Skip to main content
DAX
SX5E
SPX
NDX
EUR.USD
MDAX
TDX
INDU
Bitte wählen Sie:

HelloFresh Aktie Prognose HelloFresh: Kaufsignale möglich, falls …

News: Aktuelle Analyse der HelloFresh Aktie

von | |

Nachricht schicken an Achim Mautz
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Vorherige Analysen der HelloFresh Aktie

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 12.02.2026 um 19:59 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Die am Donnerstag vorgelegten Vorab-Ergebnisse zum Jahr 2025 zeigten Bemerkenswertes: HelloFresh hat zwar deutlich weniger umgesetzt, zugleich aber operativ deutlich mehr Gewinn erzielt. Was man positiv werten könnte, aber seitens der Anleger nicht tat – aus gutem Grund.

Im Prinzip könnte man das, was HelloFresh seit einiger Zeit versucht, als „Gesundschrumpfen“ umschreiben. Man reduzierte den Marketingaufwand und versucht, eine stabilere Stammkundschaft aufzubauen. Das funktioniert zwar, aber die Anleger fragen sich: Wie könnte dabei auf Sicht substanzielles Wachstum herauskommen? Denn dass es gelingt, aus weniger Umsatz mehr operativen Gewinn herauszuholen, ist eine grundsätzlich gute Basis für noch mehr Gewinn aufgrund einer höheren Profitabilität. Aber eben nur, wenn der Umsatz beizeiten wieder nennenswert steigt.

Und 2025 tat er das schon mal nicht. Der Umsatz fiel im Vergleich zum Vorjahr um 11,8 Prozent, der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um Sonderfaktoren bereinigt um 6,0 Prozent. Würde man, wie es in Zeiten eines starken Euro immer mehr praktiziert wird, all das um Wechselkurseffekte bereinigen, wäre der Umsatzrückgang kleiner, der Gewinnanstieg größer ausgefallen, aber das zu berücksichtigen wäre nur sinnvoll, wenn die Unternehmen den Währungseffekt auch hervorheben würden, wenn er zu ihren Gunsten erfolgt – und das passiert, natürlich, so gut wie nie. Also:

Expertenmeinung: Der Gewinn stieg trotz sinkenden Umsatzes. Im Prinzip ja positiv, aber mit den da gemeldeten 423 Millionen Euro lag HelloFresh am unteren Ende der selbst avisierten Zielspanne von 415 bis 465 Millionen. Das dürfte einige zu Recht enttäuscht haben.

Grundsätzlich sinnvoll ist es, sich aus Märkten zurückzuziehen, in denen man nicht wirklich hat Fuß fassen können. Bei HelloFresh sind das Italien und Spanien, wo man jetzt die Reißleine zieht. Aber weniger Märkte reduzieren auch das Potenzial für Umsatzwachstum.

Das Unternehmen teilte mit, dass sich der Umsatzrückgang bei den Kochboxen im vierten Quartal das vierte Vierteljahr in Folge verlangsamt habe. Doch langsamer zu fallen bedeutet eben dennoch, zu fallen. Und dass sich der Bereich der Fertiggerichte, aufgebaut, um das Wachstum zu generieren, das man bei den Kochboxen nicht wie erhofft hatte erreichen können, im Herbstquartal weniger gut entwickelte als erwartet, ist nichts, was die Anleger erfreuen könnte.

Zwar betonte HelloFresh, dass man mit dem Projekt „Refresh“, bei dem man auf mehr Vielfalt, größere Portionen, kürzere Zubereitungszeiten etc. setzt, erste Erfolge erzielt habe. Aber das umfasst alles Aspekte, die den Kunden entgegenkommen und damit eigentlich eher eine Selbstverständlichkeit als ein innovatives Projekt sein müssten. Was den Anlegern insgesamt fehlt, ist daher recht leicht ersichtlich: Wachstumsperspektive.

Entsprechend reagierte man am Aktienmarkt am Donnerstag auf die Zahlen: Die Aktie rutschte aus der monatelangen Seitwärts-Spanne zwischen 5,20 und 6,25 Euro nach unten heraus. Damit ist sie schon zum zweiten Mal „durchgefallen“, denn diese jetzt nach unten verlassene Range war bereits der zweite Versuch, einen Boden zu bilden, nachdem die Aktie im November die markante Unterstützungslinie bei 6,90 Euro durchbrach.

