Der vorgestellte ETF bündelt Europas größte Banken und Bankengruppen und ermöglicht es einem Anleger diversifiziert in den Sektor zu investieren.

Informationen zum Referenzindex – STOXX Europe 600 Banks Net Return EUR

Der dem ETF zugrundeliegende Referenzindex STOXX Europe 600 Banks Net Return EUR (ISIN: EU0009658814 /Symbol: SX7R) ist ein streubesitz- und markkapitalisierungsgewichteter Performanceindex. Der hier vorliegende Index ist ein Sektorindex von insgesamt 20 Supersektoren.

Insgesamt gibt es vier Bereiche der Klassifizierung in Bezug auf STOXX Indizes, die sich von allgemein und breit bis hin zu detailliert beschreiben lassen. Es gibt die Einteilung von 11 Industrien, die sich in 20 Supersektoren, 45 Sektoren und 173 Subsektoren untergliedern lassen – der hier vorgestellte Bankensektor ist einer der Supersektoren. Mit dem Stichtag des 13. Juli 2021 wies der STOXX Europe 600 Banks Net Return EUR eine Gesamtmarktkapitalisierung in Höhe von 717,585 Milliarden Euro auf.

Der Referenzindex weist eine Basis von 100,00 Indexpunkten auf, die vom 31. Dezember 1991 stammt. Die Berechnung des Index wird neben der hier für den ETF verwendeten Net Return-Variante auch noch in den Varianten Gross Return und Price in Euro (EUR) und US-Dollar (USD) angeboten. Die Berechnung selbst erfolgt in Echtzeit (realtime) von 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr MEZ. Der Index wird quartalsweise im März, Juni, September und Dezember auf seine Zusammensetzung hin überprüft und gegebenenfalls ausbalanciert. (Daten gemäß stoxx.com und Qontigo bzw. STOXX-Index-Methodology Guide vom Juli 2021)

Top-Positionen des Referenzindex

Die größten Positionen des Referenzindex sind mit 13,96 Prozent HSBC Holdings, mit 8,18 Prozent BNP Parisbas, mit 7,56 Prozent Banco Santander, mit 5,91 Prozent ING Groep, mit 5,81 Prozent Intesa Sanpolo, mit 5,39 Prozent Lloyds Banking Group, mit 4,86 Prozent Banco Bilbao Vizcaya Argenta, mit 4,66 Prozent Nordea, mit 4,50 Prozent Barclays und mit 3,05 Prozent UniCredit.

Diese Top 10 Einzeltitel weisen eine Gewichtung von 63,88 Prozent auf. Aufgrund dieser Gewichtung könnte von einer nicht ganz so breiten Diversifikation ausgegangen werden. Insgesamt weist der Referenzindex noch weitere 29 Einzeltitel auf. (Daten in Bezug auf den Referenzindex gemäß Lyxor vom 09. Juli 2021)

Sektoren-, Länder- und Währungsallokation des Referenzindex

Der vorliegende Referenzindex ist ein Sektorindex im Bereich Banken – der Anteil dieses Sektors liegt daher bei 100 Prozent.

In Bezug auf die Länderallokation beträgt der Anteil Großbritanniens 28,34 Prozent. Auf den weiteren Plätzen finden sich mit 14,79 Prozent Spanien, mit 13,51 Prozent Frankreich, mit 11,73 Prozent Schweden, mit 10,69 Prozent Italien, mit 6,57 Prozent die Niederlande, mit 3,81 Prozent Deutschland, mit 2,31 Prozent Belgien, mit 2,26 Prozent Norwegen und mit 2,08 Prozent Österreich. Die restlichen Prozente entfallen auf Polen, Irland und die Schweiz.

In Bezug auf die Währungsallokation liegt der Anteil des Euro mit 54,33 Prozent auf dem ersten Platz, gefolgt vom britischen Pfund mit 28,34 Prozent und der schwedischen Krone mit 11,73 Prozent. Weitere Währungsbestandteile gibt es noch in norwegischen Kronen, polnischen Zloty, dänischen Kronen und in Schweizer Franken. (Daten in Bezug auf den Referenzindex gemäß Lyxor vom 09. Juli 2021)

Lyxor STOXX Europe 600 Banks UCITS ETF im Detail

Der ETF mit dem Handelssymbol INDA (ISIN: LU2082996112 – WKN: LYX04C) kann über die Xetra erworben werden. Die jährliche Pauschalgebühr beträgt 0,30 Prozent und die Ertragsverwendung des Fonds ist ausschüttend. Die Fonds- und Handelswährung ist der Euro.

