Börsenblick

Zurück Mai Weiter
Zurück 2020 Weiter

Analyse:
Britisches Pfund/US-Dollar: „Cable“ an der entscheidenden Hürde

In nur sieben Handelstagen brach das Britische Pfund in seiner Relation zum US-Dollar in einer Dimension ein, die die Handelsspanne des ganzen Jahres 2019 übertraf. Dafür gab es zwei Gründe. Zum einen kam es da zu einer nahezu panischen „Repatriierung“ von US-Auslandsinvestments. Die wurden in großer Zahl aufgelöst und das Geld „nach Hause geholt“. Dazu musste man den Erlös aus der ausländischen Währung in US-Dollars tauschen, was zu einer kurzzeitig massiv steigenden US-Dollar-Nachfrage führte.

Doch dieser Abwärts-Impuls des Pfunds im Vergleich zum Greenback basierte auch auf einer „hausgemachten“ Pfund-Schwäche, weil die Investoren sahen, dass Großbritannien die Risiken der Pandemie nicht besonders ernst nahm und so zu Recht befürchtet wurde, dass deren wirtschaftliche Folgen das Land umso härter treffen würden. Was zu besonders massiven Stützungsmaßnahmen der Bank of England führen und zugleich das UK für ausländische Investoren weniger attraktiv machen würde. Der Greenback stieg, das Pfund fiel … Cable, wie man die Relation dieser beiden Währungen nennt, stürzte ab. Doch jetzt scheint sich das Bild umzukehren. Etwa zwei Drittel des vorherigen Ausverkaufs sind aufgeholt, das Pfund hat sich bereits wieder bis an die wichtige 200-Tage-Linie vorangekämpft. Wieso?

Expertenmeinung: Weil beide, den Kurs zuvor drückenden Aspekte so nicht mehr gelten. Zum einen ist diese Repatriierungswelle von US-Investments jetzt abgeebbt. Zum anderen hat Großbritannien in den vergangenen Wochen versucht, vorherige Versäumnisse in Sachen Pandemie zu korrigieren. Jetzt sind es eher die USA, für die man einen wirtschaftlichen Absturz vermutet, weil sich gezeigt hat, dass Washington nicht imstande war zu verhindern, dass die Vereinigten Staaten das Land mit den mit Abstand meisten Infektionen und Todesfällen wurden und man zugleich schon daran arbeitet, die Eindämmungsmaßnahmen aufzuweichen oder sogar aufzuheben. Sollte das schiefgehen, wäre für die US-Wirtschaft auf der Unterseite kaum etwas ausgeschlossen … und damit auch der Ruf des US-Dollars als sicherer Hafen massiv beschädigt.

Diese „Karte“ spielen die Devisentrader derzeit. Würde diese neue Sichtweise durch weiterhin fatale US-Konjunkturdaten bestätigt, so, wie sie am Mittwoch bereits auf den Tisch kamen, kann sich der Weg des Pfundes nach oben, hin zu alter Stärke, fortsetzen. Entscheidende Hürden, die es dafür zu bezwingen gälte, wären zum einen die bereits angelaufene 200-Tage-Linie bei 1,2650 US-Dollar, zum anderen das Zwischentief von Ende Februar bei 1,2725 US-Dollar.

Britisches Pfund / US-Dollar Chart vom 15.04.2020, Kurs 1,2530 US-Dollar, Kürzel GBP.USD | Online Broker LYNX

Handeln Sie über den Online Broker LYNX:
Ein Depot, viele Vorteile
  • stabile und zuverlässige Handelsplattform
  • kompetenter Service durch Experten
  • günstige und transparente Gebühren
  • umfangreiches Wissensportal
Mehrfach ausgezeichnet
Handelsblatt Auszeichnung: Bester Online-Broker
Broker-Wahl: Top Futures-Broker
Contact icon KOSTENFREI ANRUFEN
0800 5969 000
Contact icon SCHREIBEN SIE UNS
SERVICE@LYNXBROKER.DE
Contact icon FREUNDSCHAFTSWERBUNG
KUNDEN EMPFEHLEN LYNX
Contact icon HÄUFIG GESTELLTE
FRAGEN