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Volkswagen Vz. Aktie Prognose Volkswagen Vz.: Lässt diese Reaktion auf einen Boden hoffen?

News: Aktuelle Analyse der Volkswagen Vz. Aktie

In diesem Artikel
Volkswagen Vz.
ISIN: DE0007664039
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Ticker: VOW3 -,-- %
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Börse: --

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Gültigkeit der Analyse
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Erwartung: Neutral
Zur Volkswagen Vz. Aktie

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

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Der Volkswagen-Konzern meldet fatale Verkaufszahlen für das 3. Quartal, aber die Aktie fiel nicht, sondern legte leicht zu. Da könnte der Gedanke aufkommen, dass der Kurs sein Tief vorerst gesehen hat. Aber Hoffnungen sind eine Sache, charttechnische Fakten eine andere.

Es fällt schwer zu glauben, dass am Montag Anleger mit dem Argument, dass es ja allemal noch schlimmer hätte kommen können, zugegriffen haben könnten. Denn ein Minus beim Fahrzeugabsatz von 14,3 Prozent im 3. Quartal ist nichts, bei dem man aufatmen könnte. Zumal dieses Minus ja nicht von Rekordlevels aus gerechnet wird, der Absatz schrumpft bereits seit unerfreulich langer Zeit.

Dass die Verkaufszahlen in Westeuropa „nur“ 2,8 Prozent unter denen des 3. Quartals 2025 lagen, das Minus in den USA bei 5,8 Prozent liegt und damit China als Hauptproblem erkennbar wird, wo der Automarkt derzeit insgesamt sehr schwach ist, hilft da nichts. Denn es geht nicht darum, wo Fahrzeuge verkauft werden, sondern dass sie verkauft werden. Dabei Zahlen zu erreichen, die den Anlegern Hoffnung machen könnten, misslingt aktuell. Und dass das Absatzminus bezogen auf die ersten drei Quartale zum Vorjahr bei 9,0 Prozent liegt, alleine im 3. Quartal aber 14,3 Prozent ausmacht, zeigt: Die Flaute intensiviert sich gerade. Warum also legte die Aktie daraufhin, wenngleich nur um eher magere 0,69 Prozent, zu?

Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Volkswagen Vz. Aktie finden Sie hier.

Expertenmeinung: Zwei Aspekte kommen einem da in den Sinn. Der erste findet sich nicht bei denen, die auf steigende Kurse hoffen, sondern bei denen, die auf fallende Kurse gesetzt haben. Die Leerverkäufer, sprich die „Bären“, haben jetzt erst einmal Fakten auf dem Tisch, die den eigenen, negativen Erwartungen entsprechen. Zugleich hat die Aktie in Sachen Kursrutsch „geliefert“. Immerhin scheiterte im September der Versuch, sich nach oben zu lösen. Im Gegenzug unterbot die Vorzugsaktie das bisherige, zur Jahresmitte markierte Tief. Warum also jetzt nicht mal den Gewinn mitnehmen, könnte man sich im Bären-Lager gedacht haben? Und da das erfordert, die zuvor geliehenen und am Markt verkauften Aktien zurückzukaufen, um die Position zu schließen, wirkt so etwas durchaus stützend.

Der zweite Aspekt ist, dass im Terminkalender des VW-Konzerns für den heutigen Dienstag ein sogenannter „Pre-Close-Call“ steht. Da werden Analysten im Vorfeld der offiziellen, für alle zugänglichen Quartalszahlen (die für den 29. Oktober erwartet werden) über den Stand der Dinge informiert. Das wiederum könnte zu neuen Einschätzungen und Kurszielen führen. Gut möglich, dass da einige am Markt im Vorfeld einsteigen und damit eine Wette dahingehend eingehen, dass die heute gebrieften Analysten womöglich ihre Einschätzungen anheben.

Doch Ersteres wären taktische Manöver bärischer Trader, Letzteres eine vage Hoffnung. Und was das Chartbild angeht, hat das gestrige Plus das Problem, mit dem sich potenzielle Käufer bei dieser Aktie konfrontiert sehen, nicht gelöst: Der Abwärtstrend ist weiterhin voll intakt.

