Die Eurex bietet eine breite Palette an DAX-Derivaten und ermöglicht Anlegern damit, unterschiedliche Handels-, Absicherungs- und Optionsstrategien auf den deutschen Leitindex umzusetzen.
In diesem Artikel erläutern wir die wichtigsten Merkmale von DAX-Optionen, unterschiedliche Laufzeiten und Verfallstermine sowie die Möglichkeiten, DAX-Optionen über LYNX zu handeln.
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Optionen sind komplexe Finanzinstrumente und mit erheblichen Risiken verbunden. Anleger sollten sorgfältig prüfen, ob sie für ihre Anlageziele und ihre Risikobereitschaft geeignet sind. Zudem sollten Anleger ihre Kenntnisse über den Optionsmarkt und Handelsstrategien vertiefen, bevor sie mit dem Optionshandel beginnen.
Inhalt
Was sind DAX-Optionen?
DAX-Optionen sind, wie der Name vermuten lässt, Derivate auf den DAX-Index. Wie bei sonstigen Aktien- oder Index-Optionen profitiert der Käufer einer Call-Option grundsätzlich von steigenden Kursen des Basiswerts, während der Käufer einer Put-Option grundsätzlich von fallenden Kursen profitiert. Für den Stillhalter gilt das Gegenteil.
Im Gegensatz zu klassischen Aktien-Optionen erfolgt die Abwicklung einer Index-Option allerdings nicht durch Lieferung von Aktien, sondern es findet ein Barausgleich statt. Zudem gelten für DAX-Optionen mitunter andere Zeiten hinsichtlich des Verfalls. Dazu jedoch mehr im Abschnitt Handelszeiten.
Merkmale von DAX-Optionen
DAX-Optionen werden an der Eurex gehandelt, einer der weltweit bedeutendsten Terminbörsen für Futures und Optionen. Anders als bei einer Aktienoption ist der Basiswert keine einzelne Aktie wie Siemens, SAP oder Allianz, sondern der DAX-Index.
Ein wesentliches Merkmal von DAX-Optionen ist die breite Auswahl an Laufzeiten und Verfallsterminen. Je nach Produkt und Kontrakt stehen unterschiedliche Fälligkeiten zur Verfügung. Dazu gehören klassische länger laufende DAX-Optionen ebenso wie kurzfristige Kontrakte.
Für deutsche Anleger besonders relevant ist außerdem, dass die Eurex neben klassischen DAX-Optionen weitere Produkte innerhalb der DAX-Derivatefamilie anbietet. Dazu zählen unter anderem Micro-DAX-Optionen mit kleinerem Kontraktwert sowie täglich fällige DAX-Optionen (DAX End-of-Day Optionen). Diese Vielfalt bietet unterschiedliche Möglichkeiten – abhängig von Handelsstrategie, Anlagehorizont und Risikobereitschaft.
Laufzeiten und Verfallstermine von DAX-Optionen
An der Eurex stehen verschiedene Optionsprodukte auf den DAX mit unterschiedlichen Laufzeiten und Kontraktgrößen zur Verfügung. Dadurch können Anleger sowohl kurzfristige Marktmeinungen als auch längerfristige Absicherungs- und Optionsstrategien umsetzen:
- Reguläre DAX-Optionen (ODAX): Sie bieten wöchentliche, monatliche, vierteljährliche und jährliche Verfallstermine mit Laufzeiten von bis zu 60 Monaten.
- Kurzlaufende DAX-Optionen: Hierbei handelt es sich nicht um eine eigene Produktklasse, sondern um reguläre DAX-Optionen mit einem nahe bevorstehenden Verfallstermin, insbesondere Wochenoptionen.
- DAX End-of-Day Options (ODAP): Diese ermöglichen den Handel mit täglich fälligen DAX-Optionen und eignen sich damit für sehr kurzfristig ausgerichtete Strategien.
- Micro-DAX-Optionen (ODXS): Sie besitzen einen kleineren Kontraktwert und ermöglichen dadurch eine feinere Positionsgrößensteuerung. Angeboten werden monatliche und vierteljährliche Verfallstermine mit Laufzeiten von bis zu zwölf Monaten.
Welche Verfallstermine konkret verfügbar sind, hängt vom jeweiligen Eurex-Produkt ab. Anleger sollten daher vor dem Handel die aktuellen Kontraktspezifikationen und die im Handelssystem verfügbaren Optionsserien prüfen.
DAX-Tagesoptionen und weitere kurzfristige Laufzeiten
Ein besonders interessantes Segment sind täglich fällige DAX-Optionen. Diese Kontrakte ermöglichen es, sehr kurzfristige Marktmeinungen oder Absicherungsstrategien umzusetzen. Die Eurex bietet Daily Options (DAX End-of-Day Options) auf den DAX mit täglicher Fälligkeit an.
