Mit dem vorgestellten ETF erhalten Anleger einen einfachen, transparenten und direkten Zugang zu führenden japanischen Unternehmen, die an der Börse Tokio gehandelt werden.

Informationen zum Referenzindex – Nikkei225 Index (Nikkei Stock Average)

Der dem ETF zugrunde liegende Referenzindex Nikkei225 Index (Nikkei Stock Average) (Bloomberg: NKY oder Refinitiv: .N225) ist ein vom japanischen Medienkonzern Nikkei Inc. publizierter Börsenindex. Der offizielle Name des Index lautet Nikkei Stock Average. Der Index besteht aus 225 hochliquiden Aktien des obersten Handelssegments (First Section) der Tokioter Börse.

Der Index ist in die sechs Industrieklassifikationen Technologie, Finanzen, Konsumgüter, Materialien, Nichtzyklische Konsumgüter und Transport und Versorger unterteilt, die sich wiederum insgesamt in 36 Subsektoren untergliedern lassen.

Der Nikkei225 ist international wie der DAX oder der Dow Jones ein durchaus bekannter Index und gilt als Barometer für die japanische Wirtschaft, die nach den USA und China die drittgrößte der Welt ist.

Die Geschichte des Nikkei225 begann im Jahr 1950 – zu dieser Zeit wurde Japans Leitindex allerdings noch von der Tokio Stock Exchange (TSE) als TSE adjusted average price veröffentlicht. Die erste Berechnung startete am 07. September 1950. Der Index hat eine Basis vom 16. Mai 1949, dem Tag als die Börse in Tokio nach dem zweiten Weltkrieg wieder öffnete. Als die Tokioter Börse den TOPIX-Index startete, übernahm auch die Nikkei-Gruppe die Berechnung des Nikkei225. Somit feierte der Index offiziell im Krisenjahr 2020 das 70jährige Jubiläum.

Zur Aufnahme in den Nikkei225 sind nur Stammaktien (ordinary shares) zugelassen und keine Vorzüge, ETFs oder REITs. Die Berechnung erfolgt während der TSE-Handelszeiten alle fünf Sekunden. Der Index wird einmal im Jahr auf seine Zusammensetzung hin überprüft. Außerordentliche Anpassungen werden vorgenommen, wenn ein Indexmitglied den Index verlassen muss.

Die hohe Liquidität des Nikkei225 kommt auch durch den sehr aktiven Terminmarkt zustande. Seit über 30 Jahren werden Nikkei225 Futures zum Beispiel in Singapur, Osaka und auch in Chicago gehandelt. (alle Daten gemäß Nikkei Indices-Factsheet, monatliches Factsheet, sowie www.indexes.nikkei.co.jp)

Die Top 10 Positionen des ETF-Portfolios

Da der ETF die vollständig physische Replikationsmethode verwendet, werden die Wertpapiere direkt erworben. Aus diesem Grund besteht zwischen dem ETF-Portfolio und der Zusammensetzung des Referenzindex eine sehr hohe Deckungsgleichheit.

Die größten Positionen sind mit 9,46 Prozent Fast Retailing Ltd., mit 6,11 Prozent Tokyo Electron Ltd., mit 5,24 Prozent Softbank Group Corp., mit 3,23 Prozent Fanuc Corp., mit 3,21 Prozent Daikin Industries Ltd., mit 2,63 Prozent Advantest Corp., mit 2,59 Prozent KDDI Corp., mit 2,31 Prozent Shin Etsu Chemical Ltd., mit 2,31 Prozent Terumu Corp. und mit 2,24 Prozent Recruit Holdings Ltd.

Diese Top 10 Positionen bringen es auf eine Gesamtgewichtung von 39,33 Prozent. Dies spricht für eine ausreichende Diversifikation (Daten gemäß iShares vom 06. August 2021)

Länder-, Währungs- und Sektorenallokation

Da es sich beim Index Nikkei225 um den Leitindex der Tokioter Börse handelt, liegt der Japan-Anteil des Portfolios bei 99,73 Prozent.

Das gleiche Bild ergibt sich bei der Währungsallokation, denn japanische Aktien in Tokio werden schließlich in japanischen Yen gehandelt.