HelloFresh Aktie: Chart vom 12.02.2026, Kurs 5,076 Euro, Kürzel: HFG | Online Broker LYNX
HelloFresh Aktie: Chart vom 12.02.2026, Kurs 5,076 Euro, Kürzel: HFG | Quelle: TWS

Gegenbewegungen nach oben könnten jederzeit erfolgen. Und sollte es gelingen, mit Schlusskursen über 5,20 Euro wieder in die vorherige Handelsspanne zurückzugelangen, könnte es auch zu einem Test deren oberer Begrenzung kommen. Aber ohne einen klar erkennbaren Pfad, der HelloFresh vom Umsatzvolumen her nennenswert voranbringt, sollte man diese Aktie als Investment auf mittel- oder langfristiger Ebene derzeit eher skeptisch sehen.

Quellen:
Vorläufige Ergebnisse zum Geschäftsjahr 2025, 12.02.2026:
https://ir.hellofreshgroup.com/de/nachrichten/vorlaeufige-ergebnisse-der-hellofresh-gruppe-fuer-das-geschaeftsjahr-2025/3c4b9b58-7b5f-46dd-887f-098548c4f5fa

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 09.12.2025 um 19:42 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Die großen Erwartungen, die Anleger für die Zeit während und nach Corona hegten, erfüllten sich nicht: HelloFresh tut sich schwer in Sachen Wachstum. Und dass die Analysten zusehends kritischer werden, drückte die Aktie jetzt nahe an das (bisherige?) Rekordtief.

Bei Morgan Stanley hat sich der zuständige Analyst die Aktie vorgenommen und erkennt eine zusehends problematische Entwicklung. Bei der US-Investmentbank sieht man für HelloFreshs zweites Standbein, die Fertiggerichte, in den USA eine Verschlechterung der Rahmenbedingungen durch eine wachsende Konkurrenz. Umsatzwachstum im Fertiggericht-Sektor sieht man derzeit nicht mehr, dafür eine auf zwei bis drei Prozent sinkende Marge und einen unter den derzeitigen, allgemeinen Erwartungen liegenden, operativen Gewinn. Als Konsequenz stufte Morgan Stanley den Kochboxen- und Fertiggerichte-Hersteller auf „Untergewichten“ herunter und sieht ein Kursziel von nur noch 5,50 Euro nach bislang 9,00 Euro. Das konnte natürlich nicht ohne Reaktion der Anleger bleiben:

Die Aktie startete gleich mit einer Abwärts-Kurslücke in den Dienstag und egalisierte dadurch den ohnehin zuletzt ins Stocken geratenen, Ende November begonnenen Erholungsversuch. Zwar hielt das bisherige Jahres-Verlaufstief, das am 21.11. bei 5,22 Euro markiert wurde. Und man könnte zudem argumentieren, dass Morgan Stanleys neues Kursziel damit bereits „erfüllt“ wurde und dieses Ziel das niedrigste von allen aktuellen Analysten-Zielen ist. Aber reicht das aus, um die Aktie einzusammeln?

Expertenmeinung: Für eine Gegenbewegung nach oben wäre das zwar in den letzten Jahren deutlich gesunkene, aber mit momentan 10,17 Euro immer noch ein gutes Stück über dem aktuellen Kurs liegende, durchschnittliche Kursziel der Analysten zwar gut. Aber die Probleme, die Morgan Stanley da anspricht, die sind nun einmal real. Und momentan tut man sich schwer, Argumente zu finden, weshalb das Wachstum bei HelloFresh kurzfristig durchstarten sollte.

Dieses zweite Standbein in Form der Marke „Factor“, die Fertiggerichte anbietet, wurde gebildet, weil der Kochboxen-Bereich weniger Wachstum und Gewinn einfuhr als ursprünglich gedacht. Doch jetzt geht eben auch in diesem Bereich weniger voran, als man sich das wünschen würde. Dass das Unternehmen zugleich gezielt weniger ins Marketing investiert und Umsatzrückgänge hinnimmt, um sich besser aufzustellen, klingt sinnvoll, aber es muss eben auch funktionieren. Das dauert seine Zeit. Noch lässt sich nicht absehen, inwieweit HelloFresh mit seinem Maßnahmenpaket Erfolg haben wird. Aber:

Natürlich werden Anleger, die Großes erwartet und nicht bekommen haben, da schnell ungeduldig. Und solche kritischen Einordnungen, wie sie jetzt von Morgan Stanley kamen und womöglich nicht die letzten sein werden, tragen dazu bei, dass man hier so schnell keine Goldgräberstimmung sehen wird, die den Kurs in eine dynamische Aufwärtswende trägt.

