Börsenblick

Zurück März Weiter
Zurück 2019 Weiter

Aktuelle Analyse:
OSRAM: Übernahmegespräche werden konkreter, aber …

Viele dachten wahrscheinlich, dass an den Gerüchten, die Großinvestoren Bain Capital und Carlyle Group würden sich eine Übernahme von OSRAM überlegen, nicht viel dran sei. Diese im Herbst aufgetauchten Meldungen sorgten zwar für Kurssprünge, dann aber kam nichts mehr nach. Aber am Mittwochmittag meldete Bloomberg auf einmal, dass diese beiden Investoren eine gemeinsame Offerte für OSRAM erwägen würden. Was zu einem Kurssprung führte, der OSRAM zum Handelsende ein Plus von 14,32 Prozent auf genau 40 Euro einbrachte.

Und diesmal bestätigte OSRAM auch, dass man Gespräche mit Bain Capital und der Carlyle Group führe. Das erweckte die Kursfantasie der Trader zu neuem Leben. Denn natürlich würde OSRAM kein Angebot akzeptieren, das auf dem aktuell so sehr gedrückten Niveau liegen würde, immerhin hatte die Aktie im Januar 2018 noch bei fast 80 Euro notiert. Die Frage stellt sich bei genauerem Nachdenken indes, welchen Sinn ein „gemeinsames“ Angebot der beiden Großinvestoren haben soll.

Will man OSRAM dann als Duumvirat „regieren“? Würde die Geschäftsleitung es hinnehmen, dass dann auch noch mehrere Großinvestoren in der Suppe herum rühren? Würde OSRAM, Gespräche hin oder her, überhaupt einer Übernahme zustimmen?

Expertenmeinung: Eigentlich würde es wundern. Denn grundsätzlich ist OSRAM gut aufgestellt. Dass es derzeit in der Automobilindustrie zu einem massiven Nachfrageschwund kommt, der immens auf den Gewinn drückt, kann das Unternehmen nicht beeinflussen und ist dafür auch nicht verantwortlich. Sich jetzt zu „verschleudern“ wäre also nicht logisch, denn Bain und Carlyle könnten diese Probleme auch nicht lösen. Andererseits wird OSRAM sich anhören, was diese beiden Großinvestoren anzubieten haben, man muss es abwarten.

Aber was die Chance auf eine „Bieterschlacht“ angeht, wäre eine gemeinsame Offerte der beiden Investoren ungünstig. Beim letzten Kurssprung zu dieser Thematik hatten die Trader noch darauf gesetzt, dass sich diese beiden potenziellen Bieter mit ihren Angeboten gegenseitig höher schaukeln, zur Freude der Aktionäre. Für Trader, die jetzt darauf hoffen, dass diese Entwicklung die Aktie in schwindelerregende Höhen treibt, ist diese Gemengelage also nicht ergiebig. Daher wäre es unbedingt zu überlegen, erst dann dem Gedanken eines Long-Trades nachzugeben, wenn aus charttechnischer Sicht bullische Fakten geschaffen wurden.

Was hieße, dass OSRAM die gestern erreichte 200-Tage-Linie (39,33 Euro) sowie die im Chart rot markierte Nackenlinie der breiten Bodenbildung bei 42 Euro eindeutig und auf Schlusskursbasis nach oben durchbricht. Dann könnte alleine dieses charttechnische Kaufsignal die Aktie höher tragen. Aber diese Widerstände müssten eben erst einmal wirklich überboten sein, das ist nach diesem impulsiven Kurssprung als Reaktion auf eine überraschende Nachricht noch keineswegs sicher.

Chart vom 13.02.2019, Kurs 40,00 Euro, Kürzel OSR | LYNX Online-Broker

Handeln Sie über den Online Broker LYNX:
Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • günstige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Handelsblatt Auszeichnung: Bester Online-Broker
Broker-Wahl: Top Futures-Broker
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN