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Anleger haben mit dem iShares STOXX Europe 600 Automobiles & Parts ETF die Möglichkeit, gleichzeitig in 15 Wertpapiere von Unternehmen aus dem Sektor der Automobilproduzenten und der Automobilzuliefererindustrie des europäischen Leitindex STOXX Europe 600 zu investieren. Neben Automobilproduzenten finden sich somit auch Hersteller von Automobilbauteilen, Bordelektronik, aber zum Beispiel auch Reifen im Fondsportfolio.

Informationen zum Referenzindex – STOXX Europe 600 Automobiles & Parts Index NR

Dem iShares STOXX Europe 600 Automobiles & Parts ETF liegt der Referenzindex STOXX Europe 600 Automobiles & Parts Index Net Return (Symbol: SXAR/ ISIN: EU0009658699) zugrunde. Der Index wird vom Anbieter STOXX/Qontigo (der Gruppe Deutsche Börse zuzurechnen) veröffentlich und berechnet.

Der hier für den ETF herangezogene Referenzindex ist ein Sektorindex. Dieser misst die Performance der großen und mittelgroßen europäischen Wertpapiere des Sektors Automobile & Automobilteile. Der Sektor Automobile & Automobilteile ist einer der 20 Sektoren aus dem Leitindex STOXX Europe 600.

Der STOXX Europe 600 wies mit dem Stichtag des 31. Juli 2023 eine Gesamtmarktkapitalisierung in Höhe von 12,883 Billionen Euro auf, der hier dem ETF zugrunde liegende Index des Sektors Automobiles & Parts kam mit dem gleichen Stichtag auf 426,0 Milliarden Euro Marktkapitalisierung.

Im vorliegenden Fall handelt es sich um einen streubesitzadjustierten und die Marktkapitalisierung gewichtenden Index. Die Anzahl der Mitglieder ist variabel. Zum Zeitpunkt der Analyse setzte sich der Index aus 15 Einzeltiteln zusammen.

Der Referenzindex wird quartalsweise im März, Juni, September und Dezember auf seine Zusammensetzung hin überprüft. Die Berechnung erfolgt alle 15 Sekunden während der Handelszeit von 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr MEZ. Die Berechnung erfolgt in Euro, wird aber auch in US-Dollar angeboten. Neben dem hier für den ETF verwendete Indexvariante Net Return gibt es auch noch die Indexvarianten Gross Return und Price in Euro und Price und Net Return in US-Dollar. (Daten gemäß STOXX/Qontigo-Index-Factsheet vom 31. Juli 2023)

Die wichtigsten Einzeltitel im ETF-Portfolio

Der ETF nutzt die vollständig physische Abbildungsmethode. Folglich besteht zwischen den Positionen des ETF-Portfolios und des Referenzindex eine recht hohe Deckungsgleichheit. Die größten Positionen sind mit 21,35 Prozent Mercedes-Benz, mit 16,12 Prozent Stellantis, mit 13,06 Prozent BMW, mit 12,66 Prozent Ferrari, mit 9,14 Prozent Volkswagen Vz., mit 7,81 Prozent Michelin, mit 4,65 Prozent Porsche AG, mit 3,04 Prozent Renault, mit 3,03 Prozent Porsche SE und mit 2,88 Prozent Continental. Diese Top 10 erreichen eine Gewichtung von 93,74 Prozent. Es gibt nur noch fünf weitere Einzeltitel (Valeo, Dieteren, Forvia, Volvo Car Class B und Dowlas) und elf weitere Cash- und Derivatepositionen im ETF-Portfolio. Ein Sektorindex entspricht meist nicht dem Wunsch nach Diversifikation, sondern wohl eher der Suche nach Outperformance gegenüber anderen Sektoren. (Quelle: iShares ETF-Factsheet mit dem Stand vom 31. Juli 2023 und iShares ETF-Porträt vom 05. September 01. September 2023)

Sektoren- Währungs- und Länderallokation

Das ETF-Portfolio besteht zu 97,67 Prozent aus Wertpapieren des Bereichs Automobile und Automobilteile, zu 1,28 Prozent aus Aktien aus dem Bereich Einzelhandel, zu 0,73 Prozent aus dem Bereich Industriegüter und Dienstleistungen und zu 0,32 Prozent und zu 0,04 Prozent aus Cash- und Derivatebeständen.