Der wichtigste Sektor ist mit einem Anteil von 20,19 Prozent Zyklische Konsumgüter. Auf den weiteren Plätzen folgen mit 19,93 Prozent Industrie, mit 19,39 Prozent IT, mit 12,80 Prozent Gesundheitsversorgung und mit 10,45 Prozent Telekommunikation. Die restlichen Sektoren wären noch Nichtzyklische Konsumgüter, Materialien, Finanzen, Immobilien mit einem Anteil von 16,59 Prozent. Auf das Portfolio entfällt zudem ein Anteil von 0,27 Prozent an Derivaten und Cash-Positionen. (Daten gemäß iShares vom 06. August 2021)

iShares Nikkei 225 UCITS ETF im Detail

Der ETF kann über die Xetra in Euro erworben werden. Die Gesamtkostenquote beträgt 0,51 Prozent und die Ertragsverwendung des Fonds ist ausschüttend. Die Fondswährung ist der japanische Yen und Handelswährung im vorliegenden Fall der Euro. Aus diesem Grund besteht für Anleger aus dem Euroraum neben dem allgemeinen Kursrisiko ein zusätzliches Währungsrisiko.

Der Fonds nutzt die vollständige physische Replikationsmethode, erwirbt die Aktien somit direkt und wurde am 05. Juli 2006 aufgelegt. Mit dem Stichtag des 09. August 2021 betrug das Anteilsklassevermögen rund 22,175 Milliarden Yen. Bei einem Kurs von EUR/JPY 129,50 entspricht dies 171,24 Millionen Euro.

Referenzindex und ETF mit langfristig hervorragender Performance

Seit der ETF- Auflage im Juli 2006 konnte der Fonds um 4,92 Prozent p.a. zulegen, der Referenzindex im Vergleichszeitraum um 3,81 Prozent.

Der ETF wies in 2016 ein Plus von 1,62 Prozent auf, legte in 2017 um 20,18 Prozent zu, fiel in 2018 um 10,96 Prozent, stieg in 2019 um 19,70 Prozent an und machte in 2020 17,35 Prozent gut.

Der Referenzindex wies in 2016 ein Plus von 0,42 Prozent, in 2017 ein Plus von 19,10 Prozent, in 2018 ein Minus von 12,08 Prozent, in 2019 ein Plus von 18,20 Prozent und in 2020 ein Plus von 16,01 Prozent auf.

Der Tracking-Error ist hier zum Teil recht hoch, ist neben den Transaktionskosten und den jährlichen Gebühren aber hauptsächlich mit Währungsschwankungen zu erklären. (Performancedaten in Bezug auf den ETF und für den Referenzindex gemäß iShares mit dem Stand vom 06. August 2021)

Expertenmeinung – nach Olympia rückt nun die Wahl in den Fokus

Der japanische Leitindex Nikkei225 schloss an der Tokioter Börse am Dienstag mit einem Kursplus von 0,24 Prozent bei 27.888,15 Punkten. Sollte sich das für Japan relevanteste Währungspaar USD/JPY weiter oberhalb der Marke von 110 festsetzen können und in den nächsten beiden Jahren aufgrund des Zinsvorteils für den US-Dollar auch in Richtung der Marken von 112 oder gar darüber entwickeln, so wäre dies sicherlich auch ein Vorteil für Japans enorm exportabhängige Wirtschaft.

Ein Risk-off-Sentiment (Risikoaversion) an den Märkten würde hingegen für einen deutlich stärker werdenden japanischen Yen sprechen und könnte jegliche zaghafte Erholung wieder zerstören (Japans Yen gilt international als sicherer Hafen).

Nachdem die olympischen Sommerspiele in Tokio nun offiziell als beendet gelten, rückt in Japan das nächste Ereignis in den Fokus, nämlich die Wahlen zum Repräsentantenhaus – 465 Sitze sind zu vergeben. Durch die publikumsfreien olympischen Spiele von Tokio blieben die Schreckensmeldungen in Bezug auf zuvor von der japanischen Bevölkerung befürchteten, wesentlich höheren, Corona-Neuinfektionsraten aus. Dies kann auch als ein Erfolg von Japans Premier Suga gefeiert werden, der bereits eine Weile in der japanischen Politik unter Druck steht.

