohölmarkt stark stören. Darauf wies auch die US-Investmentbank JPMorgan zum Wochenbeginn hin. Dem Worst-Case-Szenario von JPMorgan zufolge könnte der Ölpreis auf bis zu 380 US-Dollar je Fass regelrecht explodieren. Die Experten von JPMorgan begründen dies mit dem Versuch des Westens, russisches Öl im Preis zu deckeln und beschreiben ein russisches Vergeltungsszenario.

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Mittels russischer Vergeltungsmaßnahmen könnte Moskau die Rohölproduktion massiv drosseln – JPMorgan nennt in diesem Fall bis zu 5 Millionen Fass pro Tag an Minderproduktion. Die dadurch enorm reduzierte Fördermenge könnte auf dem globalen Rohölmarkt zu enormen Verwerfungen führen. Andere Rohölförderländer könnten in der Kürze der Zeit nicht reagieren und mehr Öl fördern, was ja bereit sin den letzten Wochen und Monaten ausreichend zu beobachten war, als es russische Fördermengen, die in die USA gingen, zu ersetzen galt.

Ein weiteres, komplett entgegengesetztes Szenario zeichnete in einem aktuellen Research die US-Investmentbank Citi. Die Experten der Citi wiesen auf die steigende Gefahr einer Rezession in den USA schon zum Jahresende hin. Demzufolge könnte der WTI-Rohölpreis auf bis zu 65 US-Dollar je Fass absinken.

Ein Schreckensszenario für die Anleger gibt es im Bereich „Öl, Gas, Energie“ jedoch und das könnte wie ein Damoklesschwert über diesem gesamten Sektor schweben. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen anderen westlichen Industrieländern und auch in den USA ist die Diskussion entbrannt, inwieweit man Übergewinne der Konzerne abschöpfen könnte, um beispielsweise Kostenzuschüsse für weniger Betuchte querfinanzieren zu können. Dieser Eingriff ist bei den horrend gestiegenen Energiekosten (insbesondere in vielen Ländern Europas) zwar nachzuvollziehen, dürfte dann aber wieder zur nächsten Preisspirale beitragen, denn durch die Mindereinnahmen der Konzerne dürften diese weniger Mittel in die Erschließung neuer Fördergebiete, in den Ausbau der Kapazitäten oder die Ertüchtigung von Raffinerien aufwenden können.

Wer sich langfristig im Sektor positionieren möchte, kann dies mit einem Einmalkauf, mit Teilkäufen oder eben mittels monatlich geplanter Käufe im hier vorgestellten Produkt bewerkstelligen. Der ETF hat mit 0,30 Prozent eine vergleichsweise geringe Gebührenstruktur und kann langfristig wie eine Spardose „bespart“ werden.

Mögliches Setup

Global mit einem ETF in Unternehmen des Energiesektors investieren | Online Broker LYNX

Nach einer Konsolidierungsphase der jüngsten Aufwärtsbewegung der letzten Handelswoche könnte eine Neupositionierung eingegangen werden. Ein Kauf könnte bei 38,50 US-Dollar erfolgen, mit einem möglichen Ziel bei 46,50 US-Dollar. Die Position könnte mit einem Stoploss von 36,00 US-Dollar abgesichert werden. Das Chance-Risiko-Verhältnis liegt bei diesem Setup bei 3.20.

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