Sie sehen im Chart, dass die Volkswagen Vorzugsaktie nicht nur das Tief zur Jahresmitte (69,20 Euro) unterboten hat, sondern in der vergangenen Woche auch daran gescheitert ist, dieses zurückzuerobern. Die Aktie müsste die Zwischentiefs des 3. Quartals und darüber hinaus die 20-Tage-Linie überwinden, um wenigstens auf kurzfristiger Ebene wieder bullisch zu werden. Dafür bräuchte es Schlusskurse über 72,72 Euro. Und für ein mittelfristig relevantes Kaufsignal müsste es auch noch über die 200-Tage-Linie hinausgehen, die momentan bei 85,70 Euro wartet.

Volkswagen Vorzugsaktie: Chart vom 12.10.2026, Kurs 68,40 Euro, Kürzel: VOW3 | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Volkswagen Vorzugsaktie: Chart vom 12.10.2026, Kurs 68,40 Euro, Kürzel: VOW3 | Quelle: TWS

Es ist zwar nicht ausgeschlossen, dass das, was die Analysten aus diesem heutigen „Pre-Close-Call“ mitnehmen, dafür den Grundstein legt, aber auch das Gegenteil wäre möglich, daher: Bevor das Chartbild nicht erste, klar positive Signale liefert, bleibt diese Aktie ein fallendes Messer … eine Schwalbe in Form ausbleibender Verkäufe nach negativen Nachrichten macht da noch keinen Sommer.

Quellenangaben:
Meldung über die Auslieferungszahlen bis 30.09., 12.10.2026: https://www.volkswagen-group.com/de/pressemitteilungen/volkswagen-group-liefert-bis-september-6-millionen-fahrzeuge-aus-rund-40-prozent-des-auftragsbestands-in-europa-sind-vollelektrische-modelle-20737

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Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 12.10.2026 um 20:33 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.


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Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

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Vorherige Analysen der Volkswagen Vz. Aktie

06.10.2026
08:13 Uhr

Volkswagen: Technisches Bild weiter eingetrübt — Achim Mautz

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bärisch
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Bärisch
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 06.10.2026 um 7:53 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die Volkswagen-Aktie hat im September einen deutlichen Fehlausbruch verzeichnet, welchen wir schon thematisiert haben. Der Fehlausbruch über die Marke bei 78 EUR führte in der Folge zu einem deutlichen Kursrückgang, der bislang nicht gestoppt werden konnte. Das hohe Handelsvolumen der Verkaufskerze vom 18. September deutete bereits darauf hin, dass sich einige größere Marktteilnehmer zurückgezogen haben könnten.

Mittlerweile wurde eine weitere wichtige Unterstützungslinie nach unten durchbrochen und auch das bisherige Jahrestief konnte nicht verteidigt werden. Damit setzt sich die Serie tieferer Hochs und tieferer Tiefs fort, was den bestehenden Abwärtstrend bestätigt.

Expertenmeinung: Mit dem Bruch des bisherigen Jahrestiefs hat sich das technische Bild weiter verschlechtert. Die Volkswagen-Aktie notiert mittlerweile deutlich unter der 50-Tage-Linie und der 200-Tage-Linie. Letztere verläuft aktuell im Bereich von rund 86 EUR und damit deutlich oberhalb des aktuellen Kursniveaus.

Für eine Stabilisierung wäre zunächst eine Gegenbewegung erforderlich, bei der das gebrochene Jahrestief möglichst schnell zurückerobert wird. Ohne eine solche Entwicklung könnten kurzfristige Erholungsversuche vorerst als technische Gegenbewegungen innerhalb des bestehenden Abwärtstrends eingeordnet werden. Bis dahin bleibt das charttechnische Bild von Abwärtsrisiken geprägt.

Aussicht: Bärisch

Volkswagen, Aktie: Chart vom 05.10.2026, Kurs: 68.54 EUR, Kürzel: VOW3 | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Volkswagen, Aktie: Chart vom 05.10.2026, Kurs: 68.54 EUR, Kürzel: VOW3 | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

01.10.2026
08:35 Uhr

Volkswagen Vz.: Liegt hier der entscheidende „Deckel“? — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 30.09.2026 um 21:11 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Meldungen über Einsparungen bei Personalkosten führen oft zu Kursgewinnen, weil Anleger dadurch eine bessere Gewinnperspektive erwarten. Aber bei der VW-Aktie blieben Käufe aus, nachdem der Konzern gestern mehrere Tarifverträge kündigte. Wie muss man das einordnen?

