Encavis erwacht plötzlich zum Leben

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Encavis
ISIN: DE0006095003
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Zur Encavis Aktie

Encavis ist ein langfristiger Outperformer, seit dem Jahreswechsel ging es mit der Aktie allerdings spürbar bergab.
Nach dem parabolischen Anstieg im vergangenen Dezember war das allerdings angebracht und gesund.

Mit der wirtschaftlichen Realität des Unternehmens hatte das alles wenig zu tun. Das scheint auch für den aktuellen Anstieg zu gelten.
Handfeste Nachrichten waren nicht zu finden.

Chart vom 23.09.2021 Kurs: 16,27 Kürzel: ECV - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 23.09.2021 Kurs: 16,27 Kürzel: ECV – Tageskerzen

Der Chart ist aber auch ohne News interessant genug. Die Aktie hat eine umfassende Korrektur vollzogen und über Monate hinweg einen Boden und einen zaghaften Aufwärtstrend ausgebildet.

Gelingt jetzt ein nachhaltiger Anstieg über 16,00 Euro, sind Anschlusskäufe in Richtung 17,00 möglich.
Darüber wäre sogar Platz bis 18,70 Euro.

Antizyklische Anleger müssen hingegen auf einen erneuten Rücksetzer in Bereich um 15 Euro hoffen.

Was ist Phase?

Das Kerngeschäft von Encavis ist der Erwerb und Betrieb von Solar- und Onshore-Windparks.

Das Unternehmen konzentriert sich bei der Akquisition neuer Anlagen vor allem auf baureife oder bereits bestehende Anlagen, die über garantierte Einspeisevergütungen (Feed-In Tariffs) oder langfristige Stromabnahmeverträge (Power Purchase Agreements) verfügen.

Das Geschäft ist entsprechend krisenfest und gut planbar.

Darüber hinaus glänzt Encavis mit anhaltend hohem Wachstum. In den letzten zehn Jahren ist der Umsatz von 35 auf 292 Mio. Euro gestiegen.
Ein bedeutender Teil der Expansion wurde allerdings durch Kapitalerhöhungen finanziert.

Das reale Wachstum ist daher deutlich geringer, als es auf den ersten Blick erscheint. Unter dem Strich wird und wurde aber ein ordentlicher Mehrwert für Anleger geschaffen, das zeigt der Blick auf den Cashflow.

Daher konnte man sich in diesem Zeitraum auch eine Erhöhung der Dividende von 0,05 auf 0,28 Euro je Aktie leisten.
Derzeit entspricht das einer Dividendenrendite von 1,72%.

Ausblick und Bewertung

Perspektivisch dürfte das Unternehmen ordentliches Wachstum verzeichnen. Bis 2025 soll sich die eigene Stromerzeugungskapazität verdoppeln.
Darüber hinaus scheint das Geschäft der hauseigenen Asset-Manager zunehmend an Fahrt aufzunehmen.

Für das laufende Geschäftsjahr stellt man einen Umsatz von mehr als 320 Mio. und einen operativen Cashflow von über 210 Mio. Euro in Aussicht.

Da man einen Großteil des Cashflows stetig in Wachstum und neue Solarparks investieren kann, ist die Bewertung mit einem P/OCF von 10 hoch, aber noch vertretbar.

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Stabilität in stürmischen Zeiten. Bei LYNX selbstverständlich.

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Die Encavis Aktie ist endlich zum Aufwärtstrend zurückgekommen. Ist das der richtige Zeitpunkt, um zuzuschlagen? Wie sieht die Prognose aus?

Chart

Encavis hat eine umfassende Korrektur vollzogen und ist in die Supportzone zwischen 16 und 17 Euro zurückgekommen.
Für antizyklische Anleger ist dieser Bereich interessant, ebenso der langfristige Aufwärtstrend, der knapp über 15 Euro verläuft.

Fällt die Aktie allerdings unter 15 Euro, muss eine Fortsetzung der Korrektur eingeplant werden.

(Nach dem Chart geht es weiter)

Chart vom 18.03.2021 Kurs: 17,40 Kürzel: CAP1 oder ECV - Tageskerzen | Online Broker LYNX
Chart vom 18.03.2021 Kurs: 17,40 Kürzel: CAP1 oder ECV – Tageskerzen

Ein sicheres Geschäft

Das Kerngeschäft von Encavis ist der Erwerb und Betrieb von Solar- und Onshore-Windparks.
Das Unternehmen konzentriert sich bei der Akquisition neuer Anlagen vor allem auf baureife oder bereits bestehende Anlagen, die über garantierte Einspeisevergütungen (Feed-In Tariffs) oder langfristige Stromabnahmeverträge (Power Purchase Agreements) verfügen.

Das Geschäftsmodell hat ganz offensichtliche Vorteile und bietet für Anleger eine große Sicherheit.

