Der ETF gibt einem Anleger die Möglichkeit, einfach in einen Korb von europäischen Unternehmen zu investieren, die über die besten ESG-Ratings verfügen.

Informationen zum Referenzindex – MSCI Europe SRI S-Series 5% Capped (NTR) Index

Der Referenzindex MSCI Europe SRI S-Series 5% Capped (NTR) Index mit 118 Einzelwerten ist ein vom MSCI Europe Index (mit 430 Einzelwerten) abgeleiteter Index, der LargeCaps und MidCaps aus 15 entwickelten europäischen Ländern (DM = developed markets) enthält.

Zur Kategorie DM gehören den Angaben von MSCI zufolge Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Irland, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, die Schweiz und Spanien.

Der Index beinhaltet die Unternehmen mit den höchsten ESG-Ratings des Mutterindex MSCI Europe Index. Aktiengesellschaften, deren geschäftliche Aktivitäten maßgeblich mit Alkohol, Atomkraft, Glücksspiel, Kriegswaffen, Öl, Gas, Thermalkohle, zivilen Schusswaffen, Tabak sowie Unterhaltung für Erwachsene in Zusammenhang stehen, sind von der Indexaufnahme ausgeschlossen.

Das Maximalgewicht eines Indexbestandteils beträgt 5 Prozent bei jeder Neuausrichtung. Der Index wird quartalsweise im Februar, Mai, August und November auf seine Zusammensetzung hin überprüft und einer halbjährlichen Indexüberprüfung unterzogen.

Der MSCI Europe SRI S-Series 5% Capped (NTR) Index wurde am 25. April 2019 lanciert, Daten liegen bis zum 30. November 2015 im Back-Testing-Verfahren vor. (Daten gemäß MSCI-Index-Factsheet vom 30. November 2021)

Die wichtigsten Einzeltitel im ETF-Portfolio

Da der ETF die Wertpapiere direkt (vollständig physische Replikationsmethode) erwirbt, besteht zwischen den Positionen im ETF-Portfolio und denen des Referenzindex keine sehr hohe Abweichung.

Die größten Positionen sind mit 5,28 Prozent ASML Holding N.V., mit 5,26 Prozent Novo Nordisk Class B, mit 4,99 Prozent SAP SE, mit 4,20 Prozent L´Oréal SA, mit 3,50 Prozent Allianz SE, mit 3,38 Prozent Schneider Electric SE, mit 2,24 Prozent Deutsche Post AG, mit 2,23 Prozent Lonza Group AG, mit 2,19 Prozent RELX PLC und mit 2,15 Prozent Essilor Luxottica SA.

Dieses Top-10 weisen eine Gesamtgewichtung von 35,42 Prozent auf. Eine mehr als ausreichende Diversifikation liegt demnach vor. Insgesamt weist das Portfolio noch 108 weitere Positionen auf. (Daten gemäß BNP Paribas Asset Management vom 29. Oktober 2021)

Sektoren- Währungs- und Länderallokation

Das Fondsportfolio besteht zu 100 Prozent aus Aktien, die aber nicht zu 100 Prozent in Euro notieren, denn in Bezug auf die Länderallokation liegt der Anteil Großbritanniens bei 17,15 Prozent, der Dänemarks bei 10,14 Prozent, der der Schweiz bei 10,13 Prozent und der Schwedens bei 2,64 Prozent. Diese Aktien notieren der Länderallokation entsprechend in britischen Pfund, in dänischen Kronen, in Schweizer Franken, sowie in schwedischen Kronen.

Der Euro spielt jedoch die wichtigste Rolle, denn 19,83 Prozent des Portfolios sind Frankreich zuzuordnen, 16,08 Prozent Deutschland, 9,12 Prozent den Niederlanden, 2,74 Prozent Italien, 2,53 Prozent Spanien und 2,15 Prozent Irland (diese Länder erreichen einen Anteil von 52,45 Prozent des Portfolios).

