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Aktuelle Analyse:
Tesla: Ein äußerst seltsamer „sicherer Hafen“

Wenn man sich diesen Chart der Tesla-Aktie auf Wochenbasis ansieht, der bis ins Jahr 2014 zurückreicht, erkennt man, dass sich der Kurs Anfang 2017 zwar auf eine insgesamt höhere Ebene begeben hat. Aber unter dem Strich läuft die Aktie eigentlich nirgendwohin. Während andere US-Publikumslieblinge wie amazon.com oder Netflix seither einen Rekord nach dem anderen erzielt haben, erreicht diese Aktie ihr bisher höchstes Niveau von 389 US-Dollar schon im September 2017.

Volatil ist Tesla wie nur wenige Aktien. Aber wer hier mittelfristig investiert ist, hat bislang wenig vorzuweisen. Es sei denn, man vergleicht Teslas Performance mit anderen Autoaktien. Seit Jahresbeginn kennen die vor allem den Weg nach unten, Tesla hielt sich im Vergleich zu GM oder Ford, VW oder Daimler am besten. Ausgerechnet Tesla wirkt damit wie ein sicherer Hafen. Und zugleich wie eine Aktie, die aktuell jederzeit nach oben ausbrechen, den seit dem Vorjahr auf dem Kurs liegenden Deckel wegsprengen könnte. Aber wäre das auch tragfähig?

Die Bullen sind davon fest überzeugt, die Bären sehen in Tesla immer noch einen Pleite-Kandidaten. Und wenn man versucht, so objektiv wie möglich an die Aktie heranzugehen, bleibt nur das Fazit:

Expertenmeinung: Es ist immer noch nicht klar, welche Seite am Ende Recht behält. Richtig ist, dass Tesla für das dritte Quartal auf einmal einen satten Gewinn aus dem Hut zauberte. Richtig ist aber auch, dass schwer verständlich ist, wie das gelang. Die Produktion nimmt zu, auch das ist positiv. Ob das aber reicht, um in Zukunft die Verschuldung abzubauen, statt neue Schulden aufzunehmen, man weiß es noch nicht.

Positiv könnte man auch werten, dass das „enfant terrible“, Gründer und CEO Elon Musk, jetzt offenbar ein wenig besonnener agiert. Aber er ist und bleibt der Chef. Dass er nach dem Ärger um sein Luftschloss der Privatisierung der Aktie den Aufsichtsratsposten abgeben musste, dürfte ihn wenig bremsen. Wenn, dann müsste er sich selbst zurücknehmen.

Interessant ist, dass US-Präsidentenberater Kudlow Anfang der Woche bestätigte, dass man die Subventionen für Elektroautos streichen wollte. Aber die Aktie reagierte so gut wie gar nicht. Für das bullische Lager steht fest, dass der Siegeszug der E-Autos nicht aufzuhalten ist, auch nicht durch eine die alten Industrien stützende US-Regierung. Und Tesla wird, so die Erwartung, diesen Siegeszug anführen.

Sollten die Ergebnisse zum vierten Quartal erneut überzeugen, würde dieser Traum in der Tat realistischer, die Zahl der Skeptiker und damit auch derer, die hier aktiv auf den Kurs drücken, würde spürbar sinken. Aber diese Ergebnisse kommen erst in knapp zwei Monaten. Bis dahin sollte man hier zumindest sehr vorsichtig agieren, denn eine Aktie, die derart volatil daherkommt, ist alles, nur kein „sicherer Hafen“ für nennenswerte Teile des Vermögens.

Chart vom 04.12.2018, Kurs 359,70 US-Dollar, Kürzel TSLA | LYNX Online Broker

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