Krisenfest

Durch die festen Abnahmepreise und -Verträge ist die Planbarkeit sehr hoch und Krisen haben kaum einen Einfluss.

Das zeigt auch das vergangene Jahr. Die Weltwirtschaft hat einen massiven Einbruch erlebt, der Ausbaue von Solar- und Windkraft ging unterdessen einfach weiter. Der Markt dürfte 2020 um rund 10% gewachsen sein.

Das Rädchen dreht sich

Im Endeffekt ist es auch ein einfaches Geschäft. Durch den bestehenden Cashflow, zuzüglich Krediten und Kapitalerhöhungen, kauft man ständig neue Anlagen und erweitert das Portfolio.

In Summe hat das dazu geführt, dass man den Umsatz in den letzten zehn Jahren von 13 auf 274 Mio. Euro steigern konnte.
Der operative Cashflow ist im selben Zeitraum von 11 auf 189 Mio. Euro gestiegen.

Da der Betrieb von Solar- und Windkraftanlagen keine größeren Investitionen mehr benötigt, ist die Bruttomarge mit über 80% entsprechend hoch.

Ausblick und Bewertung

Das dürfte sich auf Jahre hinweg in ähnlicher Weise fortsetzen. Bis 2025 soll sich die eigene Erzeugungskapazität verdoppeln.

Darüber hinaus scheint das Geschäft der hauseigenen Asset-Manager zunehmend an Fahrt aufzunehmen.
Die Fonds von Encavsi Asset Management haben 2020 vier Solarparks mit einer Gesamtleistung von 55 MW erworben.

Die Bewertung von Encavis ist für Investoren derzeit trotzdem herausfordernd, auch nach der stattgefundenen Korrektur.
Ein KUV von 8,4 und ein KGVe von 41 ist nicht gerade wenig.

Bei der anhaltend guten Geschäftsentwicklung ist der Weg des geringsten Widerstands für den Aktienkurs dennoch die Oberseite.

Derzeit läuft der Versuch, die zuvor kräftig „auskorrigierte“ Encavis-Aktie in einen neuen Aufwärtsimpuls zu tragen. Worauf sollte man da jetzt achten, auf welche Chartmarken kommt es an?

In den kommenden Tagen wird es in der Tat vor allem auf die Charttechnik ankommen, denn Encavis, ein Anbieter von Strom aus erneuerbaren Energien, hatte Mitte vergangener Woche die Stromerzeugung des Jahres 2020 gemeldet (+29 Prozent), die anderen Daten stehen erst für den 23. März auf dem Terminplan. Vorausgesetzt, es kommen keine Vorab-Ergebnisse, bleibt das Thema Bilanzen also kurzfristig außen vor. 

Es wäre zwar denkbar, dass viele Akteure gerne abwarten würden, bis mehr Daten zum Jahr 2020 und ein Ausblick für 2021 vorliegen, bevor sie sich entscheiden, hier ein- oder auszusteigen. Aber eine Chartkonstellation wie diese provoziert eine Entscheidung:

Chart vom 01.03.2021, Kurs 18,58 Euro, Kürzel CAP1 | Online Broker LYNX

Expertenmeinung: Wir sehen hier eine mehrwöchige Korrektur, nachdem sich der Kurs im Bereich um 25 Euro festgerannt hatte. Die Aktie ist dabei zwar durch die Supportzone 18,82/18,92 Euro gefallen, die sich aus den Zwischenhochs vom vergangenen Herbst ableitet, hält aber auffällig Abstand zu der mittelfristig wichtigen, im Chart dick schwarz hervorgehobenen 200-Tage-Linie.

Solange dieser aktuell bei 16,58 Euro verlaufende gleitende Durchschnitt sowie die darunter quasi als Sprungtuch der Bullen wartende Unterstützung bei 15,62/15,76 Euro halten, hätte die Aktie alle Chancen, dynamisch nach oben zu drehen, was durch den in der überverkauften Zone gerade an einem Kaufsignal laborierenden, unten im Chart mit eingeblendeten Stochastik-Oszillator unterstützt würde.

Sicherer wäre es indes abzuwarten, ob diese bislang ja noch laufende Bodenbildung auch gelingt. Dazu müsste Encavis zunächst auf Schlusskursbasis über die bereits angegangene, jetzt als Widerstand fungierende Zone 18,82/18,92 Euro hinaus. Als Bestätigung einer gelungenen Aufwärtswende wäre ein Break über die momentan bei 20,55 Euro verlaufende, sukzessiv näher kommende 20-Tage-Linie anzusehen. Ein Szenario, das gute Chancen hat … aber natürlich nicht sicher ist. Sollte Encavis unter 15,62/15,76 Euro abrutschen, wäre diese bullische Option erst einmal vom Tisch.