Die Länderallokation weist Deutschland mit 54,11 Prozent auf dem ersten Platz aus. Auf den weiteren Plätzen folgen Italien mit 28,78 Prozent, Frankreich mit 13,89 Prozent, Belgien mit 1,28 Prozent, Schweden mit 0,88 Prozent und Großbritannien mit 0,73 Prozent. Schließlich entfällt noch ein Anteil in Höhe von 0,32 Prozent auf den Bereich Cash- und Derivatepositionen.

In Bezug auf die Währungsallokation ist der Euro mit über 98 Prozent Währungsanteil dominierend. Ein Anteil des britischen Pfunds in Höhe von 0,73 Prozent und der schwedischen Krone mit 0,88 Prozent fällt kaum ins Gewicht. (Quelle: iShares ETF-Factsheet mit dem Stand vom 31. Juli 2023)

iShares STOXX Europe 600 Automobiles & Parts ETF im Detail

Der ETF kann über die Xetra in Euro erworben werden. Die jährliche Pauschalgebühr beträgt 0,46 Prozent und die Ertragsverwendung des Fonds ist ausschüttend. Die Fonds- und Handelswährung ist der Euro. Der ETF nutzt die vollständig physische, Replikationsmethode und erwirbt die Wertpapiere somit direkt. Der ETF wurde am 08. Juli 2002 aufgelegt und wies mit dem Stichtag des 04. September 2023 ein Fondsvermögen in Höhe von rund 119,750 Millionen Euro auf. (Quelle: iShares vom 05. September 2023)

Langfristig hervorragende Performance

Seit der Auflage des ETFs konnte dieser um 356,15 Prozent zulegen – der Referenzindex wies ein Plus von 350,02 Prozent auf.

Auf Sicht der letzten fünf Jahre konnte der Index um 31,08 Prozent hinzugewinnen, während es der ETF auf ein Plus von 31,74 Prozent schaffte. Auf Sicht der letzten drei Jahre lag das Plus beim Index bei 60,64 Prozent und beim ETF bei 61,31 Prozent. Seit Jahresbeginn 2023 liegt das Plus beim Index bei 20,82 Prozent und beim ETF bei 21,13 Prozent.

Die Performancedifferenz liegt mehrheitlich im nachvollziehbaren Bereich, den man zum Großteil mit Gebühren und Transaktionskosten erklären kann. (Performancedaten in Bezug auf den Referenzindex und der ETF gemäß iShares mit dem Stand des 31. August 2023)

Expertenmeinung – IAA in München gestartet – europäische Automobilwerte im Wettbewerb mit BYD, NIO, aber auch Tesla & Co.

Die IAA in München ist gestartet und auf diese Weise befinden sich auch die deutschen Automobilhersteller im Fokus des Marktinteresses. Die deutschen Automobilproduzenten und Zulieferer machen im hier vorliegenden Sektorindex und damit im ETF mehr als die Hälfte des Gesamtportfolios aus.

Deutschland spielt als Automobilmarkt im direkten Vergleich zu China oder den USA nicht so die große Rolle, doch auch hierzulande erkennt man den ein oder anderen Trend und eben auch Wandel. Da können zum Beispiel auch die Fahrzeugzulassungen des Kraftfahrtbundesamtes für den Monat August helfen, um sich ein detailliertes Bild zu machen. Die Daten wurden am 05. September 2023 – also wirklich aktuell – veröffentlicht.

Insbesondere immens viele BEVs (Battery Electric Vehicle – Elektroauto mit Batterie) wurden im Monat August zugelassen. Dies dürfte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der Tatsache geschuldet sein, dass das Bundeswirtschaftsministerium, beziehungsweise die dem Wirtschaftsministerium zuzurechnende BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) die Förderung für BEVs für Geschäftswagen Ende August 2023 einstellte. Ab nun werden nur noch Privatfahrzeuge gefördert, aber auch hier will man sukzessive die Förderung zurückfahren. Für die Automobilhersteller hierzulande dürfte dies zu einer Durststrecke führen.