Die wichtigsten Sektoren sind mit 16,79 Prozent Finanzwesen, mit 16,03 Prozent Industrie, mit 15,97 Prozent Gesundheitswesen, mit 12,37 Prozent Basiskonsumgüter, mit 11,56 Prozent Nicht-Basiskonsumgüter, mit 10,27 Prozent Informationstechnologie, mit 8,45 Prozent Rohstoffe, mit 3,31 Prozent Kommunikationsdienste, mit 2,74 Prozent Versorger, mit 1,55 Prozent Immobilien und mit 0,96 Prozent Sonstige. (Daten gemäß BNP Paribas Asset Management vom 29. Oktober 2021)

BNP Paribas Easy MSCI Europe SRI S-Series 5% Capped UCITS ETF im Detail

Der ETF (Symbol: SRIE – ISIN: LU1753045415 – WKN: A2JFSU) kann über die Euronext Paris in Euro erworben werden. Die jährliche Pauschalgebühr beträgt 0,25 Prozent und die Ertragsverwendung des Fonds ist ausschüttend. Die Fonds- und Handelswährung ist der Euro.

Der ETF nutzt die vollständige physische Replikationsmethode und erwirbt die Aktien demnach direkt. Der ETF wurde am 13. März 2018 aufgelegt und hat mit dem Stichtag des 29. Oktober 2021 per BNP Index Dashboard ein gesamtes Fondsvolumen in Höhe von 1,889 Milliarden Euro.

Mittel- und langfristige Performance mehr als solide

Seit Jahresanfang stieg der ETF mit dem Stichtag des 03. Dezember 2021 um 21,21 Prozent. Im Vergleichszeitraum konnte der Referenzindex um 21,02 Prozent zulegen.

Auf Sicht der letzten drei Jahre mit dem Stichtag des 03. Dezember 2021 erreichte der Referenzindex eine Gesamtperformance von 54,23 Prozent. Im Vergleich dazu erzielte der ETF einen Zugewinn in Höhe von 54,32 Prozent.

Im Jahr 2019 war die Performance besonders stark. Der Index legte um 28,79 Prozent und der ETF um 28,82 Prozent zu. In 2020 lag das Plus beim ETF bei 4,57 Prozent und beim Referenzindex bei 4,70 Prozent.

Da der Referenzindex längerfristige Performancedaten mittels Backtesting-Daten bietet, soll hier noch erwähnt werden, dass die annualisierte Performance seit dem 30. November 2015 bei 7,58 Prozent lag (mit dem Stichtag des 30. November 2021 gemäß MSCI-Facsheet). (alle weiteren Performancedaten in Bezug auf den ETF und den Referenzindex gemäß BNP Parisbas Asset Management mit dem Stand des 03. Dezember 2021)

Expertenmeinung – Europas Aktienmärkte bleiben attraktiv, aber volatil

Investments in Aktien sind weiter attraktiv, doch durch die in den letzten beiden Wochen angestiegene Volatilität ist guter Rat teuer. Im gegenwärtigen Marktumfeld wäre man mit Einmalkäufen in ETFs nach mehrtägigen und vor allem nach mehrwöchigen Abwärtsphasen sicherlich besser bedient. Dies zeigt auch das Bild der letzten Handelstage einmal mehr recht eindrucksvoll. Deshalb dürfte sich die Strategie des Akkumulierens in Schwächephasen wohl eher auszahlen. Wer langfristig am Aktienmarkt in Form von ETFs sparen möchte, kann dies auch mit dem vorliegenden Produkt tun.

