Börsenblick

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Aktuelle Analyse:
Netflix: Das läuft hervorragend … für die Bären

Jubel und große Erleichterung am Abend des 16. Oktober: Netflix, die in Bezug auf die Zahl der neugewonnenen Abonnenten im zweiten Quartal enttäuscht hatten und für das dritte Quartal eine sehr verhaltene Perspektive ausgegeben hatten, schlugen die Erwartungen für das dritte Quartal deutlich.

Alles wieder im Lot, das Wachstum nur ganz kurz etwas verlangsamt und jetzt wieder stark, der Weg für die Aktie nach oben frei, so der Tenor. Es kam anders. Zwar eröffnete die Netflix-Aktie am Tag nach der abendlichen Präsentation der Quartalsbilanz mit einer gewaltigen Kurslücke nach oben. Aber der Schlusskurs lag klar unter dem Eröffnungskurs. Und diese Eröffnung lag wiederum an der Juli-Abwärtstrendlinie.

Über die, so hatten sich die Bullen das vorgestellt, hätte die Aktie mit dem Rückenwind der Quartalsbilanz hinaus laufen sollen. Stattdessen drehte sie dort ab. Und die Chance, den Befreiungsschlag gleich am nächsten Tag nachzuholen, wurde gar nicht erst ergriffen. Netflix fiel einfach weiter, zuerst unter die 200-Tage-Linie, dann unter das letzte markante Zwischentief vom August. Und damit war neben einem charttechnischen auch ein psychologisch negatives Signal entstanden, denn:

Expertenmeinung: Dieses August-Tief markierte das Ende der negativen Reaktion auf die in den Sand gesetzte Bilanz des zweiten Quartals. Wenn die Aktie jetzt trotz dieser scheinbar so grandiosen Bilanz des dritten Quartals noch tiefer steht als zuvor, so sagten sich die Marktteilnehmer, was soll sie dann wieder höher tragen?

Die Aktie fiel weiter, rutschte am Dienstag kurz nach dem Handelsstart bis auf 271 US-Dollar ab – und drehte. Dort, um 271 US-Dollar, fand sich eine charttechnische Unterstützung in Form des Zwischentiefs vom April.

Das wäre eine potenzielle Plattform für eine Gegenbewegung, die auch noch am selben Tag begann und am Mittwoch fortgeführt wurde. Aber um aus einer Gegenbewegung in einem intakten Abwärtstrend ein auch nur auf kurzfristiger Ebene bullisches Trading-Signal zu machen, müsste mehr gelingen als das Verteidigen einer Unterstützung. Denn das könnte auch alleine durch die Eindeckungen von Gewinne realisierenden Leerverkäufern verursacht worden sein, also durch „Bären“.

Es müssten wichtige Charthürden genommen werden, Linien, an denen dann erkennbar würde, dass es den Bären, die diese normalerweise verteidigen und den Kurs zurückwerfen würden, nicht gelingt, den Anstieg aufzuhalten. Eine solche Linie wäre das August-Tief bei 311 US-Dollar.

Genau dorthin lief Netflix gestern im Tageshoch – und kam nicht vorbei. Das läuft also bislang nach Plan für die Bären. Sollte der Kurs über 311 US-Dollar hinauskommen, hätten die Bullen eine kleine Chance, im Fall eines Rebreaks über 20-Tage- und 200-Tage-Linie durch Schlusskurse über 335 US-Dollar sogar eine große. Aber wenn die Aktie jetzt erneut nachgibt, unter die Linie bei 271 US-Dollar fällt, hätten die Bären reichlich Rückenwind, um gleich die nächste Auffangzone im Bereich 228/236 US-Dollar anzugehen.

Chart vom 31.10.2018, Kurs 301,78 US-Dollar, Kürzel NFLX

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