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Aktienanalyse:
Netflix: Das wird jetzt kompliziert!

Aktuelle Analyse der Netflix Aktie

Man könnte sie mit „denn sie wissen nicht, was sie tun sollen“ übertiteln, diese Reaktion der Marktteilnehmer auf die am Mittwochabend nach US-Handelsende vorgelegten Ergebnisse des dritten Quartals 2019. Als Netflix vor einem Jahr die Ergebnisse für dritte Quartal 2018 präsentierte, kam es zu einem Kurssprung, der aber noch am selben Tag auf Gewinnmitnahmen traf. Und die wurden von Abgaben gefolgt, die die Aktie damals bis zum Ende des Monats um ca. 30 Prozent drückten. Und dass manch einer sich fragt, ob es diesmal vielleicht genauso kommen könnte, ist zu vermuten. Denn die Ergebnisse waren auf den ersten Blick grandios. Auf den zweiten nicht.

Ja, der Gewinn von 1,47 US-Dollar pro Aktie lag meilenweit über der durchschnittlichen Analystenprognose von 1,04 US-Dollar. Nur muss man sich fragen, wie das gelang. Denn der Umsatz lag mit 5,24 Milliarden US-Dollar nur auf dem allgemein erwarteten Level, nicht darüber. Und die Zahl neu gewonnener Kunden blieb mit 6,77 Millionen sogar hinter der Prognose von sieben Millionen zurück. Hinzu kommt, dass Netflix für das angelaufene vierte Quartal 7,6 Millionen Neukunden erwartet, die Analysten hatten im Schnitt mit 9,6 Millionen weit mehr angepeilt. Wie kann der Gewinn so deutlich gestiegen sein, wenn die Zahl der Abonnenten nicht vergleichbar zulegt?

Expertenmeinung: Netflix kann, wenn man es dort will, grandios hohe Gewinne ausweisen oder aber einen dicken Verlust. Es kommt darauf an, ob im entsprechenden Quartal hohe Kosten für Filme und Serien verbucht werden oder ob man die teilweise ins Vorquartal oder ins nächste Quartal legt. Da die Einnahmen aufgrund der klar fixierten Tarife anhand der Zahl der Kunden relativ gut berechenbar sind, wäre es daher vernünftiger, das Wohl oder Wehe von Netflix daran festzumachen und nicht an den wankelmütigen Gewinn-Ausweisen. Und das dürften wohl einige getan haben, denn die Aktie startete zwar mit einem beeindruckenden Kurssprung um 6,3 Prozent in den Donnerstagshandel, rettete aber davon aber nur 2,47 Prozent ins Handelsende. Da scheint also mancher skeptisch zu sein – und das, obwohl die Charttechnik gar nicht so übel aussieht.

Eine wirklich massive Widerstandszone, durch die 200-Tage-Linie verstärkt, würde erst bei 332/342 US-Dollar warten. Und positiv ist, dass die Aktie Ende September die bis in Jahr 2016 zurückreichende Aufwärtstrendlinie verteidigt hat, wie Sie in unserem Chart auf Wochenbasis sehen, was mit einem neuen Kaufsignal im Trendfolgeindikator einherging. Wenn da trotz auf den ersten Blick starken Zahlen Gewinnmitnahmen auftauchen, scheinen nicht wenige genau hingesehen zu haben. Damit bleibt offen, ob Netflix auch nur bis in diese vorgenannte, nächste Widerstandszone bei 332/342 US-Dollar vordringt. Sollte die Aktie an der etwas steileren Aufwärtstrendlinie, die der Kurs im September durchbrochen hatte, scheitern, wäre Vorsicht angesagt. Zumal die gerade verteidigte Trendlinie mit 258 US-Dollar nicht allzu weit entfernt liegt. Sollte die fallen, wäre das Bild wieder deutlich klarer … aber es wäre eines, das nur den Bären gefallen würde.

Netflix Aktie: Chart vom 17.10.2019, Kurs 293,35 US-Dollar, Kürzel NFLX | LYNX Online Broker

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