Erhebliches Wachstum, hohe Profitabilität und eine attraktive Bewertung – bringt Innoscripta all diese Eigenschaften mit?
Die IPO-Ausnahme, auf die Anleger gewartet haben?
Deutsche Anleger wurden von heimischen Börsengängen oft enttäuscht. Viele Neuemissionen sind mit großen Erwartungen gestartet, konnten sie aber nicht erfüllen.
So weit wäre das alles noch nicht ungewöhnlich, doch in vielen Fällen wurde der Börsengang schlichtweg genutzt, um Kasse zu machen und ein Unternehmen auf der Kippe zu verscherbeln.
Das Problem daran ist, dass Privatanleger nur schwer erkennen können, ob es sich um einen solchen Fall handelt. In der Regel ist das nicht sofort offensichtlich. Entsprechend groß ist die Skepsis, wenn ein neues Unternehmen den Weg aufs Parkett sucht.
Bei der Münchner Innoscripta scheint die Ausgangslage jedoch anders zu sein. Das Unternehmen ist kein verlustträchtiges Wachstumsversprechen, sondern bereits heute hochprofitabel.
Innoscripta hat sich auf Softwarelösungen für Forschungs- und Entwicklungsförderung spezialisiert. Die Plattform unterstützt Unternehmen dabei, Forschungsprojekte zu identifizieren, zu dokumentieren und Förderansprüche beziehungsweise steuerliche Forschungszulagen rechtssicher geltend zu machen.
Das Geschäftsmodell hinter dem Erfolg
Das Kernprodukt ist eine cloudbasierte Softwareplattform für das Management von Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Unternehmen können darüber Projekte erfassen, Förderpotenziale analysieren, Dokumentationspflichten erfüllen und Anträge effizient vorbereiten.
Für die Kunden bedeutet das weniger administrativen Aufwand, eine höhere Erfolgsquote bei Förderanträgen und mehr Transparenz über ihre Innovationsprojekte. Ergänzt wird das Angebot durch weitere digitale Lösungen rund um Fördermittelmanagement und Forschungszulagen.
Damit digitalisiert Innoscripta einen Prozess, der in vielen Unternehmen bislang zeitaufwendig und stark manuell geprägt war.
Das Unternehmen betreut inzwischen mehr als 2.500 Kunden und gehört in Deutschland zu einem der führenden Anbietern in diesem Marktsegment.
Innoscripta unterscheidet sich grundlegend
Auch die Finanzkennzahlen unterscheiden Innoscripta von vielen früheren deutschen Börsenneulingen. Das Unternehmen wächst dynamisch und erzielt gleichzeitig hohe Margen.
In den zurückliegenden fünf Geschäftsjahren hat sich der Umsatz von 20 auf 104 Mio. Euro vervielfacht.
Gleichzeitig hat sich die Profitabilität verbessert. Der Gewinn ist überproportional von 5 auf 43 Mio. Euro gestiegen, das Ergebnis kletterte von 0,51 auf 4,26 Euro je Aktie.
Im letzten Geschäftsjahr verzeichnete Innoscripta einen Umsatzsprung von 65,3 auf 104 Mio. Euro. Das EBIT konnte um 67 % auf 63,6 Mio. Euro gesteigert werden, was einer EBIT-Marge von über 60 % entspricht.
Das Ergebnis verbesserte sich um 70 % auf 4,26 Euro je Aktie.
Im laufenden Geschäftsjahr hat sich das Wachstum dynamisch fortgesetzt. Im ersten Quartal konnte der Umsatz von 25,7 auf 40,3 Mio. Euro gesteigert werden.
Das EBIT konnte um 64 % auf 27,3 Mio. Euro gesteigert werden, was einer EBIT-Marge von 67,7 % entspricht. Die Profitabilität hat demnach weiter zugenommen.
Ein seltenes Schnäppchen im deutschen Technologiesektor?
Den Konsensschätzungen zufolge wird das Ergebnis im laufenden Geschäftsjahr um 33 % auf 5,68 Euro je Aktie steigen.
Mit Blick auf die bisherige Entwicklung und das erste Quartal erscheint das plausibel zu sein, womöglich sogar konservativ.
Innoscripta kommt demnach auf ein KGVe von 14,8. In Anbetracht aller vorliegenden Informationen scheint das problemlos vertretbar zu sein.
Im Gegensatz zu vielen anderen Börsenneulingen zahlt Innoscripta bereits eine Dividende. Im April wurden 4,00 Euro je Aktie ausgeschüttet, also ein Großteil des Gewinns.
Für viele Anleger dürfte das ein klarer Pluspunkt sein.

Sollte das Unternehmen im kommenden Jahr ebenfalls eine Dividende von 4,00 Euro je Aktie ausschütten, entspräche das einer Dividendenrendite von 4,76 %.
Gelingt jetzt ein Ausbruch über das Widerstandsband bei 90 – 95 Euro, kommt es zu einem prozyklischen Kaufsignal mit möglichen Kurszielen bei 105 und 120 Euro.
Fällt die Aktie hingegen unter 80 Euro zurück, sind erneute Kursverluste bis 61 Euro denkbar.
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 09.06.2026 um 10:37 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.
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