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Wer unkompliziert in Deutschlands erste Börsenliga investieren möchte, der kann dies mit dem vorgestellten ETF bewerkstelligen. Dieser deckt den Deutschen Aktienindex 1:1 ab und enthält somit die 40 größten und liquidesten Wertpapiere.

Informationen zum Referenzindex – Deutscher Aktienindex DAX

Der dem ETF zugrundeliegende Referenzindex ist der Deutsche Aktienindex – DAX, der mittels der ISIN DE0008469008 oder WKN 846900 gefunden werden kann. Der in den Medien und auch hier für den ETF herangezogene DAX, ist der „DAX Performance Index“. Um in den Index aufgenommen werden zu können, müssen die Unternehmen dem regulierten Marktsegment angehören. Außerdem müssen sie ihren juristischen oder operativen Firmensitz in Deutschland, der EU oder einem EFTA-Land haben, einen fortlaufenden Handel via Xetra aufweisen, sowie einen Streubesitz-Marktkapitalisierung von mindestens 10 Prozent vorweisen.

Der „Deutsche Aktienindex“ – kurz DAX – besteht aus den 40 größten Unternehmen nach Streubesitz-Marktkapitalisierung. Die jeweilige Gewichtung der Einzeltitel erfolgt aufgrund des Anteils des Wertpapiers an der gesamten streubesitzadjustierten Marktkapitalisierung, der im Index enthaltenen Wertpapiere. Der Index wird halbjährlich im März und September angepasst und quartalsweise im Zusammenhang mit „Fast Entry“ und „Fast Exit“-Regelungen überprüft.

Die Kappungsgrenze im DAX beträgt 10 Prozent. Der Index hat eine Basis von 1.000,00 Indexpunkten, die vom 30. Dezember 1987 stammt. Eine rückgerechnete Indexhistorie besteht bis zum Jahr 1959. Der DAX wird sekündlich von der Deutsche Börse AG von 09:00 bis 17:30 Uhr berechnet. Die Indexberechnung erfolgt in Euro (EUR). (Daten gemäß Deka vom 07. November 2022)

Die wichtigsten Einzeltitel im ETF-Portfolio

Vergleicht man die Zusammensetzung des Index- und ETF-Portfolios, so stellt man eine sehr hohe Deckungsgleichheit fest. Dies ist mit der vollständig physischen Abbildungsmethode zu erklären.

Die Top 10 Positionen sind mit 10,41 Prozent Linde PLC, mit 8,76 Prozent SAP, mit 7,53 Prozent Siemens, mit 6,67 Prozent Allianz, mit 5,99 Prozent Deutsche Telekom, mit 5,87 Prozent Airbus, mit 4,71 Prozent Bayer, mit 4,16 Prozent Mercedes-Benz Group, mit 3,77 Prozent BASF und mit 3,33 Prozent Münchener Rückversicherung.

Diese Top-10 weisen bereits eine Gewichtung von 61,20 Prozent auf. Dennoch kann man bei dieser Höhe der Gewichtung der Top 10 Positionen von einer ausreichenden Diversifikation sprechen. Das Portfolio besteht insgesamt noch aus 30 weiteren Einzelpositionen (Quelle: Deka vom 07. November 2022)

Sektoren- Währungs- und Länderallokation – DAX wirkt breit aufgestellt

Der Sektor Chemie liegt mit einem Anteil von 20,89 Prozent auf dem ersten Platz. Auf den folgenden Plätzen finden sich Industriegüter mit 16,23 Prozent, Automobile mit 11,36 Prozent, Versicherungen mit 10,87 Prozent, Software mit 8,76 Prozent, Telekommunikation mit 5,99 Prozent, Finanzdienstleistungen mit 4,04 Prozent, Konsumgüter & Haushaltswaren mit 3,89 Prozent, Versorger mit 3,88 Prozent, Gesundheitswesen mit 3,23 Prozent, Transport & Logistik mit 3,06 Prozent, Technologie mit 3,03 Prozent, Banken mit 1,76 Prozent, Medien mit 1,36 Prozent, Pharma & Logistik mit 1,13 Prozent und Einzelhandel mit 0,52 Prozent – insgesamt betrachtet eine recht hohe Streuung.