HelloFresh Aktie: Chart vom 09.12.2025, Kurs 5,68 Euro, Kürzel: HFG | Online Broker LYNX
HelloFresh Aktie: Chart vom 09.12.2025, Kurs 5,68 Euro, Kürzel: HFG | Quelle: TWS

Fazit: Wir sehen hier auf allen Zeitebenen einen charttechnischen Abwärtstrend. Das alleine würde genügen, um die Aktie eher nicht ins Depot zu nehmen. Das Warten auf neue Fakten seitens des Unternehmens, die hier, in diesem „Schwebezustand“ einer laufenden Neuausrichtung, besonders entscheidend sind, macht die Sache noch riskanter. Offizielle Zahlen zum vierten Quartal stehen nämlich erst im März an … solange wäre man hier in eine Aktie investiert, bei der unerwartete Nachrichten einen massiven Sprung nach oben, aber eben auch nach unten auslösen könnten – wobei Letzteres in einem Abwärtstrend gemeinhin heftiger ausfällt. Das bisherige Rekordtief von 4,42 Euro vom Juni 2024 mag jetzt relativ nahe sein … aber wer wollte in dieser Gemengelage sicher sein, dass es auch das Rekordtief bleibt?

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 21.11.2025 um 23:11 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Anfang November kamen negative Aussagen eines Short-Sellers, die für die ohnehin im Abwärtstrend laufende HelloFresh-Aktie neuen Druck bedeuteten. Das Unternehmen wies die Vorwürfe zurück, aber die Aktie drehte nicht nach oben. Ob das eine Kaufgelegenheit bietet?

Man könnte sich die Unterstellungen von „Grizzly Research“ genau durchlesen, dann die Erwiderung von HelloFresh studieren und versuchen, irgendwie herauszubekommen, wie sich die Fakten mit den jeweiligen Standpunkten vereinen ließen. Das haben unmittelbar nach diesem Vorfall einige versucht. Aber die meisten, die daraufhin in der ersten Novemberwoche die Reißleine zogen oder die Aktie leer verkauften, haben das zweifelsohne nicht getan, denn:

Für einen Anleger ist letzten Endes nicht entscheidend, warum eine Aktie steigt oder fällt, sondern dass sie es tut, denn es ist der Trend und nicht die Frage, was ihn befeuert, auf den es ankommt, um erfolgreich zu agieren. Und wenn der Trend dreht, gilt es, zu prüfen, ob das eine stabil wirkende Wende ist, und man sollte daraufhin, sofern nicht ohnehin vorher ausgestoppt, seine Position drehen. Was im Fall der HelloFresh-Aktie bedeutet:

Expertenmeinung: Es geht nicht darum, warum man die Aktie derzeit als „fallendes Messer“ einordnen muss, sondern darum, dass es so ist. Keine Aktie wäre in einem noch völlig intakten Abwärtstrend ein guter Kauf – egal, wie weit sie schon gefallen ist und egal, wie „billig“ sie vom Chartbild oder dem reinen Kurs her wirkt.

HelloFresh Aktie: Chart vom 21.11.2025, Kurs 5,326 Euro, Kürzel: HFG | Online Broker LYNX
HelloFresh Aktie: Chart vom 21.11.2025, Kurs 5,326 Euro, Kürzel: HFG | Quelle: TWS

Und HelloFresh bewegt sich in einem solchen Abwärtstrend. Erst, wenn der Kurs Widerstandslinien überwindet, von denen man vermuten darf, dass das bärische Lager sie aktiv verteidigen würde, wird deutlich, ob man mit seinem Gedanken, dass die Aktie ein Kauf sein könnte, so zahlreich Gesellschaft unter anderen Akteuren hat, dass aus diesem Gedanken eine gewinnbringende Realität werden könnte.

Dass die Ende Oktober vorgelegten Quartalszahlen eher gelassen aufgenommen wurden oder vieles, was HelloFresh den Vorwürfen von „Grizzly Research“ entgegenhält, stichhaltig wirkt, mag sein. Aber aus dem Abwärtstrend lösen konnte sich die HelloFresh-Aktie dadurch in beiden Fällen nicht. Und bei einer Aktie, die sich schon derart lange in einem abwärtsweisenden Trend bewegt, sollte man sich zweimal überlegen, ob man die Rückeroberung eines einzigen oder von zwei Widerständen schon als Wende nach oben sehen will.

Hier muss für einen echten Aufwärtsschwenk, den man als Befreiungsschlag ansehen könnte, mehr gelingen. Letztlich müsste der Kurs über die Zwischentiefs vom April und August bei 6,90 Euro hinaus, den seit Mai laufenden Abwärtstrendkanal bei derzeit 7,30 Euro überwinden, über die Zwischenhochs seit August steigen, die 200-Tage-Linie zurückerobern und die Abwärts-Kurslücke vom August schließen (die in diesem Chart, da auf Wochenbasis gehalten, nicht sichtbar ist) und weiter steigen. Und das wäre erst nach Schlusskursen über 8,71 Euro der Fall.