Nun im kommenden September und Oktober werden die Wähler demnach neben dem Erfolg der Spiele auch über den Erfolg der japanischen Impfkampagne abstimmen. Die japanische Impfkampagne nahm zuletzt Fahrt auf – mittlerweile ist rund ein Drittel der japanischen Bevölkerung vollständig geimpft und 46 Prozent haben schon eine Erstimpfung erhalten. Zumindest dürften sich die Chancen für Suga und seine Partei etwas verbessert haben. Wie es innerparteilich um ihn bestimmt ist, wir die Liberal Democratic Party bestimmen, deren Vorsitz Suga noch bis zum 30. September innehat. Die Legislaturperiode im Repräsentantenhaus endet am 21. Oktober. Um die einfache Mehrheit im Repräsentantenhaus zu bekommen, muss die LDP 233 Sitze erreichen.

Die Wirtschaft betreffend und in erster Linie die Börse sieht es neben den etwaigen politischen Hürden in Japan eigentlich recht konstruktiv aus. Dank der japanischen Notenbank BoJ (Bank of Japan) bleibt die Geldpolitik mit den seit geraumer Zeit negativen Leitzinsen mit einem Zinssatz von einem Minus von 0,10 Prozent mehr als nur versorgend. Die Ankaufprogramme der BoJ sind weiterhin enorm auf expansive Linie getrimmt. Bis dato erwiesen sich den Angaben von Sumitomo Mitsui zufolge, die japanischen Unternehmensgewinne auch als sehr stark – die EPS-Daten des aktuellen Fiskaljahres könnten gar neue Rekordmarken erreichen.

Die wirtschaftliche Erholung könnte die Kurse in Tokio und somit auch den Nikkei225 demnach weiter anschieben. In Japan zeichnet sich jüngst auch ein ähnliches Bild ab, das man in den USA und in der Eurozone schon beobachten konnte. Zuerst erholte sich nach der Corona-Krise das Verarbeitende Gewerbe und danach mit vermehrten Lockerungen der Corona-Restriktionen auch das Dienstleistungsgewerbe. In Japan führt das Verarbeitende Gewerbe die Konjunkturerholung derzeit an, mit einer höheren Impfquote und weniger Restriktionen könnte dann das Dienstleistungsgewerbe in den Folgemonaten zu einer breiteren Erholung beitragen.

Als Bremsklotz könnte sich ausgerechnet die US-Geldpolitik der Fed erweisen, die die internationalen Kapitalmärkte ja überwiegend lenkt. Die Experten von Sumitomo Mitsui zum Beispiel prognostizieren für das Fiskaljahr 2021 ein BIP-Plus von 3,8 Prozent und für das Fiskaljahr 2022 ein Plus von 2,4 Prozent (2020 fiel Japans BIP um 4,6 Prozent zurück).

Mögliches Setup

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Mehrtägige oder gar mehrwöchige Abwärtsphasen wären idealerweise für eine Neupositionierung zu nutzen. Ein Kauf könnte bei 21,00 Euro lanciert werden. Das Kursziel wäre bei 23,00 Euro zu avisieren. Die Position könnte zum Beispiel mit einem Stoploss von 20,00 Euro abgesichert werden. Das Chance-Risiko-Verhältnis liegt bei diesem Setup bei 2.00.

Näheres zum Emittent iShares: Die den ETF auflegende Gesellschaft iShares gehört zur US-Investmentgesellschaft BlackRock, der global größten Vermögensverwaltungsgesellschaft mit Assets under Management (AuM) in Höhe von 7,81 Billionen US-Dollar (mit dem Stand des 30. September 2020). Der Emittent iShares ist weltweit führend bei börsengehandelten Indexfonds und bietet mehr als 900 ETFs an. iShares verwaltete mit dem Stand des 30. Juni 2020 rund 2,16 Billionen US-Dollar an Vermögen, hat über 20 Jahre Erfahrung im Bereich der ETF-Anlagen und ist die Nummer 1 in der ETF-Branche.

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