In den letzten beiden Wochen wurden die Aktienmärkte in Europa von den Schlagzeilen rund um das Thema SARS-COV-2 und der Variante Omikron doch erheblich dominiert. Neue Unsicherheiten tauchten auf und es ging doch recht rapide und vor allem deutlich mit den führenden europäischen Indizes abwärts. Gestiegene Neuinfektionsraten, anziehende Hospitalisierungsraten führten das Thema Corona leider einmal mehr in den Fokus der Marktberichterstattung. Gerade aufgrund dieser Marktberichterstattung rund um so viele negative Nachrichten, könnten die eigentlich weiterhin recht positiv zu wertenden, volkswirtschaftlichen Daten der führenden Wirtschaftsnationen der Eurozone untergegangen sein. Die Einkaufsmanagerindizes zum Beispiel für Frankreich, Italien und Spanien (der Reihenfolge nach Deutschland die zweit-, dritt- und viertplatzierten Volkswirtschaften der Eurozone), aber auch für Großbritannien konnten nämlich überzeugen. Die Wirtschaft dieser Länder konnte sich übergeordnet betrachtet im Vergleich zur deutschen Wirtschaft besser entwickeln.

In Deutschland hat sich zum Beispiel das Geschäftsklima im Bereich der verarbeitenden Industrie verschlechtert – um genau zu sein den fünften Monat in Folge. Durch die neuen Belastungen, die sich unter anderem aus neuen Corona-Regelungen (3G am Arbeitsplatz, 2G in vielen Geschäften und in manchen Bundesländern gar 2G+ in ausgewählten Dienstleistungsbereichen), aber auch hohen Inflationsraten, hohen Steigerungsraten bei den Erzeugerpreisen, Rohstoff- und Materialienverknappung, Lieferverzögerungen und auch durch die Chipkrise zusammensetzen, stockt die deutsche Wirtschaftslokomotive sichtlich. Doch im vorliegenden ETF wäre der Anteil Deutschlands im Vergleich zu den restlichen Ländern einmal nicht zu stark zu gewichten.

Die Eurozone könnte trotz der hier aufgezeichneten Punkte recht stark wachsen. Die französische BNP Paribas (hier auch Emittent des ETFs) prognostiziert für 2021 ein BIP-Wachstum in Höhe von 5,0 Prozent. Für 2022 geht man von einem BIP-Zuwachs von 4,2 Prozent und für 2023 von einem Plus von 3,0 Prozent aus. In Großbritannien sehen die Werte noch besser aus, denn man prognostiziert 7,1 Prozent für 2021, 5,4 Prozent für 2022 und 2,1 Prozent für 2023. Im Rahmen einer genaueren Betrachtung der einzelnen führenden Wirtschaftsnationen der Eurozone wird Deutschland von Frankreich, Italien und Spanien in Bezug auf den BIP-Zuwachs sogar recht deutlich abgehängt. Ein auch für Aktien nicht unwichtiger Punkt: Die Inflationsraten dürften sich den Angaben von BNP Paribas erst im Jahr 2023 wieder auf das üblich bekannte 2,0-Prozent-Inflationsziel der EZB einpendeln. Aktien könnten somit auch noch eine Weile als Hedge für höhere Inflationsraten herhalten – wo bekommt man schließlich derzeit sonst Zinsen von 3-5 Prozent?

Unterstützung für die Wirtschaft und damit Wirtschaftsaktivität und für die Exporteure Europas könnte zum Großteil ausgerechnet aus den USA kommen, denn mit den ersten Fed-Zinserhöhungen könnte die Dollar-Stärke aufgrund des schnelleren geldpolitischen Wechsels Bestand haben. Dies könnte den europäischen Exporteuren größtenteils zum Vorteil gereichen, denn das britische Pfund und vor allem der Euro dürften gegenüber dem US-Dollar weiterhin das Nachsehen haben.

Mögliches Setup

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Hin und wieder kann es sich lohnen, eine abwartende Haltung einzunehmen und dann nach einer Konsolidierung zu einer Neupositionierung zu schreiten. Es könnte ein Kauf bei 28,50 Euro geplant werden, der das Ziel bei 31,50 Euro hätte. Die Position sollte zum Beispiel mit einem Stoploss abgesichert werden, der hier bei 27,50 Euro zu ziehen wäre. Das Chance-Risiko-Verhältnis liegt bei diesem Setup bei 3.00.

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