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Aktuelle Analyse:
OSRAM: Zwischen Übernahmephantasie und Gewinnwarnungen

Seit dem Sommer vergangenen Jahres pendelt die OSRAM-Aktie in einer Spanne zwischen 30 und 42 Euro volatil hin und her. Ein Eldorado für aktive, flexible Trader, scheint es. Doch da sollte man vorsichtig sein, denn über kurz oder lang werden antizyklische Trades an den jeweiligen Begrenzungen der Handelsspanne schiefgehen und ein fulminanter Ausbruch erfolgen, zumal:

Die vier größten Impulse seit Juni 2018 waren nicht vorhersehbar. Und deren Auslöser machen deutlich, dass diese Aktie brandheiß ist … für Bullen und Bären gleichermaßen. Die starken, nach einem Tag großenteils schon abgearbeiteten Aufwärtsimpulse basierten auf Meldungen, dass die Großinvestoren Bain Capital und Carlyle Group interessiert seien, OSRAM zu übernehmen bzw. das Unternehmen mit den beiden in Gesprächen sei.

Die Abwärtsschübe hingegen waren die Reaktionen auf Gewinnwarnungen. Deren erster Streich erfolgte bereits im April 2018. Im Juni kam die nächste … und gerade erst am 28. März die bislang letzte. Und die war nicht „ohne“:

Expertenmeinung: OSRAM senkte die Jahresprognose für das bis zum 30. September laufende Geschäftsjahr deutlich. Der Umsatz, bei dem zuvor ein Anstieg zwischen 0 und 3 Prozent angepeilt wurde, könnte jetzt zwischen 11 und 14 Prozent fallen, hieß es da. Und die operative Marge werde nicht minder deutlich tiefer liegen, da sieht man aktuell eine Spanne zwischen 8 und 10 statt zuvor 12 bis 14 Prozent. Und um wenigstens das zu erreichen, müsste sich die Lage stabilisieren, denn für das zweite Geschäftsquartal (d.h. das erste Kalenderquartal), das zum Zeitpunkt der Meldung quasi beendet war, meldete OSRAM einen voraussichtlichen Umsatzrückgang um 15 Prozent zum Vorjahr und eine EBITDA-Marge nur im mittleren bis höheren einstelligen Bereich.

Der Kurs brach daraufhin wieder einmal scharf ein, stabilisierte sich aber am unteren Ende der Handelsspanne 30/42 Euro und zog in der vergangenen Woche wieder an. Gewagt, denn um erneut das obere Ende der Spanne zu erreichen, sollten entweder wieder einmal verheißungsvolle Nachrichten der eventuellen Käufer Carlyle oder Bain kommen oder ein „Deal“ zwischen den USA und China, der so daherkommt, dass man hoffen könnte, die USA würden gegenüber der EU gnädig sein und auf Strafzölle verzichten.

Sollten solche Strafzölle kommen, würde das OSRAM, der kein unwichtiger Zulieferer der Automobilindustrie ist, ebenso hart treffen, wie eine denkbare Absage der beiden potenziellen Käufer. Beides hängt wie ein Damoklesschwert über der Aktie, daher wären Long-Trades hier ein äußerst heißes Eisen. Short-Trades hätten dabei nur dann ein taugliches Chance/Risiko-Verhältnis zu bieten, wenn zwei Aspekte zusammenkommen: Entweder US-Strafzölle, eine Absage von Bain und Carlyle oder eine erneute Gewinnwarnung und ein Ausbruch aus der Handelsspanne nach unten durch Schlusskurse unter 30 Euro.

Chart vom 05.04.2019, Kurs 33,11 Euro, Kürzel OSR | LYNX Aktienempfehlungen

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