Hören Sie sich die Audioversion dieses Artikels an (KI-generiert).
Der Mahlzeiten-Lieferdienst Delivery Hero legte am Freitagmorgen vorläufige Ergebnisse zum Geschäftsjahr 2025 vor. Zwar gelang es, ein zeitweise 8,2 Prozent ausmachendes Minus am Ende auf -4,36 Prozent einzugrenzen. Aber klar wurde dennoch: Man ist nicht überzeugt.
Auf Basis dieser vorläufigen Berechnungen meldete Delivery Hero für 2025 einen Anstieg des Bruttowarenwerts auf 49,2 Milliarden Euro, gegenüber den 48,75 Milliarden im Vorjahr ein Zuwachs von knapp einem Prozent, währungsbereinigt wären es neun Prozent gewesen. Der reine Umsatz lag mit 14,8 Milliarden gegenüber den 12,8 Milliarden im Jahr 2024 knapp 16 Prozent höher, währungsbereinigt wären es 23 Prozent. Wobei die währungsbereinigten Zahlen natürlich betont wurden. Nur: Warum ein Umsatz am Ende kleiner ausfällt, ist sekundär, es zählt, was wirklich in der Kasse landet. Zumal es bislang eher nicht vorkam, dass Konzerne ihre Ergebnisse im negativen Sinn relativieren, wenn die Währungsentwicklung für sie günstig war.
Aber wichtiger als der Umsatz ist natürlich für die Anleger, was davon als Gewinn übrigblieb. Und genau da wird es dann vage. Delivery Hero meldet, man gehe davon aus, dass der um Sonderfaktoren bereinigte operative Gewinn über 900 Millionen Euro (Vorjahr 693 Millionen) liegen werde. Die eigene Zielspanne hatte man in den Bereich 900 bis 940 Millionen gelegt, im Schnitt hatten die Analysten 911 Millionen erwartet. Bis man Genaueres auf den Tisch bekommt, wird es wohl Ende März werden, wenn das Unternehmen die endgültigen Ergebnisse vorlegt. Dann stünden auch Informationen darüber an, was denn vom operativen Gewinn netto übriggeblieben ist und, wichtiger noch: der Ausblick.
Die aktuellen Kurse, Charts, Dividenden und Kennzahlen zur Delivery Hero Aktie finden Sie hier.
Expertenmeinung: Denn zum Jahr 2026 kam hier noch gar nichts. Und bedenkt man, dass die endgültigen 2025er-Zahlen anstehen, wenn das erste Quartal des nächsten Jahres bereits fast zu Ende ist und man dann auch auf die aktuelleren Informationen zum ersten Quartal monatelang wird warten müssen, ist klar, dass es vielen Anlegern wohl eher schwerfiel, aus dem, was da gemeldet wurde, ein klares Bild zu gestalten. Die Konsequenz: Abgabedruck.
Zwar kam es nicht zu einem Kursdebakel, immerhin bewegten sich die vorgelegten Zahlen im Rahmen der Erwartungen. Aber solange offenbleibt, wie weit man auf dem Weg zu Nettogewinnen gekommen ist und wie sich die „Vision“ auch mit Blick auf den Verkauf von Unternehmensteilen einerseits oder mögliche Zukäufe andererseits darstellt, dürfte der Weg nach oben steinig bleiben.
Zwar gelang es, einen neuen Abwärtsimpuls durch die Verringerung der Verluste zum Freitags-Handelsende erst einmal zu vermeiden. Aber ohne neue Argumente wirkt die Chance, dass die Aktie die breite, bis zur 200-Tage-Linie bei derzeit 23,13 Euro verlaufende Widerstandszone nach oben verlässt und damit aus charttechnischer Sicht einen Befreiungsschlag schafft, geringer als die für weiter nachgebende Notierungen mit Zielrichtung an das Herbst-Tief bei 15,73 Euro.

Quellenangaben: Vorläufige Ergebnisse des Geschäftsjahres 2025, 27.02.2026:
https://ir.deliveryhero.com/de/nachrichten/delivery-hero-mit-starkem-vierten-quartal-geschaeft-entwickelt-sich-zur-alltags-app/72a6df8c-96c7-4499-a48b-5d5866acd567
--- ---
--- (---%)Displaying the --- chart
Heutigen Chart anzeigen