Solche kurzfristigen Optionen können beispielsweise für Anleger interessant sein, die gezielt auf einzelne Handelstage, wichtige Konjunkturdaten, Notenbankentscheidungen oder andere marktbewegende Ereignisse reagieren möchten.
Allerdings sind sehr kurze Laufzeiten mit besonderen Risiken verbunden. Der Zeitwert kann sich schnell verändern, und die Optionspreise können empfindlich auf Bewegungen des DAX sowie Veränderungen der impliziten Volatilität reagieren.
Neben den täglich fälligen Produkten stehen innerhalb der DAX-Derivatefamilie weitere Laufzeiten und Kontraktvarianten zur Verfügung. Welche davon für einen Anleger geeignet sind, hängt von Strategie, Kapitalausstattung und Risikobereitschaft ab.
DAX-Optionen in der Handelsplattform auswählen
In der TWS-Handelsplattform können Anleger die verfügbaren DAX-Optionen über die jeweilige Optionskette auswählen. Dort lassen sich unter anderem Verfallstermine, Ausübungspreise sowie Call- und Put-Optionen anzeigen. Je nach gewähltem DAX-Produkt können unterschiedliche Handelsklassen und Kontraktspezifikationen gelten. Anleger sollten daher vor jeder Order genau kontrollieren, ob sie beispielsweise eine klassische DAX-Option, eine täglich fällige DAX-Option oder eine Micro-DAX-Option ausgewählt haben.
Dies ist besonders wichtig, weil sich Kontraktwerte und Produktspezifikationen unterscheiden können.

Zeitwert von DAX-Optionen
Optionen verlieren während der Laufzeit an Zeitwert. Dieser Effekt wird als Zeitwertverfall bezeichnet. Der Zeitwertverfall kann bei kurzlaufenden Optionen besonders stark ins Gewicht fallen. Bei DAX-Tagesoptionen ist dies von besonderer Bedeutung, da bis zum Verfall nur sehr wenig Zeit verbleibt. Veränderungen des DAX, der impliziten Volatilität und der verbleibenden Restlaufzeit können den Optionspreis daher erheblich beeinflussen.
Anleger sollten sich deshalb der besonderen Risiken bewusst sein, die mit dem Kauf oder Schreiben sehr kurzlaufender Optionen verbunden sind. Insbesondere bei Optionen kurz vor dem Verfall kann sich das Chance-Risiko-Profil innerhalb kurzer Zeit stark verändern.
Handelszeiten von DAX-Optionen
DAX-Optionen werden an der Eurex gehandelt. Die konkreten Handelszeiten hängen vom jeweiligen DAX-Optionsprodukt ab und sollten vor einer Transaktion anhand der aktuellen Eurex-Informationen geprüft werden.
Bei regulären DAX-Optionen läuft der fortlaufende Handel an regulären Handelstagen bis 17:30 Uhr. Am letzten Handelstag endet der Handel in der jeweils verfallenden Optionsserie jedoch bereits um 13:00 Uhr. Täglich fällige DAX End-of-Day Options können am Verfallstag hingegen bis 17:30 Uhr gehandelt werden.
Auch die Ermittlung des finalen Abrechnungspreises hängt vom jeweiligen Kontrakt ab. Bei regulären DAX-Optionen basiert er auf dem Stand des DAX, der anhand der Xetra-Auktionspreise seiner Indexmitglieder während der um 13:00 Uhr beginnenden Intradayauktion ermittelt wird. Bei DAX End-of-Day Options ist hingegen der DAX-Stand maßgeblich, der auf den Preisen der im DAX enthaltenen Aktien in der Xetra-Schlussauktion basiert.
DAX-Optionen über LYNX handeln
DAX-Optionen können über LYNX an der Eurex gehandelt werden. Die TWS-Handelsplattform bietet mit dem OptionTrader ein spezialisiertes Werkzeug für den Optionshandel. Der OptionTrader ermöglicht Anlegern einen strukturierten Überblick über wichtige Informationen. Dazu gehören unter anderem:
- verfügbare Ausübungspreise
- unterschiedliche Verfallstermine
- Call- und Put-Optionen
- Optionsgriechen
- implizite Volatilität
- Geld- und Briefkurse
Gerade beim Handel mit DAX-Optionen können solche Informationen wichtig sein, da Optionspreise nicht nur von der Entwicklung des DAX abhängen, sondern auch von Restlaufzeit, Volatilität, Zinsen und weiteren Faktoren.
Hier finden Sie weitere Informationen zu angebotenen Produkten, Handelszeiten und Preisen an der Eurex.
OptionTrader für DAX-Optionen
Innerhalb des OptionTraders können Optionen direkt einer Strategie hinzugefügt werden. Dadurch lassen sich Optionsstrategien zusammenstellen und als kombinierte Order an den Markt übermitteln. So können Anleger beispielsweise Spreads oder andere komplexe Optionsstrategien auf den DAX umsetzen.
