Die Aixtron-Aktie startete mit einem fulminanten Aufwärtsschub ins neue Jahr, dann aber setzte sich eine hochvolatile Seitwärtsbewegung durch. Aus der drohte der Kurs erst letzte Woche nach unten auszubrechen, doch jetzt sind die Bullen zurück. Wie stehen ihre Chancen?
Einerseits feiern die Käufer gerade den gleichen Geburtstag zum x-ten Mal, andererseits womöglich zu Recht. Es geht, wie so oft, um das Thema KI, ihr Wachstumspotenzial und die Frage, wer davon alles profitiert. Und ja, Aixtron gehört, zumindest mittelbar, dazu.
Denn Aixtron stellt Anlagen für die Halbleiterindustrie her. Und wenngleich die Bilanz der ersten drei Quartale 2025 nicht gerade erfreulich war: Speziell im Bereich von Gerätschaften, die u. a. für den Auf- und Ausbau von KI-Rechenzentren benötigt werden, verzeichnete das Unternehmen einen Anstieg der Nachfrage.
Aber machte man sich in den vergangenen Wochen nicht am Aktienmarkt Gedanken darüber, ob es einige Unternehmen mit ihren Investitionen in den Bereich Künstliche Intelligenz nicht gerade haltlos übertreiben? Das ist so … aber das ist quasi eine „andere Baustelle“, denn:
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Expertenmeinung: Ob sich die Milliarden-Investitionen am Ende rechnen, sprich die Sache am Ende mehr Geld abwirft als kostet, ist zwar offen. Das wird sich aber erst in ein paar Jahren herausstellen. Hier und jetzt wird eben investiert, werden Rechenzentren allerorten gebaut … und damit ist die Chance, dass Aixtron aus dem „Auftragsloch“ als Folge der Boomphase nach den Corona-Lockdowns zügiger als von vielen befürchtet herauskommt, eben vorhanden. Es ist indes „nur“ eine Chance, keine Gewissheit, das muss man unterstreichen. Mehr bzw. Genaueres ließe sich da wohl erfahren, wenn Aixtron am 26. Februar seine 2025er-Bilanz vorlegt und dann auch voraussichtlich einen Ausblick auf 2026 gibt, aber:
Bis dahin kann dieser „KI-Hype“ die Aktie durchaus weiter befeuern, denn es kommen ja immer wieder Statements, die dem bullischen Lager den Rücken stärken. So am Wochenende von Nvidia-Chef Jensen Huang, der erklärte, er rechne in Sachen KI mit einer Aufbauphase, die sieben bis acht Jahre andauern und eine extrem hohe Nachfrage nach KI-Chips bringen werde. Damit hätte man auch ein Argument, Unternehmen wie Aixtron, die als Chipindustrie-Ausrüster fungieren, im Kielwasser des Optimismus höher zu tragen.
Hier ließe sich also immer wieder neuer Wein in die eigentlich schon alten Schläuche gießen … und damit wäre auch eine Chance vorhanden, dass die Aixtron-Aktie aus ihrer aktuellen Handelsspanne nach oben hinausfindet. Vorsicht wäre geboten, wenn sie mit Schlusskursen unter 18,50 Euro aus dieser Schiebezone nach unten herausrutscht. Aber zu „Bärenfutter“ würde sie erst, wenn die Nackenlinien-Zone der großen Bodenbildung bei 15,98 zu 16,75 Euro unterboten würde … ein Szenario, das angesichts des immer noch am Kochen gehaltenen „KI-Hypes“ wohl nur zu befürchten wäre, wenn Aixtrons 2026er-Ausblick den großen Erwartungen der Bullen den Boden entziehen sollte.

Quellenangaben: Analysten-Kursziele: https://finance.yahoo.com/quote/AIXA.DE/analyst-insights/