Natürlich könnte man sich sagen, dass allein der Weg dorthin einen grandiosen Gewinn bedeuten würde, wenn die Aktie jetzt nach oben dreht. Aber da würde der Wunsch die Fakten überlagern, denn wer sagt, dass HelloFresh auf dem Absatz kehrtmacht, nur weil man selbst darauf gesetzt hat? Der alte Spruch: „Was an der Börse billig scheint, kann leicht noch viel billiger werden“, hat schon seine Berechtigung. HelloFresh ist aktuell ein fallendes Messer und damit per se keine Aktie, die man auf die Kaufliste setzen müsste.

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.

Chart-Betrachtungszeitraum: 6 Monate
Charttrend: Bärisch
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 17.11.2025 um 7:58 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Trendbetrachtung auf Basis 6 Monate: Die Aktie des Kochboxen-Anbieters bleibt charttechnisch unter Druck. Nach einer kurzen Aufwärtsbewegung Ende 2024 setzte sich der seit Jahren dominierende Abwärtstrend auch im laufenden Jahr fort.

Aktuell notiert HelloFresh nur knapp oberhalb der Vorjahrestiefs – ein kritisches Niveau. Trotz vereinzelter Stabilisierungsversuche dominiert nach wie vor das bärische Gesamtbild. Die Kurse verharren unter den gleitenden Durchschnitten der Perioden 20 und 50, was den Verkaufsdruck bestätigt.

Expertenmeinung: Der Blick auf die technische Lage bleibt pessimistisch. Erst ein Anstieg über die Marke von 6.50 EUR könnte eine mögliche Trendwende andeuten. Solange dies ausbleibt, bleibt die Gefahr weiterer Abgaben hoch.

Die nächste markante Unterstützung liegt bei rund 4.42 EUR und dürfte auch die Zielmarke der Bären sein. Eine kurzfristige Gegenbewegung ist angesichts des überverkauften Zustands der Aktie zwar denkbar, doch das übergeordnete Bild bleibt angeschlagen, solange es zu keinen höheren Tiefs und höheren Hochs kommt.

Aussicht: BÄRISCH

HelloFresh Aktie: Chart vom 14.11.2025, Kurs: 5.75 EUR, Kürzel: HFG | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
HelloFresh Aktie: Chart vom 14.11.2025, Kurs: 5.75 EUR, Kürzel: HFG | Quelle: TWS
Über den Autor

Der renommierte Börsenjournalist Achim Mautz ist professioneller Day- und Swingtrader mit besonderem Fokus auf die US Märkte. Außerdem ist er Vorstand des Börsenclubs ratgebergeld.at und gerichtlich beeidigter Sachverständiger für den Bereich Wertpapierdienstleistungen in Österreich. Seit über 10 Jahren ist er für den Online-Broker LYNX als Börsenexperte tätig und wird unter anderem für seine täglichen Wertpapieranalysen in unserem Börsenblick geschätzt.

Analysemethode

Die Analysen von Achim Mautz basieren überwiegend auf der Technischen Analyse. Dabei nutzt der Autor, gestützt auf seine langjährige Handelserfahrung, bewährte Methoden der Chartanalyse. Er untersucht Wertpapiere unter anderem anhand von Chartmustern, Trendsignalen Unterstützungen, Widerständen und gleitenden Durchschnitten.

Gültigkeit der Analyse: 1 Woche
Erwartung: Neutral
Der Inhalt dieses Artikels wurde erstellt am 30.10.2025 um 22:27 Uhr. Sofern nicht anders angegeben, beabsichtigen wir nicht, diesen Artikel zu aktualisieren. In Zukunft können aber Analysen zum selben Finanzinstrument veröffentlicht werden.

Man mochte nicht, was man von HelloFresh an Ergebnissen für das dritte Quartal vorgelegt bekam. Der Umsatz sank, die Marge sank, der Gewinn ebenfalls. Die Aktie verlor zwar nur drei Prozent. Aber das Chartbild zeigt: Es wird jetzt wieder richtig eng für das bullische Lager.

Es wird zum einen eng, weil die Aktie des Kochboxen- und Fertiggerichte-Herstellers am Vortag bereits 6,14 Prozent verloren hatte und dadurch genau auf Höhe des Anfang des Monats entstandenen Zwischenhochs bei 7,92 Euro abdrehte. Und, wichtiger noch, genau an der im Mai etablierten Abwärtstrendlinie. Das Minus des Donnerstags kam da noch obendrauf.