Insgesamt wurden in Deutschland im Zeitraum Januar bis August 2023 im Vergleich zu Januar bis August 2022 immerhin 16,5 Prozent mehr Neuzulassungen registriert. Nun muss man genau aufpassen, dass prozentuale Zugewinne einzelner Marken nicht einen falschen Eindruck erwecken, weil es teils sehr enorm prozentuale Ausschläge vor allem bei chinesischen Herstellern gibt, die jüngst mit neuen Modellen in Deutschland am Markt gestartet sind, doch insgesamt sollte dies für die deutschen und auch restlichen europäischen Automobilhersteller einmal mehr als Weckruf verstanden werden.

Einen extremen Wert erreichte zum Beispiel der chinesische Elektroautomobilhersteller NIO. Zum Vergleichszeitraum Januar bis August 2022 wurde für Januar bis August 2023 ein Plus von 2.267,6 Prozent publiziert. Es sind zwar nur 411 NIO-Fahrzeuge, doch der Markteintritt ist schon mal da.

Der chinesische Anbieter MG Roewe kommt im Vergleichszeitraum auf ein Plus von 145,6 Prozent – insgesamt 14.092 Fahrzeuge wurden zugelassen. BYD kann derzeit auf 2.666 Neuzulassungen in Deutschland verweisen. In China verwies BYD jedoch schon VW auf die Plätze und stieß VW vom Thron mit den meistverkauften Fahrzeugen in China.

Blickt man auf die großen Massenhersteller bzw. Marken wie Audi, BMW, Mercedes, Porsche und Volkswagen, so konnten diese von Januar 2023 bis August 2023 im Vergleichszeitraum alle prozentual zweistellig zulegen, wobei BMW mit einem Plus von 10,7 Pozent am schlechtesten performte und Mercedes mit einem Plus von 29,7 Prozent am besten.

Den besten Wert unter den Massenherstellern konnte Tesla erzielen. Ein Plus im Vergleichszeitraum von 90,8 Prozent, was von Januar bis August 2023 47.192 neuzugelassene Fahrzeuge bedeutet. Ja diese Zahlen sprechen nur für den deutschen Markt, doch sie verdeutlichen nun einmal auch den automobilen Wandel hin zum Elektroautomobil und sie sind einmal mehr ein Fingerzeig, dass es immer mehr ernstzunehmende Konkurrenz für die deutschen und europäischen Automobilhersteller gibt.

Die in Deutschland und ganz besonders in hohen Stückzahlen in China verkauften chinesischen Fahrzeuge, teils von Produzenten, von denen man hier als Laie noch nie etwas gehört hat, nagen sukzessive an den Marktanteilen der deutschen und europäischen Hersteller und dürften schrittweise auch an den Margen von BMW, Mercedes, VW & Co knabbern.

Das wird ein mehr als nur herausforderndes Unterfangen, sich der chinesischen Konkurrenz und gleichzeitig Tesla gegenüber erfolgreicher zu positionieren. Neue Modelle müssten gleich in mehreren Kategorien besser performen und punkten, nämlich beim Thema Design, bei der Reichweite, sowie der Schnelligkeit des Ladens und auch beim Thema Software und Sonderausstattungen. Wer dies den europäischen Herstellern zutraut, der könnte mit dem hier präsentierten ETF auf weitere Kurszuwächse im Sektor setzen.

Mögliches Setup

Den europäischen Automobil- und Automobilzulieferersektor handeln - iShares STOXX Europe 600 Automobiles & Parts UCITS ETF (DE) EUR (Dist) | Online Broker LYNX
iShares STOXX Europe 600 Automobiles & Parts UCITS ETF, Chart vom 05.09.2023, Kurs: 54,30 EUR, Kürzel: EXV5 – Quelle: TWS

Bevor man eine Neupositionierung vornimmt, wäre gegebenenfalls eine weitere Konsolidierungsbewegung abzuwarten. Eine Position könnte bei einem Kurs von 52,95 Euro eingegangen werden und ein erstes Ziel könnte bei 58,95 Euro liegen. Die Position könnte zum Beispiel mit einem Stoploss von 50,95 Euro begrenzt werden. Das Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) liegt bei diesem Setup bei 3.0.

Informationen zu dem Produkt finden Sie hier:
iShares STOXX Europe 600 Automobiles & Parts UCITS ETF (DE) EUR (Dist)

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KBA-August-Daten vom 05. September 2023 – https://www.kba.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/Fahrzeugzulassungen/2023/pm34_2023_n_08_23_pm_komplett.html?snn=3662144

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