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SAP Aktie Prognose SAP: Im freien Fall oder kurz vor dem Comeback?

News: Aktuelle Analyse der SAP Aktie

von | |

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Tobias Krieg ist Chefanalyst bei LYNX Broker und Gründer von LongTerm-Value.
Er ist seit mehr als fünfzehn Jahren an der Börse aktiv, davon mehr als eine Dekade als leidenschaftlicher Vollzeit-Investor. Geprägt durch Vorbilder wie Charlie Munger, Peter Lynch und Bill Miller ist Value Investing der Grundsatz und Growth at a reasonable Price der Wahlspruch.
Denn auch gute Unternehmen können schlechte Investments sein. Ein attraktiver Einstiegskurs zum richtigen Zeitpunkt ist absolut entscheidend.

Vorherige Analysen der SAP Aktie

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 20.04.2026 um 22:01 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Dass die Wachstumsdynamik bei SAP nachlässt, mag schon sein, darf aber eigentlich niemanden überraschen. Überraschend ist vielmehr das Ausmaß der Baisse dieser Aktie, wobei man die deutlich optimistischere Sicht der Analysten ignoriert. Könnte sich das ändern?

Gegenüber dem im Februar 2025 bei 283,50 Euro markierten Rekordhoch hatte sich der Kurs der SAP-Aktie im Verlauf dieses Monats glatt halbiert. Eine am Hoch ziemlich ambitionierte Bewertung wurde dadurch ungewöhnlich günstig: Für die durchschnittliche Gewinnprognose der Analysten von gut sieben Euro pro Aktie im laufenden Jahr läge das Kurs-/Gewinn-Verhältnis derzeit bei 21/22. Bei Software-Aktien liegt man im Schnitt um die 30, mal mehr, mal weniger, je nach Wachstumsperspektive. Aber knapp über 20, das ist untypisch.

Begründet wird das mit dem Argument, die KI werde an den Margen der Software-Unternehmen zehren, selbst dann, wenn sie – wie SAP es tut und viele andere Branchenkollegen ebenso – KI in ihre Systeme integriert. Aber muss das zu Umsatzschwund und Margendruck führen, egal, was passiert?

Noch weiß das niemand sicher. Wer wollte heute ernsthaft vorhersagen, wie sich die Marktlage und der Stand der Entwicklung in ein, zwei Jahren darstellt und wie die Kunden dann reagieren? Es ist eine Mutmaßung, die den Kurs immer weiter drückt, hier ebenso wie bei vielen anderen Software-Titeln rund um den Globus, und befeuert dadurch, dass man dem bärischen Lager bislang nicht das Gegenteil beweisen kann … mangels aktueller Zahlen. Und genau da wird es jetzt interessant.

Expertenmeinung: Denn am kommenden Donnerstag, den 23. April, wird SAP abends nach US-Handelsende mit dem Ergebnis des ersten Quartals aufwarten. Und dann dürften auch aktuelle Aussagen zur Auftragslage und der Perspektive für 2026 kommen, so, wie SAP sie sieht. Sollte da nichts anstehen, was die Bären erfreut, könnte das womöglich zu einem „Game-Changer“ werden, denn so ganz ohne Risiko ist die bislang ziemlich stetige Abwärtsbewegung nicht, alleine, weil sie so auffallend entgegen den Ansichten der Analysten läuft.

Von den 28 Analysten, die SAP derzeit regelmäßig einschätzen, stufen 22 die Aktie mit „Kaufen“ ein, der Rest sieht sie als haltenswert an, niemand rät zum Verkauf. Und es ist nicht nur so, dass das durchschnittliche Kursziel der Experten mit aktuell knapp 227 Euro sehr weit über dem derzeitigen Kurs liegt. Die Aktie schloss gestern sogar weit unter dem niedrigsten aller Analysten-Kursziele von 170 Euro. Dort, bei den Experten, sieht man zwar auch das nachlassende Wachstumstempo. Aber keine schwere Krise durch KI. Und damit sollte das bärische Lager jetzt auf der Hut sein.

Sollte es gelingen, die Aktie klar über das Zwischenhoch des Freitags bei 159,40 Euro zu heben, wäre sie immerhin schon mal wieder in ihrer vorherigen, zwischen Ende Januar und Mitte März geltenden Handelsspanne zwischen 159,60 und 187,14 Euro. Ein mittelfristig positives Signal wäre zwar erst generiert, wenn die Aktie den Kreuzwiderstand zwischen 203 und 210 Euro überwindet. Aber sollte SAP auf diese übermorgen Abend erwarteten Quartalsergebnisse mit steigenden Kursen reagieren, wäre man hier vermutlich froh, nicht auf der Short-Seite zu stehen, denn derzeit wirkt es, als hätten die Bären den Bogen bereits ziemlich weit gespannt.

SAP Aktie: Chart vom 20.04.2026, Kurs 150,20 Euro, Kürzel: SAP | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
SAP Aktie: Chart vom 20.04.2026, Kurs 150,20 Euro, Kürzel: SAP | Quelle: TWS

Quellenangaben: Analysten-Einschätzungen: https://finance.yahoo.com/quote/SAP.DE/analyst-insights/

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bärisch
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Bärisch
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 14.04.2026 um 6:58 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die letzten Monate liefen an den internationalen Börsen insbesondere für Softwarekonzerne alles andere als positiv. Während in den USA Titel wie Microsoft oder Oracle stark unter Druck gerieten, belastete die negative Stimmung auch die SAP-Aktie.

Das Papier konnte sich diesem Umfeld nicht entziehen. Der Abwärtstrend bleibt vorerst intakt, geprägt von tieferen Hochs und anhaltendem Verkaufsdruck. Bereits vor zwei Wochen wurde diese Struktur thematisiert, und bislang zeigt sich keine nachhaltige Veränderung. Gleichzeitig lassen sich erste Stabilisierungstendenzen erkennen. Vor allem die Entwicklung in den USA könnte nun eine Rolle spielen, da dort erste Gegenbewegungen bei großen Softwarewerten sichtbar werden. Diese könnten auch auf europäische Titel ausstrahlen und SAP kurzfristig unterstützen. Aus technischer Sicht rückt nun das gebrochene Tief von Ende März in den Fokus, das als erste relevante Hürde fungiert.

Expertenmeinung: Die Aktie befindet sich an einem wichtigen Punkt. Sollte der Sprung über das zuletzt gebrochene Tief gelingen, könnte sich die aktuelle Struktur etwas aufhellen und eine technische Erholung an Dynamik gewinnen.

Bleibt dieser Schritt aus, dürfte der übergeordnete Abwärtstrend weiter dominieren und weitere Verkaufsimpulse könnten folgen.

Aussicht: Bärisch

SAP Aktie: Chart vom 13.04.2026, Kurs: 142.24 EUR Kürzel: SAP | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
SAP Aktie: Chart vom 13.04.2026, Kurs: 142.24 EUR Kürzel: SAP | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bärisch
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Bärisch
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 31.03.2026 um 7:53 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Anfang Februar habe ich meine Aussichten auf den deutschen Softwarekonzern zurückgenommen und das Chartbild hat sich seither weiter eingetrübt. Zwar gelang es der SAP-Aktie zunächst, sich einige Wochen nahe der Unterstützungszone um 160 EUR zu stabilisieren, doch es fehlte an Anschlusskäufen.

Die Bullen konnten keine neuen Impulse setzen und mussten die Kontrolle zunehmend abgeben. In weiterer Folge wurde die Unterstützung aufgegeben und die Abwärtsbewegung setzte sich fort. Die Struktur bleibt klar negativ geprägt, mit einer Serie von tieferen Hochs und tieferen Tiefs. Eine nachhaltige Verbesserung ist aktuell nicht erkennbar. Auffällig ist lediglich der inzwischen deutliche Abstand zur 50-Tage-Linie, der kurzfristig eine technische Gegenbewegung begünstigen könnte.

Expertenmeinung: Kurzfristig könnte der überverkaufte Zustand für eine Erholung sorgen. Eine solche Bewegung wäre jedoch zunächst nur als technische Reaktion innerhalb des bestehenden Abwärtstrends zu werten. Entscheidend wird sein, ob es gelingt, im Anschluss höhere Hochs zu etablieren und damit die Struktur aufzubrechen. Ohne diesen Schritt dürfte der Verkaufsdruck bestehen bleiben und weitere Rücksetzer wären ein realistisches Szenario.

Eine Aufwärtsbewegung dürfte in der Nähe des letzten Supports bei rund 160 EUR auf Widerstand treffen, zumal sich auch die 50-Tage-Linie schrittweise in diese Richtung bewegt.

Aussicht: Bärisch

SAP Aktie: Chart vom 30.03.2026, Kurs: 146.46 EUR, Kürzel: SAP | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
SAP Aktie: Chart vom 30.03.2026, Kurs: 146.46 EUR, Kürzel: SAP | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 20.03.2026 um 22:09 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Der Großteil der Analysten ist für SAP bullisch. Und selbst das niedrigste Experten-Kursziel liegt über dem derzeitigen Kurs der Aktie. Trotzdem fiel die Aktie auch am Freitag wie ein Stein. Das kann auf eine spannende Einstiegschance hinauslaufen. Aber noch ist es keine.

Wenn es um Argumente geht, warum ausgerechnet die SAP-Aktie, die 2023 und 2024 das Top-Zugpferd im DAX war, derart schnell und weit fällt, kommt immer die gleiche Antwort: „Verdrängungssorgen“ durch die KI. KI könnte Software-Systeme wie die von SAP in den kommenden Jahren weniger lukrativ machen, weil andere, schnellere, billigere Wege entstehen könnten, um zu leisten, was die SAP-Produkte leisten. Ob es wirklich so kommt, ist nicht sicher. Wie stark dieser Effekt dann sein könnte, erst recht. Hinzu kommt, dass dieses Argument den Kurs ja mittlerweile schon mehrfach in Abwärtsschübe gedrängt hat, ohne dass neue, die Argumentation verstärkende Aspekte hinzukamen.

Darüber hinaus argumentieren nicht wenige Analysten, dass die KI-Fortschritte auch für die Softwarebranche von Vorteil sein können. Sogar Nvidia-Chef Jensen Huang ist der Ansicht, dass dieser Verkaufsdruck bei Aktien des Software-Sektors nicht berechtigt sei. Gerade erst vor drei Wochen sagte er, dass Unternehmen seiner Meinung nach KI-Agenten haben wollen, die innerhalb von bestehenden Systemen wie denen von Salesforce oder SAP arbeiten und diese ergänzen und aufwerten, so dass die Nutzung dieser Software-Plattformen eher steigen statt sinken dürfte. Der Blick auf den SAP-Chart zeigt:

SAP Aktie: Chart vom 20.03.2026, Kurs 153,82 Euro, Kürzel: SAP | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
SAP Aktie: Chart vom 20.03.2026, Kurs 153,82 Euro, Kürzel: SAP | Quelle: TWS

Denen, die es eigentlich wissen sollten, scheint man nicht zu glauben. Denn was sonst könnte diesen immensen Druck aufrechterhalten, der den SAP-Kurs am Freitag aus der vorherigen Bodenbildung nach unten heraus auf den tiefsten Stand seit Anfang 2024 drückte?

Expertenmeinung: Es gäbe durchaus noch einen möglichen Grund: Die Schwäche der Aktie an sich. Nicht umsonst gibt es den alten Börsenspruch „die Hausse nährt die Hausse“. Das gilt für eine Baisse genauso. Trends erneuern sich quasi von innen heraus, weil trendfolgende Anleger und Handelssysteme die Positionen immer wieder erneuern und ausweiten, solange der Trend hält.

Es ist durchaus möglich, dass ein entscheidender Faktor dafür, dass SAP trotz bullisch gestimmter Analysten und Beschwichtigungen zum Thema „Verdrängung durch KI“ immer weiter nachgibt, in der bisherigen Schwäche liegt, denn an der Börse gilt: Die Letzten beißen die Hunde. Und das gilt umso mehr, wenn zugleich am Terminmarkt Optionen abgerechnet werden, wie das am Freitag der Fall war.

Grundsätzlich agieren erfahrene Trader immer nach dem Prinzip „folge dem Trend“. Bei besonders starken Aktien hat man Long-Positionen, bei den schwächsten eines Index ist man auf der Short-Seite dabei. Damit fährt man in der Regel gut. Und ob eine Abwärtsbewegung rational unterfüttert ist oder nicht, spielt dabei eine kleine Rolle: Der Trend zählt, nicht das „Warum“. Aber wenn das so ist … dann könnte SAP ja immer und immer weiter fallen?