Es wird zum anderen eng, weil der HelloFresh-Kurs zeitweise als Reaktion auf die Bilanz des dritten Quartals ins Plus gelaufen war, weil sich einige sagten: „Es hätte ja schlimmer kommen können“. Doch diejenigen, die das Zahlenwerk als schlecht genug einordneten, um in diese kleinen Gewinne hinein auszusteigen und die Aktie dadurch ins Minus drückten, waren offenkundig zahlreicher.

Stellantis Aktie: Chart vom 30.10.2025, Kurs 8,852 Euro, Kürzel: STLA | Quelle: TWS | Online Broker LYNX
Stellantis Aktie: Chart vom 30.10.2025, Kurs 8,852 Euro, Kürzel: STLA | Quelle: TWS

Und es wird eng für die Bullen, weil die Aktie dadurch wieder nahe an der seit April bereits mehrfach getesteten Unterstützungslinie bei 6,90 Euro gelandet ist, die zusammen mit der älteren, bis in den Sommer 2024 zurückreichenden Unterstützung bei 6,50 Euro die Zone bildet, die den letzten Halt vor einem Rückfall in den „Abgrund“ darstellt, dessen unteres Ende das bei 4,42 Euro ausgebildete, bisherige Rekordtief ist. Und angesichts dessen, was das Unternehmen an Ergebnissen vorlegte, muss man konstatieren:

Expertenmeinung: Die Aktie muss nicht an das alte Tief zurückfallen. Aber ausschließen sollte man das besser nicht. Denn weiterhin muss man mit Blick auf die Zahlen feststellen: Es läuft nicht, wie es laufen sollte.

HelloFresh setzte im dritten Quartal 13,5 Prozent weniger um als im Vorjahreszeitraum. Was auffällt: Die Fertiggerichte, die als zweites Standbein und Basis potenziellen Wachstums aus der Taufe gehoben wurden, wiesen ebenfalls Umsatzrückgänge auf (Kochboxen -15,5 Prozent, Fertiggerichte -11,1 Prozent). Der operative Gewinn fiel deutlich stärker, das bereinigte EBITDA sackte um 44 Prozent auf 40,3 Millionen Euro durch, weil nicht nur der Umsatz, sondern auch die operative Gewinnmarge in die Knie ging. Letztere sank von 3,9 Prozent im Vorjahresquartal auf 2,5 Prozent.

Dass man an der aktuellen Jahresprognose festhielt, half da wenig – die wurde ja erst im August gesenkt und hatte da dazu geführt, dass die Aktie schlagartig an das April-Tief bei 6,90 Euro zurückfiel. An diesen Support also, von dem sie sich danach nie mehr wirklich hatte lösen können … und an den der Kurs gestern als Reaktion auf diese wenig inspirierenden Ergebnisse wieder heranrückte.

Sollte diese dadurch wieder im Fokus stehende Supportzone 6,50/6,90 Euro brechen und HelloFresh damit erneut in den charttechnischen Abgrund fallen, wäre die Aktie für das bärische Lager wohl ein gefundenes Fressen. Und ausschließen sollte man das, wie gesagt, besser nicht.

Quellenangaben: Bericht zum 3. Quartal 2025, 30.10.2025:
https://ir.hellofreshgroup.com/media/document/ecd40bf0-4a6a-47cc-971c-763c019498d8/assets/DE000A161408-Q3-2025-EQ-D-00.pdf?disposition=inline

Über den Autor

Nach dem Abitur 1984 studierte der gebürtige Hamburger an der Universität der Bundeswehr Betriebswirtschaftslehre. Im Anschluss an seine Dienstzeit als Offizier begann seine Zeit als Analyst und Finanzjournalist. Seit 1996 war und ist er als Redakteur, Referent und Kolumnist in zahlreichen Funktionen aktiv, seit 2016 ist er unter anderem Analyst bei LYNX. Gehrt ist ein Allrounder, der in der fundamentalen, d.h. volks- und betriebswirtschaftlichen Analyse ebenso sattelfest agiert wie in den verschiedenen Disziplinen der Technischen Analyse wie Chart- und Markttechnik und Sentinentanalyse.

Analysemethode

Die Analysen von Ronald Gehrt basieren auf einer Kombination fundamentaler Fakten und Daten mit der aktuellen chart- und markttechnischen Situation des/der hier vorgestellten Index/Rohstoffs/Währungspaars/Aktie. Bilanz- und Konjunkturdaten sowie wirtschafts- und finanzpolitische Fakten, Nachrichten und/oder Statements werden als Grundlage zur Beurteilung der charttechnischen und markttechnischen Perspektive des untersuchten Werts analysiert.