Man darf vermuten, dass man diese gekündigten Tarifverträge, darunter auch den Manteltarifvertrag, als Zeichen dafür sieht, wie groß die Not beim VW-Konzern ist. Wenn man in Wolfsburg alle Register zieht und dabei auch vor „heiligen Kühen“ nicht Halt macht, kommt zudem nicht der Eindruck auf, als wären die Probleme in ein paar Quartalen vom Tisch zu bekommen. Im Gegenteil mag sich manch ein Anleger womöglich sogar gefragt haben, ob das überhaupt gelingen wird.

Dass die Skepsis hier auffällig groß ist, sehen wir schon am kurzfristigen Chartbild. Die Aktie hatte sich als Reaktion auf das avisierte, große Maßnahmenpaket und die Zustimmung des Aufsichtsrats Anfang September mit einem kräftigen Kurssprung aus der den Juli und August bestimmenden Handelsspanne nach oben gelöst, blieb dann aber am unteren Ende der vorherigen, zwischen Mitte März und Mitte Juni geltenden Trading-Range hängen. Es folgte ein erneuter Abwärtsimpuls, der den Kurs der Vorzugsaktie dorthin zurückschickte, wo er herkam: nahe an das bisherige Jahres-Verlaufstief, markiert am 1. Juli bei 69,20 Euro. Von der kurzzeitig aufkeimenden Hoffnung blieb also absolut nichts übrig. Und jetzt?

Volkswagen Vorzugsaktie: Chart auf Tagesbasis vom 30.09.2026, Kurs 70,46 Euro, Kürzel: VOW3 | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Volkswagen Vorzugsaktie: Chart auf Tagesbasis vom 30.09.2026, Kurs 70,46 Euro, Kürzel: VOW3 | Quelle: TWS

Expertenmeinung: Solange völlig offen ist, welche konkreten Maßnahmen in den kommenden Monaten anstehen und ab wann sich ermessen ließe, ob und wie deutlich sich dadurch zumindest die operative Gewinnmarge wieder erholt, bewegt man sich als Marktteilnehmer in einem Terrain aus offenen Fragen, sprich: Man beurteilt Lage und Ausblick entweder gar nicht oder subjektiv. Und man sollte dabei im Hinterkopf haben: Das geht allen anderen genauso. Das bedeutet:

Als einzige Richtschnur hätte man, über unmittelbare Reaktionen auf neue Informationen hinaus (die nicht kurzlebig sein müssen, aber immer könnten), vor allem das Chartbild. Hier sieht man: Was tun die anderen? Etabliert sich hier ein neuer Trend oder nicht? Daher sind die charttechnischen Ankerpunkte, die alle sehen können, jetzt besonders wichtig. Und da sticht derzeit, kein Wunder nach diesem Abstieg, vor allem eine Widerstandszone hervor, die man getrost als bleischweren, charttechnischen Deckel ansehen könnte. Ein Blick auf das langfristige Chartbild auf Monatsbasis zeigt, worum es da geht:

Volkswagen Vorzugsaktie: Chart auf Monatsbasis vom 30.09.2026, Kurs 70,46 Euro, Kürzel: VOW3 | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Volkswagen Vorzugsaktie: Chart auf Monatsbasis vom 30.09.2026, Kurs 70,46 Euro, Kürzel: VOW3 | Quelle: TWS

Die markanten Tiefpunkte der Jahre 2011, 2015, 2020 und 2024 wurden im Zuge des Abstiegs der Aktie unterboten. Dabei scheiterte im Zuge der ersten Erleichterung über die angestrebten Restrukturierungsmaßnahmen der Versuch, diese zwischen 78,86 und 86,40 Euro liegende, jetzt als Widerstand fungierende Zone wieder zu überbieten. Das Tief der Eurokrise und das Tief des Corona-Crashs als Widerstand … das hätte sich wohl vor einem Jahr kaum jemand vorstellen können. Jetzt aber ist das der Fall … und es unterstreicht, als wie schwerwiegend man am Aktienmarkt die Probleme des VW-Konzerns einstuft. Solange die Vorzugsaktie diese Hürde zwischen 78,86 und 86,40 Euro nicht zurückerobert hat, bleibt sie aus charttechnischer Sicht bärisch.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