Der ETF nutz die swap-basierte, synthetische Replikationsmethode. Die Swap-Gegenpartei ist die Société Générale. Die Anteilsklasse wurde am 24. September 2020 aufgelegt und hat mit dem Stichtag des 09. Juli 2021 ein Gesamtfondsvermögen in Höhe von rund 877,8 Mio. Euro.

Top Positionen im ETF

Aufgrund der swap-basierten (synthetischen) Abbildungsmethode weist der ETF im direkten Vergleich zum Referenzindex eine beinahe vollständig abweichende Portfoliostruktur auf.

Die Top 10 sind hier mit 5,57 Prozent Koninklijke DSM NV, mit 5,49 Prozent Koninklijke Philips NV, mit 4,39 Prozent UPM-Kymmene OYI, mit 4,16 Prozent SAP SE, mit 4,08 Prozent BNP Parisbas SA, mit 3,95 Prozent NN Group NV, mit 3,68 Prozent KBC Groep NV, mit 3,50 Prozent Schneider Electric SA, mit 3,44 Prozent Airbus Group NV und mit 3,13 Prozent Euronext NV.

Diese Top 10 weisen im Gegensatz zu den Top10 des Referenzindex bereits eine Gewichtung von nur 41,39 Prozent auf. (Daten in Bezug auf den ETF gemäß LYXOR vom 09. Juli 2021)

Performance kurz- und langfristig mehr als zufriedenstellend

Der ETF ist noch kein volles Jahr am Markt. Ein direkter Vergleich der Performance zwischen dem ETF und dem Referenzindex ist daher auf längere Sicht noch nicht darstellbar.

Seit Jahresanfang 2021 legte der Referenzindex um 21,53 Prozent zu, der ETF konnte im Vergleichszeitraum um 19,66 Prozent hinzugewinnen. Der vergleichsweise hohe Tracking-error in dieser recht kurzen Zeit dürfte neben den Gebühren zum Großteil auf Währungsschwankungen zurückzuführen sein.

Um ein Gefühl für die langfristige Performance zu bekommen, betrachten wir uns einmal die Entwicklung des Referenzindex. Dieser konnte in den letzten 52 Wochen ca. 39,3 Prozent hinzugewinnen und auf Sicht von fünf Jahren rund 18 Prozent.

Expertenmeinung – Die regulatorischen Zügel für Banken werden wieder lockerer

Der vorliegende ETF bildet die Performance der führenden, größten und liquidesten Banken Europas ab. Blickt man auf die Länderallokation, so erkennt man einen nicht geringen Anteil Großbritanniens. Dieser Anteil ist mit 28,34 Prozent sogar dominierend.

Die Zentralbank Großbritanniens, die Bank of England, hat einem Bericht der Financial Times zufolge nun die wegen der Corona-Krise verhängten Restriktionen für britische Banken mit sofortiger Wirkung aufgehoben, so dass diese wieder unbeschränkt Dividenden an ihre Aktionäre ausschütten dürfen (aufgrund der Corona-Krise wurden allein in Großbritannien 7,5 Milliarden GBP in Form von Dividenden auf diese Weise nicht zur Ausschüttung genehmigt). Außerdem sind nun auch wieder Aktienrückkaufprogramme erlaubt.

Die BoE attestiert den britischen Großbanken im Rahmen ihres jüngsten Stresstests auch für den Fall neu aufziehender Krisen eine derzeit mehr als ausreichende Kapitalausstattung. Die von dieser Regel nun profitierenden Großbanken aus Großbritannien sind unter anderem Barclays, Lloyds Banking Group, HSBC, Standard Chartered, und Natwest Group. Die Bank of England zog mit diesem Weg der Aufhebung der Beschränkungen sogar nach, denn die US-Notenbank Federal Reserve hatte ähnliche Beschränkungen bereits im Juni 2021 aufgehoben.

