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SAP lief in den Jahren 2023 und 2024 wie auf Schienen immer höher. Im Februar 2025 endete die Hausse, seither läuft der Kurs in einem Abwärtstrend. Aber irgendwann müsste es ja mit dem Kursabstieg genug sein – warum dreht die Aktie nicht endlich nach oben?
Man könnte es kurz und knapp so ausdrücken: Der Markt neigt zu Übertreibungen – wobei das immer für beide Richtungen gilt. Und momentan kann man durchaus den Eindruck gewinnen, die SAP-Aktie überzieht es gerade auf der Unterseite. Aber das ist angesichts der „Vorgeschichte“ des Kurses gar nicht mal überraschend.
Als SAP im Februar 2025 bei 283,50 Euro ein Rekordhoch erreichte, kam man dadurch auf ein viel zu teures Kurs-/Gewinn-Verhältnis (KGV) von 47 auf Basis der aktuellen 2025er-Gewinnschätzung. Die zwar Anfang 2025 noch höher lag. Teuer war die Aktie indes trotzdem, weil eines schon damals klar wurde:
Die große Zeit des Wachstums für den ursprünglichen Kernbereich Software war vorbei. Der Cloud-Bereich musste es richten. Und ja, da ging und geht es vorwärts, aber nicht so dynamisch, wie man sich das im Zuge der zweijährigen Hausse, als die Cloud-Sparte rasant zulegte, für die Zukunft ausgemalt hatte. Und diese nachlassende Wachstumsdynamik hatten offenbar viele so nicht erwartet. Die Folge war ein Abwärtstrend, den zu brechen die letzten Quartalsbilanzen nicht imstande waren. Zu große Erwartungen erzeugen eben oft ein Extrem auf der Gegenseite: überzogenen Pessimismus.
Aber das ist kein Grund, zu unterstellen, dass dieser Kursabstieg jetzt immer so weitergehen müsste. Und die Chance, den Bann zu brechen, wäre jetzt durchaus vorhanden, denn:
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Expertenmeinung: Sollte die momentan geltende, durchschnittliche Prognose für den 2026er-Gewinn pro Aktie in etwa richtig liegen, käme die SAP-Aktie jetzt nur noch auf ein KGV von 27. Das wäre beinahe als „günstig“ anzusehen, was auch dazu führt, dass 24 der 29 diese Aktie regelmäßig einschätzenden Analysten eine Kaufempfehlung abgeben und das durchschnittliche Kursziel der Experten derzeit mit 276 Euro dramatisch weit über dem aktuellen Kurs liegt. Das in nächster Zeit auch wirklich zu erreichen, wäre vermutlich ein wenig zu ambitioniert gedacht. Aber die Chance, diese stete Abwärtstendenz loszuwerden, wäre allemal da … unter zwei Voraussetzungen.

Zum einen muss SAP mit dem Ergebnis des vierten Quartals überzeugen und idealerweise einen die Anleger mutiger machenden 2026er-Ausblick mitliefern. Und auf diese Zahlen und Aussagen müssen wir hier nicht mehr lange warten: Der Termin hierfür ist der 29. Januar, also der kommende Donnerstag.
Zum anderen müssen ermutigende Zahlen auch den entsprechenden Widerhall im Chartbild erzielen. Dafür würde es aber nicht reichen, in die Seitwärtsspanne zwischen 200 und 215 Euro zurückzulaufen, aus der SAP zuletzt nach unten herausfiel, nachdem zuvor ein Ausbruchsversuch auf der Oberseite fehlschlug. Die Aktie muss die Juli-Abwärtstrendlinie, die zu bezwingen man Mitte Januar angetreten war, überwinden. Dazu müsste SAP über 223 Euro schließen … was zwar ambitioniert wirkt. Aber wenn man bedenkt, dass die Aktie vor knapp zwei Wochen noch bis 219 Euro gelaufen war, wäre das kein Ding der Unmöglichkeit. Achten Sie auf diese Bilanzdaten am 29.1.!
Quellenangaben: Analysten-Kursziele: https://finance.yahoo.com/quote/SAP.DE/analyst-insights/
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