Theoretisch natürlich schon, die natürliche Grenze ist da wie immer die Nulllinie. Eine „ewige Baisse“ ist aber genauso unwahrscheinlich wie eine ewige Hausse. Irgendwann wird ein Punkt erreicht, an dem genug Bären sich sagen, dass es an der Zeit ist, den Gewinn einzustreichen … an dem andere bärische Trader zur Einschätzung gelangen, dass es auf diesem Niveau zu riskant ist, neu Short zu gehen … und an dem erste Anleger trotz des gegen sie laufenden Trends einstiegen, weil sie sich sagen: Jetzt ist das Risiko nach unten ausreichend niedriger als das Aufwärtspotenzial, um auch mal ins fallende Messer greifen zu können.

Oft ist zu beobachten, dass Verfalltermine an den Terminbörsen wie die große, Optionen und Futures umfassende März-Abrechnung am vergangenen Freitag starke Trends noch einmal intensivieren, der Druck dann aber, wenn große Adressen unter den Short-Sellern ihr Ziel durch die Abrechnung ihrer Positionen erreicht haben, erst einmal aufhört. Das muss nicht zwingend in eine Aufwärtswende führen, aber:

Bei SAP, die mittlerweile sogar ein gutes Stück unter dem niedrigsten aller Analysten-Kursziele notiert, das derzeit bei 178,44 Euro liegt und bei der 25 von 29 Analysten eine „Kaufen“-Einschätzung ausgegeben haben, kann das jederzeit passieren. Nur: Es muss nicht. Eine Baisse läuft genauso aus sich selbst heraus weiter, wie es umgekehrt eine Hausse tun kann, daher wäre man gut beraten, ein entsprechendes Signal im Chartbild abzuwarten.

Derzeit könnte beispielsweise ein Anstieg über die Zwischenhochs vom Februar und damit zugleich eine Rückkehr in den Ende Januar nach unten durchbrochenen Abwärtstrendkanal ein zumindest kurzfristig bullisches Signal sein, das risikofreudige Trader mit entsprechend konsequenten Absicherungen als ein denkbares Startsignal einordnen könnten. Das wäre bei Closings über 180 Euro der Fall, aber: Eine solide Aufwärtswende wäre auch das noch lange nicht, Vorsicht bleibt hier auch über 180 Euro erste Trader-Pflicht!

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bärisch
Gültigkeit der Analyse: 2 Wochen
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 04.03.2026 um 8:00 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die Schwäche internationaler Softwarewerte hinterließ auch beim bekannten deutschen Softwareunternehmen deutliche Spuren. In den vergangenen Monaten geriet die SAP-Aktie unter Druck und etablierte einen klaren Abwärtstrend mit tieferen Hochs und tieferen Tiefs. Ende Januar beschleunigte sich die Abwärtsdynamik nochmals, ehe sich die Kurse knapp oberhalb der 160er-Zone stabilisieren konnten.

Dort setzte eine erste Gegenbewegung ein. Das Handelsvolumen zog phasenweise an, was auf zunehmendes Interesse institutioneller Marktteilnehmer hindeuten könnte. Dennoch bleibt die übergeordnete Struktur angeschlagen, da wichtige mittelfristige Durchschnittslinien weiterhin nach unten zeigen.

Expertenmeinung: Die aktuelle Stabilisierung könnte den Grundstein für eine Bodenbildung legen, sofern es gelingt, die im Chart eingezeichnete Formation nach oben zu verlassen und kurzfristige Widerstände zu überwinden. Eine nachhaltige Rückeroberung der 20-Tage-Linie könnte das Chartbild spürbar aufhellen.

Bleibt die Aktie jedoch unter Druck und fällt erneut unter die jüngsten Zwischentiefs, könnte sich der Abwärtstrend fortsetzen – die Erholung wäre dann eher als technische Zwischenphase einzuordnen.

Aussicht: Neutral

SAP Aktie: Chart vom 03.03.2026, Kurs: 165.02 EUR, Kürzel: SAP | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
SAP Aktie: Chart vom 03.03.2026, Kurs: 165.02 EUR, Kürzel: SAP | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.