Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Activision Blizzard: Das muss man jetzt wissen

Activision Blizzard ist einer der weltweit führenden Anbieter von Computer-, Online- und Videospielen. Das Unternehmen entstand im Jahr 2008 durch den Zusammenschluss von Activision und Vivendi Universal Games, einer Tochtergesellschaft des französischen Mischkonzerns Vivendi. Der Konzern entwickelt und vermarktet Action-, Adventure-, Sport-, Rollen- und Strategiespiele für alle gängigen Spielplattformen.

Zum Portfolio gehören einige der erfolgreichsten Computerspiele überhaupt, darunter World of Warcraft, Call of Duty, Skylanders, Guitar Hero, StarCraft und Diablo.

Szenario geht voll auf

Erst kürzlich hatte ich eine Analyse zu Activision Blizzard und davor gewarnt, dass die Bewertung „hart and der Grenze“ ist und „Aktie charttechnisch auf der Kippe steht.“
Seitdem wurden Quartalszahlen veröffentlicht und es ging in kürzester Zeit um knapp 20% abwärts.

Grund genug, die Lage neu zu bewerten, denn vielleicht lohnt sich der Einstieg jetzt.

Es handelt sich schließlich um ein Top-Unternehmen mit einer zentralen Stellung in einem Wachstumsmarkt. Stimmt der Preis, wäre die Aktie ein schönes Investment.

Auf die Möglichkeiten und die wahrscheinlich große Zukunft des Gaming Marktes bin ich im letzten Artikel bereits ausführlich eingegangen. Dort finden Sie auch die langfristigen Zahlen. Es wäre an dieser Stelle schlichtweg eine Wiederholung.

Wie sind die Quartalszahlen ausgefallen?

Man könnte durchaus sagen, die Gesamtsituation ist etwas kompliziert.

Der Umsatz lag mit 1,51 Mrd. USD unter den Erwartungen und dem Vorjahreswert von 1,62 Mrd. USD, allerdings höher als die vom Activision selbst gegebene Prognose.

Auf den ersten Blick sieht die Umsatzentwicklung unerfreulich aus, doch bei den Einnahmen ist eine sehr hohe Schwankungsbreite normal – je nachdem wann die Blockbuster-Titel auf den Markt kommen.
Die Veröffentlichung von Call of Duty: Black Ops 4 erfolgte erst am Ende des Quartals, hat die Verkaufszahlen des Vorgängers in den ersten Wochen aber noch übertroffen.

Beim Gewinn ist fraglich, welche Kennzahl man überhaupt als Grundlage nehmen soll. Nach GAAP lag das Ergebnis bei 0,34 USD je Aktie, nach 0,25 USD im Vorjahr. Blizzard hatte zuvor nur 0,16 USD je Aktie in Aussicht gestellt.

Größere Beachtung fand aber wohl das operative Ergebnis, welches mit 0,52 USD je Aktie zwar im Rahmen der Erwartungen lag, aber unter dem Vorjahreswert von 0,60 USD je Aktie.

Die Zahlen waren also nicht gerade erfreulich, enttäuschend war aber vor allem der Ausblick. Selbstverständlich hängt in dieser Branche viel vom Weihnachtsgeschäft und somit dem vierten Quartal ab.

Activision Blizzard stellte lediglich einen Gewinn von 0,64 USD in Aussicht, was auf Jahressicht einem Rückgang entsprechend würde. Darüber hinaus hatte der Markt mit deutlich mehr gerechnet.

Dementsprechend hagelte es nach den Zahlen Downgrades. Das sind aber nicht die einzigen Probleme.

Shitstorm

Mit Diablo scheint derzeit eine der wichtigsten Spielereihen des Unternehmens auf der Kippe zu stehen.

Mit der Ankündigung, dass es sich bei Diablo Immortal um ein Mobile-Game handeln soll, hat man die Fans dermaßen vor den Kopf gestoßen, dass es nach der Veröffentlichung von Trailern zu einem regelrechten Shitstorm gekommen ist.

Fundamentale Bewertung

Seit der letzten Analyse hat sich die Lage eingetrübt. Für das Gesamtjahr wird nur noch ein Gewinn von 2,46 USD je Aktie erwartet, bisher war man von 2,63 USD ausgegangen.

Im laufenden Geschäftsjahr kommt Activision Blizzard auf eine P/E von 21,8 und für 2019 auf 19-20.

Bei einem Gewinnwachstum von nun nur noch 8-11% ist das weiterhin eine ambitionierte Bewertung. In der Vergangenheit lag die P/E meist bei 18-19.

Charttechnik

Auch an dieser Front ist die Lage brenzlig, denn der langfristige Trend wurde durchbrochen. Die Bullen sind unter Zugzwang und müssen so schnell wie möglich eine Rückkehr über 56 USD erzwingen. Dann würde sich die Lage wieder etwas entspannen. Die Chancen auf eine kurzfristige Erholung stehen ohnehin nicht schlecht, denn der Wert ist ganz offensichtlich überverkauft.

Anschließend könnte es noch eine Etage tiefer gehen. Mögliche Kursziele auf der Unterseite liegen bei 50 und 45 USD.

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