23.09.2026
08:19 Uhr

Volkswagen: Mögliche Trendwende bereits vorbei? — Achim Mautz

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bullisch
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 23.09.2026 um 7:53 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Mit dem Ausbruch über den Widerstandsbereich rund um 78 EUR hatte die Volkswagen-Aktie zu Beginn des Monats zunächst ein deutliches Lebenszeichen geliefert. Die monatelange Abwärtsbewegung schien beendet und erstmals gelang es den Käufern wieder, stärkeren Einfluss auf das Kursgeschehen zu nehmen.

Doch der positive Impuls hielt nicht lange an. Ende der vergangenen Woche rutschten die Kurse erneut unter die zuvor überwundene Marke und gleichzeitig unter die 50-Tage-Linie. Damit wurde der vorherige Breakout vorerst negiert. Noch fehlt ein tieferes Tief, das die charttechnische Lage weiter eintrüben würde. Dennoch hat der Druck auf die Käuferseite zugenommen. Der übergeordnete Trend bleibt vorerst bullisch, steht jedoch auf dem Prüfstand.

Expertenmeinung: Kurzfristig zeigen sich die Verkäufer derzeit stärker. Besonders relevant wäre die Ausbildung eines neuen tieferen Tiefs. Damit könnte die bisherige bullische Trendstruktur verloren gehen.

Für eine Entspannung müsste die Volkswagen-Aktie zunächst die 50-Tage-Linie und anschließend den Bereich rund um 78 EUR zurückerobern. Erst dann könnte der jüngste Rückfall charttechnisch wieder an Bedeutung verlieren. Gelingt dies nicht, könnte sich die laufende Korrektur weiter ausdehnen. Der Ausblick ist damit vorerst neutral einzustufen.

Aussicht: Neutral

Volkswagen, Aktie: Chart vom 22.09.2026, Kurs: 75.12 EUR, Kürzel: VOW3 | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Volkswagen, Aktie: Chart vom 22.09.2026, Kurs: 75.12 EUR, Kürzel: VOW3 | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

21.09.2026
08:12 Uhr

Volkswagen Vz.: Werden die Anleger heute den Daumen senken? — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 19.09.2026 um 15:07 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Am Freitagnachmittag kurz vor Ende des regulären Handels senkte der Volkswagen-Konzern seine 2026er-Gesamtjahresprognose … und das deutlich. Trotzdem ist es offen, wie heute auf diese neuen Zahlen reagiert wird, denn eigentlich hatte man es ja kommen sehen.

An einem Freitag um 17:17 Uhr, Minuten vor der Abrechnung von Aktien-Optionen an der Terminbörse, eine Ad-hoc-Meldung mit einer Prognosesenkung zu veröffentlichen, ist selbst höflich formuliert äußerst unschön, weil das so manchen am Terminmarkt positionierten Anleger erheblich in die Bredouille bringen konnte. Aber da der VW-Konzern in den letzten Monaten ohnehin nicht durch eine geschickte Hand bei der Öffentlichkeitsarbeit auffiel, dürfte dieser Aspekt, im Gegensatz zu den neuen Prognosen selbst, eine Fußnote bleiben.

VW sieht den Umsatz jetzt leicht unter Vorjahr, das ist aber in Bezug auf die Profitabilität das kleinste Problem, der Kern der Sache liegt in der Gewinnmarge. Die operative Umsatzrendite war 2025 auf nur noch 2,8 Prozent gefallen, da hatte der Konzern für 2026 eine deutliche Verbesserung auf 4,0 bis 5,5 Prozent avisiert. Hatte, denn jetzt sieht man in Wolfsburg nur noch eine Marge von bis zu einem Prozent … wobei man dieses „bis zu“ besser nicht überlesen sollte.

Begründet wird dieser Rückschlag mit einer großen Wertberichtigung bei der Tochter Porsche AG, mit Restrukturierungsaufwendungen, aber auch mit der weiterhin problematischen Marktlage, insbesondere im (man muss schon „ehemaligen“ schreiben) Wachstumsmarkt China. Ohne diese Faktoren würde man, so VW, bei der operativen Umsatzrendite auf vier Prozent kommen … was indes hieße: Auch ohne diese Aspekte wäre man am unteren Ende der eigenen Prognosespanne angekommen.

