EUR.GBP Prognose Euro / Britisches Pfund: Das kann den Briten ganz und gar nicht gefallen

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Je teurer die eigene Währung zu anderen Währungen wird, desto mehr drückt das auf die Export-Perspektive. Für die Briten ist ein festes Pfund daher jetzt etwas, das man absolut nicht gebrauchen kann. Aber wird man verhindern können, dass das Pfund zum Euro weiter steigt?

Viele waren sich sicher: Nachdem im Januar 2021 der Austritt Großbritanniens aus der EU besiegelt war, würde das britische Pfund nur noch den Weg nach unten kennen. Großbritannien würde wirtschaftlich blitzschnell in die Knie gehen. Die Bank of England würde massiv Geld drucken, die Zinsen noch weiter senken müssen, um den Abstieg aufzuhalten. Internationales Kapital würde aus dem UK abfließen. Und das würde das Pfund zwangsläufig immer weiter drücken. Der Chart zeigt: Man lag falsch.

Hier sehen Sie, wie viel Pfund man für einen Euro bezahlen muss. Ein fallender Kurs bedeutet also: Aus Sicht der Briten ist der Euro immer billiger zu haben, das Pfund wird teurer. Und der Chart zeigt auch, dass der Euro so schwach ist, dass er kurz davor steht, eine mehrjährige, nach dem „BrExit“-Votum im Sommer 2016 etablierte, breite Handelsspanne nach unten zu verlassen. Wie kann das Britische Pfund so stark sein?

Den aktuellen Kurs und Chart des Währungspaars EUR.GBP und historische Wechselkurse finden Sie hier.

Expertenmeinung: Großbritannien hat den BrExit deutlich besser verdaut als von vielen angenommen. Die Inflation liegt nicht höher als in der Eurozone, das Wachstum aber ist stärker, die Arbeitslosenrate niedriger. Daher ist auch der Exodus internationalen Kapitals ausgeblieben. Zugleich agiert die britische Notenbank, die Bank of England, deutlich agiler und entschlossener, was die Inflation angeht. Dort hat man den Leitzins bereits zweimal angehoben, während man bei der EZB noch um Lösungen rang. Das Pfund ist daher stark geblieben, der Euro wurde immer schwächer.

Euro / Britisches Pfund: Chart vom 14.03.2022, Kurs 0,8420 GBP, Kürzel EUR.GBP | Online Broker LYNX

Dass der Ausbruch unter die untere Begrenzung der jahrelangen Handelsspanne im Bereich 0,8277/0,8313 Pfund pro Euro auf Wochenbasis gerade noch abgewendet wurde, war das Resultat der EZB-Entscheidung, nun doch noch auf den Kurs der Bank of England, der US-Notenbank und anderer Währungshüter einzuschwenken und die Inflation anzugehen. Aber ob diese dennoch eher zögerlich wirkende EZB-Politik diesen Ausbruch nach unten auf Dauer verhindern wird? Würde es gelingen, den Euro wieder über die bei 0,8480 Pfund verlaufende 200-Tage-Linie zu bekommen. Wäre die Kuh erst einmal vom Eis. Aber bislang ist das nur eine Chance, mehr nicht.

Den Briten dürfte es recht sein, wenn es so käme, denn eine im Vergleich zum Euro so starke Währung drückt auf Absatzchancen und Gewinnspannen beim Export, der in die EU ohnehin durch den BrExit problematischer wurde. Ob man es aber wird verhindern können, solange die UK-Wirtschaft so solide dazustehen scheint und die Bank of England stur die Zinsen anhebt, ist fraglich. Unterhalb der 200-Tage-Linie Euro-Long zu gehen, erscheint daher äußerst gewagt. Nüchtern betrachtet dürfte die gerade vollzogene Verteidigung dieser Handelsspanne eine höchst wacklige Angelegenheit sein, solange das Währungspaar noch so nahe an dieser Supportzone 0,8277/0,8313 Pfund notiert.

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