Den Angaben der FT nach, soll die EZB im Oktober folgen, doch es wird auch darüber berichtet, dass man von Seiten der Europäischen Zentralbank darüber nachdenkt, zu exzessive Ausschüttungen regulatorisch mit einer eingezogenen Ausschüttungsgrenze oder Kappung der Ausschüttung zu unterbinden. Inwieweit die Banken der Eurozone in Relation zu ihrem restlichen Wettbewerb vor allem an den Börsen aufgrund dieser möglichen, einschneidenden Regeln ins Hintertreffen geraten werden, bleibt noch abzusehen. Den Aussagen der EZB-Offiziellen Margarita Delgado nach, sollten die Banken der Eurozone besser noch vorsichtig sein eine eher behutsamere Dividendenpolitik anstreben und Übertreibungen bei Ausschüttungen vermeiden.

Sollten die Banken der Eurozone diese Vorschläge nicht befolgen wollen, könne man aufsichtsrechtlich eingreifen, so Delgado.

Auf der einen Seite klingt das zwar mehr als vernünftig, jedoch aus der Sicht von Investoren könnte man auf diese Weise versucht sein, anderen Bankengruppen außerhalb der Eurozone beim Investitionsprozess den Vorzug zu geben. Sollte die EZB den Banken innerhalb der Eurozone zusätzliche Risikovorsorge bzw. eine höhere Kapitalausstattung vorschreiben, so wären diese für Investoren zwar sicherer, doch eben weniger lukrativ.

Eine bessere Kapitalausstattung und eine gemäßigte Ausschüttung erscheinen in diesen Zeiten möglicherweise dennoch geboten. Aufgrund der Auswirkungen der Corona-Krise kann es diesseits und übrigens auch jenseits des Ärmelkanals durchaus noch zu höheren Kreditausfällen kommen. Die bis dato oft beschriebene Insolvenzwelle trat noch nicht ein – noch nicht!

Trotzdem muss man auch auf die beachtlichen Summen achten, die die größten Banken der Eurozone für Ausschüttungen und Aktienrückkäufe zurückgelegt haben sollen. Den Berechnungen von Bloomberg zufolge sollen die BNP Parisbas, BBVA, ING Groep, Intesa Sanpolo und die Nordea auf den höchsten Reserven sitzen, die sich insgesamt auf 22,2 Milliarden Euro belaufen. In der Gesamtbetrachtung könnten für den europäischen Bankensektor wieder bessere und auch lukrativere Zeiten kommen.

Mögliches Setup

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Einem Einmalkauf könnte auch ein schrittweises Akkumulieren bei Schwäche als Strategie gegenüberstehen. So wäre ein Positionsaufbau antizyklisch zu betreiben und gegebenenfalls könnten Positionen während einer schlechten Wochen- oder gar Monatsperformance erworben werden. Auch ein Einzelkauf könnte nach einer Schwächephase erfolgen. Beide Wege würden jedoch einen längerfristigen Anlagehorizont von mehreren Monaten bis sogar mehreren Jahren erfordern. Bei einem Einzelkauf wäre eine Positionierung nach einer Kurskorrektur möglich. Eine Position könnte bei 29,50 Euro aufgenommen werden. Das Kursziel könnte bei 35,50 Euro liegen. Die Position könnte mit einem Stoploss bei 27,50 Euro abgesichert werden. Das Chance-Risiko-Verhältnis liegt bei diesem Setup bei 3.00.

Über den Emittenten LYXOR: Der Emittent LYXOR und Lyxor Asset Management sind eine Marke der Société Générale Group. Der erste ETF von LYXOR wurde bereits 2001 lanciert. Mit der Verschmelzung von Comstage (Lyxor erwarb die EMC-Division der Commerzbank) bietet Lyxor eine Auswahl aus über 300 Fonds an. Lyxor Asset Management weist ebenfalls mit dem Stand April 2021 insgesamt ein AUM in Höhe von 213,3 Mrd. US-Dollar auf (darin sind auch 23,5 Milliarden US-Dollar in Assets under Advisory enthalten).

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