Expertenmeinung: Jetzt steht die Frage im Raum: Wie reagieren die Anleger? Dass die Aktie bereits am Morgen des Freitags sukzessiv an Boden verlor, deutet bereits an, dass man ahnte, dass da am Freitag etwas kommen würde und dass es nichts Gutes sein würde. Aber da diese Ad-hoc-Meldung so knapp vor dem Handelsende eintrudelte und dann Minuten später die Abrechnung der Optionen das Bild verzerrt haben könnte, bleibt offen, ob viele sich sagen werden: „Das hätte schlimmer kommen können“ … oder aber erneut die Reißleine ziehen.

Im abendlichen, nachbörslichen Handel fielen die Verluste eher gering aus, je nach Handelsplattform ging die VW-Vorzugsaktie da zwischen 76,00 und 76,50 Euro ins Wochenende, also nicht wesentlich niedriger als der Schlusskurs des regulären Handels, der für die Aktie indes ein Minus von 5,58 Prozent bedeutete. Könnte es mit diesem Ruck nach unten also bereits getan sein?

Das wäre grundsätzlich möglich, aber da sollte man erst einmal abwarten, wie sich die Aktie im heutigen Handel schlägt. Sollte es gelingen, die am Freitag nur leicht unterbotene Supportzone 75,90 zu 78,36 Euro zu halten, wäre das Risiko eines erneuten, größeren Verkaufsschubes vermutlich zunächst gebannt, denn die „Bad News“ liegen ja jetzt erst einmal auf dem Tisch. Aber das Ausbleiben eines neuen, bärischen Signals auf kurzfristiger Ebene als Aufforderung zum Einstieg zu interpretieren, wäre hoch riskant, denn:

Volkswagen Vorzugsaktie: Chart vom 18.09.2026, Kurs 76,52 Euro, Kürzel: VOW3 | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Volkswagen Vorzugsaktie: Chart vom 18.09.2026, Kurs 76,52 Euro, Kürzel: VOW3 | Quelle: TWS

Zum einen sagt dieser neue Ausblick aus, dass man zumindest für 2026 so gut wie keinen Gewinn pro Aktie mehr erwarten kann, zum anderen gibt es keinerlei Hinweise darauf, wie man im VW-Vorstand die Perspektive für 2027 beurteilt. Es fehlen Andeutungen darüber, dass man dort im kommenden Jahr mit neuem Schwung rechnet. Und damit fehlt es auch an Argumenten dafür, dass man, wollte man jetzt in einen mittelfristig intakten Abwärtstrend hinein einsteigen, die Perspektive auf eine deutlich bessere Zukunft kaufen würde.

Quellenangaben:
adhoc-Meldung zur Anpassung der 2026er-Prognose, 18.09.2026, 17:17 Uhr: https://www.volkswagen-group.com/de/ad-hoc/volkswagen-ag-aktualisiert-die-prognose-fuer-das-geschaeftsjahr-2026-20701

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

08.09.2026
07:57 Uhr

Volkswagen Vz.-Aktie: Das war ein Schritt auf dem Weg, aber das Ziel ist noch fern — Ronald Gehrt

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 07.09.2026 um 22:14 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Dass der Aufsichtsrat des VW-Konzerns die Sparpläne des Vorstands am Donnerstag einstimmig billigen würde, hatten viele im Vorfeld nicht erwartet. Entsprechend stark zog die Aktie am Freitag an. Aber dass am Montag Anschlusskäufe ausblieben, hat Gründe.

Jetzt, so schien es im ersten Moment am vergangenen Donnerstagabend, kann VW loslegen, die Restrukturierung angehen und den Konzern damit für die Zukunft fit machen. Der Aufsichtsrat winkte das Spar- und Restrukturierungspaket des Vorstands durch. Die Aktie legte daraufhin am Freitag um bis zu 9,7 Prozent zu, schloss dann knapp 6,5 Prozent höher … und verlor am Montag leicht um 0,34 Prozent. Damit ging die Aktie 4,66 Euro über dem Schlusskurs des Donnerstags, aber auch 2,74 Euro unter dem Tageshoch des Freitags ins Handelsende. Besser als ein Minus. Aber womöglich zu wenig, um die Anleger bereits zu überzeugen.