Beim Blick auf die Länderallokation findet man mit einem Anteil von 82,87 Prozent Deutschland auf dem ersten Platz und nachfolgend Großbritannien mit 10,41 Prozent (entspricht dem Anteil der Linde PLC), sowie Frankreich mit 5,87 Prozent und die Niederlande mit 0,85 Prozent. Dennoch spielt die Handels- und Fondswährung Euro im vorliegenden ETF mit 100,00 Prozent die alleinige Rolle, auch wenn die Linde PLC via US-GAAP in US-Dollar bilanziert. (Quelle: Deka vom 07. November 2022)

Deka DAX ETF im Detail

Der ETF kann über Xetra in Euro erworben werden. Die jährliche Pauschalgebühr beträgt nur 0,15 Prozent und die Ertragsverwendung des Fonds ist thesaurierend. Die Fonds- und Handelswährung ist der Euro. Der ETF nutzt die vollständig physische Replikationsmethode und erwirbt die Wertpapiere somit direkt. Der ETF wurde am 14. März 2008 aufgelegt, hatte am 31. August 2008 seine erste Börsennotierung und wies mit dem Stichtag des 07. November 2022 ein Fondsvolumen in Höhe von rund 1,137 Milliarden Euro auf. (Quelle: Deka vom 08. November 2022)

Performance der allgemeinen Marktentwicklung entsprechend enttäuschend

Seitens Deka wurde ein Performancevergleich im Zeitraum des 30. September 2017 bis zum 30. September 2022 angestellt. Im Zeitraume vom 30.09.2017 bis zum 30.09.2018 wies der Index ein Minus von 5,2 Prozent auf, der ETF fiel um 5,3 Prozent zurück. Vom 30.09.2018 bis zum 30.09.2019 konnte der Index nur ein minimales Plus von 0,8 Prozent erreichen, während der ETF um 0,9 Prozent vorne lag.

Vom 30.09.2019 bis zum 30.09.2020 wies der Index einen Zugewinn von 2,0 Prozent auf, der ETF brachte es auf 2,1 Prozent. Der Zeitraum vom 30.09.2020 bis zum 30.09.2021 war wesentlich besser – der Index brachte es auf ein Plus von 18,9 Prozent und der ETF auf ein Plus von 19,0 Prozent. Vom 30.09.2021 bis zum 30.09.2022 rutschte der Index um 21,2 Prozent abwärts, der ETF sank um 21,3 Prozent. Insgesamt ist der Tracking-Error demnach als sehr gering zu bezeichnen. (Performancedaten in Bezug auf den ETF und Referenzindex gemäß Deka-Factsheet mit dem Stand des 30. September 2022)

Expertenmeinung – Bedeutung des DAX schmilzt mit der breiten Wirtschaftsentwicklung zusammen

Eines sollte jedem Investor klar sein, der in den DAX investiert – der DAX ist nicht mit der deutschen Gesamtwirtschaft gleichzusetzen. Die im DAX enthaltenen Unternehmen gehören aber zu den größten international verflochtenen Konzernen, die Deutschland zu bieten hat und zu den größten Unternehmen, die an der Börse vertreten sind. Trotzdem ist der DAX ein sehr wichtiges Stimmungsbarometer, wie es um den Produktionsstandort Deutschland bestellt ist und den Wirtschaftsstandort Deutschland im Allgemeinen.

Wenn nun reihenweise Konzerne ankündigen, vermehrt im Ausland investieren zu wollen, vermehrt Produktionen ins Ausland zu verlagern, dann stimmt etwas gewaltig nicht und stinkt zudem zum Himmel. Es ist fraglich, inwieweit man die heutigen Probleme für Deutschlands Wirtschaft mit den erhöhten Energiepreisen allein dem Russland-Ukraine-Konflikt anlasten kann. Eine Reihe von Problemen dürften auch hausgemacht sein, angefangen von der Unbeweglichkeit der deutschen Bürokratie bis hin zu Inkompetenz so mancher Regierungsvertreter. Zusätzlich drückt auch die EU-Politik, der schwache Euro, die hohe Inflation und viele weitere Punkte auf die Stimmung. Die Energiepreise sind jedoch tatsächlich eine enorme Bürde – allein im ersten Halbjahr 2022 stiegen die Gaspreise für Nicht-Haushalte um 38,9 Prozent gegenüber dem zweiten Halbjahr 2021. Wird man diesen Energiepreisproblemen nicht Herr, droht die schrittweise De-Industrialisierung.