Für eine weniger komplexe Übersicht können Anleger auch LYNX+ nutzen. Dort lassen sich ebenfalls verfügbare Optionen anzeigen, und auch Optionskombinationen können in einer Order übermittelt werden. Vorab können Anleger mögliche Gewinn- und Verlustszenarien ihrer Optionskombinationen analysieren.
Kosten beim Handel mit DAX-Optionen
Beim Handel mit DAX-Optionen über LYNX fällt nach der aktuellen Gebührenübersicht für Aktien- und Indexoptionen an der Eurex eine Provision von 2,00 € pro Kontrakt an. Anleger sollten zusätzlich prüfen, ob im konkreten Fall weitere Kosten anfallen können. Maßgeblich sind stets die aktuellen Preise und Konditionen von LYNX.
Die Kosten werden Ihnen zudem stets in voller Höhe innerhalb der Ordervorschau angezeigt.
Wie kann ich Optionen über LYNX handeln?
Der Optionshandel eignet sich vor allem für erfahrene Anleger, die mit der Funktionsweise von Derivaten und den damit verbundenen Risiken vertraut sind. Für Einsteiger kann es sinnvoll sein, zunächst vertiefte Kenntnisse über Optionen, Optionsstrategien und Risikomanagement aufzubauen und gegebenenfalls eine simulierte Handelsumgebung zu nutzen. Hilfreiche Informationen finden interessierte Anleger in unserem Optionenportal.
Vor der Freischaltung des Optionshandels können abhängig von regulatorischen Vorgaben, Produktkenntnissen und persönlicher Handelserfahrung zusätzliche Voraussetzungen gelten.
Was sind DAX-Optionen?
DAX-Optionen sind Indexoptionen mit dem DAX als Basiswert. Sie ermöglichen es Anlegern, auf steigende oder fallende Bewegungen des deutschen Leitindex zu reagieren oder bestehende Marktpositionen abzusichern. Die Abwicklung erfolgt bei DAX-Indexoptionen grundsätzlich durch Barausgleich.
Wo werden DAX-Optionen gehandelt?
DAX-Optionen werden an der Eurex gehandelt. Die Eurex ist ein zentraler europäischer Handelsplatz für Futures und Optionen und bietet eine breite Familie von DAX-Derivaten an.
Was bedeutet das Schreiben von DAX-Optionen?
Beim Schreiben einer DAX-Option verkauft der Stillhalter einen Optionskontrakt und erhält dafür eine Optionsprämie. Im Gegenzug übernimmt er die mit dem jeweiligen Kontrakt verbundenen Verpflichtungen. Da DAX-Optionen Indexoptionen sind, bezieht sich die Abwicklung nicht auf die Lieferung einzelner DAX-Aktien, sondern auf einen entsprechenden Barausgleich. Je nach Strategie können theoretisch unbegrenzte Verluste entstehen.
Was ist der Unterschied zwischen einer DAX-Option und einer Aktienoption?
Eine DAX-Option hat den DAX-Index als Basiswert. Eine Aktienoption bezieht sich dagegen auf eine einzelne Aktie, beispielsweise Siemens, SAP oder Allianz. DAX-Indexoptionen werden grundsätzlich per Barausgleich abgewickelt, während bei Aktienoptionen je nach Kontraktspezifikation meist eine Lieferung des Basiswerts festgelegt ist.
Gibt es DAX-Optionen mit täglichem Verfall?
Ja. Die Eurex bietet täglich fällige Optionen auf den DAX (DAX End-of-Day Options) an. Diese kurzfristigen Kontrakte ermöglichen sehr gezielte Strategien, weisen aufgrund ihrer kurzen Restlaufzeit jedoch besondere Risiken auf.
Was sind Micro-DAX-Optionen?
Micro-DAX-Optionen sind DAX-Indexoptionen mit einem kleineren Kontraktwert als klassische DAX-Optionen. Laut Eurex beträgt der Kontraktwert 1 € je DAX-Indexpunkt. Dadurch können Anleger DAX-Optionspositionen mit einer kleineren nominalen Größe strukturieren.
Wie hoch sind die Gebühren für DAX-Optionen beim Handel über LYNX?
Nach dem aktuellen Preis- und Leistungsverzeichnis berechnet LYNX für Aktien- und Indexoptionen an der Eurex 2,00 € pro Kontrakt. Anleger sollten vor jeder Transaktion die aktuelle Gebührenübersicht und mögliche weitere Kosten prüfen.
Wie ist der aktuelle Stand des DAX?
Der DAX-Stand verändert sich während des Börsenhandels fortlaufend. Den aktuellen DAX-Kurs finden Anleger auf der DAX-Seite oder direkt in ihrer Handelsplattform.