Börsenblick

Zurück Dezember Weiter
Zurück 2018 Weiter

Aktuelle Analyse:
OSRAM: Das ist extrem dünnes Eis!

Zwei Gewinnwarnungen in einen ohnehin schon dynamischen Abwärtstrend hinein führten zu einer immensen „Verbilligung“ der Aktie des Leuchtmittelspezialisten OSRAM. Und dass die Aktie sich, nachdem Anfang Juli erst einmal ein Tief erreicht wurde, nicht wieder dynamisch erholte, sondern in eine Seitwärtsbewegung einschwenkte, macht klar, dass die Anleger OSRAM auch auf diesem niedrigen Niveau nicht als „billig“ einstuften.

Zu glauben, dass ein erfahrener US-Großinvestor namens Bain Capital das anders sieht, ist vor diesem Hintergrund gewagt. Doch genau das sorgte für den Riesensprung von 16,31 Prozent, den die Aktie am Dienstag vollzog. Mitten in den regulären Handel platzte die Bloomberg-Meldung, Bain Capital könnte interessiert sein, OSRAM zu übernehmen. Die Aktie war binnen Minuten auf und davon. Und ganz grundsätzlich war der Gedanke derer, die sich da die Zeit nahmen, erst zu denken und dann zu kaufen richtig:

Da OSRAM keine wirklich großen Einzelaktionäre hat, müsste sich Bain Capital seine Kontrolle über den Aufkauf der Aktien an der Börse sichern. Dazu müsste man schon ein Übernahmeangebot machen, das so deutlich über dem bisherigen Kursniveau liegt, dass genug Aktionäre anbeißen und Bain Capital ihre Anteile überlassen. Aber!

Expertenmeinung: Da die Erfahrung lehrt, dass viele dann pokern und noch höhere Angebote abwarten, kann das die Aktie sehr weit nach oben treiben. Bei STADA, das u.a. von Bain Capital aufgekauft wurde, lief es so. Aber wohl kaum jemand hat sich vor dieser fast reflexartigen Reaktion, OSRAM auf dieses reine Gerücht, das bis Dienstagabend weder von OSRAM noch von Bain Capital kommentiert wurde, darüber Gedanken gemacht, dass das schnell dazu führen kann, dass der Preis zu hoch wird, als dass sich die Übernahme noch lohnen würde.

Sollte es zutreffen, dass Bain Capital derzeit angeblich den Wert von OSRAM berechnet, man könnte wohl vermuten, dass man da leicht über dem oberen Ende der Seitwärtsspanne der letzten Monate herauskäme, wenn man mit einberechnet, dass OSRAM nach dem Verkauf der klassischen Leuchtmittelsparte stark auf die Bereiche Automobiltechnik und Halbleiterindustrie fokussiert ist.

Branchen, die derzeit vor einer schweren Zeit stehen könnten. Da seitens Bain von einem „best case“-Szenario für die Übernahme auszugehen, wo kein „best case“ vorliegt, wäre ein wenig überraschend. Daher ist selbst dann, wenn Bain Capital die Pläne bestätigen sollte, fraglich, ob man sich da nicht binnen Minuten schon in die Zone hinaufgekauft hat, wo die Aktie am Ende läge, zumal der Kurs damit jetzt in eine Widerstandszone zwischen 39,80 und 41,77 Euro gelaufen ist. Und selbst wenn die bezwungen würde, bei gut 45 Euro wartet bereits die 200-Tage-Linie. Auf den fahrenden Zug aufzuspringen, sollte man sich daher genau überlegen, zumal die Aktie schlagartig wieder dort landen könnte, wo sie am Dienstag vor 10:40 Uhr notierte, falls Bain Capital und/oder OSRAM die Meldung dementieren.

Chart vom 27.11.2018, Kurs 39,29 Euro, Kürzel OSR | LYNX Online Broker

Handeln Sie über den Online Broker LYNX:
Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • günstige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Handelsblatt Auszeichnung: Bester Online-Broker
Broker-Wahl: Top Futures-Broker
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN