Börsenblick

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Analyse:
Euro/Britisches Pfund: Laufen die Euro-Bären in die Falle?

Der unten abgebildete Kursverlauf des Euro zum Britischen Pfund zeigt deutlich: Der Euro verliert an Boden, das Pfund legt wieder zu. Das preist keine massiven Zinssenkungen der Bank of England ein, keine Anleihekäufe, keine Kapitalfrucht ausländischer Investoren aus UK. Kurz: Man wettet darauf, dass der BrExit geregelt verläuft und ohne nennenswert negative Konsequenzen für die britische Wirtschaft sein wird. Oder?

Es ist durchaus denkbar, dass einige Trader am Devisenmarkt auch eine andere Haltung einnehmen, indem sie erwarten, dass eine Zollunion mit der EU nicht entsteht, Großbritannien dadurch frei wird, neue Handelsabkommen z.B. mit den längst in den Startlöchern stehenden USA zu schließen und genau damit besser dran wäre. Diese Trader würde ein „harter BrExit“ womöglich also nicht einmal davon abbringen, weiter auf ein wieder steigendes Pfund zu setzen. Aber festhalten kann und muss man dennoch: Es ist völlig offen, was in dieser Hinsicht entschieden wird. Und damit ist auch nicht vorhersehbar, ob der Euro nicht doch auf einmal auf dem Absatz kehrt macht und wieder deutlich zulegt. Wie sollte man sich verhalten?

Expertenmeinung: Würde man sich bei einem Euro/Pfund-Trade auf die politischen Vorlagen stützen hieße das, entweder abzuwarten, bis sich der Nebel im britischen Unterhaus lichtet oder aber eine gewagte Wette einzugehen. Wobei letzteres für besonnene Investoren gar nicht infrage kommen dürfte. Aber Devisentrader agieren grundsätzlich vor allem auf Basis der Charttechnik. Die Politik mag derzeit oft neue Impulse anstoßen, deren Verlauf bewegt sich aber, solange es nicht zu unerwarteten, neuen Entwicklungen kommt, meist im Rahmen charttechnischer Eckpunkte. So auch hier:

Sie sehen, dass der Kurs zunächst im August zunächst am Jahreshoch 2017 nach unten abgewiesen wurde, danach durch die Supportlinie in Form der Hochs vom Sommer und Herbst 2018 hindurch ging, dann aber erst einmal an der 200-Tage-Linie (aktuell bei 0,8805 Pfund pro Euro) stoppte. Nachdem diese Linie dann doch durchbrochen wurde, diente sie bei einer kurzen Gegenreaktion in der Vorwoche als effektiver Widerstand. Seither verharrt der Kurs, die Akteure warten ab, was in London weiter passieren wird. Sollte es tatsächlich zu einer allgemein positiv bewerteten Entwicklung in Sachen BrExit kommen, wäre das Kursziel der Bereich des 2017er-Tiefs knapp über 0,83 Pfund pro Euro. Aber schon ein Schlusskurs, der wieder klar über der bei 0,8805 Pfund verlaufenden 200-Tage-Linie liegen würde, erhöht das Risiko, dass die derzeit dominierenden Euro-Bären zu hoch gepokert haben!

Euro/GBP: Chart vom 22.10.2019, Kurs 0,8592 Pfund, Kürzel EUR.GBP | LYNX Online Broker

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