Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Euro / Britisches Pfund: Wem die Stunde schlägt …

Kaum jemand wagt noch zu hoffen, dass es gelingen wird, Großbritannien geordnet aus der EU heraus zu bekommen. Gerade erst gestern verließen drei Abgeordnete aus Protest gegen den BrExit die konservative Partei. Das Lager derer, die Premierministerin May und ihrem mit der EU verabredeten Plan den Rücken stärken, wird kleiner. Und weiterhin ist Brüssel nicht bereit, dieses Ergebnis monatelanger Verhandlungen noch einmal auszupacken und erneut zu verhandeln. Nicht zuletzt, weil der Vertrag im britischen Parlament zwar keine Mehrheit findet, die Briten andererseits aber nicht imstande sind, konkret darzulegen, was genau geändert werden müsste, um diese nötige Mehrheit zu erreichen und den Austritt damit zu zementieren.

Die zunehmende Wahrscheinlichkeit, dass der Ausstieg des Landes aus der EU, ob jetzt am 29. März oder im Fall eines Aufschubs ein, zwei Monate später, ungeordnet und ohne Regelungen erfolgt, bedroht vor allem die Wirtschaftsperspektive Großbritanniens, wenngleich auch die EU einen solchen „harten BrExit“ zu spüren bekäme.

Was hieße: Die Bank of England, die britische Notenbank, müsste Maßnahmen ergreifen, um die unter Druck geratene Wirtschaft zu unterstützen: Zinsensenkungen und Stützungskäufe am Anleihemarkt. Und das wiederum würde Druck auf das britische Pfund ausüben, zusätzlich zu dem Druck, dem eine Währung in einem rezessiven Umfeld ausgesetzt ist. Aber:

Expertenmeinung: Ebenso wie am britischen Aktienmarkt tut man am Devisenmarkt so, als wäre alles in bester Ordnung. Man ignoriert das Problem einfach. Denn wenn Sie in diesem Chart der Euro/Pfund-Relation auf Wochenbasis erneut eine Toppbildung erkennen, nachdem das Währungspaar einer markanten Abwärts-Trendwende im Frühjahr 2017 entkommen konnte, so ist es nicht das Pfund, dem hier aus charttechnischer Sicht schwächere Kurse drohen, sondern der Euro!

Der Chart zeigt, wie viel britische Pfund man für einen Euro bezahlen muss, sprich: Fällt dieser Kurs, muss man weniger Pfund für einen Euro hinlegen, der Euro wird also im Vergleich zum britischen Pfund billiger, nicht umgekehrt. Denen, die hier aktiv versuchen, den BrExit wegzukaufen und den Euro zum Pfund drücken, dürfte mit Blick auf die faktische Entwicklung bald die Stunde schlagen.

Aber aus reiner Trading-Perspektive hätte die Vollendung dieser breiten Toppbildung durch Schlusskurse unter 0,8620 Pfund pro Euro derzeit erst einmal die besseren Chancen, auch, wenn sie aus fundamentaler Sicht nicht rational erscheint. Bis zur Nackenlinie der vorherigen, „alten“ Toppbildung bei 0,8310 Pfund wäre der Weg aus charttechnischer Sicht dann frei. Aber wie gesagt: All denen, die derzeit versuchen, eine greifbare Gefahr „wegzukaufen“, dürften bald von der Realität eingeholt werden, daher wären Euro Short-Trades zum Pfund ein heißes Eisen, das anzupacken man nur mit engen Stop Loss erwägen sollte!

Chart vom 20.02.2019, Kurs 0,8682 GBP, Kürzel EUR.GBP | LYNX Online Broker

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