Die Stimmung in Deutschlands Wirtschaft jedenfalls entwickelte sich in jüngster Zeit tatsächlich weiter in die falsche Richtung, sie blieb düster. Dies zeigte auch der ifo-Geschäftsklimaindex für den Monat Oktober einmal mehr auf. Mit 84,4 Punkten ist er weiter gesunken, wenn auch nur geringfügig. Seit dem 2022er-Höchstwert von 98,8 Punkten ging es aber bereits ordentlich abwärts. Im Rahmen des Ukraine-Russland-Kriegsbeginns fiel der Wert schon im März 2022 auf 90,7 Punkte extrem stark zurück.

Wer sich parallel dazu die Entwicklung der Erdölpreise der beiden Rohölleitkontrakte Brent und WTI genauer ansieht und insbesondere die Preisentwicklung des führenden europäischen Erdgaskontraktes „Dutch TTF Gas Futures“, der kann ansatzweise erahnen, wo die Belastungen zu einem nicht geringen Anteil herkommen, die auch Konzerne wohl bald das Weite suchen lassen, da wo es geht. Der Rest sind zu hohe Abgaben, zu viele Steuern, Nebenkosten und weitere schädliche Regularien. Energieintensive Produktion in Deutschland, wie man sie en masse noch in der Verarbeitenden Industrie vorfindet, dürfte auf absehbare Zeit mit den heutigen Energiepreisen nicht mehr wettbewerbsfähig möglich sein.

Wenn zum Beispiel „Linde PLC“ aus dem DAX ausscheidet, weil der Konzern plant die Frankfurter Börse zu verlassen und nur noch den Aktienhandel in New York favorisiert, dann hat das auch einen symbolischen Charakter. Als nächsten „DAX-Aspiranten“ gäbe es dann die Porsche AG. Neben der Porsche Automobil Holding SE und der Volkswagen AG dann der Dritte im Bunde des „Piech-Porsche-Clans“ könnte man meinen.

Der DAX entwickelt sich mit BMW, Continental, Daimler Truck, Mercedes-Benz, Porsche AG und Porsche SE, sowie Volkswagen dann irgendwie ein bisschen zu einem Auto-Index. Nach dem Wirecard-Debakel kam Delivery Hero in den DAX – nach einem noch relativ kurzen Gastspiel war dieser Wert dann auch wieder gegen den ehemaligen DAX-Konzern Beiersdorf ausgetauscht worden. Irgendwie gehen dem DAX bald die Kandidaten aus oder? Der Rüstungskonzern Rheinmetall jedenfalls steht schon bereit.

In den letzten Monaten fallen auch die Handelsvolumina auf. Es gibt immer mehr Handelstage, an denen es der DAX offenbar schwer hat, die Marke von 3 Milliarden Euro zu knacken. Da schafft es der NASDAQ 100 an vielen Tagen sogar auf das 20fache. Dagegen sieht der DAX recht alt und verloren aus. Allein eine der beiden Alphabet-Aktien kommt oft auf ein höheres Handelsvolumen als der gesamte DAX 40.

Der ETF kann auch dazu dienen, Positionen in einer Phase der technischen überverkauften Lage aufzubauen und sich dann bei Erholungen wieder aus dem DAX zu „verabschieden“. Man nutzt den ETF dann nicht nur einfach als Spardose, sondern als „ungehebeltes Trading-Vehikel“.

Mögliches Setup

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Kursrücksetzer könnten für eine Positionierung genutzt werden. Ein Kauf könnte bei 116,00 Euro erfolgen, mit einem möglichen Ziel bei 125,00 Euro. Die Position könnte mit einem Stoploss von 111,00 Euro abgesichert werden. Das Chance-Risiko-Verhältnis liegt bei diesem Setup bei 1.80.

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