Der in diesem Beitrag vorgestellte ETF gibt dem Anleger die Gelegenheit, ein diversifiziertes, direktes und kostengünstiges Engagement im chinesischen Aktienmarkt einzugehen. Mit nur einem Klick bietet der ETF Zugang zu einem chinesischen Exposure aus 50 Einzeltiteln. Die im Index enthaltenen Aktiengesellschaften erzielen hauptsächlich in Festlandchina ihre Umsätze, deren Aktien werden aber an den Börsen in Hongkong und in den USA gehandelt.

Informationen zum Referenzindex – Dow Jones China Offshore 50 Index Net Total Return

Der Referenzindex Dow Jones China Offshore 50 Index Net Total Return (Ticker: DJCOS50N) misst die Performance der Wertpapiere chinesischer Aktiengesellschaften, deren Hauptsitz in China genauer in Festlandchina liegt, jedoch an den Börsen in Hongkong und in den USA gehandelt werden. Der Referenzindex wird täglich als End-of-day in US-Dollar berechnet und im halbjährlichen Turnus im März und September ausbalanciert.

Der Index wurde am 19. Oktober 2005 erstmals veröffentlicht und hat eine Basis vom 31. Dezember 2000. Der Index besteht aus 50 Einzeltiteln, die zum Stichtag des 30. Oktober 2020 eine Gesamtmarktkapitalisierung von 3,266 Billionen US-Dollar erreichten. (Daten gemäß iShares vom 13. November 2020 und Dow Jones China Offshore 50 Index-Factsheet vom 30. Oktober 2020)

iShares Dow Jones China Offshore 50 UCITS ETF im Detail

Der ETF kann in der Handelswährung Euro an der Xetra erworben werden. Die Fondswährung ist hingegen der US-Dollar.Aus diesem Grund besteht für Anleger aus dem Euroraum neben dem allgemeinen Kursrisiko auch ein Währungsrisiko. Die Gesamtkostenquote beträgt 0,61 Prozent und die Ertragsverwendung des Fonds ist ausschüttend. Der Fond schüttet bis zu viermal pro Jahr aus, mit dem Stand des 07. November 2020 betrug die Ausschüttungsrendite 1,47 Prozent. Der Fonds nutzt die vollständige physische Replikationsmethode und erwirbt die Aktien somit direkt. Der ETF wurde am 27. März 2006 aufgelegt und hat mit dem Stichtag des 16. November 2020 ein Anteilsklassevermögen in Höhe von 93,101 Mio. US-Dollar.

Die Top-Positionen des ETF-Portfolios

Der ETF bildet den zugrundeliegenden Referenzindex mittels der vollständig physischen Abbildungsmethode ab. Aus diesem Grund besteht zwischen der Zusammensetzung des Referenzindex und der des ETF-Portfolios nur eine recht geringe Abweichung.

Die größten Positionen im ETF sind mit 11,30 Prozent Meituan Dianping, mit 10,41 Prozent Tencent Holdings, mit 8,32 Prozent Alibaba Group Holding, mit 5,59 Prozent JD.com, mit 5,22 Prozent China Construction Bank, mit 4,20 Prozent Ping An Insurance, mit 3,51 Prozent Pinduoduo, mit 3,27 Prozent NIO, mit 3,08 Prozent Industrial and Commercial Bank of China und mit 2,85 Prozent Xiaomi.

Diese Top 10 Positionen bringen es auf eine Gesamtgewichtung von 57,75 Prozent (Zum Vergleich: Die zehn größten Positionen im DAX weisen eine Gesamtgewichtung von 62,7 Prozent auf). Diese Gesamtgewichtung wirkt vielleicht schon recht hoch und könnte als Klumpenrisiko gewertet werden, doch das restliche Portfolio besteht noch aus 42 weiteren Positionen. (Daten gemäß iShares vom 13. November 2020)

Länder-, Sektoren- und Währungsallokation

In Bezug auf die Länderallokation liegt der Anteil von China bei 99,37 Prozent, es handelt sich schließlich um einen chinesischen Index – 0,07 Prozent entfallen zudem auf Derivate- und Cash-Positionen. Die im Index enthaltenen Wertpapiere werden in ihren jeweiligen Währungen an den Börsen in Hongkong und den USA in Hongkong-Dollar und US-Dollar gehandelt. Zu der Aufschlüsselung in Bezug auf die Handelswährungen finden sich sowohl beim Indexanbieter und auch beim ETF-Emittenten keine näheren Angaben.