Zumal die Aktie damit zwar aus ihrer Handelsspanne zwischen 69,20 und 77,24 Euro herauskam, zugleich aber auch an der nächsten Widerstandszone 82,66 zu 84,36 Euro hängen blieb, die die untere Begrenzungszone der vorherigen Handelsspanne markiert, die zwischen März und Mitte Juni galt. Und da müsste die Aktie drüber, um danach an die wirklich wichtigen Hürden heranzukommen, über die es zu steigen gälte, wollte man hier ein mittelfristig relevantes, bullisches Signal sehen:

Dafür ginge es um die Widerstandszone zwischen 89,20 und 93,72 Euro, zusammengesetzt aus den Zwischenhochs des Frühjahrs, der 200-Tage-Linie und der im vergangenen Dezember etablierten Abwärtstrendlinie.

Volkswagen Vorzugsaktie: Chart vom 07.09.2026, Kurs 81,02 Euro, Kürzel: VOW3 | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Volkswagen Vorzugsaktie: Chart vom 07.09.2026, Kurs 81,02 Euro, Kürzel: VOW3 | Quelle: TWS

Expertenmeinung: Nun könnte man sich sagen: Eins nach dem anderen, es kann ja nicht alles auf einmal gelingen. Und hätte damit, im Prinzip, natürlich recht. Aber dass die Aktie nach diesem initialen Impuls weiter zulegt, ist nichts, worauf man sich blind verlassen könnte. Denn zum einen folgt der jetzt gefällten Entscheidung die Umsetzung … und die wird sich eine ziemliche Zeit hinziehen. Zum anderen sind weiter noch viele Fragen offen:

Dass man seitens des Aufsichtsrats das Plazet für einen Abbau von 50.000 Arbeitsplätzen und die Verringerung der Jahresproduktion auf neun Millionen Fahrzeuge erhalten hat, ist ein Teil des Weges. Aber was passiert mit den zahlreichen Werken, die mittelfristig bislang noch keine Perspektive für eine ausreichende Auslastung haben? Bekannt wurde am Montag, dass das Werk Osnabrück verkauft werden soll. Aber was wird aus Emden, Hannover, Neckarsulm und Zwickau? Darüber hinaus ist zwar das Ziel klar, nämlich das Erreichen einer Umsatzrendite von neun Prozent (zuletzt lag man da unter vier Prozent), aber nicht, ob diese Maßnahmen genügen werden, um es zu erreichen.

Der Konzern hat sich durch die Billigung der Pläne durch den Aufsichtsrat auf den Weg zurück zu einer profitablen und zukunftssicheren Struktur gemacht. Ob er aber am Ziel ankommen wird … und wenn ja, wann … bleibt vorerst offen. Daher könnte die aktuell als Widerstand fungierende Zone 82,66 zu 84,36 Euro überboten werden. Es könnte gelingen, sich an den mittelfristig entscheidenden Bereich 89,20 zu 93,72 Euro vorzuarbeiten. Aber es muss nicht so kommen. Wirklich gute Chancen auf eine tragfähige Aufwärtswende hätte die Aktie erst, wenn die ersten, deutlich verbesserten Bilanzzahlen auftauchen. Und die bereits für das laufende Quartal zu erwarten, wäre blauäugig. Daher:

Der Konzern ist auf dem Weg, die Aktie mit ihm. Aber weder für den Vorstand noch für den Kurs der Vorzugsaktie wird dieser Weg ein leichter. Schritt für Schritt muss es vorangehen … und es würde sich anbieten, diese Strategie zu übernehmen, sofern man in der Aktie engagiert sein sollte oder über den Einstieg nachdenkt.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv. Seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d. h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentimentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

03.09.2026
08:17 Uhr

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31.08.2026
08:17 Uhr

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24.04.2026
08:28 Uhr

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16.03.2026
08:21 Uhr

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31.10.2025
08:16 Uhr

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23.10.2025
08:25 Uhr

Volkswagen: Aus Seide ist dieser Faden eher nicht — Ronald Gehrt