Der wichtigste Sektor ist der Bereich Zyklische Konsumgüter mit 42,56 Prozent. Auf den weiteren Positionen folgen die Sektoren Finanzen mit 19,24 Prozent und der Bereich Kommunikation mit 18,54 Prozent. Die restlichen Sektoren IT, Gesundheitsversorgung, Immobilien, Energie, Nichtzyklische Konsumgüter, Industrie und Materialien vereinen 19,09 Prozent auf sich. (Daten gemäß iShares vom 13. November 2020)

Referenzindex und ETF mit hervorragender Performance

Der ETF konnte auf Sicht der letzten Jahre in der Gesamtbetrachtung hervorragend abschneiden. Vom 30. September 2019 bis zum 30. September 2020 legte der ETF beispielsweise um 27,78 Prozent zu, während der Referenzindex um 28,86 Prozent stieg.

Seit der Auflage des ETFs am 27. März 2006 bis zum 31. Oktober 2020 lag die Gesamtrendite übrigens bei satten 269,79 Prozent.

Der Referenzindex legte in 2017 47,07 Prozent zu, fiel in 2018 um 17,31 Prozent und stieg in 2019 um 22,0 Prozent an. Der ETF wies in 2017 ein Plus von 45,79 Prozent auf, in 2018 ein Minus von 18,34 Prozent und in 2019 ein Plus von 22,07 Prozent. Die jeweilige Performancedifferenz dürfte aufgrund von Transaktionskosten, Fondsgebühren und der Währungsdifferenz als darstellbar und nicht als ungewöhnlich zu bezeichnen sein. (Performancedaten in Bezug auf den ETF gemäß iShares und für den Referenzindex gemäß S&P Global-Factsheet)

Expertenmeinung – Chinas Weltkonzerne weiterhin mit Potenzial – RCEP könnte beflügelnd wirken

Während sich die USA in den letzten Jahren zunehmend protektionistischer gaben, verhandelte China acht Jahre lang ein Freihandelsabkommen mit den wichtigsten asiatisch-pazifischen Staaten aus. Dieses Freihandelsabkommen mit der Abkürzung RCEP (Regional Comprehensive Economic Partnership) wurde schließlich am 15. November 2020 feierlich unterzeichnet. Es dürfte für China und in erster Linie auch Chinas global größte Unternehmen viele Vorteile bringen.

Das RCEP-Freihandelsabkommen umfasst die Länder Australien, Brunei, China, Indonesien, Japan, Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar, Neuseeland, die Philippinen, Singapur, Südkorea, Thailand und Vietnam. Diese 15 Staaten stehen für rund 2,2 Milliarden Menschen und zudem für einen globalen BIP-Anteil von rund einem Drittel. Sollte Indien sich doch noch irgendwann entschließen, dem Abkommen beizutreten, so käme eine weitere Wirtschaftsmacht mit rund 1,38 Milliarden Menschen hinzu.

China arbeitet aber auch noch an weiteren Abkommen, wie zum Beispiel einer Freihandelszone, die China, Japan und Südkorea umfassen soll und außerdem steht man in Verhandlungen mit der EU. Letztere werden sich aller Voraussicht aber noch in die Länge ziehen.

Die wirtschaftliche Bedeutung Chinas in der Weltwirtschaft wird voraussichtlich nicht nur durch das RCEP-Abkommen weiter steigen, sondern auch durch eine zunehmende Öffnung Chinas für ausländische Investoren und ausländische Firmen. Umgekehrt könnten chinesische Großkonzerne weitere Märkte und somit Konsumenten erreichen. Für Chinas Großkonzerne, die hier im präsentierten ETF gebündelt für den Privatanleger investierbar sind, dürfte dies in den nächsten Monaten und Jahren folglich auf gute Geschäfte hindeuten.

Mögliches Setup

Mehrtägige Abwärtsphasen könnten im ETF für eine Neupositionierung genutzt werden. Ein Kauf könnte bei 56,90 EUR lanciert werden – auf diesem Kursniveau befindet sich ein letztes Zwischenhoch vom 09. Juli 2020 von 56,87 EUR. Das Kursziel wäre bei 63,90 EUR zu avisieren. Die Position könnte zum Beispiel mit einem Stoploss von 53,90 EUR abgesichert werden. Das Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) liegt bei diesem Setup bei 2.33. (Das Setup soll beispielhaft sein)

Näheres zum Emittent iShares: Die den ETF auflegende Gesellschaft iShares gehört zur US-Investmentgesellschaft BlackRock, der global größten Vermögensverwaltungsgesellschaft mit Assets under Management (AuM) in Höhe von 6,47 Billionen US-Dollar (Stand 1. Quartal 2020). Die Emittentin iShares ist weltweit führend bei börsengehandelten Indexfonds und bietet mehr als 800 ETFs an. iShares verwaltete mit dem Stand des 31. März 2020 rund 1,85 Billionen US-Dollar an Vermögen, hat über 20 Jahre Erfahrung im Bereich der ETF-Anlagen und ist die Nummer 1 in der ETF-Branche.

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Dirk Friczewsky, Technischer Analyst | LYNX Börsenexperten
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